Deutsche Reeder: Angst vor US-Militärschlag gegen Iran

Containerschiff im Persischen Golf (Foto:DTS_Image)
Hamburg – Die USA signalisieren immer stärker ihre Absicht, Kriegsschiffe zum Schutz des freien Seehandels in den Persischen Golf zu entsenden. Deutsche Reedereien sehen dies mit großer Sorge.

Peter Juul Christensen, Sicherheitschef bei der Hamburger Reederei Jacob, erklärt in einem Interview mit Zeitschriften der Funke-Mediengruppe heute, dass er eine weitere Eskalation am Golf befürchtet. „Die Entsendung von Kriegsschiffen in die Region würde die Lage im gegenwärtigen Stadium nur verschlimmern“, meint Christensen.Die Reederei Jacob wäre im Fall einer militärischen Zuspitzung direkt betroffen, denn sie hat momentan einen Öltanker im Persischen Golf im Einsatz. Anscheinend stört Christensen jedoch mehr die Vorstellung eines unilateralen US-Alleingangs als der generelle Gedanke einer marinen Militäroperation: „Falls die Situation weiter eskaliert und noch mehr Attacken stattfinden, sollten sich alle Seefahrer-Nationen einschalten, um die Schiffe und ihr Personal sicher zu halten.“

Der Verband Deutscher Reeder mit Sitz in Hamburg schätzt, dass zur Zeit nicht mehr als 20 Schiffe unter deutscher Flagge im Golf von Oman und im Persischen Golf fahren. Darin enthalten sind bis zu fünf fünf Großtanker.

Es wird abzuwarten sein, wie US-Präsident Donald Trump seit der gestrigen erneuten Eskalation weiter vorgehen und entscheiden wird. Vor allem nach dem von ihm behaupteten (von Iran jedoch bestrittenen) Abschuss einer Aufklärungsdrohne über dem Meer wird eine akute Ausweitung der Spannungen von Beobachtern nicht ausgeschlossen. (Quelle: DTS) (DM)

Loading...

1 Kommentar

  1. Das wäre interessant.
    Nach einer Sperrung der Strasse von Hormuz und militärischen Auseinandersetzungen im Golf, debattieren wir an dieser Stelle dann wieder über Reichweiten- und Rohstoffprobleme von Elektroautos.

Kommentare sind deaktiviert.