Versehentlich erste Strophe des Deutschlandslieds gespielt: „Anti-Rassisten“ zwingen Verbandschef zum Rücktritt

Klingt "unsere" Nationalhymne so besser? (Grafik. Shutterstock)

Hannover – Wegen eines technisches Fehlers wurde bei einem Boxkampf (Motto: „Gegen Rassismus und Gewalt“) die erste Strophe der deutschen Hymne gespielt. Jetzt muss der Chef des ausrichtenden Verbands den Hut nehmen.

Es gibt Situationen, da kennen Toleranzprediger keine Toleranz: Acht Tage, nachdem zum Auftakt des Box-Länderkampfs Deutschland-Südafrika am niedersächsischen Steinhuder Meer versehentlich statt der dritten Strophe die erste Strophe des Deutschlandliedes erklungen war, fordert der „Skandal“ einen ersten Kopf – und zwar den von Manfred Schumann, Präsident des ausrichtenden Verbands NBSV. Der ehemalige Leichtathlet und Bobfahrer hatte mit dem Vorfall zwar überhaupt nichts zu tun, ebensowenig wie irgendeiner der beteiligten Sportler. Dennoch übernahm er jetzt laut“Welt“ – nach einer Woche, in der wohl hinter den Kulissen hitzig über den richtigen Umgang mit dieser völligen Nichtigkeit sinniert worden war- – die „Verantwortung“ dafür, dass aufgrund eines banalen Fehlers die falsche Strophe erschallte.

Von den ausländischen Gästen hatte die Panne kein Mensch bemerkt; mit großer Irritation und staunend hatten sie nur verfolgt, wie plötzlich zur den ersten Klängen der vertrauten deutschen Hymne alle ganz blaß und hektisch wurden; dann war Jürgen Kyas, Präsident des deutschen Amateurboxverbands BDV, wie von der Tarantel gestochen Richtung Mischpult gerannt und hatte panisch den Stecker gezogen Nur wenige Worte der einst von den Nazis missbrauchten, von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben vor knapp 180 Jahren mit völlig anderen Hintergedanken geschriebenen ersten Strophe des Liedes hatten bereits ausgereicht, um die landestypische Grundhysterie zu triggern: Rassistische Provokation, gerade bei der überall heraufbeschworenem rechtsextremen Gefahr – ein Unding! Natürlich musste dann auch gleich noch die unverfängliche dritte Strophe abgesagt werden und  – es könnten ja Nazis mitsummen. Kyas zur „Welt“,  „Ich habe das Abspielen der dritten Strophe untersagt, aus Angst.“

Die war durchaus begründet – denn die örtlichen moralischen Scharfrichter, hocherregt ob der sich unverhofft bietenden Gelegenheit, die Behaupung einer angeblich überall lauernden Verbreitung von „Nazi-Gedankentum“ einmal mehr bestätigt zu finden, hatten sich bereits in Stellung gebracht. Diana Ramos, Kulturreferentin des Vereins „Rukeli Trollmann e.V.“ (Name ist keine Satire!), der kurz zuvor am Veranstaltungsort noch eine „Lesung für mehr Toleranz“ organisiert hatte, nach dem Hymnen-Fauxpas gleich mal dick auf: „Wir waren total schockiert!“ Man habe „auf eine Reaktion vom Veranstalter gehofft, doch da kam nichts“. Auch dass die Veranstaltung unter dem Motto „Boxen am Meer – Sportler gegen Rassismus und Gewalt“ stand, machte es für die Verbandsoberen nicht einfacher.

Ursache für das Abspielen der ersten Strophe war übrigens ein simpler Fehler der zuständigen Beschallungsfirma gewesen (die Firma entschuldigte sich bereits). Ein verwackeltes Privatvideo zeigt, wie einer der Veranstalter den DJ bittet, „was Fetziges“ zu spielen anstelle der Hymne, woraufhin dieser dann versehentlich doch die falsche Hymne mitsamt falscher Strophe spielte. Die Sache hatte nachweislich keinerlei politischen Hintergrund. Doch das wäre als Begründung natürlich viel zu unspektakulär.

