Über den Verlust unserer politischen Kultur in Deutschland

Cantaloop

Foto: Durch RENATO SEIJI KAWASAKI/Shutterstoc
Foto: Durch RENATO SEIJI KAWASAKI/Shutterstock)

Als kritischer Beobachter muss man mit einigem Befremden feststellen, was sich hierzulande doch für eine negativ veränderte politische Kultur, insbesondere seit der Regentschaft Merkels, bzw. einhergehend mit dem neuerlichen Erstarken der Grünen, entwickelt hat. Wenn Bürger und Politiker nicht mehr weiter wissen, beschimpfen sie sich einfach gegenseitig. Primitiv und würdelos. Galten doch vor nicht allzu langer Zeit noch gänzlich andere Traditionen, speziell auch im gesellschaftlichen Umgang miteinander. Themen wie partnerschaftlicher Kontakt, Austausch und Wertschätzung sind als zentrale Werte offenbar nicht mehr gefragt.

Das Tagesgeschäft der meisten Parlamentarier, die sich selbst als „mittig bis links“ wahrnehmen, besteht mittlerweile, neben der offensichtlichen Verachtung des Wählerwillens, aus wahren Beschimpfungs-Tiraden gegenüber denjenigen, die sie sich als politischen Gegner, vulgo – als „Feindbild“ auserkoren haben. Eine raffinierte Taktik, denn somit wird selbst eine seriöse Gegenmeinung aufgrund „falscher Gesinnung“ plötzlich wertlos.

Die derzeitigen Kardinaltugenden: Das gnadenlose, unverblümte und tagtägliche Beleidigen, Diffamieren und Denunzieren, auf Neudeutsch; „bashen“ der sogenannten „neuen Rechten“. Oder vielmehr all derjenigen, die man dafür hält. Da schreckt selbst ein MdB mit Professorentitel aus dem bunten Frankfurt beim „twittern“ nicht vor Ausgrenzungsvokabeln wie „Untermensch“ zurück. Ohne weitere Differenzierung wohlgemerkt. Die demokratisch inhärente Selbstkorrektur der Instanzen findet also nur noch dann statt, wenn es Grünen, Linken und deren Gefolge nutzt.

Sämtliche Manieren – einiges an Dezenz, Anstand und Höflichkeit, die man als verantwortungsvolle Nation je besaß, scheinen aktuell in weite Ferne gerückt. Ausgerechnet im moralisch angeblich hochwertigsten Deutschland, das es je gab. Arrogante Linkspolitiker dominieren längst nicht nur den kompletten Inlandsdiskurs, sondern weichen auch vor Fehltritten auf internationalem Parkett nicht zurück. Selbstgefällige Belehrungsrhetorik ersetzt bewährte diplomatische Gepflogenheiten.

Die restliche Welt schaut indessen angeekelt auf die neuen, nicht minder „hässlichen Deutschen“, die offenbar von allen guten Geistern verlassen, in erhabener Manier und erhobenem Zeigefinger auf die demokratischen Defizite und fehlende „Menschlichkeit“ anderer Staaten hinweisen. Die daraus resultierenden innereuropäischen Verwerfungen nimmt man hierbei lächelnd in Kauf. Wie es auch jüngst unser eigentlich zur Neutralität verpflichteter Bundespräsident Steinmeier in der Causa „Carola Rackete“ einmal mehr bewies.

Das Wohlstandsparadoxon

Darüber hinaus maßen sich nun diejenigen Gesellschaftsmitglieder mit der geringsten Lebenserfahrung an, durch ihren allgegenwärtigen Protest regulierend in wichtige politische Obliegenheiten einzugreifen zu können. Und vergiften damit die ohnehin schon angespannte Stimmung im Land mit penetranter Nörgelei und Besserwissertum umso mehr. Gleichwohl klagen sie in ihrer fatalen Unbedarftheit sogar die eigene Elterngeneration an, ihnen angeblich die Zukunft auf diesem Planeten zu verbauen.

Die für sie relevanten Informationen zur Meinungsbildung beziehen unsere juvenilen Klima-Kämpfer von ihren Lehrern, Youtube-Influencern und diversen NGOs. Derart aufgeplustert und mit einer selbstgebastelten Pseudo-Ethik ausgestattet, schätzen sie sich dennoch wichtiger ein, als sie es tatsächlich sind.

Eine universelle Regel besagt nämlich: wer in der Abwertung des Eigenen eine Tugend erblickt, der wird bei der Gestaltung seiner Zukunft nur noch eine sehr eingeschränkte Rolle spielen.

Pervertierte Moral-Diskussionen um das „höhere Gute“

Denn für viele der zumeist indigenen Jungbürger, die heute noch gegen „das böse CO2“ demonstrieren, die AfD „hassen“ – und für drastische Einschränkungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Verkehr votieren, wird es morgen unter Umständen schon keine Arbeitsplätze mehr geben. Somit wird man sich in naher Zukunft als Protestierender zuerst um den „wirtschaftlichen Klimawandel“ kümmern müssen. Hypothetisch zumindest.

Ziemlich sicher wird es sich jedoch als Fehler erweisen, davon auszugehen, dass unser Wohlstand für immer und alle Zeiten gesichert ist. Doch davon will man in linken Kreisen bekanntlich nichts wissen. Wir vermuten es längst; aus der Sicht eines Ideologen ist es nicht möglich, ihm zu widersprechen. Und Ideologie hat letztendlich noch jedes Land, das damit „infiziert“ wurde, in den Abgrund gerissen. Dann bedarf es auch keiner Kultur mehr!

