CSU-Fraktionschef Kreuzer nennt grüne CO2-Strategie „puren Populismus“

Thomas Kreuzer (Bild: Pressefoto Judith Haeusler)

Bayern – CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer unterschreibt zwar die Notwenigkeit, CO2 zu reduzieren, nenne jedoch die grüne CO2-Strategie puren Populismus. Kreuzer wirft den Grünen zudem „Mangel an Glaubwürdigkeit“ vor, denn die Grünen predigten zwar Verzicht, praktizierten ihn aber nicht.

Ganz im CO2-Sprech gefangen, beteuert auch der CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer im Focus-Interview die Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu verringern. Nur das, was die Grünen dazu speziell im bayerischen Landtag fordern würden, sei purer Populismus.

Den Grünen gehe es weniger um die Sache, als viel mehr um ihren politischen Erfolg. Der Weg, den die Grünen vorschlagen, sei ein Irrwitz, so Kreuzer weiter und stellt die grünen Vorschläge vor: Im statistischen Durchschnitt liege die CO2-Erzeugung eines bayerischen Bürgers pro Jahr bei drei Tonnen und würde diesem laut grünem Vorschlag 120 Euro Steuer pro Jahr kosten. Aber die Grünen wollten das für sozial Schwache auch noch ausgleichen mit 100 Euro pro Kopf. Das wären bei einer vierköpfigen Familie eine Ersparnis 400 Euro im Jahr. Welchen Grund hätte diese Familie, CO2 einzusparen? Und was bewirkt die Steuer bei Leuten, die kein Sozialfall sind? Auch hier fehle es völlig die Lenkungswirkung, weil die Steuer keine Verhaltensänderung bewirken würde. Das sei wirklich nichts anderes als Augenwischerei, so der CSU-Politiker.

Auf die Frage, was an der Forderung der Grünen, die Menschen auf mehr Verzicht zugunsten des Klimaschutzes aufzufordern, populistisch sei, antwortet Kreuzer: „Verzicht zu predigen, ihn aber nicht zu praktizieren“. Es sei bekannt, dass die grünen Abgeordneten diejenigen sind, die am häufigsten mit dem Flugzeug reisen. Eine Grüne Landtagsabgeordnete habe sogar via Facebook verbreitet, dass sie zum Eisessen in die USA geflogen ist. „Mir fehlt es bei sowas an Glaubwürdigkeit“, so Kreuzer, der hier Katharina Schulze, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag meint, die davon überzeugt ist, anderen vorschreiben zu dürfen, wie sie leben, was sie essen und wie sie Urlaub machen sollen. Die Landebahn- und Abschiebeverhinderin selbst indes erklärte, es sei ihre Privatangelegenheit, wo und wie viel des „Höllen“-CO2 sie ausstoße. (SB)

Loading...

11 Kommentare

  1. Tja, Herr Kreuzer – so schnell kann eine politische Karriere vorbei sein. Sobald Sie der zu erwartende grüne Empörungssturm hinweggefegt hat können Sie sich in der Schlange am Arbeitsamt anstellen.

  2. Die Grün*innen glauben auch, daß das Stromnetz als Stromspeicher dienen könne falls der Wind mal nicht so weht 😉

    • Nun… stimmt doch! Denn wenn der Wind und die Sonnenenergie fahlt, dann bekommen wir den Strom aus F, Slovenien…. Eben aus Atomkraftwerken!

  3. Und wenn die grüne CO2-Strategie in Gesetzesform gegossen werden soll dann stimmt die CSU geschlossen dafür.
    Was für Heuchler!!!!

  4. Bei Katharina Schulze, die nie in ihrem Leben produktiv gearbeitet hat, ist es „Privatangelegenheit“, wieviel Kerosin bzw.CO2 sie verpulvert. Handwerkern, Krankenschwestern, Polizisten usw., die ehrliche Arbeit leisten, will sie aber mit Vorschriften gängeln.

  5. Nur eine kurze Frage an Herrn Kreuzer. Ist die CSU denn glaubwürdiger? Als leuchtendes Beispiel für Glaubwürdigkeit sei nur der ehem. MP und jetzige Innenminister von Buntland, Horst Sea-Hofer genannt

    • Diese Herrschaften haben alle noch Adenauers Leib- und Magenspruch auf dem Nachttisch liegen: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“

Kommentare sind deaktiviert.