Dank GroKo? : Warnungen vor flächendeckender Kurzarbeit in deutscher Industrie

Foto: Durch Noyan Poyraz Yalcin/Shutterstock
Nach der Arbeit geht's nach Hause (Foto: Durch Noyan Poyraz Yalcin/Shutterstock)

Berlin – Gute Politiker planen für die Zukunft und versuchen nicht, durch ideologisch begründete „Klimavorgaben“ die deutsche Wirtschaft „nachhaltig“ zu zerstören. Doch die GroKo hat das Desaster, was sie angerichtet hat, nur verwaltet. Jetzt werden die ersten Folgen spürbar werden. Die Grünen wird das freuen:

In den nächsten Monaten droht der deutschen Industrie erstmals wieder massenhaft „Kurzarbeit“. Die Industrie befinde sich auf Schrumpfkurs, sagte Clemens Fuest, Präsident des Münchner Ifo-Instituts, der „Bild“ (Montagsausgabe). Wenn sie sich nicht stabilisiere, werde die Krise auf die anderen Sektoren übergreifen.

„Vor allem die Autoindustrie und die Chemie sind betroffen“, so Fuest. Neue Massenarbeitslosigkeit drohe zwar nicht, sagte Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. „Aber Handelskonflikte und strukturelle Verunsicherung (Automobilindustrie) führen zu verstärkter Kurzarbeit.“

Angesichts dieser Krisen-Zeichen werden die Forderungen nach Reformen immer lauter: „Nach zehn Jahren Wachstum und Ausbau des Sozialstaats müssen wir jetzt endlich wieder Reformen auf den Weg bringen“, sagte Unions-Mittelstandschef Carsten Linnemann (CDU) der „Bild“. Deutschland brauche „eine umfassende Unternehmenssteuerreform, eine Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes und eine breite Digitalisierungs-Offensive.“ Ähnlich äußerte sich der FDP-Arbeitsmarktpolitiker Johannes Vogel. Er verlangte „mehr Flexibilität für mobiles Arbeiten und eine nationale Weiterbildungsstrategie“, um die weiterhin vielen offenen Stellen zu besetzen.

Die GroKo lebe immer noch „von der arbeitsmarktpolitischen Substanz“, sagte Vogel der „Bild“. Dieser Kurs stoße mit der sich abkühlenden Konjunktur zunehmend an Grenzen.

Das ist natürlich freundlich ausgedrückt. Wir brauchen wieder eine wirtschaftsfreundliche Politik, die aber durch den Linksruck nicht mehr realistisch ist. (Quelle: dts)

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9 Kommentare

  1. Leider scheinen nicht wenige Unternehmer immer wieder zu vergessen, wem sie eigentlich ihren Wohlstand verdanken. Es gibt im heutigen Deutschland einige Branchen mit Arbeitsumständen, die man eher im London eines Karl Marx verorten würde.

    Der Hinweis auf die Arbeitsgerichtbarkeit ist müßig – das hilft nur jeweils dem Einzelfall. An den Gesamtumständen für alle anderen Betroffenen ändert das wenig.

    Den gleichgeschalteten SPD-hörigen Gewerkschaften sind diese Zustände herzlich egal. Man kümmert sich dort lieber um den ÖD sowie kombinatsähnliche Großkonzerne, in denen sowieso zivilisierte Zustände herrschen.

    Auch das ist ein Grund mehr, als Arbeiter oder Angestellter keine gewesenen „Parteien der kleinen Leute“ zu wählen …

    • Was sie bezüglich einiger Branchen und deren Arbeitsbedingungen/Löhne schreiben, trifft wirklich in’s Schwarze. Die Verhältnisse sind manchmal wirklich nicht mehr allzu weit von dem entfernt, was F. Engels in „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ beschreibt…

    • Prekäre Beschäftigung und digitale Tagelöhnerei wird heute gerne medial umgedeutet und als „Freiheit“ verkauft. Das Pendeln zwischen kurzfristigen „Projekten“ und Hartz ist der Lebensstil der Hipster, die irgendwas mit Medien und Werbung machen. Die finden das ausdrücklich toll, weil man ihnen gesagt hat, dass es toll wäre.

  2. Es wäre mit Sicherheit kein Segen, wenn die deutsche Wirtschaft zusammenbräche, obwohl der Konjunktiv hier schon nicht mehr angebracht ist. Die deutsche Wirtschaft wird zusammenbrechen, denn der Mix aus überteuerter Energie, Steuer- und Abgabenlast sowie falscher Produktpolitik führt unweigerlich ins Abseits. Der Zusammenbruch wird viele Opfer kosten, und es werden nicht die sein, die ihn verursacht haben.

    Sich so etwas zu wünschen, ist krank!

  3. Die Kurzarbeit ist der Beginn des ökonomischen Zusammenbruchs des Euro-Raums. Die nachlassende Konjunktur wird die Blase platzen lassen. Die überzogenen Immobilienpreise kollabieren, die Bauwirtschaft bricht zusammen und reißt andere Branchen mit. Die Kredite der Banken können nicht mehr bedient werden und somit bricht eine Bank nach der anderen zusammen. Die EZB wird durch eine Hyperinflation den Euro-Bürgern noch das letzte Geld aus der Tasche ziehen – alternativlos natürlich. Dann kommt der totale Zusammenbruch mit Plünderungen, Hungersnot und Notstand im Gesundheitswesen. Merkel und ihre Komplizen werden verjagt und die EU-Diktatoren werden untertauchen. Nichts wird mehr so sein, wie es war.

    Der Ökonom Dr. Markus Krall ist überzeugt, dass der totale Zusammenbruch 2020 sein wird.

  4. Sie werfen Unternehmen in einen Topf mit Merkel. Sicher gibt es schwarze Schafe unter den Unternehmern, aber die meisten mittelständischen Unternehmer distanzieren sich ganz klar von Merkel. Etwa 30% der Mittelständler wählen AfD.

    • Ganz bestimmt nicht. Ich bin selbst Mittelständler und kann versichern, dass meine Kollegen zu je etwa 30% AfD, FDP und Union wählen. Grüne wählen nur die Profiteure der Schlepperei. SPD wählt kein Unternehmer.

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