Bußgeld für Klimaschwänzer-Eltern: Absurder Vergleich mit „NS-Widerstand“

FFF-Blaumacherdemos (Foto: Imago)

Bußgeldbescheide gegen Eltern von Klimaschwänzern: In einem wohl eher symbolischen Akt greift die Schulaufsicht im Fall von vier Mannheimer Familien durch, deren Schüler wiederholt für „Fridays for Future“ blaugemacht hatten. Die Eltern erhielten vom zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe einen Bußgeldbescheid über je 88,50 Euro.

Das Bußgeld bezieht sich konkret auf einen einzelnen Fall von zwei Fehlstunden am 24. Mai 2019, an dem die betreffenden Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums dem Unterricht zugunsten der Teilnahme an einem der örtlichen Greta-Umzüge ferngeblieben waren. Unter anderem berichtete „Focus“ gestern über den Fall. Warum gerade diese Familien und diverse andere nicht belangt werden, ist unklar; Tatsache ist, dass es sich um Fälle handelt, in denen weder ein Antrag auf Befreiung vom Unterricht gestellt worden war und in denen der Klassenlehrer die Eltern der Schüler explizit über die Konsequenzen eines unentschuldigten Fehlens aufgeklärt hatte. Die Eltern hatten dies ignoriert; möglicherweise – und konsequentermaßen – wurde daher aus Gründen der allgemeinen Rechtspflege und Verwaltungsgerechtigkeit seitens der Schulbehörde gehandelt.

Die Durchsetzung von Gesetzen, insbesondere der gesetzlichen Schulpflicht, wird für Schulen und Behörden in Deutschland immer schwieriger, weil seitens der höchsten politischen Repräsentanten des Landes ganz unverhohlen „Verständnis“ und Sympathien dafür gezeigt wird, wann immer ideologische und moralische Motive über geltendes Recht gestellt werden. Kanzlerin Merkel persönlich, aber auch viele Landespolitiker gaben den Schwänzer-Klimaprotesten ihren höchsten Segen. Kein Wunder, dass die „Opfer“ von Verwaltungsakten, die völlig normale staatliche Ordnungsmaßnahmen darstellen, sich „ungerecht“ behandelt fühlen.

Die Organisatoren der „Friday for Future“-Proteste wollen nun heute zu Spenden für die betreffenden Familien aufrufen, damit diese die Bußgelder bezahlen können. Auch hier soll also die Gemeinschaft für die höhere Moral einzelner aufkommen; immerhin trifft es hier dann die richtigen. Wie die Eltern der gemaßregelten Gymnasiasten das Engagement ihrer klimastreikenden Sprößlinge historisch einordnen, teilten sie übrigens in einem Leserbrief an den „Mannheimer Morgen“ mit. Darin fragen sie allen Ernstes: „Wie kann eine Schule, die sich nach Sophie und Hans Scholl benennt, so mit Kindern umgehen, die sich politisch interessieren und engagieren?“ Die „Süddeutsche Zeitung“ entblödete sich in einem gestrigen Artikel nicht, diese anmaßende Frage unkommentiert zu zitieren – und dabei noch unterschwellige Anerkennung für die Position der Klimaschwänzer und ihrer Eltern zum Ausdruck zu bringen. Weil die „Zivilcourage“, als Mitläufer gemeinsam mit Zehntausenden jeden Freitag aus subjektiven Zwängen heraus die Schulpflicht zu ignorieren, ja auch dasselbe ist wie der damalige lebensgefährliche Widerstand gegen die Hitlerdiktatur. Die einen haben mit ihrem Leben bezahlt, die anderen mit einem Bußgeld von 88,50 Euro. (DM)

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25 Kommentare

  1. Das sind bestimmt Eltern der 86, also „Dunkelgrüne“ und diese Volldeppen die dafür auch noch „Spenden“ können auch nur der „Grün-angehauchten“ Schmarotzerbande angehören.

  2. Wie nicht anders zu erwarten verzichtet die Stadt Mannheim aber auf das Bußgeld.

    Der Rechtsbruch wg. „guter“ Gründe wird nicht mehr sanktioniert.

  3. Wenn die Eltern FfF mit den Widerstand gegen des NS-Regime vergleichen, dann wundert es mich nicht, warum die Kinder, die daraus hervorgehen, so dumm sind.

  4. Auszug aus einem Artikel der Jungen Freiheit:
    „Wie im Laufe des Donnerstags bekannt wurde, hat die Stadt Mannheim die Bußgeldbescheide wieder aufgehoben. Die Schule hätte andere Maßnahmen ergreifen können, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Dies habe eine erneute Prüfung ergeben. Bußgelder seien nur ein letztes Mittel.“

    Ob unser allseits beliebter Bundespräsident da eine Amnestie ausgesprochen hat ist nicht bekannt.

  5. „….weil seitens der höchsten politischen Repräsentanten des Landes ganz unverhohlen „Verständnis“ und Sympathien dafür gezeigt wird, wann immer ideologische und moralische Motive über geltendes Recht gestellt werden.“

    Es ist für die Regierenden schon eine Tragödie fast antiken Ausmaßes.

