Gefängnis für Grabscher: Philippinen verbieten Belästigung

Grapschen (Symbolbild: shutterstock.com/Von andriano.cz)

Philippinen – Sexuelle Belästigung wird auf den Philippinen strafbar. Auf Befummeln, Angrapschen, Kneifen oder das Reiben an fremden Körpern stehen auf den Philippinen künftig bis zu sechs Monate Gefängnis.

Nach dem neuen „Gesetz über sichere Räume“ drohen in dem südostasiatischen Inselstaat fürs Hinterherpfeifen, für anzügliche Blicke, frauenfeindliche, homophobe und transphobe Beleidigungen oder das ständige Erzählen schmutziger Witze Bußgelder oder gar Arrest. Auf Exhibitionismus, Begrapschen, Stalken, Kneifen oder das Reiben an fremden Körpern stehen im mehrheitlich katholischen Land künftig bis zu sechs Monate Gefängnis.

Seit geraumer Zeit geht die Zahl dieser Straftaten auf den Philippinen deutlich nach oben. Obwohl die Regierung versucht hatte, durch verschiedene Aktionen die Bevölkerung zu sensibilisieren, blieb man im Kampf gegen die Grapscher und Fummeler erfolglos. Mit diesem neuen Gesetz, das bereits im April verabschiedet wurde, will die Regierung von Präsident Duterte dem Sittenverfall auf den Philippinen entgegen wirken, berichtet n-tv. Das Nachrichtenmagazin verweist darauf, dass Präsident Duterte sich selbst in der Vergangenheit nicht unbedingt an benanntes Gesetz gehalten hatte. Obwohl der seit 2016 regierende Duterte mit strengen Gesetzen gegen Kriminelle vorgeht, ist er bei den 106-Millionen-Einwohner seines Landes beliebt. (SB)

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6 Kommentare

  1. Jetzt können die PhilippinerInnen so richtig die Sau rauslassen. Das Land war bisher schon das Letzte auf der Welt, in dem Männer auf Antrag ihrer Frauen ins Gefängnis müssen (Ehebruch ist ein Antragsdelikt, und wird verfolgt, wenn es einen Kläger gibt). Mit diesem „Gefängnis fürs Fremdgehen Gesetz“ wurden schon viele per Racheakt erledigt:

    1. Die Ehefrau entdeckt, dass Ihr Mann eine Geliebte hat
    2. Auf ihren Antrag hin werden Ehemann und Geliebte angeklagt
    3. Beide müssen in den Höllenknast und stecken sich dort mit TBC an
    4. Danach werden sie von der Familie der Frau verfolgt; oft bis zum Mord

    Variante B: Die Ehefrau „versöhnt“ sich mit ihrem Mann und zieht die Anklage gegen ihn zurück. Seine Geliebte muss trotzdem in den Knast und darf dort verrotten.

    Anstatt das restriktive Scheidungsrecht (Scheidung praktisch unmöglich) zu lockern, kriegen die Frauen nun noch ein Sexualstrafgesetz obendrauf, das härter ist, als in Schweden. Hinterherpfeifen wird zur Straftat … der ideale Ort für Feministen aus der ganzen Welt.

    • Kommt mir so vor, als wolle Duterte die Voraussetzung schaffen, missliebige Männer jederzeit aus dem Weg räumen zu können. Eine die behauptet: „Der hat mir nachgepfiffen!“, findet sich ja immer. Scheint ein guter Trick von Diktatoren zu sein, Frauen mehr Macht zu geben und sie dann für sich einzuspannen. General Kagame z.B. hat in Ruanda das Gender Mainstreaming eingeführt; bei gleichzeitiger Einschränkung der Meinungsfreiheit. Das Parlament, von dem er sich bestätigen läßt, hat den höchsten Frauenanteil der Welt; 65%. Frauen in Ruanda dürfen behaupten, dass sie die besseren Menschen sind, obwohl sie aktiv am Genozid beteiligt waren … aber das ist eine andere Geschichte.

    • Danke für deinen wertvollen Betrag.
      Werde garantiert niemals Urlaub in den Philippinen machen!

  2. das wäre hier eine gute Maßnahme ,nach den Titten grabschen–6 Monate Knast.Aber wir sind in Merkel Zeitalter,da wird Mord mit Stuhl-kreis Bestraft.

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