„Potsdämlich“ – Kachelmann nimmt Potsdamer Klimawissenschaftler auseinander

Auch wenn es Rahmstorf noch so sehr will - geht nicht, brennt nicht (Bild: shutterstock.com/Von Dmitriy Yermishin)

Können Glasscherben in den Wäldern Brände auslösen? Ja, da ist sich der Potsdamer Klimafolgen-Forscher Stefan Rahmstorf schon ziemlich sicher. Jörg Kachelmann indes glaubt in Rahmstorf einen weiteren Beweis für die „Potsdämlichkeit“ von Klimaforschern gefunden zu haben.

„Zündquellen gibt es (…) immer, es reicht eine weggeworfene Zigarette, eine Glasscherbe in der Sonne oder natürlich ein Blitz“, schreibt Klimafolgen-Forscher Stefan Rahmstorf, der laut der MAZ seit Längerem bereits mit Jörg Kachelmann im Klinsch liegt, zur Glaubensfrage „Können Glasscherben Waldbrände auslösen?“

 

Glasscherben im Wald stören höchstens Pilzsammler

„Es ist nicht ausgeschlossen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr gering“, urteilt Heinz Rudolph, Landesbranddirektor und Leiter der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zur Rückfrage der MAZ. Ihm sei kein Waldbrand in Brandenburg bekannt, der auf eine weggeworfene Flasche zurückgehe. Allerdings sei dergleichen vermutlich „in der Menschheitsgeschichte schon einmal vorgekommen“, so die salomonische Stellungnahme des Brandexperten, der weiter ausführt: Eine Scherbe müsse „so geformt sein, dass sie Brennglaswirkung hat – das ist aber bei Flaschenböden und Flachglas nicht der Fall“.

Außerdem müsste die Sonne genau im 90-Grad-Winkel in die Lupe fallen. Zudem wisse jeder, der schon einmal mit Hilfe einer Lupe Papier verbrannt hat, dass der Brennpunkt mehrere Zentimeter von der Linse entfernt liege, so  Rudolph, der abschließend feststellt: Liege eine Flasche auf dem Waldboden, sei diese Distanz kaum denkbar. Das Brennmaterial müsse zudem sehr trocken sein. Rudolph hält es gleichwohl für geboten, weiterhin keine Flaschen im Wald zu entsorgen: „Das möchte ich als Pilzsucher nicht.“

Nicht weniger amüsant die Kommentare auf Jörg Kachelmanns Twitter-Account über die „Potsdämlichkeit des „profiliertesten Ozeanexperten“:„Das mit der Glasscherbe wurde ja auch mal im TV in einer Disney Produktion gezeigt. Dann muß es stimmen. Man hats ja im TV mit eigenen Augen gesehen :D“, „Sein Kernthema, trommeln für den Klimauntergang innerhalb von 10 Jahren, beherrscht er perfekt. Als ernstzunehmender Wissenschaftler, glaube ich, ist er in etwa so geeignet, wie ich als Handarbeitslehrerin.“, „Mit einer Glasscherbe sein Holzofen entfachen, wirkt wunder.“, „Wenn Überzeugungen zur Ideologie werden und das Handeln bestimmen, ist es eben mit der Vernunft und logische Denken vorbei.“ (SB)

Loading...

39 Kommentare

  1. Also, das kommt mir irgendwie bekannt vor, schon in den 60´gern 70´gern wurde uns diese „Theorie“ von Feuerwehrexperten geschildert (da gab es noch keine „Grüne“), irgenwie habe ich das damals auch nicht so richtig wahrgenommen und verstanden, es wurde ja nur am „Rande“ erwähnt, aber es wurde nicht bestritten.

  2. Mit einer Glasscherbe einen Holzofen entfachen, tolle Idee.Auf dem Ofen seine Mahlzeiten zu kochen sollte man sich aus dem Kopf schlagen.Es könnte vorher der Hungertod eintreten.

    Die effektivste und schnellste Methode mit einer Glasflasche ein Feuer zu verursachen ist der altbewährte Molotow Cocktail.

    • Ja, Kamerad.
      Gediente Mitstreiter wissen das.
      Aber wer sitzt heute in Berufsschulen und in den Unis?
      Es sind ungediente Bürger ohne Ahnung.
      Frage:
      Wie lädt man fertig?
      Diese Frage bleibt dann unbeantwortet nach: „Zur Bw brauch ich nicht nur um zu wissen wie man den Finger abzukrümmen soll“

  3. Bevor man bei solchem Wetter in den Wald geht, sollte man vorsichtshalber ordentlich was trnken (natürlich aus der Dose), denn wer weiß, was passiert, wenn man da mit brennendem Durst durchs Unterholz stolpert?

  4. Daß man mit einer dünnen, weißen Glasscherbe mit entsprechender Wölbung
    Feuer entzünden kann, ist Tatsache. Ich erinnere mich noch an meine
    Schulzeit, als wir dieses Experiment durchführten. Es müssen aber ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die in der Natur so wenig möglich sind, wie die Auffindung einer Stecknadel im Heuhaufen.