    Sie sind die Gesetzgeber und könnten -mir nichts, dir nichts – ein Gesetz erlassen, daß es z.B. Schülern erlaubt, Freitags für politische Belange dem Schulunterricht fernzubleiben, um zu demonstrieren. Das wäre dann straffrei.

    Doch dann könnte auch, Gottseibeiuns, natürlich der politische Gegner – von den Identitären bis zu den Jungnationalen – davon Gebrauch machen. Ein wahrer Alptraum ( dabei verkennt die Obrigkeit der Fäulnis, daß letztgenannte Klientel den Freitag nutzen würde, um sich fortzubilden dann und Samstag oder Sonntag ihre Belange in einer Demonstration aufzuzeigen.)

    Demnach frönt man lieber dem Prinzip, einseitig Recht zu brechen, denn wo kein regierungsabhängiger Kläger (Staatsanwalt), dort kein Richter.

    Die Mannheimer werden das Problem im Sinne der Obrigkeit schon lösen, und sei es, wie erwähnt, durch Spenden, an welchen sich evtl. auch dann die Stadtkasse beteiligt.

  6. Die Kinder könnten die 88,50 Euro ja vielleicht auch am Wochenende mit gemeinnütziger Arbeit (Mindestlohn angesetzt) abarbeiten. Zum Beispiel durch eine praktische Lektion echten Umweltschutzes durch Straßenfegen. (Natürlich mit der Maßgabe, wer nur die Hälfte pro Stunde schafft, arbeitet auch nur eine halbe Stunde ab.)

  7. Im 21. Jahrhundert wird in Deutschland hohe und höchste *Moralwertevorstellungen“ von Politik, Kirche und SozialStaat vorgegeben, erwartet und als Bürgerpflicht erhoben. Die meisten Bürger nehmen das ungeprüft und auch ohne Hinterfragen auf. Viele Menschen verhalten sich so im vorauseilendem Gehorsam, um ein besseres Gefühl, auch als ein besserer Mensch dazustehen. Aber nur, solange diese Moral kein eigenes Geld kostet.
    Was wird sein, wenn in nicht all zu ferner Zeit unser Staat sich verausgabt?
    Politik, Kirche und Mitarbeiter des Sozialstaates haben ein dickes Polster. Die haben ausgesorgt.
    Was bleibt uns dem Ottonormalverbraucher?

  8. Ich schätze unser allseits beliebter Bundespräsident wird demnächst eine Generalamnestie für alle Klimajünger aussprechen.

  9. Die Vergleiche werden immer unsinniger. Ein gutes Zeichen für die „Glaubwürdigkeit“ des ganzen Systems.

  10. Schulschwänzen bestimmt mindestens so gefährlich wie NS-Widerstand. Ironie Ende. Das bekommen die Schüler bestimmt noch von ihren linken Lehrern so vorgesagt.

    • Und dazu lassen die stinkenden Fische, eine linksradikale Brülltruppe und die Lieblinge
      vom Spezialdemokraten Steinmeier so richtig die Zitat: Bullenhelme fliegen.
      Das wird so richtig lustig…

  11. Was hat das mit Zivilcourage zu tun, wenn 10 000 partyfeiernde Gören über die Gasse hopsen ? Die „Alpen – Pravda “ ist sich auch für keinen Blödsinn zu schade !

    • Seit der Love-Parade und Dr. Motte wissen wir doch alle, dass Rumgehopse, Verwüstungen und Umweltverschmutzung die Kriterien einer politischen Demonstration erfüllen, sofern die richtigen diese angemeldet haben und das Motto stimmt. Berliner Verhältnisse eben. Damals „Friede, Freude, Eierkuchen“, heute „Freitag ist schon Wochenende“

  12. Wenn die Eltern sich die Strafe für das Schulschwänzen nicht leisten können und deswegen gespendet werden soll, da frage ich mich warum schicken die ihre Kinder zum Klimahüpfen? Wie wollen die dann die CO2 Steuer bezahlen? Oder wird das für die betroffenen Familien der Hüpflinge auch übernommen?

    • Ich habe da eher einen anderen Verdacht:

      Weder die Eltern noch die Kinder haben vorher den Gesinnungstest bestanden. Die haben in den Augen der Lehrer vielleicht nur gesagt, sie wollen demonstrieren, aber ansonsten hielten sie den Hokus-Pokus immer für Blödsinn, haben auch einfach nur frei gemacht. Blaumachen geht natürlich fast immer, aber die Gesinnung muss zweifelsfrei stimmen und vor sich her getragen werden. Wette?

  13. Zahlt doch den Schülern ein Tagegeld in Höhe von 320,-€ ,
    wie den Schülern im EU-Parlament, dann gehen die auch zur Schule.

  14. Ich würde Wetten annehmen, dass die Eltern „Biodeutsche“ sind. Unabhängig davon, wer Kinder mit Demos missbraucht für (unsinnige) politische Motive, kann nur einen kranken Hintergrund haben.

  15. Wenn man einen Vergleich ziehen will der zu 100% übereinstimmt dann ist das mit der chinesischen Kulturrevolution unter Mao Zedong, der auch die Jugend gnadenlos missbraucht hat. Dies ging sogar soweit das Kinder und Jugendliche ihre engsten Verwanden und Bekannten verraten haben und sogar eigenhändig hingerichtet haben.
    Auch diese Revolution fing damals klein an…

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