Sah Stephan E. wegen der Ermordung der zwei skandinavischen Studentinnen rot?

Demonstration gegen rechte Hetze Unter dem Moztto Rechte Hetze tötet - Geistige Brandstifter bennen und bekämpfen demonstrierten rund 250 Menschen am 22.06.2019 in Hamburg vor der Landeszentrale der AfD. Anlass war der Mord vom CDU-Politiker Walther Lübcke, der mutmaßöich von einem rechtsextremen Neonazi erschossen wurde. (Foto: Imago)

Nachdem der mutmaßliche Lübcke-Mörder Stephan E. sein Geständnis widerrufen hat, werden erste Details aus seiner ursprünglicher Aussage bekannt. Scheinbar ist ihm nach der Ermordung der zwei jungen Studentinnen aus im marokkanischen Atlasgebirge im vergangenen Dezember endgültig die „Sicherung durchgebrannt“. Die zwei skandinavischen Frauen im Alter von 24 und 28 Jahren waren von einer Gruppe Korangläubiger vor laufender Kamera regelrecht hingerichtet worden. 

Bereits zweimal -2017 und 2018-  sei er zum Haus des Kasseler Regierungspräsidenten gefahren, um ihn zu erschießen, berichtet die Welt. Beide Male sei er unverrichteter Dinge wieder abgezogen und froh darüber gewesen.

Ausschlaggebend für den Mordplan sei neben der legendären Silvesternacht 2015/2016, bei der es zum hundertfachen sexuellen Übergriffen einschließlich Vergewaltigungen durch Täter aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum kam, auch der islamische Terroranschlag in Nizza 2016 gewesen, bei dem 80 Menschen ermordet wurden. Unklar scheint jedoch, inwieweit Lübkes Aufforderung 2015 an alle Deutschen, denen die Flüchtlingspolitik nicht passe, das Land zu verlassen, eine Rolle gespielt hat.

Das alles habe ihn ungeheuer aufgewühlt, erklärte der tatverdächtige Stephan E. in seinem inzwischen widerrufenen Geständnis. Die Waffe habe er sich bereits 2014 besorgt, um seine Familie vor der wachsenden Ausländerkriminalität beschützen zu können. Aus der rechtsextremistischen Szene habe er sich gelöst, so Stephan E. laut Welt. In dem zurückgezogenen Geständnis bedauert er seine Tat. Der Mord an Lübcke tue ihm „unendlich leid“, niemand solle für seine Worte sterben müssen. Was er Lübckes Familie angetan habe, sei „unverzeihlich“, soll er in seiner ursprüngliche Aussage erklärt haben.

Inzwischen soll Stephan E. auf die Krankenabteilung des Gefängnisses verlegt worden sein, nachdem er über Depressionen geklagt hatte. (MS)

 

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