Ahmadiyya-Treffen: Gleichgeschaltete Medien glauben immer noch an einen „Reformislam“

Foto: Von diy13 / Shutterstock

Rheinstetten/Düsseldorf – „Die muslimische Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) will beim 44. Deutschen Islam-Kongress in Rheinstetten bei Karlsruhe erneut auch einen Schwerpunkt auf das Thema Integration legen.“, jubelt der tag24 über die seit Jahrzehnten erfolgreich praktizierte Taqiyya der islamistischen Sekte. Deren Alltag unterscheidet sich in keiner Weise von anderen fundamentalistischen Bewegungen. Mit der einzigen Ausnahme, dass die aus Pakistan eingesickerte Gruppe keine Gewalt propagiert oder Verbindungen zu Dschihadisten unterhält. Aber daraus einen Reformislam abzuleiten, ist wohl eine Wunschvorstellung. Ähnliches gilt für die Ditib, der man liberales Potential nachsagt.

„Zehntausende deutsche Muslime kommen nach Rheinstetten bei Karlsruhe – und mit ihnen der Kalif persönlich.2“ textet der tag24 weiter und benutzt dabei wiederholt das Wort „muslimische Reformbewegung“.

Zum Jahrestreffen der Ahmadiyya Muslim Jamaat werden mehr als 40.000 aktive Mitglieder und etwa 2000 Nicht-Muslime erwartet, erklärte ein Sprecher der Sekte. Wie gewohnt kommen die Vorzeigemuslime und Hätschelkinder der politischen Eliten mit guten Verbindungen zur Wirtschaft weltoffen und liberal daher. So soll die Veranstaltung vom 5. bis 7. Juli ein „Fest und Forum sein für Begegnung und Austausch“.

„Der Kalif Mirza Masroor Ahmad, der im britischen Exil lebt, wisse gut Bescheid über die politische Situation und die Verwerfungen in Deutschland etwa beim Thema Flüchtlinge und Integration, sagte Sprecher Asif Malik. „Er weiß auch, was die AfD macht.“, berichtet tag24 weiter.

Ahmadiyya-Bewegung: Kein Reformislam, sondern klassische Parallelgesellschaft

Laut tag24 versteht sich die Ahmadiyya-Bewegung als unpolitisch. Ihr Kalif appelliert daran, dass Muslime gute Vorbilder sein müssten. Zum Treffen eingeladen sind aber dennoch Politiker und Personen des öffentlichen Lebens und Entscheidungsträger. Auch zum Moscheeverein Ditib unterhält die Bewegung Verbindung. Laut Malik würde bei der Ahmadiyya-Bewegung die Gleichwertigkeit von Mann und Frau betont werden.

Eine Behauptung, die man getrost ins Reich der orientalischen Märchen verbannen kann, denn bei der Sekte herrscht strenge Kleiderordnung und auch Geschlechtertrennung. So hat erst unlängst die Journalistin Khola Maryam Hübsch, die Mitglied der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde ist, bei der öffentlichen Podiums-Diskussion in Sachen Kopftuch an der Frankfurter Uni tüchtig auf den Putz gehauen und die von Männern verordnete Zwangsverhüllung wie in ihrem Buch als „Schleier der Freiheit“ bezeichnet. Weiterhin verbietet dieser angebliche „Reformislam“ Frauen jegliche Art sexueller Freiheit. Es gibt fast nur arrangierte Ehen. Vorehelicher Geschlechtsverkehr ist streng verboten. In einem Fall endete ein Voreheliches Verhältnis eines weiblichen Ahmadiyya-Mitgliedes in einem Müllsack. In einem Artikel über den klassischen „Ehrenmord“ an der bereits erwachsenen Tochter, schrieb noch die FAZ 2015 unverblümt:

Das Urteil im Darmstädter Ehrenmord-Prozess ist gefallen. Die Richter mussten eine Frage von gesellschaftspolitischer Sprengkraft beantworten: Kann das Leben in einer Parallelgesellschaft eine Entschuldigung sein?“

Laut diesem FAZ-Artikel kann man die Beschwörungen von „Integration“ als Taquia, und den Ausdruck „Reformislam“ als Fake bezeichnen. Wie die FAZ richtig beschreibt, leben die Mitglieder der  Ahmadiyya-Bewegung in einer „Parallelgesellschaft“. Dies hat sich auch im Jahre 2019 nicht geändern. Nur die gleichgeschaltete und gelenkte Propagandapresse versucht weiterhin eine andere Wirklichkeit zu verbreiten.

