Klimaschutz-Aktivistin droht im Iran die Todesstrafe

Wilfried Puhl-Schmidt

Exiliraner protestieren in Berlin gegen die Hinrichtungern im Iran, Pariser Platz 2011 - Foto: Imago

Ich bin Mitglied der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM). Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mail, welche eigentlich in der deutschen Politik und insbesondere in deutscher Klimaschutzdiskussion Aufregung und Protest erregen sollte.

Während bei uns die Klimadiskussion Massen bewegt, Schüler ungestraft die Schule schwänzen dürfen und einer quasi neuen Religion samt gesponserter Prophetin gehuldigt wird, steht die Sorge um die Umwelt z. B. in der islamischen Republik Iran unter schwerer Bedrohung und Strafe.

So wurde die iranische Biologin und Umweltaktivistin Niloufar Bayani verhaftet, gefoltert und steht unter Anklage vor Gericht. Ihre Bewegung hat solche bedrohliche Ausmaße angenommen, dass die iranische Regierung sogar den Koran zur Grundlage einer Bestrafung für Niloufar Bayani macht!

Natürlich schreibt Allah nicht direkt davon, dass Umweltaktivisten bestraft werden müssten. Doch kann seine in Sure 5 Vers 32 offenbarte Strafandrohung in eindeutiger Weise ausgelegt werden. Dort steht nämlich unter anderem, dass jene zu kreuzigen seien, „welche Unruhe (bzw. Verderben) stiften auf Erden“. Schließlich stiftet ja Niloufar Bayani und ihre Bewegung nach Auffassung der hohen iranischen Geistlichkeit und der iranischen Regierung „Unruhe auf Erden“ d. h. in der Bevölkerung, und gefährdet somit den Staat sowie seine islamische Gesellschaftsordnung.

In Kenntnis des islamischen Rechts (Scharia) sowie in Kenntnis der ganz konkreten Paragraphen des iranischen Strafgesetzbuches sieht die IGFM die reale Möglichkeit, dass Niloufar Bayani zum Tod durch Kreuzigung verurteilt wird. Die Anklageschrift kann sich auf diesen Satz Allahs in dem oben genannten Koranvers berufen. Freilich wird eine mögliche Verurteilung nicht vollzogen werden, da dies einen Aufstand iranischer Umweltaktivisten und anderer gesellschaftskritischer Geister mit blutigen Folgen bedeuten würde. Also wird man Niloufar Bayani zu einer langen Haftstrafe im berüchtigten Evin-Gefängnis von Teheran verurteilen. Das ist bereits schlimm genug!

Während ich diese Zeilen schreibe, kommen mir folgende Fragen und Anmerkungen in den Sinn: Warum organisieren eigentlich nicht die Sponsoren von Greta Thunberg einen „Friday for Future and for Niloufar Bayani“ vor der iranischen Botschaft in der Podbielskiallee 67 in Berlin, um gegen Haft und Folter ihrer Umweltfreundin zu protestieren? Wo sind 10.000nde Schülerunterschriften an Botschafter Ali Majedi? Informierten bereits ARD und ZDF? Aber Nein. Das wäre ja aus deutscher Sicht politisch und wirtschaftlich unkorrekt. Schließlich sind die iranischen Revolutionsgarden mit ihren 120.000 Elitesoldaten nicht nur ein Staat im Staat sondern beherrschen auch die Wirtschaft.

Aber da wollen wir doch wohl lieber brave Partner sein, welche nicht zulassen, dass deutsche Klimaschützer und Umweltaktivisten sich mit Niloufar Bayani und ihrer Bewegung solidarisieren. Das könnte ja unseren wirtschaftlichen Beziehungen schaden!

Abschließend noch die Frage: Wer finanziert eigentlich Greta Thunberg und ihre deutsche grüne lautstarke Begleiterin Luisa-Marie Neubauer und zu welchem Zweck? Bringt George Soros mit seinen milliardenvollen Händen die „Open Society Foundation“ wieder ins Spiel, um unsere Gesellschaft zu destabilisieren? Welcher Ungeist hat unsere wissenschaftliche Gesellschaft bereits so infiziert, dass eine belgische Universität Greta Thunberg die Ehrendoktorwürde überreichen will? Jeder von uns möge sich fragen und Antworten suchen.