  5. Vor allem bei den Bränden in Militärgebieten tippe ich auf Brandstiftung. So wurden nun breite Schneißen mit Panzern von jeglicher Munition geräumt. Nun hat man Platz und kann unbeschadet dort Windräder aufstellen 🙂

  6. Ich hab da eine viel bösere Theorie wie es zu den Waldbränden kommt.
    Einmal (!) las ich ja was von Brandstiftung als Vermutung der Feuerwehr aber danach war es stockstill. Ich vermute weiter diese Wildtiergrillerei von Nichteinheimischen….
    Meine Gedanken sind noch frei!

    • Ihre Vermutung wurde zumindest für brennende Wälder hinter ganz bestimmten Stockholmer Vororte im letzten Jahr für wahr befunden. Dann hörte man auch dort nichts mehr davon. Aber von den verheerenden Waldbränden in Schweden letzten Sommer haben wir alle gehört. Geht alles auf den Klimawandel zurück, näch, und die große Hitze.

  7. Jetzt weiß ich wenigstens, wo all die Blinden herkommen – die sind mit der Brille auf der Nase in den Sonnenschein gegangen.
    Die harmloseren Fälle haben nur verbrannte knallrote Haut rings um die Augen.

  8. Eine Glasscherbe kann auf trockenem Waldboden sehr wohl Brände auslösen, ein paar intensive Sonnenstrahlen reichen. Ich habe schon vor 70 Jahren mit meinem Vater in der Sonne gesessen. In einer Hand ein Brett, in der anderen eine Scherbe. Dann haben wir die tollsten Muster in das Brett gebrannt.

    • Theoretisch kann man mit einer Glasscherbe tatsächlich Feuer machen. Aber dazu muß sie sich sowohl im richtigen Winkel als auch in der richtigen Entfernung befinden. Letzteres ist bei einer auf dem Boden liegenden Glasscherbe aber praktisch ausgeschlossen. Dafür ist die Brennweite einfach zu groß und auch nicht gleichmäßig genug. Das wäre meiner Meinung nach nur möglich, wenn sich in einer gewölbten Glasscherbe Wasser gesammelt hat, das die Brennweite drastisch verkürzt. Das ist aber bei großer Trockenheit ziemlich unwahrscheinlich.

    • Hallo Rita, nach Ihren Ausführungen, sind Sie ja in den Kriegswirren geboren. Ich vermute, daß Ihre Ausführungen eine Folge von dramatischen Erlebnissen zum Kriegsende geschuldet sind. Vielleicht wurden sie von Albträumen verfolgt, die Sie heute nicht mehr rational zuordnen können. Nach Ihren Erzählungen müssten Sie etwa 76 bis über 80 Jahre sein. Sie haben garantiert kein Muster mit einer Scherbe,auf ein Brett gebrannt. Selbst mit einer großen LUPE dürften Sie Probleme gehabt haben, auch nur einen sichtbaren Punkt auf ein Brett gebrannt zu haben. Lassen Sie doch diesen Unsinn. Erklären Sie doch nicht physikalische Logik, als ein dummes Geschwätz herabzuwürdigen. Mann oh Mann. Wer bei komplexen Themen mitreden will, sollte zumindest darüber Bescheid wissen, oder einfach mal die Klappe halten.

    • Man kann einem Menschen seine Kindheitserinnerungen auch lassen. Warum soll das nicht stimmen, dass Muster in einem Brett erzeugt werden, mit Sonnenlicht, das durch eine Scherbe fällt. Wir wissen ja nicht welche Art von Holz und welche Art von Scherbe verwendet wurde. Desweiteren hat das Holz ja nicht gebrannt. Die Technik heißt „Pyrographie“ (Brandmalerei) und funktioniert am besten mit einem Lötkolben. Durch punktuelles Erhitzen verändert sich die Farbe des Holzes. Davon brennt natürlich kein Wald ab.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Brandmalerei

    • Ja ja, wir hatten ja nix anderes damals. Die Bananen mussten wir sogar über’m Kinie biegen, weil es keine Bananenbiegemaschinen mehr gab.

    • Stimme Ihnen vollständig zu !

      Es sind nicht nur weggeworfene, heiße Zigarettenkippen, die jedes Jahr im Hochsommer so ziemlich alle Anrainerstaaten des Mittelmeers, respektive deren Feuerwehren, auf Trab halten. (Ja sicher : Oftmals wird die Trockenheit dort auch zur illegalen Rodung oder Neubestellung von Ackerflächen genutzt, dann waren es in der Tat Brandstifter)

      Es reicht zum Entfachen von Busch.- oder Waldbränden in diesen Breiten manchmal nur ein einziger Wassertropfen (sic !), welcher das Sonnenlicht wie eine Lupe bündelt um das ausgetrocknete Gestrüpp zum Entzünden zu bringen.

