EKD wird kein eigenes Rettungsschiff kaufen, aber Europa natürlich ebenfalls füllen

(Foto: Screenshot/Youtube)

Das Bündnis „Für mehr Menschen in Deutschland“ ist mittlerweile wirklich breit aufgestellt. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) reagiert zwar zurückhaltend auf Forderungen nach Anschaffung eines kirchlichen Rettungsschiffes für Flüchtlinge im Mittelmeer. „Es wäre nicht sinnvoll, als EKD ein eigenes Schiff zu kaufen“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). „Die Kirche ist weder eine Reederei noch eine Rettungs-NGO“, stellte Bedford-Strohm klar.

Die leitenden Gremien der EKD wollten hingegen, „dass das Projekt breiter verankert wird“, sagte Bedford-Strohm der FAZ. Er kündigte an, die Kirche strebe nun ein „breites gesellschaftliches Bündnis an“, das gemeinsam ein Schiff anschaffen soll. Finanziert werden soll das Projekt über die Einwerbung von Spenden, erklärte Bedford-Strohm.

Ein Konzept dafür werde derzeit ausgearbeitet. Eine Entscheidung soll im September fallen. Ein eigenes Rettungsboot der evangelischen Kirche hatte unter anderem der Deutsche Evangelische Kirchentag in einer Resolution gefordert.

Gleichzeitig setzt sich der EKD-Ratsvorsitzende für eine großzügigere Aufnahme von Flüchtlingen ein, die im Mittelmeer aus Seenot gerettet werden. „Da muss man in der EU einen Verteilungsmechanismus finden, damit man nicht bei jedem Boot neu nach einem Hafen suchen muss“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Die aus Seenot geretteten Flüchtlinge sollten in Europa „ganz normale Asylverfahren“ durchlaufen, sagte Bedford-Strohm der FAZ. Darüber hinaus seien mehr Hilfen für die Herkunftsländer sowie „sichere und legale Wege nach Europa“ nötig, so Bedford-Strohm.

„Das ist eine Frage der Ehre und der Würde Europas.“ Zugleich warnte der EKD-Ratsvorsitzende davor, Ängste vor „massenhafter Einwanderung nach Europa zu schüren.“

Was versteht dieser „Antichrist“ eigentlich unter „massenhafter Einwanderung“. Muss erst die Milliardengrenze überschritten werden, bevor er anfängt zu zählen?

Derweil will die SPD den Druck auf die Länder erhöhen, in denen Politiker regieren, die zu aller erst für Wohl ihres Landes agieren. Nach dem Motto „Alle nach Europa“ kämpfen die Asozialisten ebenfalls gegen die Interessen der eigenen Bürger:

Die von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) geforderte europäische „Übereinkunft zur Seenotrettung“ stößt auf Zustimmung bei der SPD. Er finde den Vorstoß „im Kern gut“, sagte Lars Castellucci, migrationspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, der „Welt“. Es sei unstrittig, dass Menschen in Not gerettet werden müssen.

Deswegen bedürfe es einer staatlichen Seenotrettungsmission. „Nach Vorstellungen der SPD kann die EU insgesamt eine solche Initiative starten oder, was derzeit wohl wahrscheinlicher ist, einzelne willige Staaten schließen sich dafür zusammen.“ Diese Mission müsse Schiffe ins Mittelmeer schicken, „die den Auftrag haben und dafür ausgerüstet sind, Menschen an Bord zu nehmen und zu versorgen“, sagte Castellucci.

Die Geretteten müssten anschließend auf europäische Länder aufgeteilt werden. „Auf EU-Länder, die sich an keiner Form der Zusammenarbeit beteiligen wollen, sollte durchaus Druck ausgeübt werden, etwa in der Form von Kürzung von EU-Mitteln, die ihnen an anderer Stelle möglicherweise zustehen.“ Der „Osnabrücker Zeitung“ hatte Müller auch einen sofortigen internationalen Rettungseinsatz für Flüchtlinge in Libyen gefordert.

Dazu sagte der CDU-Außenexperte Jürgen Hardt: „Die Idee sicherer, UN-betriebener Flüchtlingseinrichtungen auf libyschem Boden zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Afrika besteht schon länger. Bisher scheiterte dies allerdings an der unsicheren Lage im Lande.“ Hardt appellierte an die Europäer, „diese Idee mit Nachdruck in den Gesprächen mit allen relevanten Akteuren in Libyen zu vertreten“.

