Linksextreme Band „Egotronic“ verherrlicht Morde an Rechten

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Matthias Matussek (Foto: Imago)

Berlin – Hetze und Hass, wie man sie selten schonungsloser gehört hat: Die Berliner Electropunk-Band „Egotronic“ ruft im Video zu ihrer Single „Kantholz„, das gestern viral ging, kaum verhohlen zum Mord an dem Kulturjournalisten (ehemals „Spiegel“, „Welt“) und Schriftsteller Matthias Matussek auf.

In dem Musikclip – die erste Auskopplung des im September erscheinenden neuen Albums „Ihr seid doch auch nicht besser“ – wird auf eine private 65. Geburtstagsfeier im März dieses Jahres angespielt, zu der Matussek viele alte Weggefährte und Freunde, darunter auch Vertreter der Freien Medien, eingeladen hatte. Weil diese pauschal – und ohne dass dies in den einzelnen Fällen irgendwie begründet wurde – von der medialen Empörungsindustrie etablierter Sender und Zeitungen unterscheidungslos als „Rechtspopulisten“ etikettiert wurden, waren nach der Geburtstagsparty (über die viel im Netz berichtet wurde) auch einige Prominente und „Normalos“ in Bedrängnis bzw. unverhoffte Erklärungsnöte aufgrund ihrer Kontaktschuld zur „neuen Rechten“ geraten: Moderator Reinhold  Beckmann etwa, der auf Matusseks Geburtstag noch ein herzliches Ständchen gegeben hatte, konnte gesellschaftliche Restakzeptanz und Ansehen gerade noch retten, indem er öffentlich Abbitte leistete und schwor, er habe ja keine Ahnung gehabt, mit wem er da in Hamburg alles gefeiert habe.

Anscheinend war es exakt dieses von den Medien gezeichnete öffentliche Zerrbild von Matusseks Geburtstagsfete, das auch die Berliner Linksextremen um die Band „Egotronic“ – eine künstlerisch völlig talentfreie und anspruchslose, wenn auch leidlich erfolgreiche Combo, die unter anderem der „antideutschen Bewegung“ nahesteht – zu ihrem widerwärtigen Hassvideo inspiriert hat: Darin ist ein Matussek-Verschnitt zu sehen, der zusammen mit dekadenten Yuppie-Typen samt Freundinnen, in Sweatern, Schmalkrawatte und Dandylook, ausschweifend feiert. Manche der dargestellten Partygäste weisen beabsichtigte Ähnlichkeiten mit AfD’ler und Identitären auf (einer soll wohl den IB-Aktivisten Martin Sellner darstellen, der auf Matusseks Party allerdings weder eingeladen noch anwesend war). Das bunte Treiben der als ein Gelage von Salon-Nazis inszenierten Geburtstagsfeier wird im Video jäh durch einen weiblichen Sniper im Domina-Look gestört, die es sich auf dem gegenüberliegenden Dachboden gemütlich gemacht hat – und dort in bester Lee-Harvey-Oswald-Manier ihr Präzisionsgewehr anlegt, um die „Rechten“, egoshooter-like und voyeuristisch durch ihr Zielfernrohr gefilmt, einen nach dem anderen ins Fadenkreuz zu nehmen und lustvoll abzuknallen. Zu den Bildern der tödlich getroffenen Geburtstagsgäste singt „Egotronic“-Frontman Torsun hämisch: „Was interessiert es mich, wenn mal ein Rechter fällt?“ und „Das Schicksal von Nazis ist mir vollkommen gleich.

jouwatch dokumentiert das Video nachfolgend; jeder kann sich selbst ein Bild davon machen, welches „künstlerische“ Niveau hier erreicht wird:

Angeblich soll das Stück vom Text des kürzlich verstorbenen Satirikers und Essayisten Wiglaf Drostes, „Mit Nazis reden“, inspiriert sein. Die Band mache, so heißt es in der Eigenwerbung, „deutlich, dass Nazis nunmal bekämpft werden müssen.“ Im Refrain heißt es zynisch: „Doch gibt es Gegenwehr, ist das Geheule groß…

