Windkraftanlagen – noch mörderischer als bislang bekannt

Foto:Von Scandphoto/shutterstock

In seiner aktuellen Ausgabe widmet sich das Magazin Geo dem Thema Windkraftanlagen und dem damit verbundenen Tiersterben. Auch hier kommt man zu dem Ergebnis: „Windenergie und Vögel: Die Opferzahlen sind viel höher als gedacht.“ Die gute Nachricht: Der Ausbau der Windenergieanlagen ist fast zum Erliegen gekommen. 

Die Autorin der Titelgeschichte Johanna Romberg, kommt zu dem Schluss, dass bestimmte Vogelarten gefährdeter sind als andere. „Allein in den vier norddeutschen Bundesländern sterben jedes Jahr mehr als 8500 Mäusebussarde an Windkraftanlagen. Das entspricht fast acht Prozent der gesamten Population in diesen Ländern“, so Romberg gegenüber Geo.

Darüberhinaus wisse man inzwischen von jährlich mehr als 250.000 Fledermäusen, die ihr Leben wegen der riesigen Windkraftanlagen lassen müssen. Das sei besonders schlimm, da  Fledermäuse eine niedrige Fortpflanzungsrate haben und Bestandsverluste in solchen Größenordnungen kaum ausgleichen können.

Die Windräder köpfen jedes Jahr hunderttausende Vögel, Fledermäuse und töten Milliarden Insekten. Standorte an Gewässern und in immer mehr Waldgebieten sind für Tiere besondere Gefahren-Zonen: Hier kommt es besonders häufig zu den tödlichen Begegnungen mit den bis zu 50 Meter langen „klimarettenden“ Rotorenblättern. Viele Vogelarten seien darüberhinaus „auf der Flucht“: Gestört durch die Anlagen,  verlassen sie  ihre angestammten Brut- und Ruheplätze. Besonders empfindlich reagieren rastende Vögel  – je größer die Anlage, desto mehr fliehen weiter.

Das Argument, das von Befürwortern der Schredderanlagen immer wieder angebracht wird, dass mehr (Sing-)Vögel im Autoverkehr und an Fensterscheiben verenden, sei nur bedingt richtig, so die Geo-Autorin. Mittlerweile wachse auf 20 Prozent der deutschen landwirtschaftlichen Flächen Mais. In dieser pflanzlich verarmte Landschaft können Windräder der entscheidende Faktor sein, der einen Bestand – wie den des Mäusebussards, des Rotmilans oder auch des sehr seltenen Schreiadlers ( in Deutschland leben nur noch 120 Paar) zum Kippen bringt, so Romberg.

Doch es gibt eine kurze Atempause für die bedrohten Tiere der Luft: Der Ausbau der Windkraftanlagen sei durch Klagen und Genehmigungsstau fast zum Erliegen gekommen, berichtet die MZ.

Von Januar bis Mitte Juli dieses Jahres seien bundesweit nur 97 Anlagen an Land errichtet worden. In einigen Bundesländern wie Sachsen und Hessen wurde nicht eine einzige Anlage in diesem Jahr gebaut. In Sachsen-Anhalt wurden von Januar bis Mitte Juli 2019 nur 14 Windräder aufgebaut. Bis zu 100 pro Jahr seien noch bis vor kurzem errichtet worden, was die Landschaft an vielen stellen zu einem nicht enden wollenden Industriegebiet verschandelt hat. Neue Förderbedingungen, Klagen und immer weniger geeignete Flächen sind laut Windenergieverband der Grund für den „Einbruch“. (MS)

 

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45 Kommentare

  1. Tja, die Grünen wollen den kleinen Hambacher Forst retten und lassen wenige Kilometer weiter große Waldflächen für Windkraftanlagen roden. Nächstes Jahr soll dann in Nordhessen das große Roden beginnen. Der gute, alte Urwald bei Reinhardshagen muss dann dran glauben. Alles unter Führung eines grünen Wirtschaftsministers.
    https://www.welt.de/wirtschaft/plus179837848/Hessen-erlaubt-Bau-von-Windkraftanlagen-in-Grimms-Maerchenwald.html

    Passend dazu:
    https://www.deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/windenergie-und-artenschutz

  2. Hallo,
    gibt es eine Quelle, die die jährlichen Absolutzahlen (durch Windkraftanlagen getötete Vögel) angibt?

    • Leider bin ich da auch noch nicht fündig geworden . Wahrscheinlich gibt es eine so genaue Aufstellung nicht .Allerdings gibt es einen Artikel bei Tichys Einblick von Ende 2018 mit Untersuchungen aus Indien . Es ist eine einzige Katastrophe .

