Merkel-Pressekonferenz: Dauerbrenner im Sommerloch

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Berlin – Erweckungsfestival für Hofberichterstatter: In einem eineinhalbstündigen Presseauftritt bekräftigte Angela Merkel vehement, dass sie auf jeden Fall ihre volle Amtszeit bis 2021 auszuschöpfen gedenkt.

Die Eskapaden ihrer personell und sachpolitisch gescheiterten und krisengeschüttelte Regierung scheinen die Kanzlerin ebenso wenig wie ihre noch immer unerklärten und -erklärlichen Zitteranfälle davon abhalten zu können, sich von der Macht zu verabschieden. Merkel taktiert und laviert weiter, als gäbe es kein Morgen.

Längst hat sie selbst den Kardinalfehler ihres einstigen Mentors und Amts-Vorvorgängers, CDU-Übervater Helmut Kohl, begangen: Auch der hatte den richtigen Zeitpunkt für den Absprung von der politischen Bühne nicht geschafft und seine Partei damit 1998 nicht nur um die Regierungsmacht und einen personellen Neubeginn betrogen, sondern eine in eine existenzielle Krise gestürzt.

Nun sitzt sie vor der Hauptstadtpresse, von der sie inzwischen so gut wie überhaupt keine unbequemen Fragen mehr fürchten muss. Selbst das „knallharte Kreuzverhör“, das manche Journalisten (etwa aus dem Hause Springer) angekündigt haben, erweist sich als zahnloses Geplänkel, als Abfragen von Allgemeinplätzen. Seenotrettung? Für Merkel „Verpflichtung“ und „ein Gebot der Humanität“. Greta Thunberg und die Freitagsdemos? Haben ihre Regierung „zur Beschleunigung getrieben“. Trumps massive Kritik an vier demokratischen Kongressvertreterinnen, die zu seinen stärksten politischen Gegnern zählen? Mit den attackierten Frauen „solidarisiere ich mich ausdrücklich“, so Merkel.

Verzückte Hofschranzen

Pro Klima, Pro Migranten, Anti-Trump: Damit hat Merkel den Dreiklang zur Verzückung ihrer Hofschranzen bereits mit Bravour intoniert. Mehr braucht es zu einer Sommer-PK im Berlin des Jahres 2019 nicht mehr. Soviel Kuschel-Nähe zwischen Konsens-Raute und Vertretern der Meinungsmacht war selten.

Angela Merkel ist politisch müde, anämisch, leidenschaftslos – doch von der Macht kann und will sie nicht lassen. Listig akzeptiert sie, dass ihre Nachfolgerin als Parteichefin, Annegret Kramp-Karrenbauer, nun entgegen ihrer Beteuerungen doch ins Kabinett nachrückt – und dort absehbar verschlissen wird. Bevor die miserable Amtsführung der bisherigen Verteidigungsministerin auch Merkel gefährlich werden konnte, nahm sie sie schnell aus der Schusslinie und verfrachtete sie an die EU-Kommissionsspitze. Nun kann sich „AKK“ die nächste blutige Nase als Chefin einer maroden Truppe holen. Merkel weiß aus eigener Erfahrung, dass die Saarländerin nie die notwendige Konzentration für Parteibelange aufbringen UND ein Schlüsselressort leiten können wird; aus genau diesem Grund hatte sie ja im Dezember erst der Trennung zwischen Regierungsamt und Parteivorsitz zugestimmt. Kritik an diesem Punkt lässt Merkel natürlich nicht zu: „Ich persönlich bin immer der Auffassung, dass sich der Parteivorsitz mit einem Staatsamt vereinbaren lässt.“ Dass „AKK“ eben diese Doppelfunktion vor zwei Wochen noch expressis verbis abgelehnt hatte, tut Merkel mit der Phrase ab, letztere würde ja trotzdem „immer mit „100 Prozent“ arbeiten. „Bild“ kommentiert hierzu: „Auf den Wortbruch-Vorwurf geht Merkel inhaltlich nicht ein“. So lässt die Dauer-Kanzlerin also sehenden Auges ihre eigene Parteichefin untergehen; ihr Verhalten folgt dem Grundsatz „nach mir die Sintflut“.

