Auch das noch: E-Autos für Fahrprüfer zu eng

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Stuttgart – Der Bundesverband deutscher Fahrschulen (BDFU) wirft TÜV und Dekra vor, die Einführung von Elektroautos an Fahrschulen systematisch zu behindern. Dies hemme die Verbreitung von E-Autos. „Der Fahrschulbetrieb auf E-Autos wird heute durch die deutsche Bürokratie systematisch gebremst, unter reger Mitwirkung von TÜVs und Dekra“, sagte der BDFU-Vorsitzende Rainer Zeltwanger der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe).

Etliche moderne E-Autos würden nicht als Prüfungsfahrzeuge zugelassen, weil der Sitzplatz hinten rechts auf der Rückbank den Fahrprüfern von TÜV und Dekra zu eng sei. Derzeit gebe es nur drei als Prüfungsfahrzeuge zugelassene Elektrofahrzeuge, sagte Zeltwanger – den E-Golf, den Tesla S sowie den Nissan Leaf Zero. TÜV-Verbands-Sprecher Marc Philipp Waschke bestätigte der Zeitung, dass es nur diese drei für Prüfungen zugelassenen E-Autos gebe.

„Einige Elektrofahrzeuge“, so Waschke, „entsprechen wegen ihrer geringeren Innenraummaße nicht den Anforderungen“. Mit diesen solle ein sicherer und „angemessener Arbeitsplatz“ für die Prüfer gewährleistet werden. Zeltwanger hält dem entgegen: „Wenn diese Maße nicht in Ordnung wären, dürften diese Autos gar nicht erst zugelassen werden.“

Hintergrund des Streits sind die im „Anhang der Fahrerlaubnisverordnung“ festgehaltene Mindestmaße für den Sitzplatz der Fahrprüfer von TÜVs Und Dekra. Millimetergenau werden dort sogar in einer Skizze „Mindestkniefreiheit“, „Fußraum“, „Kopfraum“, „Sitzhöhe“, „Sitztiefe“ und „Rückenlehnenhöhe“ festgelegt. Wagen, die diese Vorschrift nicht erfüllen, werden von TÜV und Dekra nicht als Prüfungsfahrzeuge zugelassen.

Dies seien Regeln, so Zeltwanger, die es „so in Europa sonst nirgends gibt“. TÜVs und Dekra wirken seit Langem bei der Formulierung derartiger Verordnungen für den Straßenverkehr mit.

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15 Kommentare

  1. Also jetzt mal ehrlich, ich fahr ja nicht Auto aus Spaß und Tollerei, so wie zB. Formel 1 Rennfahrer, oder Spacken die ohne großen Motor gar nichts zwischen den Beinen haben. Mein Auto ist ein Werkzeug. Es bringt mich zur Arbeit und zum Einkaufen. Aber sollen sie machen, dann bleib ich daheim, wenn ich kein Geld mehr verdiene, weil ich nicht mehr in die Arbeit komm, stell ich den Konsum ein, und Steuerkohle für „Flüchtlinge“ gibt’s auch keine mehr.

  2. ..ich würde in so ein E-Mobil gar nicht erst einsteigen. Die brennen gern mal plötzlich lichterloh und die Feuerwehr ist dagegen machtlos da unlöschbar !!

  3. In Deutschland kann man Realität nicht mehr von Satire unterscheiden.

    Wenn die rechten Rücksitze von E-Autos den Platzvorgaben nicht entsprechen, und das nicht so einfach zu ändern ist, sollte man verbindliche Anforderungen an die Prüfer stellen. Körpergröße nicht über 1,70 m, Gewicht höchstens 69 Kilo, außerdem eine Einschränkung von Beinlänge (Oberschenkel nicht länger als Sitzbreite des Rücksitzes plus der Hälfte des Abstands zwischen Kante des Rücksitzes und Beginn der vorderen Rückenlehne), Armlänge (Arme nicht so lang, dass der Prüfer bei groben Fehlern problemlos mit den Händen von hinten um den Hals des Fahrschülers greifen kann und Hüftbreite (Männer mit Fett an der Hüfte sterben früher, was dazu führen würde, dass man zu oft neue Fahrlehrer anlernen müsste, die sich schwertun, in diesem Dickicht aus Paragraphen durchzublicken). Das Klemmbrett für handgeschriebene Notizen darf das Maß von DIN A 5 nicht überschreiten, der Bleistift muss völlig stumpf sein, damit der Prüfer sich nicht verletzt, wenn er ihn sich unabsichtlich ins Auge sticht. Und dann bitte noch jede Menge Hirn regnen lassen auf die Entscheider von TÜV und Dekra.