Wie auch immer man zu dieser Art von „Kunst“ stehen mag: Das Video und der dazugehörige Song sind eindeutig justiziabel, demokratiefeindlich, aufrührerisch-verhetzend und menschenverachtend. Goebbels hätte an der perfiden psychologischen Machart dieses Werks seine helle Freude gehabt. Eine Indizierung wäre zu wenig; hier ist der Staatsschutz gefragt. Ob Polizei und Verfassungsschutz in diesem Fall ebenso aktiv tätig werden wie sonst gegen rechtsextreme Bands und Nazi-Organisationen? Eher nicht – denn „Rechte“ umlegen, entsorgen, zu Fall bringen, geht tendenziell in Ordnung oder solche Visionen und zumindest von der „künstlerischen Freiheit“ gedeckt. Nur ein Gedankenspiel: Wäre ein vergleichbares Video von einer rechtsidentitären Gruppe vor nach – oder noch schlimmer: nach – dem Mord an Walter Lübcke produziert und verbreitet worden, das Sniper-Attentate auf ein linkes Sit-in zeigt, dann wäre über die Republik längst das Kriegsrecht verhängt. Daran besteht kein Zweifel. (DM)

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38 Kommentare

  1. Danisch weist zu Recht darauf hin, dass die Amateurschauspielerin nicht mal das Gewehr korrekt bedienen kann: Frau und Gewehr.

  2. Man sollte den politischen Unrat nicht vergesellschaften! Nicht Deutschland und die Deutschen sind verkommen sondern das derzeitige politische Establishment! Das muß feinsäuberlich getrennt werden!

    • Nein, der Kehrreim-Text von Egotronics Hetzlied „Linksradikale“ lautet:
      Wo sind all die Linksradikalen mit dem Schießgewehr…

      Und falls Sie — hansapils 77 — keine sehen, dann fragen Sie doch die unzähligen Toten bisheriger sozialistischer Staaten. Ihre Sehbehinderung kann allerdings auch genetische Ursachen haben, Sie sollten sich diesbezüglich von einem Arzt untersuchen lassen.

  3. „Goebbels hätte an der perfiden psychologischen Machart dieses Werks seine helle Freude gehabt.“
    Nee, ganz sicher nicht!!! Er hätte die SA aufgefordert sich mal dieser „Band“ anzunehmen. Und das wären denen bestimmt nicht gut bekommen!!!!
    Aber,es gibt ein „Gegenstück“ dazu
    Categorie C, die mal ein Stück gegen die Antifa produziert haben, das „oh Wunder“ bei YT nicht mehr auffindbar ist. „Antifa, halt´s Maul“ hieß dieses Lied.
    Aber eins gibt´s noch: „Hu, ha Antifa“ https://www.youtube.com/watch?v=0vA7yGnQKyk
    möchte noch dazu sagen, daß ich nicht Alles von dieser Hooligan-Band unterschreibe, aber Einiges eben doch.
    Soll angeblich vom VS beobachtet werden, aber „Frische Sahne Fischkotelett“ ja auch.

  4. Egotronic live: Der alte weiße zipperleingeplagte Mann und Linksextremist Torsun Burkhardt, geb. 1974 aber verbraucht aussehend wie 50++, steht als Sänger und Hetze-Urheber auf der Bühne, begleitet von 3 Musiker-Knechten. Mit seinem T-Shirt „Good Night White Pride“ feiert er seine eigene Abschaffung und merkt’s nicht mal.
    Quelle: Egotronic – live 28.4.2018 – Wuppertal

    Interview: Dieser Torsun Burkhardt behauptet allen Ernstes, Linke würden nie töten. — Meine Gegenfrage: Was ist mit Lenin, Stalin, Pol-Pot, Mao, Honneckers Stasi?
    Quelle: Egotronic über das politische & das neue Album, 17.7.2019

  5. Ich will das Video nicht anklicken, erstens möchte ich keine Ekelpickel und ich will dass die Ekelpickel im Video nicht daran verdienen.

  6. Wer zu Gewalt oder gar Mord gegen andere ist nichts weiter als Ab/Schaum denen jegliche Plattform für deren Hetze entzogen werden muss!!!

  7. Mir dünkt : Was dem Braunen Regime der Film „J*d Süß“ war, das sind der BRD „Faule Sahne Fischgestank“ und „Egotrottel“…

  8. Staatsknete ist solchen „Künstlern“ sicher, im Zweifel halt per Einladung zum Auftritt bei events „gegen rächts“

  9. braucht es noch eines Beweises das links und rechts aus dem selben Schoß entsprungen sind? das sind eineiige Zwillinge…

    • Naja, derzeit ist das wohl eher System. Vielleicht sollte mal einer mit Y T -Anmeldung das Video melden. Mal schauen, was passiert… Y T wird in dem Fall vielleicht wenigstens eine Weile aus Angst vor Strafe das Video „behindern“

    • Einige Kommentare unter dem Video sind absolut justiziabel, andere unterirdisch und dämlich. Wenige wehren sich gegen diese dämliche linke Hetze. Der letzte Kommentar gerade eben meint, dass hier die YT-Regeln nicht gereifen und dein anderer es wäre Hass und Hetze

  10. Der Jouwatch Redaktion traue ich zu und ich verlasse mich darauf, dass sie hartnäckig weiter recherchiert. Die AfD wird hoffentlich auch diesmal mit Nachdruck eine Klage einreichen, eine Unverschämtheit mit welcher Hetzjagd hier gegen das Volk vorgegangen wird.