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9 Kommentare

  1. Der Zustand dieser Gesellschaft erschließt sich bereits bei einem AfD Redner im Bundestag. Schreien, pöbeln, beleidigen, quieken, stören, selbst unter Schimpansen geht es gesitteter zu. Man wendet sich voller Abscheu, Ekel und Verachtung ab von dieser „Elite“, die sich Volksvertreter nennen. Und aus Verachtung wird Zorn, aus Zorn wird Hass.

  2. Man lese einige Tageszeitungen und mit ein bisschen Verstand weiss man, was auf uns zukommt. Uns wird das Hören und Sehen vergehen.
    Das was jetzt geschieht, ist ein Zündeln. Überall kracht‘s. Sei es in D, F, I, A, S, kurz gesagt, da wo man Muslime und Afrikaner eingeladen hat und die sich nun benehmen wie Abschaum.
    Die richtige Explosion wird noch kommen. Nämlich nachdem die R-R-G Regierung mal gewählt wurde und sich eingerichtet hat. Es wird dann ein paar Jahre dauern, bis D vollends im Dreck liegt, die Wirtschaft am Boden und der Steuerzahler noch ein paar Millionen Wirtschaftsschmarotzer mehr durchfüttern muss.
    Dann, genau dann, kommt der grosse Knall. Und damit neue Politiker, die normal sind. Das was jetzt politisch in D abgeht ist eine blanke Katastrophe.

    In 100 Jahren, kann man dann in den Geschichtsbüchern von Merkel lesen, die diese ganze Sauerei verursacht hat und sich dann fein säuberlich auf ihre Finca in Südamerika abgesetzt hat.

  3. Bald werden die, die am lautesten schreien gegen die AfD und das Klima, sich im Park um die Pfandflaschen kloppen. Wenn man sieht was das Merkel am zittern ist, muss dem größten Deppen klar werden, Deutschland hat sich abgeschafft. Bald wird das Geld für den Länderfinanzausgleich fehlen, dann kann Berlin einpacken. Es wird dann nur noch arm sein, ohne sexy zu sein. Und die, die an der Zitze der Sozialleistungen hängen, werden auch schmerzhaft abgehängt. Das Gute wird sein, die „Flüchtlinge“ werden dann wahrscheinlich weiter flüchten.

  4. Das Erschreckende ist, dass die Politik und jetzt entsetzten Politiker eine große Mitschuld tragen. Wenn sie eine Politik für ihr Land und Bürger machen würden, müssten sie jetzt nicht selbst um ihre eigene Sicherheit fürchten. Die meisten Deutschen, besonders Frauen und Mädchen fürchten sich seit Sylvester 2015 jeden Tag und sind froh, wenn sie am Abend sagen können. Glück gehabt. Mit einem Unterschied: Sie wollen jetzt für noch mehr Bewachung für sich und ihre Familien, die wir bezahlen müssen. Sie nutzen diese Gelegenheit, die bis dahin verbrieften Rechte ihres Souveräns der Meinungsfreiheit und politische Vielfallt einzuschränken. Die politische Freiheit wird immer mehr nach lins gelenkt. Das merken wir in den Medien. Die ungebetenen Staatsgäste sollen sich weiter frei entfalten können, um ihre Kultur aus den afrikanischen Ländern oder Arabien auszuleben, um uns mit ihren unmenschlichen Sitten beglücken.

  5. Die AFD bricht eben in das Wolkenkuckucksheim des Mitte-Links just milieu ein, da wird selbst der Israelhass salonfähig.

    Empfehlung:

    Emanuel Krauskopf („Juden in der AfD“): „Einen verfassungskonformen Islam gibt es nicht“ (YT)

    Er dröselt es schön auf.

  6. Der Rechtsstaat ist nicht vom Moralstaat sondern von einem
    unter falscher Flagge segelnden Linksstaat gekapert worden.
    Das Parteiensystem hat dies begünstigt wie es die Bücher
    vom Staatsrechtler von Arnim gut beschreiben.

  7. Das ist das Erschreckende an der heutigen Zeit – Politiker, die als Vorbild dienen sollten und sich aufführen wie beleidigte Leberwürste, die ohne Rücksicht auf Verluste mit ihren Aussagen viele ihrer Bürger diffamieren – die Jugend dumm wie Brot, nur nicht so nahrhaft. Man muss konstatiert feststellen nicht Recht und Gesetz, sondern Moral ist das neue Gut, über welches gestritten wird. Das man damit weder jemanden sättigen, versorgen kann, wird völlig ignoriert. Das Theater, welches heute politisch zelebriert wird, es wird uns alle ins Verderben führen, aber auch da findet man den Schuldigen. Natürlich seinen Gegner

  8. Das Erschreckende ist, dass die Politik und jetzt entsetzten Politiker eine große Mitschuld tragen. Wenn sie eine Politik für ihr Land und Bürger machen würden, müssten sie jetzt nicht selbst um ihre eigene Sicherheit fürchten. Die meisten Deutschen, besonders Frauen und Mädchen fürchten sich seit Sylvester 2015 jeden Tag und sind froh, wenn sie am Abend sagen können. Glück gehabt. Mit einem Unterschied: Sie wollen jetzt für noch mehr Bewachung für sich und ihre Familien, die wir bezahlen müssen. Sie nutzen diese Gelegenheit, die bis dahin verbrieften Rechte ihres Souveräns der Meinungsfreiheit und politische Vielfallt einzuschränken. Die politische Freiheit wird immer mehr nach lins gelenkt. Das merken wir in den Medien. Die ungebetenen Staatsgäste sollen sich weiter frei entfalten können, um ihre Kultur aus den afrikanischen Ländern oder Arabien auszuleben, um uns mit ihren unmenschlichen Sitten beglücken.

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