Fata Morgana in der Reformwüste auch bei der Ditib  

Ähnlich krampfhafte Bemühungen fundamentalistischen Muslimen ein liberales Korsett überzustülpen, begegnet man auch auf Schritt und Tritt beim Umgang mit der Staatlich kontrollierten Ditib. Der FDP-Integrationsminister von NRW sieht unter Erdogans Muslimen gar eine „Graswurzelbewegung“ heranwachsen.

Hierzu schreibt die dts Nachrichtenagentur: „Vor dem Kongress zum „Muslimischen Engagement in NRW“ hat NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) den Islamverband Ditib zur Unabhängigkeit vom türkischen Staat aufgefordert. Die Ditib sei „ein heterogenes Gebilde“, manche Mitglieder und Gemeinden sehnten Veränderungen in ihrem Verband herbei, sagte Stamp der „Neuen Westfälischen“ (Montagsausgabe). „Wir hoffen auf eine Graswurzelbewegung innerhalb der Ditib.“

Der Moscheeverband ist eng an die türkische Religionsbehörde Diyanet gebunden. In den vergangenen Jahren hat die Ditib, unter anderem nach Spionagevorwürfen, einiges an Vertrauen verspielt. Stamp ermutigte die liberalen Ditib-Mitglieder zu einer offenen Debatte über freiheitlich-demokratische Werte.

„Wir wünschen uns weniger Doktrin aus Ankara“, sagte der NRW-Vizeministerpräsident. „Politik sollte bei der Religionsarbeit nicht im Vordergrund stehen.“ Die klassische Ditib-Arbeit in den Gemeinden umfasse wie in christlichen Kirchengemeinden vor allem Seelsorge.“

Ähnlich wie bei der PR-Massenveranstaltung der Ahmadiyya-Bewegung in Karlsruhe geht es auch in Düsseldorf vordergründig um das Thema „Dialog“. Weiter heißt es in der dts-Meldung:

„Der Kongress in Düsseldorf soll Muslimen in NRW ein Forum für einen kritischen Dialog bieten. Aus Sicht von NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU) fühlen viele Menschen muslimischen Glaubens gesellschaftlich zurückgesetzt. „Wenn man sonntags in der Kirchengemeinde hilft, gilt das in Deutschland als ehrenamtliches Engagement“, sagte die türkischstämmige Christdemokratin. „Wenn man dasselbe in einer Moschee macht, gilt das häufig immer noch als Parallelgesellschaft.“

Fazit, oder besser Korrektur: Das Engagement in einer Moschee gilt nicht nur als Parallelgesellschaft, es ist Ausdruck einer Parallelgesellschaft. Warum? Weil das Leben fundamentalistisch ausgerichteter Muslime eben parallel zur freien Gesellschaft stattfindet. Angefangen von Kindern, die keinen christlichen, atheistischen oder andersgläubigen Partner heiraten dürfen, bis hin zu Frauen, die im Schwimmbad keine nackte Haut zeigen dürfen. (KL)

 

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15 Kommentare

  1. ZITAT:
    „Der NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hat den Islamverband Ditib zur Unabhängigkeit vom türkischen Staat aufgefordert.“

    Als ob der Islam ohne ein bißchen Erdogansenf oben drauf
    selbstverständlich
    dann nicht mehr einer wäre mit Koransuren, die den Koranverwirrten vorschreiben, die Nichtmoslems zu versklaven oder zu töten.

