Das ZEIT-Geplänkel: Wer rettet uns vor dem linken Medien-Mainstream?

Max Erdinger

Das Fachblatt für verlogenes Geschwätz - Foto: Collage

In der ZEIT gibt es einen ellenlangen, fünfseitigen Artikel mit dem Titel: „Männlichkeit – Wer rettet den Helden?“. Die ersten beiden Seiten reichen schon, um wieder die Nachtigall trapsen zu hören. Hinter der Ebene, auf der die Autoren Thomas Vasek und Rebekka Reinhardt schreiben und ein neues Idealbild des Helden beschwören, gibt es nämlich die Metaebene – und das ist die interessantere. Warum schreiben Leute solche Artikel? Was sind die Voraussetzungen dafür, solche Artikel zu schreiben? Wofür halten sich die Autoren? – Die grundsätzliche Medienkritik.

Als erstes läßt sich konstatieren, daß, wer in dem Stil der beiden ZEIT-Autoren über den Niedergang schreiben würde, der nach einem halben Jahrhundert besinnungsloser Frauenveneration hinsichtlich des Resultats in öffentlichen Angelegenheiten evident geworden ist, sich schneller dem Vorwurf himmelschreiender Frauenfeindlichkeit ausgesetzt sähe, als er „Papp“ sagen kann. Frauen sind in Deutschland nicht kritisierbar, Männer hingegen jederzeit Gegenstand aller möglichen pauschalisierenden „Untersuchungen“. Wenn es heißt: „Mann, hüpf´auf unseren soziologischen Seziertisch, wir müssen deine Männlichkeit genau untersuchen„, – dann hüpft er inzwischen gehorsamst, so sehr hat er sich angewöhnt, zu denken, daß etwas nicht stimmen könnte mit ihm. Allein deswegen schon „scheißt“ den beiden ZEIT-Autoren „der Hund was„.

Es ist auch angesichts der etablierten Denke  im Jahre 2019 nicht mehr anzunehmen, daß die beiden Autoren sich noch überlegt hätten, was eigentlich Grundlage jener Überheblichkeit ist, mit der sie offensichtlich unreflektiert voraussetzen, ganz selbstverständlich sei es der Mann, das Mangelwesen, der jedesmal Gegenstand der Untersuchung zu sein hat. Mit anderen Worten: Die Herrschaften stanken schon vor Selbstgerechtigkeit, bevor sie auch nur das erste Wort geschrieben haben. Männer sind nicht das Problem. Das Problem ist die linke Impertinenz hinter dem Dogma, das Private sei politisch. Das gehört aufgegriffen, und aus diesem Grund ist die Metaebene zum gegenständlichen ZEIT-Artikel auch die interessantere. Mehrdimensionalität ist immer interessanter als die Eindimensionalität – und quasi ein Synonym für die stupideste Eindimensionalität überhaupt ist die Phrase „feministische Deutungshoheit“. Nicht Männer und Frauen gehören geändert und gegendert, sondern die linken Gesellschaftsdesigner gehören geteert und gefedert. – Warum? – Weil nach einem halben Jahrhundert feministisch „inspirierten“ Linksmonologs Resultate sichtbar geworden sind wie folgt:

  1. Weder Männer noch Frauen sind in ihrer Gesamtheit irgendwie „glücklicher“ geworden seit den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
  2. Die Scheidungsraten sind explodiert, Familien ruiniert und Kinder in größte seelische Not gestürzt worden.
  3. Depressionen sind zur Volkskrankheit Nummer eins geworden, die Suizidraten hoch.
  4. Schulen sind überfrachtet worden mit Sozialisationsaufgaben, die früher in intakten Familien erledigt wurden. Die Bildung ging darüber den Bach runter.
  5. Installiert wurde ein weibliches „Herrengeschlecht“, quasi der „Geschlechtsarier“, der im Einzelfall so dumm bleiben darf wie die Nacht finster – und dennoch permanent auf ein Podest gestellt wird.
  6. Eine Zweiklassenjustiz ist entstanden, die Frauen trotz ihrer unterstellten Überfliegerqualitäten mit einer Nachsicht behandelt, als seien sie Unmündige.
  7. Aus sämtlichen Ritzen dieses Landes quellen Subjektivismus und Emotionalität und stören den gesellschaftlichen Frieden, der einzig durch Ratio und Objektivität zu bewahren wäre.
  8. „Frauenfeindlichkeit“ landet vor Gericht, Männerfeindlichkeit auf einem Autoaufkleber.
  9. Das Aussterben eines ganzen Volkes wurde zum „Frauenrecht“ geadelt in der irrigen Annahme, es passe schon irgendwie zusammen, daß zwar der Bauch ganz alleine derjenige einer bestimmten Frau sei, der ganze Männerkörper aber weiterhin zu Kanonenfutter werden darf. Männer haben im Deutschland des Jahres 2019 in Fortpflanzungsfragen einfach das Maul zu halten, ganz so, als seien ihre Fortpflanzungsorgane in die weibliche Verfügungsmasse übergegangen.
  10. Der Unterschied bei der Differenz in der Lebenserwartung von Männern und Frauen wuchs stetig, ist heute zu Ungunsten der Männer um ein sattes Sechsfaches höher, als noch vor hundert Jahren, und obwohl Biologie nichts -, Soziologie dafür aber alles geworden ist, kümmert sich die ubiquitäre Soziologenmafia einen feuchten Kehrricht darum. Und wenn, dann höchstens in Form einer Schuldzuweisung an die Männer insgesamt.