      Sorry, Herr Kachelmann : Bei aller berechtigten Kritik an den „Potsdämlichen“ sollte man niemals nie sagen.

    • Und mit russgeschwärzten Scherben die Sonne beobachtet, ok.Werde das morgen mal testen, das mit dem Brett usw.Sollte das nicht funktionieren sind Sie verantwortlich dafür.Und für einen eventuellen entstehenden Waldbrand natürlich ebenso.

  9. Es zeigt wieder ganz deutlich,“Intelligenz hat nichts mit Bildung zu tun“. Oder: „Wes Brot ich es, des Lied ich sing“. Oder halten uns diese „Wissenschaftler“ wirklich für so blöd? Wer hat schon mal versucht mit einen Brennglas (Lupe) Feuer zu machen. Geht, mit viel Übung aber nicht immer.

    • Natürlich hat Kachelmann Recht: Ich habe es einmal auf einer geologischen Exkursion in Südfrankreich probiert. Wir waren im Gelände (sehr steinig und keine Waldbrandgefahr) und ich wollte (damals noch) unbedingt eine rauchen – hatte aber mein Feuerzeug vergessen und war der einzige Raucher in der Gruppe. Zum Glück hatte aber jeder von uns eine Lupe zur Gesteinasanalyse dabei. Ich fokussierte den Brennpunkt der kleinen Lupe auf die Spitze der Zigarette und wartete eine Weile. Dann zog ich ziemlich stark an der Zigarette um die Glut zu entfachen. Das Ganze gelang mir aber erst nach etwa 10 Versuchen und dauert ganz schön lange. Und wie gesagt: Die Sonne musste senkrecht über der Linse stehen und die Spitze der Zigarette musste sich in einer bis fast auf den Millimeter stimmenden Entfernung vor der Linse befinden. Das bedeutet, dass die Chance, mit einer Flasche etwas anzuzünden, die sich ja extrem von einer Lupe unterscheidet, nahezu Null sind.

    • Natürlich hat Kachelmann Recht: Ich habe es einmal auf einer geologischen Exkursion in Südfrankreich probiert. Wir waren im Gelände (sehr steinig und keine Waldbrandgefahr) und ich wollte (damals noch) unbedingt eine rauchen – hatte aber mein Feuerzeug vergessen und war der einzige Raucher in der Gruppe. Zum Glück hatte aber jeder von uns eine Lupe zur Gesteinasanalyse dabei. Ich fokussierte den Brennpunkt der kleinen Lupe auf die Spitze der Zigarette und wartete eine Weile. Dann zog ich ziemlich stark an der Zigarette um die Glut zu entfachen. Das Ganze gelang mir aber erst nach etwa 10 Versuchen und dauert ganz schön lange. Und wie gesagt: Die Sonne musste senkrecht über der Linse stehen und die Spitze der Zigarette musste sich in einer bis fast auf den Millimeter stimmenden Entfernung vor der Linse befinden. Das bedeutet, dass die Chance, mit einer Flasche etwas anzuzünden, die sich ja extrem von einer Lupe unterscheidet, nahezu Null sind.

  10. Es muss aber was dran sein an der Flaschenwaldbrandtheorie. In meiner Hausbar habe ich eine Flasche, auf deren Etikett groß und deutlich der Warnhinweis „BRANDY“ angebracht ist. Ich habe sofort ein Glas davon getrunken, um zu löschen. Vorbeugend.

  11. Das ist der Beknackte der behauptet hat, wir verlieren die Kontrolle über das Klima!! So einer schimpft sich „Wissenschaftler“ da müssen sich doch Tausende ehrbare ernstzunehmende Wissenschaftler fremdschämen oder?

  12. man muß nur extrem dumm genug sein um sich mit so einem Mist in die Öffentlichkeit zu wagen. Die sogenannten Klimaexperten sind mindestens so verblödet wie ein Großteil der MSM-Jurnalisten. Vollpfosten durch und durch…aber da sie sich öffentlich aushalten lassen, sind sie noch schlimmer als jede Hure auf dem Straßenstrich, denn die werden privat finanziert…

  13. Kann die Klimasekte Panik auslösen?
    Ja das kann die Klimasekte!
    Beweise: Jeden Freitag hysterisch hüpfend Kinder die einstweilen dann auch schon mal im Rausch auf der Straße Zehnarien abziehen das man auf den Gedanken kommt in einer Klapse gab es einen Massenausbruch!
    Ebenfalls hysterische Politiker die mit Einführung einer Klimasteuer der Meinung sind die Welt zu retten, Verbrennungsmotoren verbieten wollen aber gleichzeitig die alte mordenden Autos in alle Welt verkaufen, weil ja bekanntlich die hochgefährliche kontaminierte Luft an der Grenze HALT macht, und nicht einfällt so wie es die bösen Wilden es tun!

Kommentare sind deaktiviert.