Die Funktionäre hätten darauf hinweisen können und mit der banalen Erklärung an die Öffentlichkeit gehen können. Geglaubt hätte ihnen eh keiner, deshalb traten sie die Flucht nach vorne an – im Büßergewand. Kyas suhlte sich förmlich im Staub, um ja nicht für einen von den Falschen gehalten zu werden: „Glauben Sie mir: mir ist das sehr, sehr peinlich. Ich schäme mich. Das ist ein mehr als fatales Zeichen in dieser Zeit.“ Und auch Schumann musste am Ende die von „Rukeli Trollmann“ geforderte Erklärung abgeben – und jetzt durch seinen Rücktritt die „Konsequenzen“ tragen, auf geradezu absurde Weise: Er betonte „seinen Einsatz für Integration“, „gegen Rassismus und Gewalt“, und bekräftigte, dass er „ausländisches Kulturgut akzeptiere“ und  er sich „für Respekt und Wertschätzung ausländischer Mitbürger“ einsetze.  Aus jeder Pore trieft hier die Angst vor der gesellschaftlichen Exekution, Ausgrenzung und Anprangerung als „Rechter“ aufgrund eines brandgefährlichen Missverständnisses; es hatte beinahe etwas von der Selbstbezichtigung der Verurteilten am Ende stalinistischer Schauprozesse erinnerte, die vor dem Todesurteil die Erfolge und Absichten der Partei rühmten.

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47 Kommentare

  1. Bei uns in CH haben wir wie bei euch viele sogenannte „Schrebergärten“. Kleine Parzellen mit einem kleinen Häuschen aus Holz, die man pachten kann um sein eigenes Gemüse anzupflanzen. Viele Pachter haben da ihre eigenen Staatsflaggen hängen. Da sieht man schweizer Flaggen, spanische, italienische, serbische, portugisische usw. Obwohl es auch sehr viele Deutsche Pachter gibt, sieht man KEINE EINZIGE Deutsche Flagge da hängen. Selbst im Ausland schämen sich die Deutschen offenbar ihrer Staatsangehörigkeit. Ich versteh’s einfach nicht. Hört das denn nie auf?

  2. wer die erste Strophe des Deutschlandliedes für „rassistisch“ hält, ist entweder ein kompletter Narr oder ein böswilliger Hetzer. Der Text beschreibt den geographischen Raum, in dem die Deutschen damals lebten und appelliert an sie, die herbeigesehnte Einheit „über alles “ zu stellen. Historisch sehr gut zu erklären, da Deutschland im Zeitalter des heraufziehenden Nationalismus hinter seinen Nachbarn stand. Heute dient die Verteufelung der ersten Strophe allein dem Ziel, jedes deutsche Nationalempfinden auszurotten und den Weg zum europäischen Großstaat zu bereiten.

  3. Das Spielen oder Singen der 1. Strophe des Deutschlandliedes ist keineswegs verboten – diese Strophe gehört nur nicht (mehr) zu unserer Nationalhymne.

    Im übrigen wurde das Deutschlandlied bereits am 11. August 1922 durch den damaligen Reichspräsidenten Ebert zur Nationalhymne erklärt und keineswegs von der Partei des Österreichers missbraucht! Die Nationalhymne wurde einfach beibehalten.

    • Meine Eltern erzählten das während der Zeit zwischen 1933 und 1945 das Horst Wessel Lied ohne Taktpause direkt nach der ersten Strofe des Deutschlandliedes gesungen wurde,mit Arm zum Deutschen Gruss.Das war damals alles völlig normal. Und darüber zu Reden muss doch so lange nach dieser Zeit unverkrampft gehen.Die erste Strofe ist nicht verboten.Geografisch stimmt sie mit der Realität nicht mehr überein.Die Welt lacht über Deutschland,auch im Hinblick auf den Umgang mit seiner eigenen Geschichte.

  4. Was? Nur die erste Strophe des Deutschlandslieds gespielt? Das ist ja grauenhaft!

    Das Lied der Deutschen hat 3 Strophen:

    Deutschland, Deutschland über alles,
    Über alles in der Welt,
    Wenn es stets zu Schutz und Trutze
    Brüderlich zusammenhält,
    Von der Maas bis an die Memel,
    Von der Etsch bis an den Belt –
    Deutschland, Deutschland über alles,
    Über alles in der Welt!

    Deutsche Frauen, deutsche Treue,
    Deutscher Wein und deutscher Sang
    Sollen in der Welt behalten
    Ihren alten schönen Klang,
    Uns zu edler Tat begeistern
    Unser ganzes Leben lang –
    Deutsche Frauen, deutsche Treue,
    Deutscher Wein und deutscher Sang!

    Einigkeit und Recht und Freiheit
    Für das deutsche Vaterland!
    Danach lasst uns alle streben
    Brüderlich mit Herz und Hand!
    Einigkeit und Recht und Freiheit
    Sind des Glückes Unterpfand –
    Blüh im Glanze dieses Glückes,
    Blühe, deutsches Vaterland!