      Tichys Einblick

      Windräder – Gigantische Vogelkiller verändern das Ökosystem

      Noch eine andere Seite , die auch so gut wie nicht erwähnt wird , ist , dass größere WKA das örtliche Klima verändern . Die Turbulenzen durch die Rotoren führen bspw. zu höheren Nachttemperaturen .

  3. Die Grünen „kümmern “ sich aufopferungsvoll um Kröten, Frösche und den Juchtenkäfer.

    Wenn es aber um die Milliarden Isekten und Vögel geht, die an den Windflügeln verenden, dann halten die sich auffällig zurück.
    Diese Tatsache passt anscheinend nicht in deren Weltbild.

  4. Wie bei den Raumventilatoren, wie viel Mühe braucht man ein Schutzgitter um jeder diesen Windrädern anzubringen?

    • Na ja, wenn man sich noch an Halle,Eisenhuettenstadt und viele andere Staedte in der DDR erinnert, war das sicher alles andere als „Gruen“…

  5. Ich fürchte, daß neben der vogelschreddernden Eigenschaften der vorgeblich „klimarettenden“ Windkraftanlagen noch hinzu kommt, daß eben dieses Klima – das Mikroklima vor Ort – durch sie massiv geschädigt wird. Es häufen sich Berichte, nach denen in ein einigen Regionen eine langanhaltende Trockenheit fast auf den Tag genau auf die Errichtung und Eröffnung diverser größerer „Windkraftfelder“ zurückzuführen gewesen sein könnte, da durch die Verwirbelung von Luftmassen die Entstehung von Regen (Kondensat aus normalerweise aufsteigender Luftfeuchte) verhindert oder zumindest massiv behindert wird, folgt man der Argumentation.

    Auch die meisten anderen zweifelhaften „Errungenschaften“ aus dem linksgrünen Versuchslabor dürften sich auf Umwelt UND Klima (!) eher kontraproduktiv auswirken. Fazit: Es gibt derzeit keine Partei, die die Umwelt so sehr bedroht wie die vorgeblich so „grüne“, in Wahrheit aber tiefrote Partei, die gerade dabei ist, einen Steinzeitkommunismus zu errichten und die ich für noch gefährlicher halte als die Linkspartei, die ihr allerdings gerade (wie auch alle anderen) fleißig nachäfft. Tatsächlich ist hier eine Kulturrevolution im Gange, die Kinder und Jugendliche gegen die Alten aufhetzt und wie sie daher – vom Prinzip und vom Totalitarismus her – auch einem gewissen Genossen Mao, dem nicht wenige „Grüne“ vor allem aus dem Westen huldigen, zur Ehre gereichen würde.

    Kein vernünftiger Mensch kann etwas gegen den Schutz der Umwelt und damit der eigenen Heimat haben. Nur hat das, was hier propagiert wird, damit nichts, aber auch gar nichts zu tun. Hier braut sich nichts Gutes zusammen.

  6. Ironie on „Dann gibt es eben weniger Fledermausfürze ist gut für das Klima. Irgendwo muss man ja anfangen“. Ironie off.

    • Das geht diesen Ökofaschisten am Allerwertesten vorbei.
      Klima und Umweltvist nur Makulatur um ihre kranke Ideologie zu verbreiten. Das die schlimmsten Bolschewisten, die gehen für ihre perverse Ideologie auch über Leichen.

  7. Ach diese „bloeden“ Voegel versch… doch sowieso nur Eure Elektroautos, also ist es gar nicht so schlimm wenn die weniger werden.
    Wenn Ihr Natur wollt muesst Ihr Euch ja nur in einen Flieger setzen und woanders hinfliegen!

  8. Wir haben hier in Westfalen seit dem letzten Jahr eine enorme Belastung durch Eichenprozessionsspinnerraupen. Jetzt ist es so weit, dass diese schlüpfen und sich zu Nachtfaltern entwickeln. Hauptfressfeind dieser Nachfalter ist die Fledermaus. Diese verschwinden durch die hier haufenweise stehenden Windräder gerade.