  2. Laut der SZ vom 29.6. 2019 beschwerte sich O.Z. Keskinkilic in einem Vortrag an der Frankfurter Uni über die Zustände in D u.a. so:

    1) In der deutschen Öffentlichkeit gebe es keinen Raum für die Ängste und Sorgen der Muslime in D.

    2) Der Islam werde in D immer mehr als gefährliche Religion eingestuft, eine ganze Religion werde da unter Generalverdacht gestellt.

    3) Hamad Abdel-Samad verunglimpfe sogar Mohammed als größenwahnsinnigen Massenmörder.

    4) Stinknormalen Muslimen werde Integrationsunwilligkeit unterstellt.

    5) Haß auf Muslime sei in D Alltag geworden Und der könne töten, nicht nur in Neuseeland. Über den Terror gegen Muslime dort würden sich die Deutschen nicht den Kopf zerbrechen.

    6) Antimuslimischer Rassismus sei immer mehr das große Problem der deutschen Gesellschaft. Die Presse als Lügenpresse beschimpfende Rechtspopulisten würden den etablierten Politikern vorwerfen, mit den Muslimen unter einer Decke zu stecken und zum Angriff auf die Demokratie ausholen. Statt diese Gefahr von rechts zu sehen, seien die Deutschen eher islamkritisch.

  3. Hier im Ort ist eine Moschee der Ahmadyiyya Muslim Jamaat. Vor ein paar Tagen hatte ich einen Flyer von ihnen im Briefkasten. Überschrift: Wir sind alle Deutschland

    Dann, „Woran glaube ich als Ahmadi-Muslim?“
    Es folgten einige Aussagen. Unter anderem:
    „Ein wirklicher Muslim, dem die Lehren seines Glaubens bewusst sind, wird sich immer aufrichtig und loyal dem Land gegenüber verhalten, unter dessen schützendem Schatten er in Frieden lebt. Der Glaubensunterschied hält ihn nicht davon ab, seiner Regierung in Treue verbunden zu sein.“

    Und:
    „Eine goldene Regel, die der Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat gelehrt hat, lautet, dass wir unter allen Umständen immer Allah, den Propheten, sowie den Regierenden unserer eigenen Nation Gehorsam leisten sollen.“

    Hier wird Loyalität zu Deutschland vorgegaukelt, wird sich aber wohl eher auf das muslimische Herkunftsland und dessen Regierung beziehen.

    Ich frage mich auch, wer hier eigentlich angesprochen wurde? Deutsche oder in Deutschland lebende Muslime, die der Moschee noch nicht angehören?

    • Der gleiche Schrott wurde hier auch verteilt! Ich muß noch herausbekommen, wer den Mist in meinen Briefkasten geworfen hat!

  4. Ich denke dass es wenige in den links-grünen Redaktionsstuben
    glauben dass der Islam zu reformieren wäre, aber wes Brot ich
    eß, des Lied ich singe, gilt auch für die Politik.
    Bassam Tibi der als Kenner des Islam bis auf Deutschland
    sehr anerkannt ist, kann nur noch bei der NZZ etc. schreiben,
    weil er sich vor Jahren der Hoffnung beraubt sah, dass es einen
    „Euroislam“ geben könnte.

  5. Und immer wieder muß man es für die blauäugigen Politiker erwähnen: die Ahmadiyya werden von der „Umma“ nicht als Moslems anerkannt, sondern gelten als Ketzer; sie geben daher gar keine autoritative Auskunft über den „wirklichen Islam“ mit seinen ganzen Gewaltspielarten. In Pakistan zwingt die Religionspolizei Ahmadiyya-Gemeinden sogar dazu, die „Shahada“ (den muslimischen Bekenntnissatz, den ich hier nicht rezitieren möchte) von ihren Gebäuden abzunehmen oder macht es gleich selbst. Nichtsdestotrotz gilt für Deutschland: Selbst als islamische Ketzerbewegung ist die Ahmadiyya trotzdem eine Mit-Wegbereiterin der fortschreitenden Islamisierung Deutschlands.

