Schreiben, was nicht ist: Der Spiegel verbreitet die Mär friedlicher Multikulti-Schwimmbäder

Foto: Screenshot/Facebook

Hamburg – Soziale Idylle in deutschen Badeanstalten, ein friedliches Miteinander der Kulturen im Freibad: So klittert man sich beim „Spiegel“ die Wirklichkeit zurecht.

Im Jahr 1 nach der Affäre um den zuvor mit Journalistenpreisen überhäuften früheren Shooting-Star des „Spiegel“ Claas Relotius, dessen Reportagestücke sich als nicht einmal besonders intelligent zusammengezimmerte Münchhausiaden entpuppt hatten, hat man dort anscheinend die Strategie gewechselt: Erfunden wird zwar nichts mehr (zumindest nicht vorsätzlich), dafür werden jetzt die Wahnvorstellungen mancher Redakteure zur Realität erhoben.

Ganz Deutschland wird derzeit geflutet mit beinahe im Stundentakt einlaufenden Meldungen über Zwischenfälle und Übergriffe in deutschen Freibädern. Von Zusammenrottungen sogenannter „Jugendlicher“ bis zur sexuellen Belästigung Minderjähriger ist das volle Programm abgedeckt. Und auch wenn die wenigsten Medien die Courage aufbringen, einen allzu offensichtliche Zusammenhang zwischen Taten und Tätern herzustellen: Es handelt sich, natürlich, in der übergroßen Mehrzahl aller Fälle um Auswirkungen des „Clash of Cultures“, um Probleme von und mit zumeist afrikanischen und/oder muslimischen Migranten. Wer bei den hochsommerlichen Temperaturen der letzten Tage einmal in den Schwimmbädern der Ballungsräume war, weiß Bescheid.

Das hält ein Medium wie „Spiegel Online“ freilich nicht ab, eine alternative Wirklichkeit zu beschreiben, die nirgendwo sonst außer in den Köpfen verstrahlter Utopisten existiert. Der für seine selektive Wahrnehmung berüchtigte Kolumnist Stefan Kuzmany veröffentlichte auf „Spiegel online“ gestern eine wahre Eloge auf das Berliner Columbiabad. Unter dem planschefröhlichen Titel „Hineinschubsen erlaubt!“ verklärt er darin das muntere Badetreiben von Nafris, Burkiniträgerinnen, testosterongesteuerten Bartträgern und tättowierten Kartoffeldeutschen zum erfolgreichen Integrationsmodell: „Hier ist die multikulturelle Zukunft Deutschlands bereits Gegenwart“. Es ist ein durchschaubar-matter Versuch von „Gegenöffentlichkeit“, zur Kontrastierung einer schmerzhaften Realität, die in Wahrheit genau umgekehrt aussieht.

Zwar ging im Columbiabad – bisher – noch nicht ganz so die Post ab wie etwa im Kreuzberger Prinzenbad, wo sich die Bademeister nach unzähligen Ärgernissen, Beleidigungen und Bedrohungen zuletzt hilfesuchend an die Polizei wenden mussten (Sicherheitskräfte hatten vorgestern gerade erst die Aktion „Bleib cool am Pool“ ins Leben gerufen – eine glatte Verzweiflungstat, die von der eigenen Ohnmacht im Kampf gegen die dreisten Problemgäste ablenken soll). Doch selbstverständlich kam es auch im Neuköllner Columbiabad – in dieser ebenso wie in der vergangenen Badesaison – zu diversen Delikten und Zwischenfällen. Das muss auch Spiegel-Verklärer Kuzmany einräumen; doch er rückt, für die ganz Doofen, erstmal die Zahlen richtig und verharmlost munter drauflos: „130 Straftaten wurden… im vergangenen Jahr (im Columbiabad) angezeigt, oft, weil etwas geklaut wurde, aber auch 14-mal Körperverletzungen – allerdings können das auch Vorfälle sein, die sich gar nicht innerhalb des Bades abgespielt haben.“ Und zu den „16 Anzeigen, die dieses Jahr bereits eingegangen sind“, fällt ihm folgendes ein: „Die beziehen sich alle auf den Zeitraum vor dem 16. Mai, da war das Bad noch gar nicht geöffnet. So oder so erscheint die Zahl der Anzeigen lächerlich wenig, wenn man die Menschenmasse sieht, die sich an einem heißen Tag wie diesem hier aufhält. Es müssen Tausende sein.“ Spöttisch kommentiert Kuzmany: „Das Berliner Columbiabad ist der Albtraum besorgter Bürger“. Es ist die hohe Kunst des Relativierens, die hier durchschimmert: Sie erinnert an jene Zeitgenossen, die nach einem Flugzeugunglück beschwichtigend einwenden: Na und? Täglich starten und landen zehntausend Maschinen, wieso regt ihr euch über diesen einen Absturz auf?