    Das ist so ähnlich wie damals in China, als man dem Spatzen den Kampf angesagt hat, weil er Saatgut von den Feldern gefressen hat. Millionen Chinesen schlugen artig die Spatzen tot. Die Folge war, dass fast alle Spatzen verschwunden waren und stattdessen eine Heuschreckenplage übers Land kam, deren natürliche Fressfeinde ebenfalls die Spatzen waren.
    Fazit dieser großangelegten Aktion: Heuschrecken fraßen die Felder kahl und 42 Mio. Chinesen verhungerten !!!
    Soviel zum Eingriff des Menschen in Natursysteme !!!

    • Verblödet von den kommunistischen Horden. Bei der großen proletarischen Kulturrevolution mussten dann Millionen von Menschen ihr ärmliches Leben lassen, denunziert von den eigenen Kindern!

  9. Welch eine Idiotie, da ruft man zum Insektenschutz auf und investiert Millionen und stellt am besten gleich ein Schredder daneben.
    Dann holzt man noch ein großen Teil Märchenwalt für die Schredder ab, kranke Grüne Welt.
    Nur eine Logik ist zu erkennen, wenn man mehr Vögel schreddert dann braucht man auch weniger Insekten (: .
    Wer wählt nur so ein verbohrten Schwachsinn.

  10. In einigen hessischen Gemeinden, auf in unserer Nähe, war man vor Jahren noch hellauf begeistert von der Windkraftidee. Die Gemeinden haben sich von den angeblichen Gewinnen blenden lassen und ihren Wald zur Abholzung freigegeben. Mittlerweile sind die alle wach geworden, weil anscheinend die satten Gewinne ausbleiben, aber die Betreiber noch mehr Windräder aufstellen wollen. Da regt sich nun massiv Widerstand. Mittlerweile bilcht man mit Neid auf unsere Gemeinde, wo weit und breit kein einziger Vogelschredder steht ! Dafür sieht man bei uns sehr viele Greifvögel, Störche und Kraniche am Himmel……..

    • Richtig so!sich
      Es wird Zeit, dass man die perverse Ideologie der Grünen entlarvt und sich immer mehr Menschen diesen Irren entgegenstellen.

  11. Wäre interessant zu Wissen was so unsere Grünen Weltverbesserer zu ihrem Unheil zu sagen haben. Ich als Tierfreund und Naturliebhaber sehe dies als verfehlte Umweltpolitik.

  12. Die Grünen haben es geschafft, daß weite Teile Ostwestfalens mittlerweile nicht mehr wieder zu erkennen sind so viele Windräder wie dort stehen.

  13. Vor vierzig Jahren haben „Ökoaktivisten“ Stromleitungen, die von AKW´s aus über Land führten, kurzerhand per Sprengstoff lahm gelegt. Das sind übrigens die gleichen Typen, die jetzt den Windparks huldigen.

  14. Die Windmühlen sind das eine, die Solarpaneele auf Wiesen sind das nachste. Was wächst auf diesen Feldern noch? Was lebt darunter noch? Und eine heisse Nummer sind Biogas-Anlagen mit den Monokulturfeldern. Produktionsvorgäge bei denen diverse, um ein vielfaches klimaschädlicher als CO2, Abgase in die Atmosphäre enlassen werden. Irgendwie geht es von einer Sackgasse in die andere.

    • Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie „Ökoakivisten“ vor Jahrzehnten die Monokultur durch Maisfelder beklagt haben. Damals kam der Mais noch den Hühnern in ihren Hühnerbatterien. Heute ist das alles natürlich etwas gaaanz anderes; denn da geht es ja um Biogasanlagen.

  15. Wie tröstlich muss es doch für jede Biene und jeden Schmetterling der Milliarden auf den Rotorblättern aufklatschenden Insekten und für jeden der Hunderttausenden geschredderten Vögel sein, zu wissen, wem sie das zu verdanken haben:

    „Wir wollen, dass in den nächsten vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!“ – Katrin Göring-Eckardt am 25.11.2017

    • Wusste gar nicht, dass Schmetterlinge und Bienen über 20m hoch fliegen, damit sie geschreddert werden können.
      Man lernt nie aus.

    • Auf der Suche nach Drohnen fliegen Bienenköniginnen sogar 30 Meter hoch – und damit zerklatscht dann gleich ein ganzer zukünftiger Bienenstamm an einem Rotorblatt.

      Auch bei den Schmetterlingen gibt es Hochflieger (z. B. Gammaeulen), wenn der Wind dort eine Energieersparnis bringt – was auch sie direkt in die Rotorblätter führt.

