Tiefe Gräben: Reichstag wird zur Hochsicherheitszone

Foto: Collage
Gräben vor dem Reichstag - womöglich gegen Panzer? (Foto: Collage)

Berlin – Der Bundestag soll künftig durch einen breiten Befestigungsgraben gesichert werden; als Teil eines Sicherheitskonzept, das den Steuerzahler dreistellige Millionenbeträge kostet. Der wahre Zweck ist unklar.

Im besten Deutschland aller Zeiten leben zwar längst nicht alle Bürger so gut und gerne, wie sie es gerne würden und wie die Kanzlerin es ihnen versprochen hatte, doch wenigstens dürfen sich die Volksvertreter im Reichstag künftig sicherer fühlen: Um Terrorangriffe oder unvorhersehbare „Gefahrenlagen“ zu vermeiden, die in Deutschland heutzutage immer und überall auftreten können, wird ab sofort eine Grabenanlage vor dem Parlamentsgebäude verlaufen. Die nach Informationen des „Berliner Kuriers“ 10 Meter breite und 2,50 Meter tiefe künstliche Böschung soll quer über den gesamten Platz der Republik laufen und ist Teil der neuen „Sicherheitszone“ des Reichstags, wie auch eine ebenfalls geplante Einzäunung des Rampenbereichs am Westportal.

Bisher war immer von „tiefen Gräben“ im Land die Rede, vor allem zwischen den Bürgern und der entrückten Politik. In der Bundeshauptstadt nehmen diese Gräben nun physische Gestalt an. Vergleichbare Sicherheitslinien gab es in Berlin zuletzt zwischen 1961 und 1989. Damals wuchs zusammen, was zusammengehört – heute wird getrennt, was doch eigentlich „integriert“ sein sollte.

Ursprünglich sollte die Schutzanlage zusammen mit einem ebenfalls vorgesehenen neuen Beratungs- und Informationszentrum am Reichstag entstehen, das für 2023 geplant ist, dessen Bau jedoch noch nicht begonnen hat. Dessen Kosten muten mit vorgesehenen mindestens 150 Millionen Euro so astronomisch hoch an, dass man fast meinen könnte, Ursula von der Leyen hätte die zuständige Bauaufsicht innegehabt. In dem neuen Zentrum sollen dann die lästigen Besucherkontrollen abgewickelt werden, die zur Zeit noch in Behelfsbarracken durchgeführt werden. Nun scheint es, als ob die Grabenanlage schneller fertiggestellt sein wird als das Beratungszentrum.

Für das Design des Schutzgrabens, der „städtebaulich ins Bild passen“ soll, greift man auf altes Know-How des frühneuzeitlichen Festungsbaus zurück: „Ein Graben soll das Praktische mit dem Ästhetischen verbinden“, berichtet der „Spiegel„, und zwar soll es ein sogenannter „Aha-Graben“ werden, der erst sichtbar wird, wenn fast schon hineingestolpert ist, was den namensgebenden „Aha-Effekt“ erklärt. Was konkret die Befestigungsanlage eigentlich bezwecken soll, ergibt sich aus den Plänen indes nicht. Anrollende LKW? Panzer? Frustrierte Kumpel, entlassene Banker? Mittelmeer-Bootsflüchtlinge oder freitägliche Greta-Jünger?

Vielleicht sind es auch gar keine Terroristen, vor denen sich die Volksvertreter fürchten, sondern das eigene Wahlvolk, das angesichts des immer absurderen Personaltheaters im Bundeskabinett und der Ineffizienz des parlamentarischen Debattierclubs namens „Bundestag“ irgendwann zum Sturm auf den Reichstag ansetzen könnte? (DM)

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62 Kommentare

  1. Gute Idee, am besten einen ganz breiten, tiefen Wassergraben ganz knapp um das Reichstagsgebäude herum, mit vielen Krokodilen drin. Dann sollen die Politiker öfters mal ausgelassen Partys feiern, damit die lieben Viecherl nicht hungern müßen.

  2. Heuchlerisches Gesindel, die Grenzen öffnen bis zum Anschlag, sich selber aber verbarrikadieren. Dem Volk eine Armlänge Abstand vorschlagen, selbst gepanzert und mit Personenschutz umherfahren. Schlimmer geht’s nicht mehr. Hoffentlich hat das bald ein Ende…

    • Recht hast du. Heuchlerisch genauso wie hier in USA, Hollywood und Demokraten arbeiten politisch gegen Waffenbesitz und für offene Grenzen, verherrlichen aber Gewalt in Kinofilmen, stellen eigenen, bewaffneten Personenschutz ein und leben hinter meterhohen Mauern in ihren Anwesen. Grauenhaft.

  3. Wenn wir den Berliner Flughafen im Blick haben, dann darf man wohl mit Fug und Recht annehmen, dass dieser Graben nie fertig wird. Spätestens an den gender-toiletts wird sich der wirkliche Graben auftun!