  5. Der DJ sollte doch etwas Fetziges spielen. Also etwas, das die Leute von den Hockern holt. Da würde ich doch sagen: Auftrag erfüllt.

  6. War doch völlig korrekt. Deutschland maßt sich doch an über allem in der Welt zu stehen und anderen Ländern zu sagen wo es lang zu gehen hat.

    • Also irgendwie haben Sie den Text nicht so ganz verstanden. Es geht hier nicht um die Überlegenheit über andere Staaten sondern darum daß Deutschland endlich von der Kleinstaaterei zu einem geeinigten D kam und als solches im Bewusstsein verankert sein soll.
      Aber Deutschlandbashing ist ja gerade so in, nicht wahr?

  7. Wenn bei einer Olympiade wieder mal die falsche Hymne gespielt wird-was passiert dann gleich?Berufsverbot oder schlimmeres?

  8. Tja, so kann man es natürlich auch machen, um Nationalhymnen abzuschaffen und demnächst nur noch die Eine-Welt-Hymne erschallen zu lassen.

    • Ich hoffe doch die, mit dem 🖕. In Richtung derer, deren Pläne für die Leibeigenschaft der Weltbevölkerung ausgehebelt wurden.

  9. Ich weiß nicht warum sich irgendjemand in diesem verdammten Land für die eigene Nationalhymne schämen oder entschuldigen müßte.Weder für die 1. ; 2. oder 3.Strophe. Und immer Typen die nichts über den historischen Hintergrund wissen haben die größte Klappe.Vaterlandsloses Gesindel!!!

  10. Ich kann gar nicht sagen wie mich die Linksextremen und alle ihre Arschkriecher ankotzen. Es ist zum fremdschämen.

  11. Die erste Strophe des „Lied der Deutschen“ ist nicht verboten, vielleicht nur auf Grund der Geographie nicht mehr zeitgemäß.
    Es geht in der ersten Strophe um Vaterlandsliebe, die an erster Stelle steht, nur darum.
    Die Nationalsozialisten mögen diese Hymne zu ihren Zwecken mißbraucht haben, die Linken von heute, die jetzt emphört herumkrakelen, machen – ..
    das Gleiche! Den Mißbrauch der ersten Strophe zu ihren Zwecken. Linke halt, genauso wie die NationalSOZIALISTEN.

    • Das sogen. Deutschlandlied ( mit allen drei Strophen ) wurde nicht erst von den Nazis, sondern von dem SPD-Kanzler F. Ebert in der Weimarer Republik eingeführt. Zuvor wurde ( im Kaiserreich) „Heil Dir im Siegerkranz“ zur Melodie der englischen ( ! ) Hymne gesungen. Die Haydn-Melodie wurde im Kaiserreich Österreich-Ungarn mit dem Text : „Gott erhalte Franz, den Kaiser… “ gesungen.
      Das Deutschlandlied wurde also bereits nach dem ersten WK ( und damit lange vor ´33 ) zur deutschen Nationalhymne.
      Dass die heutigen Dummsozen und die Grünhohlköpfe das nicht mehr wissen, bzw. nicht wahr haben wollen, zeigt nur deren Geschichtsunkenntnis und ideologische Verblendung.
      Übrigens wurde im dritten Reich an das Deutschlandlied folgend immer ( ! ) das Horst-Wessel-Lied ( „Die Fahne hoch…“) gespielt und war damit elementarer Bestandteil der Nationalhymne bei offiziellen Anlässen.
      Ich selbst bevorzuge die Hymne meiner Ahnen : „Det er et yndigt land…“

    • was unsere übervorsichtigen politiker bewogen haben mag, die dritte strophe zur hymne zu machen, weiß ich nicht und interessiert mich auch nicht. wenn es anlass gibt, die nationalhymne zu singen, dann singe ich, so gut es geht, die erste strophe, auch wenn die umstehenden darob in ohnmacht fallen

    • Das Empfinden der Gutmenschen sollte einem auch völlig egal sein, zumal diese – ach so toleranten – Zeitgenossen auf unsere Empfindungen auch keinerlei Rücksicht nehmen.

  12. Unerträglich was hier für ein Hype in Richtung Rächzz abgeht! Hallo Deutschland was los? Dieser Scheißendreck Linksvirus geht einem sowas von auf den Zeiger!

  13. dauert nicht mehr lange und wir singen:
    ,,Auferstanden,aus Ruinen….,,
    im wahrsten Sinne des Wortes

  14. Deutschland ist grenzenlos bekloppt,-
    da dürfen die ehemaligen Sprachgrenzen latürnich nicht mehr erwähnt werden!