  11. Bei diesen fanatischen und gewaltgeilen Linksextremisten fällt mir eigentlich nur Anthony Burgess bzw. Stanley Kubrick und sein Film „Clockwork Orange“ ein. Vielleicht würde die bei dem Bandenführer Alex angewandte Aversionstherapie auch bei diesen geistesgestörten Linken Wirkung zeigen. Wer weiß?

  12. Hat der Buhpräh schon eine Empfehlung für ein Konzert gegeben ? Schließlich ist das doch ganz seine Marschrichtung !

  13. Da wird keine Polizei und kein Verfassungsschutz tätig, das vorherzusagen ist wohl nicht schwer. Eher ist es möglich, dass nach der nächsten Fake-Hetzjagd auf Ausländer der Herr Bundespräsident diese „Band“ zu einem Konzert zusammen mit den Sahnefischen im Garten von Bellevue einlädt!

  14. In anderen Ländern schon. In Merde.listan nicht. Fie Antifa wird von diesem Regime protegiert bzw. gelenkt.

  15. Irre. Absolut irre. Und der Staatsschutz kommt sofort bei Kopftuchrunterreissen. Kann man umbennen in Islamschutz.

    • Alles unterwandert resp. bewußt gemacht. Oder glaubt jmd, dass all die Gelder an PLO, Iran usw. 1:1 dorthin gehen? Da wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Geld auf Auslandskonten gewisser Entscheider zurückfließen. Dementsprechend auch die Politik der Verantwortlichen.

    • Es fliesst ja auch unser Steuergeld in die die Kahane Stiftung und diverse NGOs, die als Ziel unsere Zerstörung haben.

    • Einfach nur entsetzlich. Es scheint wohl nicht nur so, als hätte die RAF nach all den Jahren doch noch gesiegt..

  16. Der FASCHISMUS von 1933 – 1945 NENNT SICH HEUTE ANTIFASCHISMUS. Aber die Vorgehensweise um Andersdenkende auf Linie zu bringen ist die gleiche wie damals. Zu all dem fällt mir der Filmtitel“ER IST WIEDER DA“ ein.

  17. Anzeigen wandern auf Befehl von oben in den Papierkorb und werden als “ rechte Hetze“ bezeichnet.

    • Wo bitte soll die AFD etwas öffentlich wirksam propagieren?
      Ins Staatsfernsehen werden sie nicht eingeladen, die Zeitungen bringen das nicht.
      Bleiben einzig und allein die freien Medien, und die gelten als rechtsextrem.
      Und sollte die AFD das im Bundestag ansprechen weiß inzwischen jeder was dann passiert, eine Rüge und Redeverbot von Bundestagspräsidenten ist die harmlose Folge.
      Wie war das noch mal mit der Gedenkminute?

      Eine Zeitlang habe ich solche Artikel geteilt. Es interessiert keinen!

  18. Dann weiß man ja wen Steinbeißer beim nächsten „rechtsextremen Zwischenfall“ zum Konzert einlädt.

  19. Haben sich der Bundes-Uhu. der Aussenzwerg, Pöbelralle u.a. linksverdrehte schon bei der Band für dieses “ musikalische Highlight “ bedankt?

  20. Habe ich bei YouTube wegen Hass und Gewaltaufruf gemeldet. Vielleicht schließen sich andere an. NetzDG ist keine Einbahnstraße!

    Interessant: Antwort dauerte keine 10 Minuten. Habe ich einen „persönlichen Bearbeiter“?

    „…bei der Überprüfung Ihrer Anfrage mit der Referenznummer Xxxxxx konnten wir keinen ausreichenden Anlass für eine Einschränkung der beanstandeten URL(s) feststellen.

    Wir empfehlen Ihnen, Probleme dieser Art immer direkt mit dem YouTuber zu klären, der die Inhalte erstellt hat….“

    Bin gespannt, welche Antwort andere Leser erhalten.

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