  6. Man ist zu blöd eine einfache Recherche zu machen, es wird auch nichts mehr hinterfragt, schon gar nicht von Journalisten.

    Hier mal ein Artikel von Necla Kelek und wie in Düsseldorf versucht wurde, die Ahmadiyya als absolut friedliche und weltoffene Religion zu präsentieren:

    https://www.deutschlandfunk.de/necla-kelek-ueber-die-ahmadiyya-alles-andere-als-weltoffen.886.de.html?dram:article_id=394068

    https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kritik-an-islam-ausstellung-im-duesseldorfer-rathaus_aid-19235195

  7. Das war doch Herr Seehofer, der zu den Muslimen in Deutschland gesprochen hat. Er meinte wir nehmen euch auf aber ihr müßt euch auch integrieren oder reformieren.
    Der Plan ist:
    – Man nimmt Muslime ins Land.
    – Weil sie aus ärmeren Ländern kommen, sind sie dieser Regierung und Frau Merkel dankbar.
    – Das neue Volk, das importiert wird, wählt immer die etablierten Parteien.
    – AFD wird als ausländerfeindlich diffamiert, damit sie auch nicht auf die Idee kommen die AFD zu wählen. Es gab ja eine Antifa-Frau, die in einem video meinte- ich bin ja nicht ausländerfeindlich aber wenn Ausländer die AFD wählen, dann können sie das Land verlassen.
    – Die Muslime vermehren sich schneller als die Deutschen. Deswegen werden die etablierten Parteien immer Mehrheiten generieren können. Investition in die Zukunft.

    Das ist der Plan Frau Merkel‘ s. So möchte sie sich ihre Macht sichern. Mit Import eines neuen Wahlvolkes. Es muß auch schneller laufen (mit Migrationspakt), damit die Rechnung aufgeht. Deswegen stört Italien und Ungarn. Deswegen war Frau Merkel nicht zufrieden als Orban die Grenzen der Balkanroute dicht gemacht hat.

    • Aber irgendwann werden die ihre eigene islamische Partei aufstellen.
      Dann brauchen sie die anderen nicht mehr.

    • Das glauben die Eliten nicht. Sie rechnen damit, dass die Muslime sich reformieren oder integrieren. Islamisierung ist für sie eine Verschwörungstheorie.

    • Das gibt sie doch bereits . Laut Wikipedia :

      Das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (Kurzbezeichnung: BIG, Eigenschreibweise: Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit) ist eine 2010 in Köln gegründete deutsche Kleinpartei. Sie ist eine der ersten von Muslimen
      gegründeten Parteien Deutschlands und beabsichtigt, sich insbesondere
      für die Interessen von Migranten und deren gesellschaftliche Integration
      in Deutschland einzusetzen

  8. Warum wohl haben zwei muslimische Verbände aus Köln auch 10.000€ für Kapitänin Rackete gespendet? Damit die Migration aus Afrika (zumeist Muslime) ungebremst weiter gehen kann. Und wie Merkel klar sagte:“
    Der Islam gehört zu Deutschland“
    Diese blauäugige Naivität, gepaart mit vermeintlichem Gutmenschentum, wird ja von allen Medien samt Politikern gefördert.
    Und Soros lacht sich ins Fäustchen. Ich denke, alles ist politisch so gewollt. Und die Mehrheit hat so gewählt.

  9. Als die Aachener Ahmadiyya-Sekte noch keineeigene Moschee hatte, durfte sie ihre Zusammenkünfte in einem Festsaal einer katholischen Gemeinde abhalten.
    Sie baten darum, dass man Ihnen zwei Haken auf 2.5 Meter Höhe auf gegenüberliegenden Wänden anbringen sollte. – Warum?

    Mit einem Vorhang teilten sie somit den Raum, damit niemand das andere Geschlecht wahrnehmen sollte.

    Dies alles ließ der Pfarrer der Gemeinde mit sich machen, obwohl ich ihn über die Ziele der Ahmadiyya aufklärte.(Kreuz brechen, Schwein schlachten)

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