Es ist wirklich kaum zu glauben: In ganz Deutschland rebellieren die Bademeister. Die Polizei ist überfordert. Badegäste resignieren.Der ganze Skandal um das Düsseldorfer Rheinbad, wo am Samstag 400 Nordafrikaner nur durch massiven Polizeieinsatz und Schließung des Schwimmbads von einer potenziellen Lynchjustiz gegen eine türkische Familie abgehalten werden konnten, kommt erst nach und nach ans Licht (natürlich nicht auf „Spiegel Online“, wo man das einzigartige Kunststück vollbrachte, den Fall ethnisch neutral zu bagatellisieren). Gestern wurde bekannt, dass dasselbe Freibad wegen Rivalitäten und Randale einschlägiger Gruppen am Sonntag übrigens gleich noch einmal geschlossen werden musste. Und selbst die „Bild“ macht heute mit diesem Thema auf. Jeder kriegt es mit: Deutschland hat ein massives Problem mit gewalttätigen Störern in öffentlichen Bädern –  und leider sind es überwiegend Flüchtlinge und Migranten, die dafür ursächlich sind. In Kehl, Saarbrücken und Freibädern nahe der Grenze zu Frankreich, wo in den Schwimmbädern viel strengere Regeln als in Deutschland gelten, häufen sich die Beschwerden über rücksichtslose, überwiegend arabischstämmige Jugendliche aus dem Nachbarland (in den Medien als „Franzosen“ beschrieben), die buchstäblich die Sau rauslassen, Drogen konsumieren, aggressiv auftreten und anderen Gästen den Badespaß vermiesen.

In mehreren Schwimmbädern im Ruhrgebiet und im Rheinland mussten sich am Wochenende die Bademeister vor aggressiven und respektlosen Afrikanern in Sicherheit bringen. In Bremen begrapschte gestern ein Iraner zwei 10- und 14jährige Mädchen. Landauf, landab kommt es inzwischen zu Zoff und Streit – im harmlosesten Fall noch durch Wasserspritzereien oder Muslimas, die in ihrem Straßen-Burka ins Wasser gehen, doch immer häufiger auch zu brandgefährlichen Menschenansammlungen mit massiver Drohkulisse und schließlich Tätlichkeiten. Badeaufsicht und Polizei kapitulieren – und die Deutschen, aus Angst, sich „rassistisch“ zu verhalten, schauen verlegen weg. Es ist eine Blaupause dessen, was uns bald überall in Deutschland blüht.

Doch der „Spiegel“ meint unverdrossen, trotz alledem mit alternativen Fakten auftrumpfen zu können, um die „Angstbürger“, den dummdreisten Stammtisch mit seinen allfälligen fremdenfeindlichen Vorurteilen, eines besseren belehren zu müssen. Wer eine derart abstoßende Form des betreuten Denkens für Journalismus hält, für den war das „Neue Deutschland“ ein Musterbeispiel der investigativen Presse. (DM)

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18 Kommentare

    • Im Gegensatz zu der verbreiteten Ansicht „DER SPIEGEL sucks“, saugt er bei korrekter Benutzung nicht, sondern verschmiert nur. Urteil: ungenügend.

  1. Politisch korrekt heißt das seit neustem ACHTUNG:

    …und dem steigenden Bedürfnis auf Mediterranisierung des öffentlichen Raums…

  2. Ist doch alles halb so schlimm. Jeder, der etwas anderes sagt, ist ein Rechtsradikaler oder, noch viel schlimmer, ein AfD – Anhänger. Die sind an allem schuld. Übergriffe gibt es jede Menge, aber, nach Aussagen von Statistikern, hauptsächlich von Deutschen. Und diese Portal reiht sich nur in das Lügenkartell ein.

  3. Ja der Lügel hat halt den rosa Durchblick auf die Migration. Ich würde freiwillig kein Schwimmbad aufsuchen. Wer weiß was man sich da für Krankheiten holt. Belästigungen gibt es noch gratis dazu. Wer es möchte, kann gerne hin gehen.

  4. Ja natürlich! Und wenn mal einer der merkelanischen Ehrenbürger ausrastet, hat bestimmt ein rechtsextremer AfD-Anhänger ihm vorher die Zunge rausgestreckt. Oder ihn versehentlich mit einem Tröpfchen Wasser benetzt. Oder ihn dumm angeschaut. Also der Lügel macht mich wirklich fertig, obwohl ich das Käseblättchen nicht mal mit der Kneifzange anfasse. Den liest wahrscheinlich nur noch der Steinmaier und seine Bande.

    • Altpapier für die Tonne und wird bald eingehen,da unverkäuflich.Bald gibt es die Zeitungsabgabe,analog der Zwangsgebühr für den Staatsfunk,sonst werden einige Blätter nur noch zu Klopapier.

  5. Wahrscheinlich sind Journalisten (ich kriege Bauchschmerzen, im Zusammenhang mit diesen Schmierfinien das Wort „Journalist“ zu gebrauchen) erst zufrieden, wenn alle Deutschen die Freibäder meiden. Vielleicht ist dann tatsächlich Ruhe, weil es dann keine Einheimischen mehr gibt, die man bedrohen kann. Schließlich betonen die Moslems doch immer ihre Friedfertigkeit, verschweigen dabei allerdings, daß dieses Gebot aus dem Koran nur auf muslimische Gemeinschaften zutrifft. Ich fürchte aber, daß die besagten Schmierfinken dann immer noch freudig über das gelungene bunte Miteinander schwadronieren werden. Dabei meinen sie dann sicher die vielen bunten Burkas, Hidjabs und Kopftücher in den Freibädern,

  6. Den Spiegel sollte man nicht mehr lesen, besser und empfehlenswerter ist es den Anti-Spiegel zu lesen, da wird der Spiegel täglich vorgeführt.

    Einfach mal in einer NICHTGoogle-Suchmaschine nach Antispiegel suchen 😉

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