Deutschland nach wie vor Schlaraffenland für Kriminelle

Foto: Durch Nerksi/Shutterstock
Geldwäsche (Foto: Durch Nerksi/Shutterstock)

Köln – von wegen „Deutschland ist abgehängt“: In Sachen Geldwäsche gehören wir nach wie vor zu den Spitzenländern.

Den exzellenten Ruf, den Deutschland einst als Produktionsstandort und High-Tech-Performer auf den Weltmärkten genoss, hat es längst eingebüsst; seinen Platzrang musste es in den letzten Jahren nach und nach an andere Global Player abtreten. Doch es gibt noch immer Wirtschaftszweige, in denen wir uns internationaler Beliebtheit erfreuen: Nicht nur für Gewalttäter und Terroristen, auch für Wirtschaftsstraftäter ist Deutschland ein Dorado. Im Sektor der Geldwäsche steht Deutschland sogar unangefochten an der Weltspitze.

Wie die gestern in Köln veröffentlichen Zahlen der Financial Intelligence Unit (FIU) zeigten, wurden der zum Zoll gehörenden Behörde, 2018 rund 77 200 Geldwäsche-Verdachtsfälle gemeldet – fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die FIU-Experten gehen laut „Leipziger Volkszeitung“ von einer „erheblich größeren“ Dunkelziffer aus. Kaum sonstwo auf dem Planeten“wäscht“ es sich so bequem und einfach wie im Staate Merkel.

Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass illegale Zahlungsströme der organisierten Kriminalität und der internationalen Schattenwirtschaft meist über Deutschland laufen und hier „legalisiert“ werden. So haben die Deutschen eine legendäre Liebe zum Bargeld, nirgendwo sonst in Europa setzt man im Vergleich zu elektronischen Zahlungsmitteln so sehr auf Scheine (und zum Teil Münzen). Auch und gerade bei Immobiliengeschäften sind zumindest Teilzahlungen in Cash nicht ungewöhnlich – gut für Kriminelle, die ihre Erträge so in den Wirtschaftskreislauf wiedereinspeisen und so zudem noch extrem wertbeständige Geldanlagen erschließen können.

Auch ist die internationale Mafia, vor allem die italienische, seit Jahrzehnten in Deutschland gut aufgestellt; auch die kriminellen Organisationen anderer Staaten, vor allem Russlands und aus Osteuropa, finden aufgrund einer laschen Justiz und Datenschutzbestimmungen, die effektive Verbrechensaufklärung oft erschweren, paradiesische Rahmenbedingungen vor. Anders als in anderen Staaten, wo betroffene Branchenvertreter zumeist aus eigenem Antrieb mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten, kommen in Deutschland so gut wie keine Hinweise von Immobilienmaklern, von Privatanlagern oder von Notaren, die von suspekten Zahlungsflüssen Kenntnis erlangen. (DM)

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5 Kommentare

  1. Bloß nicht an die große Glocke hängen, sonst gibt es 123 Bargeld + Freiheit vorbei.
    Natürlich weil „NUR“ weil die ANDEREN es nutzen !

  2. Ich hatte da unlängst auch meinen AHA Effekt
    Vor mir am Bankschalter-ja gibt es noch- ein mutmasslicher Migrant aus ?-ich tippe auf Afghanistan- kein Wort Deutsch.Er ließ sich den Überweisungsträger ausfüllen und packte ein Bündel Geldscheine hin- alles kleine Scheine bis 20 Euro-nicht neu. 5000 Euro in kleinen Scheinen, die irgendwohin gingen.Niemand hat sich gewundert, auch der Bankangestellte nicht. Wen kümmert es?

    • Es könnte ein Nordafrikaner sein. Er hat vermutlich gerade die Reise seines üppigen Familienclans ins Schlaraffenland finanziert. Die 5000 Euro sind für die Schlepper im Schlauchboot, dann geht´s mit der indirekt steuerfinanzierten Rackete weiter nach Malta oder Spanien.

  3. „So haben die Deutschen eine legendäre Liebe zum Bargeld,…“

    Und darin sehe ich die Reste der Vernunft bei den Deutschen. Verbot von Bargeld würde einen gläsernen Bürger produzieren, die Geldwäsche im großen Still aber nicht stoppen.
    Man braucht nur eine „Beraterfirma“ (gegen Rechts, für Klima etc) gründen und schon kann es losgehen. Auch ohne Bargeld. Die dicken Fische benutzen sowieso irgendeine Bank

    Ein Artikel der Mainstreampresse, das hier leider kritiklos übernommen wurde.

    • Es ist allerdings deutlich sichtbar, dass diese Vernunft zusehends schwindet, wenn z.B. in Discountern zunehmend sogar Kleinstbeträge „mit Karte“ bezahlt werden. Betrachtet man das Klientel dieser Karten-Fetischisten, so kann dort mangelhaftes Talent zum logischen Denken vermutet werden.

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