„Patriotischer“ Rapper Chris Ares: An der Chartspitze von iTunes wegzensiert

Foto: Screenshot/Youtube

Nachdem dem deutschen Rapper Chris Ares am Montag bereits der Riesenerfolg geglückt war, mit seiner EP „2014-2018“ auf Platz 2 der deutschen iTunes-Charts in der Sparte Hip-Hop aufzusteigen, übertrumpfte er sich einen Tag später nochmals selbst: Er zog an dem amerikanischen Rapper NF vorbei zur Chartspitze. Weil Ares jedoch als patriotischer Rapper mit rechtsnationalen Tendenzen gilt, gelten für ihn offenbar andere Regeln als für andere Künstler: Gestern teilte Ares auf „youtube“ mit, dass iTunes seine Musik komplett gelöscht habe.

Dass die Nummer 1 der Charts von iTunes samt seiner Musik wegzensiert wird, ist ein Novum. Ares, der – wie unter anderem die „Tagesstimme“ berichtete – auch in Österreich und Schweiz Spitzenplazierungen in der Hiphop-Szene erreichte, wird als Vertreter einer „patriotischen Gegenkultur” gesehen, die – wie das Bürgerplattform-Portal „EinProzent“schrieb, „trotz politischer Ächtung und Netzzensur” ein breites Publikum erreicht. Der Erfolg seines aus nur sechs Songst bestehenden Albums in den Hip-Hop-Charts bescherte Ares überdies auch den Einstieg in die Top 40 der genreübergreifenden Gesamtcharts. Weil Ares allerdings teilweise migrations- und asylkritische Äußerungen in seinen Songs verarbeitet, wird er von Medien und im Netz als „Nazi-Rapper“ (Wikipedia) attackiert, mit dem Ziel, ihn als „Neo-Rechts-Künstler“ aus dem etablierten Musikbetrieb ausgegrenzt. Sein Erfolg basiert daher vor allem auf seiner Social-Media-Popularität.

Normalerweise wird das politische „Reinheitsgebot“ selbst im politisch überkorrekten Deutschland auf Rapper und Hip-Hopper aus gutem Grund nicht angewandt: Denn diese Subkultur ist wie keine zweite von schonungsloser Authentizität, Milieuprägung und „Street-Credibility“ geprägt, sie hat ihre eigene deutliche Sprache mit unverkennbaren Codes. Zudem zelebriert sie weltweit Tabuthemen wie Drogen, Gewalt, Sex – und eben auchn politische Außenseiterpositionen. Solange die Songinhalte und die Ausrichtung der Interpreten dabei mit linken oder gar linksextremen Positionen korrelieren, hat damit offenbar niemand ein Problem. So wird etwa linksextremer „Zecken-Rap“ als künstlerische Nische nicht nur geduldet, sondern geradezu gefeiert. Und so wie verfassungsfeindliche Songtexte einer Ska-Punk-Band namens „FeineSahneFischfilet„, die zu aktiver Polizeigewalt aufriefen, der aktiven Bewerbung dieser Band durch den deutschen Bundespräsident nicht im Wege standen, so sind auch Gruppen wie „Lena Stoehrfaktor„, „PhillieMC“ oder „Neonschwarz“ in der vom politischen Mainstream adaptierten Anti-Rechts-Bewegung fest verwurzelt.

Noch krasser tritt die Doppelmoral aberzutage, wenn es um islamischen Hass-Hip-Hop geht,der auf die muslimische Nasheed-Musik aufsetzt und in dem teilweise unverblümt zu Gewalt gegen Ungläubige und zur Schariatreue aufgerufen wird. Mit islamischem Hip-Hop hat auch iTunes kein Problem; unter Deutschlands Muslimen populäre Nasheed-Interpreten wie „Khalil Ismail“ oder „Ummati“ sind dort problemlos abrufbar. Wenn aber im eigenen Land ein deutscher Künstler rappt, gehen prompt die Alarmglocken an. Dabei sollte doch eigentlich eines selbstverständlich sein: Eine künstlerische Ausdrucksform, die Platz für linksradikale und islamistische Vertreter bietet, muss auch „patriotische“, politisch entgegengesetzt gepolte Standpunkte aushalten. (DM)

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18 Kommentare

  1. Wer ist iTunes? Es gibt weder einen Herrn noch eine Frau iTunes. Die Verantwortlichen haben alle einen Namen.

  2. Bin zwar kein Fan dieser Hip- Hop Szene, aber letztendlich erreichen diese Netzwächter rein gar nichts.
    Er wurde lediglich aus den Charts verbannt.
    Da kennt eine Fangemeinde keine Gnade

  3. In Deutschland wird (wie von der UN und im Migrationspakt oktroyiert) mit allen Mitteln daran gearbeitet, dass niemand mehr „negativ“ (wahrheitsgemäß) berichten darf.

    Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Demokratie werden dazu (endlich) vollends über Bord geworfen.

    Aber was soll man auch in einem Land erwarten, in dem die nächste Generation schon wieder genauso instrumentalisiert, indoktriniert und mißbraucht wird, wie es in Deutschland zuletzt in der DDR und bei den Nationalsozialisten der Fall war!

    Man kann sich für diese Gesellschaft nur noch schämen.

    • Die nächsten Generationen werden kunterbunt sein, wenn man sich die Geburtenzahlen anschaut mit Migration Hintergrund. Die braucht man nicht mehr auf Links zu drehen .

    • Im NS-Deutschland und in der DDR wurde die Jugend zwar indoktriniert, aber nicht im Sinne von Selbst- und Deutschenhass.
      Im Gegenteil.
      Sie wurden im Sinne der Machthaber erzogen, um ihrem Land, jeder an seinem Platz, den größten Nutzen zu erbringen.

      Davon kann gegenwärtig bei der jungen Generation jedoch nicht die Rede sein.

      Ansonsten volle Zustimmung.

  4. Reichen denn Apple die Einnahmen bei I-Tunes aus dem Sektor Hip Hop, wenn dort nur linksradikales und islamistisches Zeug angeboten wird ? Oder steht der Kommerz in dem Fall erst an zweiter Stelle ? Und die Merkel Moral steht dann auf dem ersten Platz der Hip-Hop Liste?
    Etwa so :
    Wir werden es scha scha schaffen
    Ihr werdet schaun wie dumme Affen
    Ich stelle eure Dummheit blos
    Ich bin Angie Alternativlos…
    Mein Rapp ist sehr verunglückt aber vielleicht kann es einer besser, für gute Vorschläge bin ich immer offen…

  5. Gute Werbung für Chris…denn alles Verbotene macht Spaß heißt es doch. Also werden doch nun viele denken warum ist das so? Und dann erst recht zuhören. Und sowas „Verbotenes“ verbreitet sich doch schneller, als den Verbietern recht ist.

    Meist ist der Effekt doch so.

    • Ist bei allem so, verbiete Kindern etwas und sie begehren es umso mehr. Oder selbst bei Erwachsenen die wie Jäger und Sammler alles Illegale aus dem Netz fischen mit File Sharing. Verbotenes hatte schon immer den größten Anreiz.

  6. Ich habe nichts was mit einem „I“ beginnt. Kein Ihh Phone, kein Ihh Tunes und auch nicht den Konkurenten von Mc Doof den I Mac
    Und überhaupt habe ich etwas gegen Produkte mit einem angebissenen Apfel als Markenzeichen.

    • Wenn Sie in der Geschichte der Privatcomputer etwas weiter zurückgehen, werden Sie feststellen, dass Apple lange Zeit dem, was Bill Gates den Kunden anzudrehen wagte, meilenweit voraus war.
      Leider war Apple wegen des Preises so exclusiv, dass sich kaum Softwareentwickler fanden. Nachdem sie für Atari und Commodore die Grenzen des Machbaren ausgelotet hatten, schlugen sich alle auf die Seite der „Industriearchitektur“ und quälten sich in der DOS-Welt mit Intel-Prozessoren ab, die nicht einmal dem Motorola 8000 das Wasser reichen konnten.

  7. Ich glaube, Chris hat einfach die Reichweite um in aufzufallen.
    Der islamistische hip jop scheint hier kaum aufgerufen zu werden. Und fällt somit nicht auf.

    Da müssen wir aktiv werden und den Schrott melden!

  8. Das kann doch für kritische Deutsche und Europäer (denn in I, F o.GB wird das wohl nicht anders sein) nur heißen, dass sie Itunes den Moslems und den Linksgewalttätern überlassen, sollen die ein Abo zahlen. Wie lange sharia-Totalitarismus und linker Totalitarismus zusammen auskommen, kann man dann von außen genüsslich beobachten!
    Unternehmen, die ihre Kunden dressieren wollen, sollte man eh meiden!

  9. Als Berufsmusiker sag ich nur, ITunes ist das allerletzte! Brauch ich nicht! Macht auch vielen Musikern das von der Musik leben enorm schwer

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