  4. Langsam geht der verzweifelte Widerstand gegen Elektroautos in die letzte Phase..🤣
    Btw gehen vielleicht gerade die Spritpreise wg Iran vs Briten hoch? War ewig nicht an einer Tankstelle.
    Bin da gar nicht auf dem Laufenden.

    • Nicht nur die Spritpreise gehen hoch.

      Auch die Strompreise gehen dann durch die Decke. Die kommen noch hinzu zum teuren E-Auto.

      Dann doch lieber gleich Fahrrad, gelle??

    • Bei Stromkosten kann ich nicht mehr mitreden. PV Anlage, Inselbetrieb bis 10 kw Leistung ohne Einspeisung seit Februar..

  5. Die Elektro-SUVs werden aber wohl kaum wirtschaftlich für die Fahrschulen sein. Die drei bis vierfach höheren Kosten müssten ja irgendwo wieder erwirtschaftet werden.

    • Fahrlehrer sind darauf angewiesen, funktionierende (!) Autos zu besitzen, die nicht nach 60 Minuten wieder für 8 h aufgeladen werden müssen. Elektro-Autos sind etwas für dekadente grüne, gutverdienende Stadtbewohner, die ihr Auto eh nur zum Einkaufen benutzen

    • Die Grünen werden alles was mit E anfängt doch reichlich subventionieren.

      Das kostet nämlich nichts. Das vernetzte Denken lässt doch stark zu wünschen übrig.

    • Dann wird er doch subventioniert für die Massenmigration.
      Schließlich wollen die ja auch Autofahren.

  6. Na und, sollen diese Regeln auch nicht mehr gelten? Die können doch mit den unrealistischen E-Fahrzeugen auf dem Mond fahren. Damit haben die Erfinder doch Erfahrung…

  7. Im Grunde wird es darauf hinauslaufen, daß Fahrschüler erst zugelassen werden, wenn sie politisch durchleuchtet würden. Einfacher wird es mit einem Grünen oder Linken Parteibuch und dem Nachweis der Teilnahme an einer Kreisparteischulung oder einer Genehmigung durch einen Imam.

    • Es steht zu befürchten, dass diese Durchleuchtung wohl eher nicht gemacht wird.

      Es ist nämlich zu vermuten, dass bedingt durch die Massenmigration die Führerscheine einfach so herausgegeben werden.

      Denn die Autofirmen benötigen doch dringend den Absatz ihrer Produkte.

      Was da alles auf Halde steht könnte man doch gleich auch so herausgeben.

      Bezahlt werden diese Autos dann mit öffentlichem Geld.

      Dann entsteht wieder Umsatz in der Industrie und viele würden sich über diese Subventionen doch freuen, oder?

      Die Problematik der E-Autos kann man durchaus vergessen, da es lediglich eine sehr kleine Marktnische ist.
      Das viel größere Problem für die Autofirmen ist eine gewisse „grüne Stimmung“ gegen das Auto.

      Die Grünen verfahren nämlich nach folgender Regel.
      Das Auto ist schlecht und stinkt und wir werden die Diesel verbieten.
      Dann bleiben die glücklichen Benziner übrig und werden dann auch verboten.
      Und dann wird auch das E-Auto verboten.
      Naja vielleicht machen wir dann mit dem Fahrrad weiter.

      Aber eine „kleine Minderheit“ wird sicher noch mit dem Auto gefahren werden.

  8. Was tut man nicht alles, um diesen kranken E-Auto-Dreck gewaltsam zu promoten. Wenn die Fahrlehrer sich dazu hergeben, dafür indirekt Reklame zu machen, sollten sie daran denken, daß ihre eigene Existenz am Benzin – und Dieselfahrzeug hängt, denn sollte sich der überteuerte, unpraktische und umweltschädliche E-Unfug tatsächlich erzwungenermaßen in der Fläche dursetzen, wird nur noch eine Minderheit Autofahren können, da die meisten diesen Unfug nie und nimmer werden bezahlen können.

  9. Es ist wie beim eeg: der dummmichel soll es umsetzen, alle anderen (Industrie, Politik) ziehen sich aus der Affäre

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