Mordfall Susanna: Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt

Urteil im Prozess gegen den Iraker Ali B.; Foto: © jouwatch Collage
Urteil im Prozess gegen den Iraker Ali B.; Foto: © jouwatch Collage

 Wiesbaden – Im Fall der getöteten Susanna F. ist der Angeklagte Ali B. zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das geht aus dem Urteil des Wiesbadener Landgerichts vom Mittwoch hervor. Das Gericht folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Zudem stellten die Richter die besondere Schwere der Schuld fest, so dass eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren für den irakischen Flüchtling so gut wie ausgeschlossen ist.

Der Iraker war unter anderem wegen Vergewaltigung und Mordes angeklagt. In einer gesonderten Anklage hatte die Staatsanwaltschaft Ali B. in zwei Fällen Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern zur Last gelegt. Er soll eine Elfjährige mehrfach vergewaltigt haben.

In einer dritten Anklage wurden dem Iraker wegen eines Überfalls in Wiesbaden schwerer Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie Nötigung vorgeworfen. Die 14-jährige Susanna war Ende Mai 2018 in Wiesbaden vergewaltigt und getötet worden. Ali B. hatte sich im Anschluss mit seiner Familie in den Irak abgesetzt.

Später war er von kurdischen Sicherheitskräften im Nordirak festgenommen und anschließend zurück nach Deutschland gebracht worden. (dts)

 

Loading...

41 Kommentare

  1. Lächerlich! Lebenslang heißt hier 15 Jahre!
    Sicherungsverwahrung falls durchs Alter möglich gewesen, wäre mit Freigang!
    Ab 18 Jahren ist man hier volljährig aber vor der Justiz nicht und die sowieso nicht!
    Wäre die Ermordete keine Jüdin gewesen, wäre die Hotelstrafe nicht mal 15 Jahre geworden!
    Armes armes Deutschland!

    • Ich gebe Ihrem absolut unsinnigen Text hier eine Antwort:
      Wir haben ein sehr täterfreundliches Srafrechtssystem!

      Niedersächsisches Sicherungsverwahrungsvollzugsgesetz
      (Nds. SVVollzG)
      Vom 12. Dezember 2012* gültig ab: 01.06.2013

      (1) Der Vollzug der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung dient dem Ziel, die Gefährlichkeit der Sicherungsverwahrten für die
      Allgemeinheit so zu mindern, dass die Vollstreckung der Unterbringung möglichst bald zur Bewährung ausgesetzt oder für erledigt erklärt werden kann.

      (2) Im Vollzug sollen die Sicherungsverwahrten fähig werden, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen.

      (3) Zugleich dient der Vollzug der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren
      erheblichen Straftaten.

      Dann bekommen Sie von mir den Tipp, googeln Sie mal nach Sicherheitsverwahrung und Freigang. Viel Spaß!
      Demnächst bitte mehr Höflichkeit, es ist oft schnell etwas als unsinnig anzusehen was leider der Realität entspricht, dies muß ich leider von mir geben.
      .

    • Den ersten Senat nennt man den Olli-Kahn-Senat, weil er keinen reinlässt. Das Urteil wird halten.

  2. Ich staune wirklich über das Urteil !!!!!! Das hat es fast noch nie gegeben, ist der wirklich schon so alt ?Es hätte bestimmt noch Jugendstrafrecht angewendet werden müssen. Er ist sicher erst 16 Jahre ! Na ja ,es war eine Jüdin , wäre es Lischen Müller ,hätte er sicher einen Seelenklempner und nur 2 Jahre bekommen.

  3. Das hat damit nichts zu tun. Die Kammer ist sehr sorgfältig vorgegangen und hat sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet. Beiträge wie Ihrer delegitimieren den Kampf aller Patrioten um die Wiederherstellung des Rechtsstaates.

    • Diese gibt es (leider) im „Jugendgerichtsgesetz“ NOCH nicht…
      Wird der Typ aber einschlaegig im Strafvollzug wiederholt auffaellig und hat das 21. Lebensjahr vollendet, kann die Staatsanwaltschaft durchaus Sicherungsverwahrung beantragen…

    • Der ist nicht nach Jugendrecht verurteilt worden. Da gibt es auch nur maximal 10 Jahre. Das war schon das Härteste Urteil, welches man in Deutschland fällen kann.

      Es gibt die Sicherungsverwahrung auch nicht mehr so wie früher. Allerdings kann diese auch immer noch nachträglich angeordnet werden. Es kann aber auch so gut sein, dass der Typ bis zum Tod im Gefängnis bleibt, es gibt durchaus Verbrecher in Deutschland die 50-60 Jahre im Gefängnis sind. Er hat erst nach 17 Jahren, das Recht auf eine Prüfung der Entlassung, d.h. noch lange nicht, dass es dann auch geschieht.

