Warum gehen wir eigentlich noch wählen?

Markus Gärtner

Umfrage-Clown (Bild: Markus Gärtner)

„Wir sind Präsidentin“, tweetete die CDU Deutschland, als Ursula von der Leyen am Dienstag vom EU-Parlament zur Kommissionspräsidentin gewählt wurde. Dem Parlament, das diesen Namen kaum verdient, hatte sie zuvor einen sündhaft teuren Plan vorgelegt, um den Kontinent bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu machen.

„Das sagt die Frau“, erboste sich Markus Krall auf Twitter, „die mit ihrem Haarspray wahrscheinlich ganz allein ein Loch in die Ozonschicht gebrannt hat“. Ganz klar: wir wurden in dieser Woche verarscht. Nicht nur durch die Wahl einer „Kandidatin“ zur Kommissionschefin, die am 26. Mai, als das neue EU-Parlament gewählt wurde, für diesen Posten überhaupt nicht kandidiert hatte, sondern auch von den Medien. Die BILD beispielsweise war am 4. Juli entrüstet über die Personalie von der Leyen und titelte „so können Sie mit Wählerstimmen NICHT umgehen“. Doch als am Dienstag klar war, dass vdL die Wahl gewonnen hatte, da war plötzlich alles „Wunderbar Ursula!“ Die Medien haben tagelang die unfähige Verteidigungsministerin gehypet und manche Journalisten haben regelrechte Wahlempfehlungen geschrieben. Und auf Twitter schrieb nach Bekanntwerden des vdL-Wahlergebnisses ein Teilnehmer namens Jonas Caesar: „Heute ist der Tag, an dem die Politik einmal mehr eindrucksvoll bewiesen hat, dass wählen völlig sinnlos ist“. Im Klartext: Unsere Stimmabgabe bei Wahlen wird von der politischen Kaste im besten Fall nur noch als ein Stimmungsbarometer wie in Umfragen gesehen, aber nicht als verbindliche Aufforderung des Souveräns. „Wir“ sind nicht Präsidentin, wir haben abgedankt!!

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7 Kommentare

  1. Schon das dämliche Schlagwort der CDU auf bestem BLÖD-Niveau ist aus der untersten Schublade hevorgekramt. Immerhin: WIR sind nicht mehr Papst (bin ICH sowieso nie gewesen).

  2. Vorteil: wir sind den schlechtesten Verteidigungsminister der Geschichte los.
    Nachteil: wir bekommen eine noch größere Niete.

  3. Richtig Herr Gaertner, und Sie haben auch den Motto ‚No taxation without representation‘ zitiert.
    Also die logische Konsequenz waere: Steuernzahlung einstellen. Da ein Loewenanteil aus Lohnsteuer kommt, und den an der Quelle erhoben wird, wuerde ich vorschlagen eine Woche Generalstreik bundesweit; es waere ein Anfang…

    • Eine Woche Generalstreik würde das Merkel Regime samt angeschlossenen Medien, die nicht streiken nur dazu veranlassen alle Streikenden als Neue Rechte einzugruppieren. Und der Schaden richtet sich dann ausschließlich gegen die Streikenden selber, sie werden erfasst und haben Lohnausfälle zu beklagen während das Merkel Regime völlig Unbeeindruckt über die EZB das ausgefallene Steuergeld dann eben nachdrucken lässt. Der Euro ist in Wirklchkeit das Papier nicht mehr wert auf dem er gedruckt wurde, seit die gierigen Staatscheffs ihn unter ihre politischen Zwecke gezwängt haben. Was unter einer unabhängigen Bundesbank mit der Deutschen Mark nicht möglich war, ist mit der nur auf dem Papier unabhängigen EZB im Bereich des Möglichen. Und solange die Zahlen über den Euro schön geredet werden können, klappt der Beschiss der arbeitenden Menschen in der Euro Zone wie am Schnürchen.

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