  15. Da wird wohl den beiden Alt-Nazis Haydn und von Fallersleben der Prozess drohen,und die hysterische Box-Birne kommt als Kronzeuge ins Zeugenschutzprogramm,….nächster Kampf Deutschland v.s. Vollidioten,Ring frei zur letzten Runde.

  16. Es sind Westdeutsche, die hier hysterisch und wie hemmungslose Raubtiere auf dem Grab ihrer eigenen Vorfahren rumtrampeln, einmal mehr. Darf ich sagen, so ein unwürdiges und widerliches Volk hat die ganze übrige Welt nicht aufzuweisen.

    • Ihr Groll auf „Westdeutsche“ ist einfach nur nervig – können Sie nicht woanders hetzen?

    • Ich kann es nur so weiter schreiben wie bisher, „Westdeutsche“. Es wäre unfair gegenüber den Menschen auf dem Gebiet der ExDDR, sie einbeziehen zu wollen, weil das dann eine Falschaussage wäre:“Deutsche“ insgesamt. Das Unglück, die antideutsche Destruktivität, das sind nun einmal Attribute, die zu 80% aus westdeutschland, von den Westlern, kommen, nicht von den Ostdeutschen. Also muss ich eben ehrlich sein und von „Westdeutschen“ schreiben, wenn die Ostdeutschen ganz anders ticken.

      Letzte Woche konnte man erst wieder viele tausend (vielleicht sogar zehntausende) Westdeutsche in Chemnitz einfallen sehen. Voran Grönemeyer aus nrw, um das Andenken an Daniel in den Dreck zu treten.

      Freunde berichten, man sah irre viele Autokennzeichen aus nrw.

    • Diese ewige Ost-West-Gehetze geht auch mir voll auf den Zeiger! Irgendwie scheinen manche „Ossis“ richtig starke Minderwertigkeitskomplexe zu haben. Na ja, nachdem die Wessis ihnen damals die Infrastruktur komplett erneuert haben, kann man schon Komplexe bekommen.

    • Gott sei Dank gibt es nicht so viele „widerliche Ossis“ wie Sie! Sonst könnte man es ja nicht mehr in D aushalten!

  17. Jedes Land ist Stolz auf seine Flagge und seiner Hymne nur bei uns scheint schon alles am Ende zu sein von diesem Stolz.

  18. Ich schäme mich in Grund und Boden.
    Nein,nicht für die erste Strophe,sondern für den widerlichen Kotau.
    Für die Angst der Sich-im-Staub windenden Würmer ohne Rückrat,ohne Stolz,ohne Würde.
    Ich schäme mich für ein feiges Deutschland,das im Staub kriecht

    • Danke! Du sprichst genau das aus, was mir beim Lesen dieses unsäglichen, ekligen Artikels durch den Kopf gegangen ist. Ich schäme mich für diese Deutschen. Und immer wieder fällt mir der Spruch ein: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.
      Gibt nur noch wenige Deutsche, Du bist eine davon.

  19. Wenn es wenigstens das Horst-Wessel-Lied gewesen wäre, das ist verboten und da hätte man einen Grund gehabt sich so aufzuregen. Die erste Strophe des Deutschlandliedes ist meines Wissens nicht verboten und damit nicht strafbar.

    • Wenn das so weitergeht ist unsere Nationalhymne in 5 Jahre bei Androhung von 5 Jahre Arbeitslager verboten.

  20. So läuft das. Hier würde niemand an ein Versehen glauben.
    Dafür glaubt man einer Frau Roth, dass sie „versehentlich“ in einem Mob mitgelaufen
    ist und nicht gehört hat, wie man „Deutschland du mieses Stück Sche,,,“ skandiert hat.

  21. Beim Boxkampf gegen Rassismus wurde nicht genug Rassismus gegen das deutsche „Untervolk“ gezeigt – Realsatire vom Feinsten.

  22. Nur noch lächerlich, was in Merkels Reich abgeht!!!!
    Jetzt wird man schon für das abspielen einer falschen Strophe bestraft.

  23. Deutschland ist grenzenlos bekloppt,-
    da dürfen die ehemaligen Sprachgrenzen latürnich nicht mehr erwähnt werden!

  24. Ich schäme mich in Grund und Boden.
    Nein,nicht für die erste Strophe,sondern für den widerlichen Kotau.
    Für die Angst der Sich-im-Staub windenden Würmer ohne Rückrat,ohne Stolz,ohne Würde.
    Ich schäme mich für ein feiges Deutschland,das im Staub kriecht

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