Das sind also schon die Fakten in der einen Dimension, in der die beiden ZEIT-Autoren verharren mit ihren Betrachtungen zu einem Heldentum, das jetzt doch mysteriöserweise „gerettet werden“ soll. Und ich habe eine Ahnung, warum es auf einmal doch gerettet werden soll. Damit nämlich die heute lebenden, feministisch entklöteten Weicheier eine Heldenfunktion übernehmen angesichts der Bedrohung durch eine massenhaft ins Land strömende, kulturfremde Virilität, die sich keinen Deut um deutsch-feministische Sichtweisen schert. Nur zu wahren Helden werden sollen sie natürlich nicht, weil natürlich auch der Held seine Schattenseiten hat. Und Schattenseiten will kein Linker. Der will die Definitionshoheit über das behalten, was gefälligst männlich und heldenhaft zu sein hätte. Nix gibt´s!

Was stattdessen passieren muß

Emanzipation muß passieren. Und zwar die Emanzipation des traditionell überaus staatsgläubigen Michels von einem Staat, der vom freiheitlichen Rechtsstaat zum doktrinären Linksstaat mutiert ist, und in welchem sich bspw. ZEIT-Autoren gerieren, als seien sie zu Päpsten ernannt worden, die das vorgeben dürfen, worüber alle anderen nachzudenken haben zum Zwecke ihrer Läuterung hin zum besseren, zeitgerechteren Menschen. Der Beschlagnahmung des „Wir“ durch linke Kollektivisten muß ein Ende gesetzt werden. Es muß aufhören, daß diese Typen sich selbst vor allen anderen permanent zu Moralaposteln aufspielen. Es muß Schluß sein damit, daß ihnen gestattet ist, entlang ihrer ideologischen Vorlieben die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen einzusortieren. Die Universitäten müssen befreit werden von einer „Sozialforschung“ die bspw. via Gender-Mainstreaming lediglich noch damit beschäftigt ist, die „wissenschaftlichen Begründungen“ nachzuliefern für marxistische Theorien, die von allem Anfang an erst einmal „als gesetzt“ etabliert wurden. Sozialwissenschaft hat wieder ergebnisoffen der Erkenntnis zu dienen, nicht der Rechtfertigung von Utopien.

Und last-not-least: Mainstream-Medien, besonders öffentlich-rechtliche, gehören so lange gründlichst boykottiert, bis sich Verleger und Herausgeber von dem durchideologisierten Natterngezücht verabschieden, das Fernsehen, Funk und Presse seiner Funktion als vierter Gewalt beraubt – und stattdessen die Redaktionen in „Zentralen der linken Gehirnwäsche“ verwandelt hat. Ex-Verfassungschef Hans-Georg Maaßen hat die deutschen Medien von heute nicht umsonst mit denen der DDR gleichgesetzt.

Das Geschlechterverhältnis ist Privatangelegenheit jedes einzelnen Mannes und jeder einzelnen Frau. Ist es erst einmal von einseitiger Staatsintervention und vom ideologischen Balast doktrinärer „Menschheitsverbesserer“ befreit, werden die Helden, die jedes Gemeinwesen zum Zwecke seines Überlebens braucht, von ganz alleine wieder entstehen. Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Linke werden sich daran gewöhnen müssen, auch mit den Schattenseiten des Lebens zurechtzukommen.

 

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8 Kommentare

  1. Ich weiß gar nicht, dass man über dieses Käseblatt überhaupt noch einen Satz verschwendet.
    Das moralinsaure Blättchen für den ergrünten, verbeamteten Oberstudienrat. Der dort niedergeschriebene Stuss hat irgendwie was Komisches, grenzt an Realsatire.
    In nicht allzu ferner Zukunft wird das Pamphlet dem allgemeinen Zeitungssterben zum Opfer fallen. Also, was soll die Aufregung?

  2. Nach dem Verlust ihrer Attraktivität Mitte 30 (engl „The wall“) ist die einzige Möglichkeit wichtigtuerischer Frauen Aufmerksamkeit zu bekommen, sich als Opfer von Männern darzustellen.
    Nur das wirkt angesichts verpudelter, männlicher Bevölkerung in Schland immer lächerlicher.
    Vielleicht wollen sie ja deshalb wieder Helden.
    Korrektur: In muslimischen Ländern bekommen die Damen noch Aufmerksamkeit um das Ticket nach Europa via Heirat zu organisieren.
    Sehe ich gerade live an der Hotelbar in Ägypten.

  3. Es „hüpft“ nicht nur der deutsche, weiße Mann jeden Alters, sondern 83% der Gesellschaft.
    Ein Resultat des seit rund 70 Jahren betreuten Denkens.

  4. ZITAT: „5. Installiert wurde ein weibliches „Herrengeschlecht“, quasi der „Geschlechtsarier“, der im Einzelfall so dumm bleiben darf wie die Nacht finster – und dennoch permanent auf ein Podest gestellt wird.“

    Bingo. Ich betrachte schon seit geraumer Zeit weibliche Handlungen quasi durch ein Filter, dessen Funktion der oben zitierten Erkenntnis entspricht.

    • Die Liste aller Beispiele dieser „Herrengeschlechter“ aus der Politik, deren einzige Qualifikation im weiblichen Geschlecht besteht, würde den Rahmen sprengen.

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