Eine deutliche Verbesserung der humanitären Situation in den Lagern könne eine erste wichtige vertrauensbildende Maßnahme sein, „die auch eine Grundlage für einen politischen Prozess in Libyen sein kann“.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) gehört ebenfalls zu diesem Bündnis und hat die europäischen Staaten jetzt dazu aufgefordert, ihr Engagement für Flüchtlinge in Libyen deutlich zu verstärken. „Wir fordern die europäischen Regierungen auf, all ihre politischen Beziehungen zur libyschen Regierung zu nutzen, um eine deutliche Verbesserung der Lage für die Menschen in den Lagern zu erreichen“, sagte der UNHCR-Repräsentant in Deutschland, Dominik Bartsch, der „Welt“. „Ziel muss eine Freilassung aller Menschen aus den Lagern sein. Die Evakuierung der Flüchtlinge außer Landes ist eine lebensrettende Notlösung.“ Das UN-Flüchtlingshilfswerk begrüße einen entsprechenden Vorstoß von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), Flüchtlinge direkt aus Libyen zu retten. Petra Bendel, Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration, forderte die EU-Staaten auf, Rückführungen nach Libyen auszusetzen.

„Staatliche Akteure haben seit langem Kenntnis von Folter und Exekutionen in libyschen Lagern“, sagte sie der „Welt“. „Wenn die EU in Kooperation mit libyschen Behörden die Rückführung von Migranten nach Libyen organisiert, ergibt sich die Frage, inwiefern sie sich mitverantwortlich macht an den Menschenrechtsverletzungen.“ Es sei richtig, die Evakuierung auszuweiten, um möglichst viele Flüchtlinge aus dem Land zu holen.

„Dafür müssen auch die Evakuierungscamps im Nachbarland Niger ausgebaut werden.“

Und was kommt danach? Wenn Libyen leer ist. Welches Land ist als nächstes dran und wird in Europa neu aufgebaut? (Quelle: dts)

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12 Kommentare

  1. Ja, die Mädchen-Bereicherer werden rangeschippert, und die Popen freuts. Die werden ja auch nicht sexistisch belästigt, sondern bereichern sich an der monetären Gewinnspanne mittels ihrer Organisationen, und die werfen mehr Gewinn ab, als die Steuern der Kirchgänger einbringen. Und der Erfolg in Mühlheim der 12- und 14-jährigen Jungs wird nun gefeiert von Syrer und Libanese, wie BILD Online zu berichten weiß: “ Schon wieder Mülheim!

    Sexuelle Belästigung durch Jugendliche (11 bis 17 Jahre) Syrer und Libanese begrabschten Mädchen…“

  2. Ich habe eine Idee. Jeder, der einen oder mehrere Migranten nach Europa bringt, sollte diesen unterbringen, die Kosten für ihn übernehmen und auch ansonsten für ihn bürgen, ohne die Möglichkeit zu haben, dass jemand anderes oder sogar der Staat einspringt.

  3. Ich schlage vor, die Aida Flotte abzukommandieren. Das passen viele drauf und die Lebensqualität ist auch gesichert.

  4. Wie wäre es, wenn in den Hauptherkunftsländern der sog. Flüchtlinge Info-Kampagnen gestartet würden, die die potentiellen Auswanderer vor den Zuständen in den libyschen Lagern warnen. Und wenn danach trotzdem noch massenweise Leute in die libyschen Lager strömen – selbst Schuld, dann sollen sie es auch aushalten.

  5. Geht lieber Vulven malen, als den Untergang des christlichen Abendlandes zu fördern. Die EKD glänzt sowieso durch unerträgliche Naivität und selbstbeweihräucherndem Gutmenschenwahn. Nochmal zum Mitschreiben: Es sind KEINE Flüchtlinge, sondern Wirtschaftsmigranten, die mit völlig falschen Vorstellungen hierher drängen.

    • Es geht der „Kirche“ um sehr viel Geld und Macht unter dem Deckmantel der „humanitären Verpflichtung“, wobei die Kirche den Europäern keine Menschenrechte (Recht auf Eigentum und Unversehrtheit) zubilligt.

  6. Bekommen die denn gar nichts mehr mit.
    Als wenn die Lager denn leer wären . Die sind denn schneller gefüllt,als beim letzten Mal.
    Nichts gelernt aus 2015.

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