Gewalt, die fassungslos macht: Zweige von Strauch abgerissen

Foto: Von Suzanne Tucker/Shutterstock

Gymnasiasten begehen schweren Landfriedensbruch und stürmen extrem gewalttätig eine Starnberger Polizeistation. Sexuelle Übergriffe durch Täter mit „ungeklärtem Aufenthaltsstatus“ landauf, landab. Linksextreme Brandanschläge auf Autos und Büros politisch Andersdenkender. Mord und Totschlag auf den Straßen. Alles harmloser Pipifax! Ein wirklich abscheulicher Vorfall wurde nun aus dem oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm bekannt.

Wie die dortige Polizei berichtete, riss ein Unbekannter am Freitagabend mehrere Zweige von einem Strauch ab und nahm sie mit. Ob der Täter den Tatort in der Pfaffenhofener Schulstraße zuvor seit längerem ausgekundschaftet hatte, ist unklar. Jedenfalls muss er sich in einem unbeobachteten Moment, noch vor Einbruch der Dunkelheit,  der wehrlosen Pflanze genähert haben. Die Tat selbst ereignete sich blitzschnell: Die Äste wurden anscheinend in einer Handbewegung geknickt und abgerissen. Die Anwohner sind erschüttert und fassungslos über die kriminelle Energie, mit der der Strauchdieb zuschlug.

Die Polizei Pfaffenhofen bittet um Mithilfe. Ob zur Aufklärung des Verbrechens eine Sonderkommission eingesetzt wurde, konnten die zuständige Behörden im Regierungspräsidium Oberbayern zur Stunde noch nicht sagen. Es wird jedoch damit gerechnet, dass der Fall weite Kreise ziehen und eine erneute Grundsatzdebatte über zügellose Gewalt gegen Pflanzen auslösen dürfte.

Besonders empörend: Bei dem Strauch soll es sich um eine Art halten, die gar nicht in Deutschland vorkommt, sondern als sogenannter „Klimaflüchtling“, also als Art, die sich aufgrund der steigenden Temperaturen ins kühlere Mitteleuropa ausgebreitet hat. „Sollte sich das bewahrheiten, dass eine schutzsuchende Pflanze hier zum Opfer einer pflanzenverachtenden Gewalttat geworden ist, so wäre die Tat besonders abstoßend“, wurde ein Lokalpolitiker zitiert.

Gerüchten zufolge planen örtliche Naturschutzverbände gemeinsam mit Politikern der Grünen am Wochenende Schweigemärsche, die ein „konsequentes Bekenntnis gegen Rechts“ demonstrieren sollen. Auch Kirchenvertreter mahnten, es sei an der Zeit, dem verbreiteten Rassismus gegen Buschwerk am Wegesrand einen Riegel vorzuschieben. (DM)

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