Ankerzentrum: Irakischer Security-Mitarbeiter soll Angriff durch Eritreer nur vorgetäuscht haben

Foto: Pixabay/Collage

Deggendorf – Ein 29-jähriger Security-Mitarbeiter des Ankerzentrums hatte gegenüber der Polizei angegeben, dass er am Montagabend (03.06.2019) von einem 20-jährigen Eritreer mit einer abgebrochenen Flasche leicht verletzt wurde. Die Ermittlungen der Polizei Deggendorf haben nunmehr ergeben, dass der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Angriff mit der Flasche nur vorgetäuscht hat.

Wie die Ermittlungen nunmehr ergeben haben, hat der Security-Mitarbeiter, ein 28-Jähriger Iraker, den vermeintlichen Angriff mit der abgebrochenen Flasche vorgetäuscht. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurde der Sicherheitsdienstmitarbeiter von dem Eritreer beim Betreten der Unterkunft massiv beleidigt. Daraufhin schlug der Iraker mit einem Schlagstock auf den Eritreer ein und verletzte diesen leicht. Womöglich aus Angst vor etwaigen Sanktionen erfand der Security-Mitarbeiter den Angriff mit der abgebrochenen Flasche und fügte sich damit selber Verletzungen am Arm zu. Der Haftbefehl gegen den 20-jährigen Eritreer wurde sofort aufgehoben und dessen Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt veranlasst. Ebenfalls fraglich ist auch der Vorwurf des Security-Mitarbeiters gegen fünf weitere Eritreer, die sich im Zusammenhang mit dem Vorfall, angeblich mit Steinen bewaffnet haben sollen.

Gegen den 28-jährigen Iraker wird nun u.a. wegen Vortäuschen einer Straftat, Falsche Verdächtigung und Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft ermittelt.

Quelle: Opposition 24

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