Weil der Gesinnungs- und Kontrollstaat wuchert

Markus Gärtner

Wutbürger (Bild: Markus Gärtner)

Die Zeitungen und das GEZ-TV bezeichnen kritische Menschen mit ausgeprägten Meinungen und Kommentaren auf sozialen Kanälen gerne als Wutbürger. Damit meinen sie Zeitgenossen, die sich radikalisieren und sich enthemmt äußern oder handeln, weil sie abgehängt, ihrer Zeit nicht mehr gewachsen oder gar dunkel gesinnt seien. Tatsächlich steigen in vielen von uns immer mehr Enttäuschung und Wut auf: weil wir als Steuerzahler ausgequetscht, als Sparer teilweise enteignet, von der politischen Kaste links liegen gelassen und von den Mainstream-Medien veräppelt werden.

Die Zahl der Nachrichten, die wir als richtige Aufreger wahrnehmen, nimmt ständig zu: Kommunen, die fast so viele Blitzer an unseren Straßen aufstellen wie es Kanaldeckel gibt; die Einführung von Impfnachweisen als Voraussetzung für Kitaplätze; die Preisgabe der inneren Sicherheit an Bahnhöfen, in Schwimmbädern und immer mehr öffentlichen Plätzen; eine machtlose Justiz, die ihr Versagen auch noch einräumt; migrantische Gewalt mit beunruhigender Taktung; Wohnraum, der fehlt und – selbst wenn verfügbar – kaum noch erschwinglich ist; gefakte Umfragen, die uns etwas glauben machen sollen, was wir nicht glauben wollen; unbefriedigende Briefzustellungen; die Verhökerung unseres Lieblingssports Fußball – und Kommentare wie in der ARD (Tagesthemen), wo behauptet wird, der Mensch funktioniere nicht über Freiwilligkeit, er wolle „gezwungen werden“. All das lässt uns die Haare zu Berge stehen und die Galle anschwellen … In Analysen über „Wutbürger“ wird der Einfluss der politischen und medialen Kaste auf unsere Gemüts- und Stimmungslage freilich genauso ignoriert, wie weite Teile unserer Realität.

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4 Kommentare

  1. Wutbürger trifft es nicht. Es ist ein ohnmächtiger Zorn dem ein Ventil fehlt. Es wird sich die der angestaute Zorn irgendwann mit Überdruck entladen, ähnlich eines Schnellkochtopfes wo das Überdruckventil defekt ist. Dann Prost Mahlzeit…………

  2. Ich muß mich nicht radikalisieren oder „enthemmen“, trotzdem habe ich eine Mordswut auf die Politik und die Medien — jeder ist dazu eingeladen mich einen Wutbürger oder Rechter zu nennen, – in meinem Umfeld weiß man Bescheid und es werden immer mehr, die mir zustimmen. Die ganz Leisen sind mittlerweile auch lauter geworden — und die, die damit nicht klarkommen, können mich kreuzweise.

  3. Der Begriff Wutbürger hört sich reichlich armselig und abwertend an. Ist wohl seitens der freiwillig Gleichgeschalteten auch so beabsichtigt.

    Also dann doch lieber zum – im wahrsten Sinne des Wortes – Schlaubürger werden. Ideen und Möglichkeiten gibt es da unendlich viele …

  4. So sehr ich den Autor schätze, aber Wutbürger zu sein löst nicht
    die Probleme dieser historischen Zeiten sondern versperrt nur
    den Blick auf das Wesentliche.

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