Immer mehr junge Chinesen bleiben alleinstehend und heiraten nicht

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China – In der Volksrepublik China gibt es demographische Probleme. Ob das riesige Land seine Bevölkerung konstant wachsend halten kann, zweifeln Wissenschaftler schon länger an.

Chinas junge Menschen heiraten immer seltener. Was einst nur für den Westen wie USA und Europa zu beobachten war, scheint nun auch Einzug im fernen Osten zu erhalten. Das chinesische Amt für Statistik veröffentlichte im staatlichen People´s Daily eine beunruhigende Statistik was Singledasein und Heiraten angeht.

In hoch entwickelten Regionen, wie zum Beispiel Großstädten wie Shanghai, zeigte sich, dass nur 4.4 Menschen von 1000 heiraten. Das wäre die niedrigste Rate im ganzen Land. In Zhejiang, einer östlichen Provinz, sind es nur 5.9 von 1000. Professor Yuan Xin von der Universität von Nankai sieht eine generelle Unwilligkeit der Menschen zu heiraten und glaubt, dass es mit der Bildung und dem wachsenden Lebensstandard zu tun haben. Das Heiratsalt stieg ähnlich wie in Westeuropa auf in 2015 etwa 30.3 Jahre an. Im Jahr 2005 lag es noch bei 28.4 Jahren.

Zusätzlich gibt es in China eine ungleiche Verteilung von Männern und Frauen im Heiratsalter. Es gibt deutlich mehr Männer, was auf die bewusste Abtreibung von Mädchen zurückzuführen ist. Experten gehen davon aus, dass diese Faktoren zum verlangsamten Wachstum und letztendlich zum Schwung der chinesischen Bevölkerung in dieser Jahrhunderthälfe beitragen werden. (CK)


„Nach 35 Jahren 1-Kind Politik, die erst 2015 gelockert wurde, kommen auf 100 Frauen 136 Männer. Mit anderen Worten, zur Zeit gibt es 34 Millionen mehr Männer als Frauen, das gab es noch nie zuvor in China.“ 

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6 Kommentare

  1. Wahnsinn! Das ist millionenfacher Mord, indem ohne die geringste Indikation und ohne Not vermutlich hochreife Föten zerstört werden. DAS war Leben!

    Und hier im Westen werden Frauen genötigt, Blasten oder Embryonen auch unter den schlimmsten Zukunftsaussichten für Mutter und Kind, das Kind auszutragen. Ja, es ist auch Tötung, aber nicht in diesem völlig selbstverständlichen, routinemäßigen Gemetzel und Ausmaß. Wo bleiben denn die Aufschreie der Retter und Beschützer der Menschheit?

    Die müssen sich um CO2 und Wirtschaftsflüchtlinge kümmern und rumheulen, aber was da in China geschieht geht auch die ganze Welt etwas an.

  2. Warum? Weil in China Abtreibung normal ist. Und zwar dann, wenn es ein Mädchen werden würde. Mädchen kosten Geld und ziehenn fort in die Ehe mit einem Mann. Der Mann aber ist die Altersvorsorge der Eltern. Also wollen alle Eltern möglichst nur Jungens haben. Ergebnis: auf eine Frau kommen mindestens 100 Männer.

    • Richtig, die Chinesen und auch die Inder haben eine kranke Fixierung auf Männer. Frauen werden in solchen Ländern als minderwertige Ware betrachtet. Eine völlig kranke und widernatürliche Haltung.
      Unterm Strich braucht es eine annähernde Balance aus Männern und Frauen, wobei ich einen Überhang an Frauen bevorzuge.

    • hat aber nichts mit der Abtzreibung von weiblichen Föten zu tun. So lange in China (und Indien) das Alterseinkommen nicht ausreichend ist, wird diese Abtreibungsregel eingehalten.

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