Typisch: Grüne wird Leiterin eines mächtigen zentralen Energieverbandes

Foto:Von isak55/shutterstock

Berlin – Die grüne Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae soll neue Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden. Sie wird damit Kopf eines Verbandes der 1900 Unternehmen der deutschen Strom-, Gas- und Wasserwirtschaft vertritt. Darunter auch solche mit den auslaufenden Stromerzeugungsarten Atom- und Kohle. Mit dieser Personalentscheidung ist die „Energiewende“ in eine neue Phase getreten. Politische Beobachter sehen die Grünen durch ihre bereits guten Kontakte zur Wirtschaft auf direktem Wege zur Macht.

„Das Präsidium des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat einstimmig beschlossen, dem BDEW-Vorstand Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, als neue Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung vorzuschlagen“, zitiert die FAZ eine Meldung teilte des Energieverbandes.

Andrea soll Stefan Kapferer (FDP) folgen, der zum Netzbetreiber 50 Hertz geht. Die Wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen wurde schon seit Wochen als mögliche Anwärterin auf den Posten gehandelt. Laut FAZ vertritt der BDEW 1900 Unternehmen der deutschen Strom-, Gas- und Wasserwirtschaft. Bei dieser mächtigen Lobbyorganisation habe sich in den letzten Jahren ein immer stärkerer Trend zu erneuerbaren Energien und Elektromobilität vollzogen. Weiterhin sitzen bereits viele grüne Politiker in den Chefetagen der Energieversorger.

„Kerstin Andreae gilt als einer der Treiber für die stärkere Öffnung der Grünen hin zur Wirtschaft“, berichtet die FAZ weiter und erwähnt ein „illustres Gremium“ von Öko-Eliten, die zusammen mit namhaften Wirtschaftsbossen enger zusammengerückt sind.

Politische Beobachter sehen darin eine Art Avantgarde, die hier Vorarbeit für eine mögliche schwarzgrüne Regierungskoalition leistet. Zitat FAZ: „Wenn die Partei tatsächlich in einer schwarz-grünen oder womöglich sogar grün-schwarzen Bundesregierung regieren will, muss sie auch Politikfelder jenseits ihres Markenkerns besetzen.“ Nach Spekulationen der FAZ, die von der Zeitung als „Berliner Gedankenspiele“ wiedergeben werden, könnte Cem Özdemir oder Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, das Wirtschaftsministerium übernehmen. Auch die 50-jährige Andreae soll schon erwähnt worden sein. (KL)

 

 

 

 

 

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10 Kommentare

  1. Die Grünen kann man nur entzaubern, wenn man sie an die Macht läßt.
    Liebe Bürger, ihr wolltet grün, jetzt bekommt ihr braun. Viel Vergnügen.
    Der Abgrund läßt grüßen. Nur die dummen Schafe wählen ihre Schlächter selbst.

  2. Nennt sich Marsch durch die Institutionen.
    Als nächstes wird ein linker Wirtschaftsminister und eine Grüne Vorstandschef bei VW.

  3. Gestern standen wir vor dem Abgrund, heute sind wir einen entscheiden Schritt voran gekommen.

  4. 87% der Bürger haben bei der letzten Wahl die Altparteien fataler Weise gewählt und daher die Zerstörung Deutschlands legitimiert! Das war ein nicht wieder gutzumachender Fehler!

  5. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.
    Da hofft man wohl, dass es nicht so weh tut, wenn man auch noch das Messer selbst liefert.

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