Phrasen zur Rechtfertigung der Dauerkrise

Sie klebt an ihrem Amt, von Jahr zu Jahr fester. Würde sie es wenigstens erfolgreich ausfüllen, wäre daran vielleicht gar nichts Schlechtes. Doch Merkels Amtsführung hat Deutschland in eine Dauerkrise geführt – zwar (noch immer) nicht wirtschaftlich, aber geistig-moralisch auf jeden Fall. Ob Maut, Diesel-Affäre, Flüchtlingskrisen, Digitalisierung/5G oder ihre völlig widersprüchlich-opportunistischen Grundsatzentscheidungen zu Klima- und Energiepolitik: Ihre Regierung kriegt substanziell rein gar nichts auf die Kette. Das ficht Merkel nicht an. „Wir haben gezeigt, dass wir handlungsfähig sind, obwohl wir viele Meinungsverschiedenheiten überbrücken müssen“, erklärte sie gestern auf ihrer Sommerpressekonferenz. Konsequenz, à la echter Merkel-Logik: „Das gibt mir auch den Optimismus, dass man die Regierungsarbeit sehr wohl weiterführen kann.“ So wie bisher kann „man“ das ganz sicher, denn schlechter geht es ja praktisch nicht mehr.

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53 Kommentare

  1. Natürlich will Frau Merkel ihr Amt als Kanzlerin so lange wie irgend möglich behalten. Solange sie ihre Macht als Kanzlerin ausübt, ist sie vor Strafverfolgung sicher. In Alpträumen erscheint ihr der ehemalige israelische Ministerpräsident Olmert, der vor kurzem für sechs Jahre eingerückt ist.

    • Wie oben erwähnt, Exzorzismus ist wohl nutzlos, die hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, so scheint es.

  2. Klar…im Rollstuhl oder auf der Trage, sitzen darf sie schon, sogar bei der Nationalhymne, das hat noch kein Kanzler gebracht !

  3. Die Betonung liegt sicher auf „angeblich“, denn intelligent schaetze ich diese neurotische Psychopathin wirklich nicht ein.
    Die ist boesartig und intrigant und hat nur eines Kopf, dieses Land, das ihr Arbeiter-und Bauernparadies annektiert hat, kaputt zu machen.

  4. Man lernt im Laufe seines Lebens viele Menschen kennen. Die einen mag man, die anderen mehr oder weniger nicht.Bis man von Hass reden kann braucht es schon einiges.
    Ich will mal so sagen:“ Seit Merkel weiß ich was Hass ist“. Ja, ich hasse dieses widerliche Weib abgrundtief.

  5. Wie kommt sie an ihren Urlaubsort und die dazugehörigen Mannschaft von der Klobürste bis zum Zahnstocher. Würde man ihre CO2 Bilanz nehmen, wie hoch wären ihre und die der Mitglieder ihrer Bundesregierng. Sie sollten voran gehen und auch bei den Parteibonzen sollte man als erstes die Steuer erheben.

  6. Ich für meine Person kann nur noch sagen das ich diese Regierung, alle ihre Zuträger und Unterstützer mittlerweile vollkommen verachte.
    Ich kann es nicht verstehen wie man so eine Person über ein Jahrzehnt an der Spitze zulassen kann.
    Was muß ein Regierender noch tun um in Deutschland aus seinem Amt vertrieben zu werden?

    • Die hat es geschafft, daß ich 2008 ausgewandert bin. Ich habe diese Herumgekeife auf weiße Männer so satt.

  7. Eine Begrenzung auf 2 Legislaturperioden für den Kanzler hätte diesem Land enormen Schaden erspart!

  8. wie ich lese wird jetzt so etwas wie ein Graben um den Bundestag und das Kanzleramt ausgehoben – warum haben die eigentlich den Führerbunker platt gemacht? Ich gehe jede Wette ein: die wird diese Legislaturperiode nicht überleben.
    Wir haben 3 Krisen:
    1. eine gesellschaftliche (Umvolkung)
    2. eine ökonomische (Rezession)
    3. eine Währungskrise (Geldentwertung)
    Dieses Problem-Paket lösen keine schnatternden, dummen Gänse, sondern nur old wise men.

    • Merkel kann froh sein, daß ich nicht mehr in D. wohne, wenn ich die je erwische, kriegt sie Probleme.