      Lebenslang ist in Deutschland immer eine Mindeststrafe (15 Jahre, kann auch schon beim Urteil erhöht werden).

    • Nun, 10 Jahre plus 5 jahre „Schwere der Schuld“ machen 15 Jahre.
      Wie alt war der Taeter zum Tatzeitpunkt?
      Zwischen 14 und 21 ?

      Nach welchem Recht ist der Taeter verurteilt worden?
      Als Jugendlicher, Heranwachsener oder Erwachsener?

      Ja, natuerlich kann die Sicherheitsverwahrung auch nachtraeglich auf Antrag angeordnet werden. (siehe weiter unten).
      Ein Inhaftierter hat nach Verbuessung von mindestens 2/3 der Haftzeit die
      „Moeglichkeit“ zur Pruefung der Aussetzung der Resthaftzeit auf Bewaehrung.
      Bei „Schwere der Schuld“ hat der Verurteilte jedoch so gut wie keine Chance auf vorzeitige Entlassung.

    • Nun, 10 Jahre plus 5 jahre „Schwere der Schuld“ machen 15 Jahre.
      Wie alt war der Taeter zum Tatzeitpunkt?
      Zwischen 14 und 21 ?

      Nach welchem Recht ist der Taeter verurteilt worden?
      Als Jugendlicher, Heranwachsener oder Erwachsener?

      Ja, natuerlich kann die Sicherheitsverwahrung auch nachtraeglich auf Antrag angeordnet werden. (siehe weiter unten).
      Ein Inhaftierter hat nach Verbuessung von mindestens 2/3 der Haftzeit die
      „Moeglichkeit“ zur Pruefung der Aussetzung der Resthaftzeit auf Bewaehrung.
      Bei „Schwere der Schuld“ hat der Verurteilte jedoch so gut wie keine Chance auf vorzeitige Entlassung.

    • Ok, danke fuer die Info, wie alt der Typ war…
      Wow… 25 mit einer 14 Jaehrigen?
      Mir war so, als hiesse es damals, er sei hoechstens 17 gewesen…
      (Die Abgrenzungen bezueglich des Alters sind mir bekannt)

  4. Viel zu wenig, 15 Jahre Luxuspension geschenkt, und er darf als abgelehnter Asylbewerber weiterhin in Deutschland bleiben. Was besseres konnte ihm gar nicht widerfahren, um in Deutschland bleiben zu dürfen.

    • Wegen der besonderen Schwere der Schuld kann er nicht nach 15 Jahren entlassen werden. Bei Degowski wurden es 27 Jahre. Gäfgen sitzt auch noch.

  5. Das Thema ist für Ironie völlig ungeeignet, eingedenk dessen, was dieser Kerl dem Mädchen angetan hat. Die Hölle ist für ihn noch zu gut!

    • Nicht nur DEM Mädchen, es sollte heissen DEN Mädchen. Eine war elf. Wie kann man nur so viele Menschen reinlassen, die keinerlei Ehrfurcht vor dem Leben haben?

  6. Im Irak bekäme er einen Orden und würde sofort freigelassen werden, da er eine Jüdin getötet und Ungläubige geschändet hat. Waren doch nur wertlose Mädchen…

    • Ist das wirklich eine angemessene Strafe, in unserem humanen Strafvollzug, der auf Resozialisierung ausgerichtet ist, einzusitzen?
      Zumal in Deutschland „lebenslänglich“ gar nicht lebenslänglich bedeutet?
      Ich sage nein.

    • Nach absitzen der Strafe sofort abschieben,der humane Strafvollzug ist für diese Bestie auch meiner Meinung nach keine Strafe.Aber so sind halt die Gesetze.

    • mir ist es eigentlich egal ob er einsitzt oder abgeschoben wird, die Hauptsache ist doch, er ist weg von der Straße und stellt die nächsten 15 Jahre keine Bedrohung mehr da.

  7. Was ich absolut nicht verstehe ist – warum es nicht thematisiert wurde das sie Jüdin und er Moslem ist ?? In anderen Fällen wo Deutsche Moslems angegriffen haben kam der Anklagepunkt religiös motiviert hinzu.

  8. Möchte nicht wissen was der Prozess mit all seinen Dolmetschen und Anwälte gekostet hat.
    Naja, nun bekommt er seinen Iman und kulturnahes essen im Gefängnis.

    • Soweit ich es noch in Erinnerung habe, hatte der einen Pflichtverteidiger (auf Prozesskostenbeihilfe >PKH< ) U N D eine Anwaeltin einer der teuersten Kanzleien Muenchens…. Wie DAS zusammenhaengend moeglich ist, bleibt mir bis heute ein Raetsel….

    • Das eine „zustaendige Stelle des Gerichtes“ (Rechtspfleger) ueber die Befuerwortung / Ablehnung einer PKH entscheidet, ist mir bekannt.

