Charlie Hebdo-Überlebender an die Zensoren Augstein und Co: „Ihr könnt uns mal“

Laurent Sourisseau (Bild: Romain Bréget ; siehe Link; CC BY-SA 4.0)

Karikaturist Laurent Saurisseau – Künstlername Riss – hat das islamische Massaker bei Charlie Hebdo überlebt. Für ihn gibt es keinen Grund mehr, „drumherumzureden“. Bei Emma schreibt er, warum die „Moral-Kapos“ und die „Links-Islamisten“ nicht weniger gefährlich sind als islamische Terroristen. In Bezug auf die, mit Rassismusvorwürfen überzogene Zeichnerin Franziska Becker stellt Riss fest: „Karikaturistinnen zum Schweigen zu bringen – dafür gibt es nun Feministinnen“. Auch dem „Pseudo-Intellektuellen“ Jakob Augstein liest Riss die linken Leviten. 

Der Anschlag auf die Redaktion der linkspolitischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 in Paris überlebte Laurent Saurisseau – alias Riss – nur dadurch, dass er sich nach seinem Schulterdurchschuss tot stellte. Zehn seiner Kollegen überlebten das islamische Massaker nicht. Angesichts all jener „Moral-Kapos“ und „Links-Islamisten“, die längst schon das Geschäft der islamischen Terroristen übernommen haben, sieht Riss keinen Grund, um das Thema herumzureden.

Riss stellt im Umgang mit der Zeichnerin Franziska Becker, die von sogenannten Feministinnen der Islamfeindlichkeit und des Rassismus im Zuge der  Verleihung des Hedwig-Dohm-Preises bezichtigt wurde, in einem Beitrag der Emma fest: Sie habe in der Vergangenheit ironische Zeichnungen über das Kopftuch oder die Burka gemacht. Das Erstaunliche ist die Tatsache, dass diese heftigen Attacken nicht von radikalen Imamen kamen, sondern von deutschen Feministinnen. Es braucht also keine Islamisten mehr, um Karikaturistinnen zum Schweigen zu bringen. Nun gibt es Feministinnen, die es übernehmen, diejenigen einzuschüchtern, die es wagen, über den Islam und die Religion zu lachen. „Die Wachhunde des „Links-Islamismus“ (islamo-gauchisme) sind gut dressiert worden. Sie brauchen nicht mehr ihr Herrchen, um ihre Gegner in die Waden zu beißen, sie kommen sehr gut alleine zurecht“.

Zu Jakob Augsteins Twitter -Auswurf:


stellt Riss fest, dass es „nebenbei interessant wäre zu erfahren, wer sich nach Ansicht dieser Pseudo-Intellektuellen ganz unten befindet. Alle, die unter ihnen sind? Halten sie sich also für derart weit „oben“ platziert?“ Hierbei handelt es sich nach Ansicht des Künstler „um das denkbar stumpfsinnigste Argument, eine Zeichnung zu kritisieren. Stumpfsinnig, weil die Karikatur sich weigern muss, zum verlängerten Arm irgendeiner Ideologie gemacht zu werden, deren Aufgabe es wäre, die einen stärker unter Beschuss zu nehmen als die anderen“.

Hinter dieser an Törichtigkeit kaum zu überbietenden Aussage, man dürfe die „oben“, aber nicht die „unten“ karikieren, verstecke sich nach Ansicht Saurisseau  ein ganz anderer, „widerwärtiger Beweggrund“. Die Perversion sei geradezu grenzenlos, wenn es darum gehe zu „unterdrücken, zu ersticken und zu zensieren“. Selbst in der Linken würden sich Gemüter finden, die verschlagen genug seien, um Regeln zur Kontrolle der Freiheit zu erfinden.

Riss stellt abschließend zum Schmierentheater fest: „Diese Kapos des feministischen Linksislamismus, die das Urteil über die Karikaturen dieser deutschen Zeichnerin gefällt haben, scheren sich einen Dreck um Frauen, um Humor, um die Freiheit, um die Großen oder Kleinen. Ihre Lust besteht darin, zu verbieten, mit dem Finger zu zeigen und abzudrücken. Unsere besteht darin, ihnen frech ins Gesicht zu lachen und ihnen zu sagen: Ihr könnt uns mal!“ (SB)

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23 Kommentare

  1. Die ganze Feministinnenszene ist schizo. Einerseits fordern sie die Gleichstellung der Frau, nicht die Gleichberechtigung oder Chancengleichheit, und andererseits unterstützen sie ein patriachaisches System und unterstützen die Unterdrückung der Frauen. Die haben mit den Feministen der 70iger oder 80iger nichts mehr gemein, es sind durchgegenderte Kampffeministinnen und Feministen. Denn die pseudoschwulen Männer unterstützen die mit ganzer Kraft.
    Wer Karikaturen kritisiert setzt sich mit denen auseinander, wer sie von vornherein verbieten will ist ein Feind der geistigen Freiheit des Wortes und des Bildes. Zu denen gehöhrt der Augstein auf alle Fälle dazu.