    • Alles klar. 100m Höhe gängige Windanlage 100m Rotordurchmesser.
      Alte Windanlagen 65m Turm 40mRotordurchmesser.
      Ganz alte Windanlagen (werden gerade verschrottet) 35mTurm 27m.
      Die Bienen sind draussen.
      Bleiben die Gammaeulen für die ganze Aufregung?

      Die Vogelwelt stirbt gerade wg Mink, Waschbär und Co, aber nicht wg Windgeneratoren.

    • Selektive Wahrnehmung ist ein Hund.

      Bienen und Schmetterlinge dienen hier natürlich nur als (von Göring-Eckardt gewählte) Metapher für die Misere der Insekten, von denen die meisten in 20-220 Meter Höhe fliegen und tonnenweise an den Rotorblättern zerplatzen, sie zum Leidwesen der Betreiber dabei nicht nur stark aufrauen und damit die Leistung von Windrädern halbieren, sondern auch der Vogelwelt als Nahrung verloren gehen.

      Der Versuch, nach den im Bericht erwähnten 8.500 Mäusebussarden und 250.000 Fledermäusen die „ganze Aufregung“ nur auf Gammaeulen lenken zu wollen, ist zwar putzig, aber ebenso abwegig, wie angesichts des Vogelsterbens durch „Mink, Waschbär und Co“ das zusätzliche Schreddern der Vögel durch Windräder herunterzuspielen.

      Und wegen der Sogwirkung durch die von Rotorblättern erzeugten Windgeschwindigkeiten zwischen 100 bis 400 km/h sind natürlich weder Bienen noch Schmetterlinge „draussen“.

    • Selektive Wahrnehmung ist ein Hund.

      Bienen und Schmetterlinge dienen hier natürlich nur als (von Göring-Eckardt gewählte) Metapher für die Misere der Insekten, von denen die meisten in 20-220 Meter Höhe fliegen und tonnenweise an den Rotorblättern zerplatzen, sie zum Leidwesen der Betreiber dabei nicht nur stark aufrauen und damit die Leistung von Windrädern halbieren, sondern auch der Vogelwelt als Nahrung verloren gehen.

      Der Versuch, nach den im Bericht erwähnten 8.500 Mäusebussarden und 250.000 Fledermäusen die „ganze Aufregung“ nur auf Gammaeulen lenken zu wollen, ist zwar putzig, aber ebenso abwegig, wie angesichts des Vogelsterbens durch „Mink, Waschbär und Co“ das zusätzliche Schreddern der Vögel durch Windräder herunterzuspielen.

      Und wegen der Sogwirkung durch die von Rotorblättern erzeugten Windgeschwindigkeiten zwischen 100 bis 400 km/h sind natürlich weder Bienen noch Schmetterlinge „draussen“.

  16. Ich bin seit vielen Jahren Mitglied im NABU und für den Naturschutz ehrenamtlich tätig. Wir leiden in unserer Umgebung durch eine der höchsten Dichten an Windrädern im Binnenland.
    Die Schlagopfer ( getötete Vögle und Fledermäuse ) kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, ich habe selbst schon einige Meldungen an die LfU Brandenburg gemacht.
    Der Natur-und Umweltschutz ist für die Grünen eh nur Fassade, alles ist ist ihrer Klimapolitik untergeordnet. Für mich sind die Grünen in diesem Leben und auch im nächsten, absolut unwählbar. Ganz zu schweigen von deren Verachtung für das deutsche Volk.

    • Schau an, der NABU…

      Erst mit „Nerzbefreiungsaktivisten“ solidarisieren, die mal eben 2007 18000 Minks aus Pelztierfarmen in die Natur freigelassen haben:

      https://de.indymedia.org/2007/10/198043.shtml

      Und jetzt heult uns Jägern der NABU die Ohren voll, dass wir verstärkt Minks bejagen sollen, weil entlang der Flussläufe die Vogelwelt restlos von den Viechern in Verbund mit Waschbären ausgerottet wird.

      Kann auch gerne mal was zum BUND und Goldisthal erzählen.

      Und nun auf die Windmühlen zeigen und “ Haltet den Dieb! schreien.

      Also gerade euch hab ich in Sachen Naturschutz aber sowas von gefressen!

  17. Der Infraschall und die Störungen aus den WKA , sprich Krankheitsbilder beim Menschen , die zu nahe daran leben müssen , die sollten genauso thematisiert werden .

  18. Der Infraschall und die Störungen aus den WKA , sprich Krankheitsbilder beim Menschen , die zu nahe daran leben müssen , die sollten genauso thematisiert werden .

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