AKK teilt aus und steckt ein

Foto: Annegret Kramp-Karrenbauer (über dts Nachrichtenagentur)

Es bleibt unruhig um Annegret Kramp-Karrenbauer.  SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Aussagen von der CDU-Chefin kritisiert, wonach das Verhalten der SPD in Brüssel dazu geführt habe, dass sie das Amt als Verteidigungsministerin angenommen hat. „Frau Kramp-Karrenbauer sollte zu ihren Entscheidungen stehen und nicht mit dem Finger auf die SPD zeigen“, sagte Klingbeil der „Bild“ (Montagsausgabe). Das zeige nur, „wie stark sie in den eigenen Reihen unter Druck steht“.

Es sei auch unverständlich, dass sie als erstes US-Präsident Donald Trump einen Gefallen tun wolle und für massive Aufrüstung werbe. „Wir haben mit dem Klimaschutzgesetz und der Grundrente andere Themen auf der Tagesordnung“, fügte Klingbeil hinzu.

Derweil hat sie die Bundeswehr gegen den Vorwurf verteidigt, in Bezug auf Rechtsextremismus ein „Haltungsproblem“ zu haben. „Es gibt keinen Generalverdacht gegen unsere Soldaten“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Kramp-Karrenbauer setzt damit andere Akzente als ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen (CDU).

Die hatte bei der Bundeswehr ein „Haltungsproblem“ konstatiert, nachdem vor einigen Jahren Fälle von Rechtsextremismus unter Soldaten bekannt geworden waren. Später hatte von der Leyen den Vorwurf allerdings relativiert. Die Männer und Frauen der Bundeswehr setzten im Dienst „Leib und Leben aufs Spiel“, sagte Kramp-Karrenbauer der FAS. Dafür hätten sie „unser Vertrauen und unsere Unterstützung verdient“.

Dennoch müsse man „genau hinschauen, wenn etwas kritisch aufgearbeitet werden muss“. Die Soldaten hätten schließlich einen Anspruch darauf, „dass nicht einige wenige die gesamte Bundeswehr in Verruf bringen“. Mit scharfen Worten kritisierte die Ministerin den rheinland-pfälzischen AfD-Vorsitzenden Uwe Junge, der nach ihrer Ernennung in einem Tweet gefragt hatte, wann denn nun endlich der „Aufstand der Generäle“ komme.

In einem weiteren Tweet hatte er von „Kadavergehorsam“ gesprochen. Kramp-Karrenbauer sagte dazu, solche Bemerkungen seien „eine Beleidigung für unsere Soldaten“. Gibt es eine größere Beleidigung als ihre Vorgängerin? (Quelle: dts)

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7 Kommentare

  1. Ich bin zwar nach wie vor dagegen, den Posten eines Verteidigungsministers mit Jemanden zu besetzen, der nicht gedient hat, egal ob Mann oder Frau, aber wenn sie ernsthaft die „Fehler“ von vdL ausbügeln will, sollte man ihr eine Chance geben.

    Und das ausgerechnet ein Politiker der SPD dagegen wettert – wen wundert’s…

    • Wieso jemandem eine Chance geben,

      der als Unionspolitiker und Profiteur der Unionsmitgliedschaft jahrelang die desaströsen Machenschaften im Verteidigungsministerium mitgetragen und also auch mitverschuldet hat?
      Was qualifiziert sie denn, in diesem Amt aufräumen zu können und zu wollen?

    • Wieso jemandem eine Chance geben,

      der als Unionspolitiker und Profiteur der Unionsmitgliedschaft jahrelang die desaströsen Machenschaften im Verteidigungsministerium mitgetragen und also auch mitverschuldet hat?
      Was qualifiziert sie denn, in diesem Amt aufräumen zu können und zu wollen?

  2. „Wir kaufen uns ein Gummiboot. Heja heja ho.
    Was mach’n wir mit dem Gummiboot? Heja heja ho.
    Wir fahr’n damit nach Afrika. Heja heja ho.
    Was machen wir in Afrika? heja heja ho… “

    Wenn AKK das Lied weitersingen kann ist sie geeignet,
    wenn nicht, dann nicht.

  3. Herr Klingbeil wird wie Herr Kühnert, der eine ähnliche Aussage in
    Phoenix zum Besten gab begreifen müssen dass man das
    Klima weder mit einem Gesetz noch mit Deindustrialisierung
    beeinflussen kann.
    AKK hat wohl verstanden dass gegen Trump und Putin keine
    Politik gemacht werden kann.

  4. Herr Klingbeil hat etwas sehr wichtiges vergessen zu erwähnen: 90 % der Migranten heim zu schicken. Odert, dann funktionier5t das von alleine: Migranten kein ‚Geld mehr geben, nur noch Lebensmittelmarken und Kleider aus Sammlungen.
    Dann sind die innerhalb von 3 Monaten weg! Und das ohne Gewaltanwendung.

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