Spiegel-Jugendindoktrinationsmagazin Bento zensiert Interview mit AfD-Jungpolitiker

Bento (Bild: Screenshot)

Das Jugendmagazin des Spiegels, das linksdrehende Indoktrinationsmagazin für junge Köpfe „Bento“ wird dem Vorwurf, der „Lückenpresse“ anzugehören, mehr als gerecht. Ausgewogenheit vorgaukeln, sollen Jungpolitiker aller Parteien den jungen Bento-Lesern vorgestellt werden. Schlussendlich wurden die Statements des sächsischen AfD-Kandidat Julien Wiesemann einfach rauszensiert- sprich weggelassen.

Julien Wiesemann, Kreisrat des Landkreises Meißen, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion sowie Stadtrat in der Stadt Nossen ist 26-Jahre jung. Deshalb interessierte sich das Jugendmazin Bento angeblich im Rahmen eines Artikels für den Jungpolitiker. Angeblich wolle man der jungen Leserschaft aufzeigen, was junge Menschen dazu treibt, sich politisch – in welcher Partei auch immer – zu engagieren. Wie die linke Zensur beim Jugend-Relotius-Magazin zuschlägt, berichtet Wiesemann auf seinem Facebook-Account:

Am 26. Mai schnitt die AfD bei den Kommunalwahlen vor allem in Sachsen sehr gut ab. Ich selbst als noch recht junger Kandidat erreichte mit über 1.600 Stimmen bei der Stadtratswahl in Nossen das beste Ergebnis und bei der Kreistagswahl im Wahlkreis Nossen/Klipphausen das zweitbeste Ergebnis hinter dem Klipphausener Bürgermeister. Am 18. Juni meldete sich ein Journalist bei mir, der für bento, das Jugendmagazin des SPIEGEL, einen Artikel vorbereitete, bei dem es um junge Kommunalpolitiker gehen sollte. Alle sechs im Bundestag vertretenen Parteien sollten zu Wort kommen, ich also für die AfD, für die ich nun im Stadtrat von Nossen und im Kreistag Meißen sitze. Ich sagte zu, da es mir wichtig ist, dass wir vor allem junge Leute erreichen, die uns bisher aufgrund von geschürten Vorurteilen vielleicht noch nicht so aufgeschlossen gegenüber stehen.
Wir verabredeten uns für die Folgewoche zu einem Telefoninterview, welches sehr ordentlich verlief. Der Autor sendete mir einige Tage später wie vereinbart die Zitate zur Autorisierung zu, welche ich dann freigab. Ich bat ihn zudem, mir kurz ein Zeichen zu geben, sobald der Artikel erscheint.

Als ich dann längere Zeit nichts mehr hörte, fragte ich schließlich per e-Mail nochmal an, ob denn schon feststeht, ab wann es das Produkt unserer Zusammenarbeit denn zu lesen gebe. Am Tag darauf erhielt ich die Antwort: der Artikel sei bereits erschienen (wer ihn nachlesen will: https://www.bento.de/…/junge-menschen-in-der-kommunalpoliti…), die Redaktion habe jedoch entschieden, keinem Gesprächspartner der AfD das Wort geben zu wollen. Er selbst sei sehr unzufrieden damit, da er sich ja auch die Arbeit mit mir gemacht hatte, habe aber auf diese redaktionelle Entscheidung keinen Einfluss.

Ja, auch ich bin sehr unzufrieden damit. Ich bin weit weg davon, unsere Medienlandschaft mit pauschalisierten Urteilen zu überziehen. Auf die bento-Redaktion scheint jedoch mehrheitlich das zuzutreffen, was auf manchen Demonstrationen über die Presse so zu hören ist…

Damit die Arbeit nicht ganz umsonst war und zumindest die Leser meiner facebook-Seite etwas mehr bekommen als den bento-Artikel, findet ihr nachfolgend das, was über mich geschrieben werden sollte und die von mir freigegebenen Zitate:

Julien Wiesemann, 27, sitzt seit etwa drei Jahren im Kreistag des Landkreises Meißen (Sachsen), nachdem für einen anderen Mandatsträger nachgerückt war. Bei der Kommunalwahl wurde er zudem in den Stadtrat von Nossen gewählt. Dort kam die AfD auf 17,3 Prozent der Stimmen und somit auf fünf Mandate, obwohl es nur zwei Kandidaten gab.

„Vielleicht ist es bei den etablierten Parteien für junge Leute schwerer, auf einen aussichtsreichen Listenplatz zu kommen, wenn es da viele gibt, die schon seit Jahrzehnten im Amt sind. Ich denke schon, dass das es in jungen Parteien leichter ist, weil sich die Strukturen ja erst bilden müssen. Bei der letzten Kommunalwahl 2014, so kurz nach der Gründung der AfD, war es teilweise schwer, in jedem Wahlkreis überhaupt nur einen Kandidaten zu finden.

Heute ist das anders. Nur in den kleineren Orten fehlen manchmal noch Bewerber, um alle Mandate zu besetzen. Ich glaube aber, dass das kein AfD-spezifisches Problem ist – auch anderen Parteien fehlen Kandidaten, nur fällt es bei uns nun auf, weil unsere Wahlergebnisse so gut sind.“

„Ich war und bin seit vielen Jahren Schiedsrichter und Jugendtrainer in einem Fußballverein. Ich sehe dort mit eigenen Augen, wie schlecht die Vereine ausgestattet sind. Das ist ein Thema, für das ich mich einsetzen will – da geht es ja auch um die Förderung unserer Jugend. Als AfD haben wir zur Kommunalwahl damit geworben, Vereine besser zu fördern.“

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7 Kommentare

  1. UM Gottes Willen, der will Bürgern helfen….. das geht gar nicht. Zuerst kommen Industrie und Konzerne, dann die sogenannten Parteien und deren Politiker und danach die Freunde bei Medienund Justiz.

  2. Der arme Junge hat einfach nur ganz normale Antworten gegeben und die AfD damit als genau die normale demokratische Partei offenbart, die sie ist. Hätte man wenigstens noch „unsere Jugend“ irgendwie als völkischen Nazi-Code dechiffrieren können, mit dem die ultrarechten Netzwerke sich Umsturz-Botschaften kabeln, dann hätte man noch einen Artikel über rechtsextreme Jugendnetzwerke und die Verstrickungen der AfD daraus klöppeln können, aber so erscheint die AfD ja geradezu wählbar. Das musste natürlich verhindert werden!

  3. Nur mal so ein Gedanke: Wenn, wie ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehme BENTO eine Staatliche Förderung bekommt, sollte die daraufhin nicht sofort eingestellt werden?

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