      AAAABER, mit der zusaetzlichen Beauftragung der Muenchener Anwaltskanzlei (auf Honorarbasis) entfiel die „Beduerftigkeit“ und somit haette die PKH sofort widerrufen und alle bis Bekanntwerden der Mandat-Uebernahme entstandenen Kosten dem Beklagtem in Rechnung gestellt werden muessen.

      Dass hier sogar noch (versuchter) Prozesskosten-Betrug eventuell in Frage kaeme, lasse ich mal aussen vor.

      Fakt ist dennoch, dass es doch sehr wunderlich ist, dass zum einem dem Beklagtem die Prozesskostenbeihilfe genehmigt (nach Antrag) wurde und kurz darauf eine der teuersten Kanzleien Muenchens beauftragt wird UND sowohl der Pflichtverteidiger, als auch die HONORAR-Anwaeltin BEIDE die Verteidigung uebernehmen…

      Die Voraussetzungen fuer eine PKH sind mit der Mandatsuebernahme der Muenchener Kanzlei (wer auch immer jene bezahlt/bezahlen will) definitiv entfallen…
      DAS ist der Punkt, der mich doch stutzig macht…

      Ansonsten gebe ich Ihnen durchaus Recht. 🙂

    • Die Kurden dieser Region sind vielleicht „zu menschlich“ – das kann man ja eigentlich keinem zu Vorwurf machen… Allerdings bin ich auch der Meinung, daß ein sofortiger Reisentritt mit immerwährenden Aufenthalt des Typen bei Al_ah auf jeden Fall eine Win-Win-Situation gewesen wäre… Aber es ist schon komisch, immer, wenn den Anhängern einer bestimmten Religion das Ableben zeitnah ermöglicht werden könnte, dann schreien sie nach Menschenrechten und „ihrer Heimat“ – sind die sich dann plötzlich nicht mehr sicher, ob es Al_ah und das Paradies überhaupt gibt – oder woran kann das liegen?
      Und wird dieser Al_ah dann nicht böse und verflucht einen, wenn man an seiner Existenz zweifelt?

    • …hoffentlich hat er viel Spaß beim duschen – dann weiß er ein wenig, wie sich seine Opfer gefühlt haben!

    • Und freies WLAN….. und ein kostenloses Tablet…. nicht zu begreifen, nach 15 Jahren ist er wieder raus, wenn nicht schon eher..

    • Sorry, aber von Sicherheitsverwahrung steht im Artikel nichts….
      Jene Anordnung wird dem Urteil angefuegt.

    • Laut FAZ hat das Gericht die besondere Schwere der Schuld bestätigt, also kein Straferlass nach 15 Jahren.

    • Sie meinen sicher „kein Straferlass VOR 15 Jahren“…

      Die Feststellung der „besonderen Schwere der Schuld“ sagt lediglich aus, dass der Verurteilte nicht nach 2/3 der Haftzeit um eine vorzeitige Entlassung (hier nach 10 Jahren) und Aussetzung der Rest-Strafe auf Bewaehrung bitten kann.

      Mit „Sicherheitsverwahrung“ hat das Prozedere nichts zu tun.
      Dem Verurteiltem wurde lediglich die Moeglichkeit genommen, 1/3 seiner Haftzeit auf Bewaehrung ausgesetzt zu bekommen.
      Er muss somit die volle Haftstrafe absitzen, ohne die Moeglichkeit der teilweisen Aussetzung auf Bewaehrung…
      Da der Typ sicher als „Heranwachsender“ (unter 21 Jahre alt) verurteilt wurde, samt „Schwere der Schuld“ betraegt die Haftdauer 15 Jahre PLUS 5 Jahre, also max 20 Jahre.

      Selbstverstaendlich kann es sein, dass die Staatsanwaltschaft im Nachhinein auch die Sicherheitsverwahrung beantragt….

    • Auszug aus Wikipedia:
      Unter einer lebenslangen Freiheitsstrafe versteht man in Deutschland einen Freiheitsentzug auf unbestimmte Zeit. Nach frühestens 15 Haftjahren kann die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden,

    • Sie sollten jedoch alles lesen 😉
      Er war „Heranwachsener“ …
      Die Maximalstrafe betraegt hier 15 Jahre (ohne Bewaehrung) PLUS 5 Jahre wegen „Besonderer Schwere der Schuld“….
      Zudem ist es eine „KANN-Bestimmung“…
      Eine „unbestimmte Zeit“ ist lt. Wikipedia auch sehr schwammig…
      Heisst „lebenslange Freiheitsstrafe“ KANN 3 bis 15 Jahre bedeuten… 😉

      (Ausgestaltung der Rechtsfolgen)

    • Der Rösner musste immerhin 30 Jahre sitzen und der Degowski brummt heute noch.
      Aber das sind ja auch Deutsche.

Kommentare sind deaktiviert.