  4. Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei BRD hat beschlossen einen tiefen Graben ausheben zu lassen. Um sich, vor ihren ins Land geholten Fachkräften und natürlich vor dem „Pack“ aus dem eigenen Land zu schützen? Oder vor was sonst? Es darf natürlich kein 08-15 Graben werden- nein ein „AHA Graben“. Da gibt es viele Möglichkeiten: Der AHA Selbstschussanlagegraben oder der AHA Mienengraben oder mal was neues der Elektro gestützte Wassergraben. Auf jeden Fall sitzt man dann im Reichstag wie bei ARD und ZDF in der ersten Reihe und kann bei Kaffee und Kuchen genüsslich zu sehen wie die Fetzen fliegen.
    Und keiner fragt „Was soll das“

  5. Wenn dann in dem Graben erst ein russisches U – Boot auftaucht, wird’s ganz kritisch……..
    Vielleicht sollte man auch ein paar „Seenotretterboote“ dort stationieren, falls im Inneren mal eine Panik ausbricht……

  6. Ich erinnere an den Tag der dt. Einheit 2016 in Dresden und Merkels Besuch! Auf der Rückseite der Oper stand ein Konvoi aus Bundeswehrpanzern. Offiziell zu „Repräsentationszwecken“ 😉

    • Wir waren an jenem Tag auch vor Ort (vor der Frauenkirche). Wir brauchten einen Passierschein, den wir bei der Anreise am Vortag mehrfach vorzeigen mussten, um mit unserem Wagen überhaupt zum Hotel fahren zu dürfen. Die waren total nervös.

  7. Die Angst vor dem erwachenden Souverän steigt. Sowas passiert, wenn sich die Politiker dem Bürger entfremden und ihren Auftrag nicht mehr ernst nehmen oder vergessen haben. Übrigens, Zäune usw. helfen doch angeblich nicht…

  8. Müssen die eine Angst vor den neuen Dauerurlaubern und der ausgepressten Bevölkerung haben. Wie sagen die Politiker so schön : Mauern und Zäune helfen nicht.

  9. Jetzt sollten Privatpersonen mit LKW-Führerschein Ausschau halten, ob nicht alte Bundeswehr-LKW mit Pionierbrücken auf dem freien Markt angeboten werden.

    • Na ja, sie hat ja nicht gesagt in welche RICHTUNG (also nach aussen oder INNEN) die Grenzen geschuetzt werden sollen…
      Siehe „Berliner Mauer“… Rein nach Berlin kam jeder, RAUS dagegen war das eher selten der Fall (was ebenso fuer die gesamte damalige „Grenze“ galt). 😉

    • Na ja, sie hat ja nicht gesagt in welche RICHTUNG (also nach aussen oder INNEN) die Grenzen geschuetzt werden sollen…
      Siehe „Berliner Mauer“… Rein nach Berlin kam jeder, RAUS dagegen war das eher selten der Fall (was ebenso fuer die gesamte damalige „Grenze“ galt). 😉

  10. Die Zugbrücke fehlt noch und Wasser im Graben. Der Neofeudalismus manifestiert sich mehr und mehr.

  11. Sie „mauern sich ein“….für mich ein Eingeständnis ihrer Taten und ein Indiz für ihre begründete Angst!

  12. Ist der Zweck wirklich unklar oder darf man da Absichten vermuten? Man plant, das Reichstagsgebäude mit einem Festungsgraben zu sichern, man plant den Aufbau einer EU-Armee, deren entschiedenste Befürworter Herr Macron und Frau von der Leyen sind … Nachtijall, ick hör dir trapsen!

  13. Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit. Wenn das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei.

    Thomas Jefferson (1743 – 1826) war ein amerikanischer Rechtsanwalt, Staatsmann und einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten.

  14. Das ist eine super Idee,da schaufeln sie sich ihr eigenes Grab direkt neben ihren alten Arbeitsplatz.Gleichzeitig erfüllt es das Ziel einer Gedenkstätte! Dankeschön,so spart sich das Volk die Buddelei.

  15. Einfach herrlich, da fällt wieder eine Maske der Volkszertreter. Ein Graben wird um die Burg gezogen, eine Begründung gibt es dafür nicht, man will ja niemanden beunruhigen. Mal Herrn Professor Pfeiffer von der Schariapartei fragen, warum sowas bei ständig sinkender Kriminalität nötig ist, wo doch auch noch die Rautenhexe so wahnsinnig beliebt ist, wenn man den Merkelmedien (hoffentlich nicht) Glauben schenkt. Die Jubelrufe bei Merkels letztem Dresdenbesuch am Montag waren nicht zu überhören 🙂

  16. Im Evakuierungsplan hebt man dann mit Heli ab..falls die zitternde Dicke und der Fettsack Alti da reinpassen.

  17. Warum diese Sicherungsmaßnahme nur vor dem Bundestag, ein paar Euro obendrauf und um ganz Berlin, halte ich für viel sinnvoller.

  18. Ha, wie lange wollt ihr noch Steuern bezahlen…das stinkt zum Himmel! Grenzschutz nein, aber einen Graben um dieses Gebäude… soso.

  19. Hahaha… was haben die denn noch mit uns vor dass sie sich jetzt schon mal vorab verbarrikadieren

  20. Wie wäre es mit einer Kette von Bunkern wie am Atlantikwall? Die „Leibstandarte Angela Merkel“ kann dann bis zur letzen Patrone für sie kämpfen

  21. Kaum zu glauben: Die Sicherung der nationalen Grenzen darf nicht sein. Vor einer Festung Europa wird gewarnt. Aber zu einer Festung Bundestag sieht „man“ sich veranlasst. Das Hemd sitzt halt näher als die Jacke.
    Degeneration in seiner höchster Ausbaustufe.

  22. Die Angst vor der eigenen Bevölkerung muss groß sein. Das Gute ist aber wenn einer den Laden anzündet kommt keiner mehr weg

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