„Flüchtlings“-Helfer gibt zu: Natürlich gibt es den Pull-Faktor

Foto:Von Naeblys/shutterstock

Die selbsternannten Seenotretter des Mittelmeeres wehren sich immer wieder gegen den Vorwurf, sie hätten etwas damit zu tun, dass Migranten in Libyen Boote besteigen und die gefährliche Überfahrt nach Europa wagen. Jetzt widerspricht ihnen ein Helfer aus den eigenen Reihen: Natürlich gebe es den „Pull-Effekt“, so der italienische Filmemacher und Aktivist.

Seit Januar lebt der 44-jährige Michelangelo Severgnini laut Welt in der tunesisch-libyschen Grenzregion und führte bereits hunderte von Gesprächen mit reisewilligen Migranten aus Afrika. Er besuche die Flüchtlingslager und unterhalte sich mit den Menschen dort. Selbstverständlich kämen Nachrichten über geplante NGO-Rettungsaktionen bei ihnen an, erklärt er in einem Interview gegenüber dem Blatt: „Sie machen sich dann auf den Weg“, so Severgnini, der einen Dokumentarfilm über die Migranten-Schicksale plant. Von der immer wieder zitierten Oxford-Studie von 2017, die den Zusammenhang zwischen Seenotrettung und der Zahl der Bootsflüchtlinge (Pull-Effekt) bestreitet, will er nichts wissen. Natürlich kenne er die Studie. Aber die könne nicht glaubwürdiger sein als die Migranten selbst, meint Michelangelo Severgnini.

Er sei in Kontakt mit einer Frau aus Westafrika, die Mutter jüngst geborenen Zwillingen sei. Die Frau habe einen Asylantrag beim UNHCR in Tunesien gestellt und hoffe seit Monaten auf die Umsiedlung nach Europa. Ihr dauere der ganze Vorgang aber zu lange und so wolle sie die gefährliche Schlepper-Reise wagen. Auf dem Meer „warte die Rettung“, ist die Frau überzeugt.

„Die über die europäischen Medien verbreitete Information, dass Retter vor Ort sind, treibt Menschen an, aus Tunesien zurück nach Libyen zu gehen“, weiß Severgnini und hat auch schon die „passende“ Lösung parat: Wenn es nach ihm geht, sollten die zehntausenden in Libyen gestrandeten Afrikaner sofort evakuiert und in Richtung Europa und in ihre Heimatländer gebracht werden.

Er fordert darüber hinaus eine Aufklärungskampagne, damit die Migranten sich gar nicht erst auf den Weg nach Libyen machen. Die Reise in den Schlepperbooten aufs offene Meer sei seiner Meinung nach jedenfalls „eine barbarische Art und Weise, zu migrieren: Das ist krank und verrückt. Das muss sofort aufhören“, findet er in dem Welt-Interview. (MS)

 

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33 Kommentare

  1. Nur auf Sachleistungen umstellen, dann kommt hier kein einziger mehr her von den Sozialgeldparasiten

  2. Laut Maßen kommen jeden Tag 500 Migranten zu uns, natürlich plus aufgefischte aus dem Mittelmeer. Verdammt nochmal, wo führt das hin?

  3. „Er fordert darüber hinaus eine Aufklärungskampagne,…“

    Einfach ein Beispiel an der australischen „No Way- Kampagne“ nehmen – klar, deutlich und unmissverständlich. Da gibt es null und nichts rein zu interpretieren!

  4. Filmemacher und „Aktivist“. Werden eigentlich Nachtschlosser jedenfalls von ihren Hehlern (Fans dürften sie ja kaum haben) als „Einsteigaktivisten“ bezeichnet oder besteht wenigstens da allgemeines Einvernehmen, daß die wegen besonders schweren Diebstahls weggesperrt gehören?

  5. Jemand, der den Zusammenhang zwichen Menschen die sich mit Absicht in Seenot begeben und den Rettern der NGO`s leugnet, redet sich die Welt schön und verleugnet mit Absicht die Realität. Denn ohne die selbsternannten „Seenotretter“, die nur die EU als Ziel akzeptieren, würde es die ganzen Schlauchbootfahrer erst gar nicht geben.

  6. Erzähl uns mal wat neuet !Und vorallem den Grünlingen !Aber darum geht’s ja nicht,sondern nur darum,wie unsere Sozialkasse am schnellsten geplündert werden kann.

    • Ja, ich könnte mich totlachen. Massenverarsche im Quadrat.
      Stehen richtig schön im flachen Wasser, und machen einen auf ertrinken.
      Das oder so ähnlich haben die doch schon mal gezeigt.

  7. Trump darf seine Mauer bauen !
    Bei uns müssen alle Grenzen für jeden,auch für Kriminelle offen bleiben ? !
    Neid !!

  8. genial haben die NGOs, selbsternannten Seenotretter, Asyl- und Flüchtlingsindustrie, die Kirchen es geschafft, den Deutschen die Verantwortung für jeden ertrunkenen Migranten in die Schuhe zu schieben. Die Toten im Mittelmeer sind die Toten der NGOs, selbsternannten Seenotretter, Asyl- und Flüchtlingsindustrie, der Kirchen und Helferkreise.

  9. Ohne Retter, keine Schlepper!
    Selbst der dümmste Schwarze würde niemals in ein labbriges Gummi Boot steigen, wenn es kein Empfangskomitee gäbe.

    Wie beim Angeln, keinen Köder, keine Fische!

  10. Ich finde es unglaublich, dass man immer noch nach Gründen sucht, warum sie den Schleppern in die Boote folgen.
    Wurden nicht von Merkel in allen möglichen Sprachen um diese Menschen dort geworben , sie mögen nach Europa kommen ?
    Ein weiterer Pullfaktor ist doch, dass jeder bleiben kann , egal ob Asylant oder Wirtschaftsfluechtling.
    Papiere haben 70% nicht, aber per Handy wird in die Heimat gesendet, kommt her, hier gibt es alles umsonst, Wohnung, Geld, Krankenversorgung und sogar noch Taschengeld.
    Wer da sich nicht auf die Socken macht…

  11. Ist der Mann schizophren,zwischen Heimatland und Wirtsvolk muss der doch noch unterscheiden können ?!

  12. In Richtung ihrer Heimatländer kann ich dem guten Mann absolut zustimmen. In Richtung Europa definitiv NICHT. Es gibt eh schon viel zu viele dieser Vollversorgungsforderer in Europa, insbesondere in Blödland.

  13. Wer glaubt das war nicht der Fall sollte sich Untersuchen lassen. Im grunde geht auch nicht darum diese Menschen zu retten sondern nach Europa zu bringen. Danach dürfen wir dann für Kost und Logie aufkommen quasi darfür bluten.

  14. In Richtung ihrer Heimatländer kann ich dem guten Mann absolut zustimmen. In Richtung Europa definitiv NICHT. Es gibt eh schon viel zu viele dieser Vollversorgungsforderer in Europa, insbesondere in Blödland.

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