  2. Da hat einer noch Balls in der Hose. Wir EU-tschländer haben solche schon lange nicht mehr.
    Stattdessen nur Janine Böhmerfrau oder ähnliches

  3. „Riss“ hat wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Ob der Demokratie- und Meinungsverächter Augstein mit seinen An- und Ausfällen sein „Schmierblatt“ noch retten kann, wage ich zu bezweifeln. Manchmal denke ich, er sollte das „Volksverdummungsjournal“ in „Merkels Stürmerpostille“ umtaufen!

  4. Kennen Moslems eigentlich so etwas wie Humor, Satire, Ironie? Sind Witze so etwas wie eine hoehere kulturelle Errungenschaft?

    Deren Weltbild ist wohl nur auf Ehre oder Rache ausgelegt. Freude bereitet denen hoechstens ein geglueckter Terroranschlag – da wird ausgelassen gefeiert, vielleicht sogar gelacht. Gruselig, nicht wahr?

  5. „Ihr könnt uns mal!“ Das ist genau das, was ich dem immer mehr zum Faschistoiden hin sich entwickelnden linksgrünhirnlos Merkelismus noch sagen kann.
    Es mangelt ja nicht an Analysen, sondern an denen, die noch in der Lage sind, solche zu begreifen!

    • Ja, sein Intellekt hätte nicht ausgereicht sich so etwas selbst aufzubauen. Aber dieses Kuckuckskind wird den Spiegel-Verlag in die Bedeutungslosigkeit führen, ich freue mich darauf.

    • Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.

      Bertold Brecht, auf den diese weise Erkenntnis zurückgeht, lebte im ersten Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden, aber verlegt und in DM honoriert wurde er vom Suhrkam-Verlag im kapitalisten Westen.

      Merke:
      Keiner weiß besser als der Sozialist, auf welcher Seite das Brot gebuttert ist.

  6. Das ist genau der linksgrünkommunistische Rassismus. Sie wähnen sich, andere Gruppen zu beschützen und attestieren ihnen dadurch Minderwertigkeit. Der gaga-intellektuelle Augstein merkts aber nicht mal. Rassimus gegen Weisse ist ja schon länger deren Steckenpferd.

  7. „Es geht um die Machtfrage“ – tja, damit äussert bzw. verteidigt J.Augstein genau die vom Islam angestrebte und sich im Gange befindliche Zerstörung, bzw. Auflösung unserer westl. Zivilisation. Nicht nur in Europa – ebenfalls auch in den USA und leider mehr und mehr in Schwarzafrika. Dabei zählt er auf die Unterstützung einer riesigen linken roten Faschoarmada.
    Von uns tolerierte Macht mittels blutdurchtränktem Erobern – das ist sie.

    Die „Religion des Friedens“ und dessen grösstenteils verblödet und fanatisiert gewordenen Massen sind für uns längst eine echte, zu bekämpfende Bedrohung geworden.
    Riss muss unserer vollste Unterstützung haben!

  8. „50 farben grau“ ist der beliebteste Film aller Feministinen. Das sagt eigentllich alles. Herr Saurisseau sollte sich nicht wundern.

  9. Respekt, Laurent!! Das ist die schonungslose Wahrheit! Einmal mehr muss ich schämen dem gleichen Volk anzugehören wie Augstein und Konsorten.

  10. so jemand wie Augstein – und deren gibts viele – wähnt sich als moralisch und intellektuell überlegen, wie kann das nur sein? Schon seine Aussage, Männer, die sich zusammenrotten, seien generell eine gefährliche Spezies war damals so fürchterlich kurzsichtig. Einmal das Wort LOVE PARADE BERLIN in Erinnerung gerufen, und er müsste eigentlich still sein. Sind sie aber nicht, diese Linksintellektuellen. Sie glauben sich nie entschuldigen oder rechtfertigen zu müssen, weil sie einfach IMMER recht haben. Gruselig.

    • Für seine uneheliche Geburt kann er ja wohl nichts.
      Es gibt genügend andere Dinge, die man diesem Augstein mit Recht vorhalten kann.

  11. Augstein: „Karikaturen sind dann gut, wenn sie die Großen klein machen – nicht, wenn sie auf die treten, die ohnehin unten sind.“

    Tja, Herr Augstein, 11 Leute lagen unten, 10 davon waren tot, einer hatte gerade noch überlebt. Ist das für Sie „unten“ genug?

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