  9. Sie wird es auf alle Fälle versuchen… und wenn es vom Krankenbett aus ist.
    Aber Ihre Hofschranzen haben furchtbare Angst davor ihrre warmen Sessel zu verlieren.

  10. Die Schüttelanfälle und der Größenwahn sind Nebenwirkungen der Überdosierung von Tavor. Die Wirkung hält nur ca. 8 Stunden an. Dann wird die Kanzlerin müde und fängt an zu lallen.

  11. Was ich bei Eurer Merkel toll finde?
    Ihr Gesicht drueckt zu 100% ihre Politik und deren Auswirkungen aus! Deutlicher geht nicht mehr, denn es sagt:“Meine Fresse geht’s mir Sch…!“

  12. Mein subjektiver Eindruck war bei diesem Gespräch, das sie unverhohlen triumphiert. sind soch sämtliche Schlüsselpositionen mit Getreuen besetzt, bis hin zu der übergeordneten EU, denen man bequem de Verantwortung zuschieben kann.
    Geht ja auch schon los, knapp ist Uschi da, redet sie schon von der Migration. Und die Steueren kommen-nach den Landtagswahlen. und sollte das geknechtete Volk sich tatsächlich wagen zu revoltieren, gibt es nicht nur einen verteidigungsgraben, nein. Kramp Knarrenbauer hat die Befehlsgewalt

    • Spätestens als Merkel während der Flüchtlingskrise angesichts 1,5 Millionen muslimischen Einwanderern sagte:“ Eine Gesellschaft die sich von Angst leiten lässt,wird die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern“, hätte man sie absetzen/abwählen müssen.
      Es zeigt doch klar,wo ihre Prioritäten liegen. Siehe Absetzung von Verfassungsschutz-Chef Maassen.

    • Ich finde auch, dass sie auf den Fotos so richtig zufrieden und fast glücklich wirkt. Sie feixt sich eins über ihren gelungenen Coup mit VdL und AKK und wir bezahlen den Preis dafür.

    • Ich habe eher das Gefühl,sie kompensiert ihre Angst und Leere mit „ich hab alles unter Kontrolle“ . Ein gefähliches Spiel

  13. Viel schlimmer als diese Frau sind doch ihre Jubelperser, die bis heute noch nicht gemerkelt haben, dass diese Frau bis heute 360 Mrd. (dreihundertsechzig Milliarden) versenkt hat.
    und die nun überall fehlen – Renten – Schulen – Steuern – Strassen- und Wohnungsbau. Deutschland könnte eines der reichsten Länder der Erde sein und wurde man muss schon annehmen, mit Absicht, zu Grunde gerichtet.. Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist nur noch erbärmlich. Trotzdem – die meisten Deutschen merkeln nix… warum wohl?

  14. Merkels Bunker in Paraguay wird scheinbar erst 2021 fertig. So lange muss sie noch durchhalten.

    • Ja sollte frueher fertig sein, aber sie hat die gleichen Firmen wie beim Berliner Flughafen!
      Als sie erfahren hat, dass es laenger ging, ging echt ein Zittern durch ihren Koerper.

  15. Menschen wie sie, mit wenig Selbstbewußtsein benötigen das hofieren um zu Überleben. Für ihre egozentrisches Verhalten nimmt man auch eine verkrüpelte Seele in kauf, hauptsache man steht im Mittelpunkt.

  16. Bitte bringt kein Foto mehr von dieser Frau! Es kann ja vielleicht ein Foto aus 100m Entfernung bei einer Wanderung oder einfach als Symbol. Etwa so wie Dürers betende Hände wären stilisierte Icons mit Rauten-Händen durchaus angenehm. Aber das Gesicht, dieses Gesicht sooo nahe, das macht gelinde gesagt Unbehagen.

  17. Ist dieses Gesicht mit dieser Ausstrahlung geeignet Mutti genannt zu werden?Ich meine die Medien führen uns am Nasenring seit der kompletten Merkelaera durch die Manege.Vor diesem Gesicht bekommt ein Kind einen Knacks fürs Leben.Mit Recht !

  18. Der Mensch denkt und Gott lenkt. Wenn ich mir das Bild so betrachte. Na dann schaun wir mal.

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