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22 Kommentare

  1. Da sollten jetzt grüne Politiker und Greta-Jünger direkt vor Ort im Iran protestieren und demonstrieren😈

  2. Der Islam ist wie das Christentum eine monotheistische Religion. In der Bibel steht z.B. „Du sollst keine Götter neben mir haben“….

    Das heisst ein Glaube an Gott/Allah schliesst die konkurrierende Ökoreligion mit ihren Weltuntergangskatastrophen, Endliche Rohstoffe, dämonischen Atomstrahlen, Waldsterben, Ozonloch, Dieseltoten, Klimaschwindel aus.

  3. Ich hab auch noch eine Frage, warum chartern die Organisatoren nicht ein paar von diesen riesen Fliegern, von denen ich nicht weiß wie sie heißen, da ich noch nie geflogen bin, und verlagern ihren Protest nach Iran, um vor Ort die Freilassung zu erzwingen. Wenn das so viele sind, dürfte es doch kein Problem sein, den Mullahs den Popes zu versohlen, oder gibt’s Streickgeld von Opa Soros nur auf Deutschem Boden?

  4. Echt jetzt? Wo doch Iran und EU seit neuestem beste Freunde sind?! Ja, Diktatur und Diktatur gesellt sich gern.

    • Sie demonstriert nur in den Ländern, wo ihr Vater anschließend gute Geschäfte in Sachen Klima machen kann.
      Aber Luisa-Marie Neubauer sollte man seitens der Grünen da mal hinschicken.
      Das Großmaul kann dann da mal so richtig zeigen, was sie kann.

  5. Na, wenn da die ganzen Klima-Aktivisten nicht reagieren, dann ist klar, dass ihnen das Klima eigentlich total egal ist.

  6. Iran hat doch schon Maßnahmen ergriffen, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Mittels Atomkraft! Also wirklich unverschämt noch mehr zu wollen. Und ansonsten glaube ich, dass wir in Deutschland genug Irre in der Politik haben, um dagegen Hunderttausendfach auf die Straße zu gehn. Wir sind am schlafen, also bitte nicht stören!
    http://www.openeyez.eu …die kostenlose Sicherheits-App für jedermann.

  7. Ich pfeife auf die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran. Aber ich bin nicht für das iranische Rechtsystem und auch nicht für Frau Niloufar Bayani verantwortlich. Ebensowenig für eine diplomatische Protestnote. Wir haben genügend Gründe für politische Veränderungen in unserem Land zu demonstrieren,……und? Nichts. Die Aroganz, daß am deutschen Wesen, die Welt genesen solle, wurde uns aberzogen. Wir hüpfen gegen rechts, gegen Hirngespinste, entschuldigung „Hetzjagden“, für die Antifa, für Bunt, und für das Klima. Das wars.

  8. Auf die Hilfe von Deutschland zu hoffen ist zwecklos, eher im Gegenteil, sie schickt sogar eine Christin in den Iran zurück obwohl man weiß, daß ihr die Todesstrafe droht. Ich wäre da auf die Antwort einer Claudia Roth gespannt.

  9. Genau das ist die Blindheit der Klima-Retterinnen und grünen Gutmenschinnen. Sie lassen ihre „Schwestern“ in den islamischen Hochburgen total und sträflich im Stich. Sich dort einzumischen wäre vermutlich „politisch unkorrekt“. Ich nenne es FEIGE. Wo haben diese Frauen und Mädchen, die ständig überwacht, bestraft, gefoltert und getötet werden eine Lobby? Niergends! Weder bei den Politikern, die haben „Wichtigeres“ zu tun, noch bei den „Gutmenschen“ und Klimarettern.(Die denken eben auch, sie hätten Wichtigeres zu tun). Nein, haben sie nicht. Es ist und bleibt gewollte Blindheit und grässliche Feigheit.

  10. Alle Klimajünger sofort “ Hüpfen für die iranische Biologin „. Ach so, geht ja nicht, die allermeisten sind ja in den Urlaub nach Malle, Malediven, Türkei ( weil so günstig ) geflogen. Gehüpft wird erst wieder wenn die Ferien vorbei sind.

  11. …mmmm… ich bin ja ein Gegner der Scharia aaaber sollte ich in dem Punkt nicht nochmal die Sache überprüfen ??? ich überlege noch …………………………………

  12. Da sollten Greta und Luisa aber schleunigst hinfliegen und demonstrieren.
    So geht es ja nun mal nicht!!!

    MfG
    Nr.3

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