Vielvölker-Zoff bei F-Jugend-Spiel: „Südländer“ geht auf Marokkaner mit Messer los

Spielabbruch Vereinigung Tunesien - HSC (Bild: Screenshot)
Spielabbruch Fussballspiel (Bild: Screenshot)

Solingen – Bei einem Fussballturnier der F-Jugend auf einer Solinger Sportanlage, das eigentlich für „integrativen, multikulturellen Fußball“ sollte, kam es am Samstag Nachmittag erst zu verbalen, dann tätlichen Auseinandersetzungen. Als im Spiel des SV Heckinghausen gegen Barmen Wuppertal für die Heckinghausener eine Ecke gepfiffen wurde, rastete der Vater eines Wuppertaler Spielers aus.

Zuerst pöbelte der Mann in einer nicht identifizierbaren Sprache, wohl einem arabischen Dialekt, in Richtung Eltern der Heckinghausener Nachwuchsspieler und stieß üble Beleidigungen aus, wie „Hürriyet Deutschland“ gestern berichtete. Bereits zuvor war der Störer, dessen Aussehen die Zeugen als „entweder nordafrikanisch oder südosteuropäisch“ beschrieben, durch Zwischenrufe unangenehm aufgefallen, außerdem hatte er wiederholt gegen die Spielfeldabsperrung und Banden getreten und geschlagen. Als sich einige der überwiegend türkischen Spielereltern des SV Heckinghausen  die Verbalinjurien nicht länger bieten lassen wollten und den Mann zur Rede stellten, kam es zu Rangeleien, wenig später flogen die Fäuste. Der Streitverursacher zückte daraufhin ein Messer und bedrohte seine Kontrahenten. Als ein Heckinghausener Vater mit marokkanischen Wurzeln einschreiten wollte, attackierte er diesen und verletzte ihn. Der Trainer des SV Heckinghausen, Okan Karasu, reagierte geistesgegenwärtig und führte die erschrockenenen Nachwuchs-Kicker vom Platz in Richtung Kabine. Das Spiel wurde abgebrochen.

Weil der Messer-Täter sich nicht beruhigen wollte, musste er schließlich von mehreren Heckinghausener mit vereinten Kräften zurückgehalten werden. Noch vor Eintreffen der alarmierten Polizei gelang es ihm jedoch sich loszureißen. In seinem zerrissenen T-Shirt rannte er mitsamt Messer vom Sportgelände, die Polizei ergriff ihn später zuhause. Seinen kleinen Sohn ließ er in der Kabine zurück.

Der Veranstalter des von zahlreichen Spielern mit Migrationshintergrund bestrittenen Solinger Turniers, der SSV Gräfrath 1910/24, beabsichtigte aufgrund des Zwischenfalls zunächst, Barmen Wuppertal zu disqualifizieren. Trainer Karasu sprach sich jedoch ausdrücklich für den Verbleib der Mannschaft im Wettbewerb aus: Nur aufgrund des Fehlverhaltens eines Spielervaters könne man nicht das gesamte Team sanktionieren. Immerhin: So geht Fair Play! (DM)

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5 Kommentare

  1. Messer und Solingen? Solingen ist doch berühmt für seine Messer. War es vielleicht eine unübliche Werbekampagne eines Solinger Messerherstellers? Sicher wollte der Vater nur stolz seine neueste Errungenschaft präsentieren bzw. vorführen.

  2. Und das ist wahr?
    Man sollte es für eine Fake News-Klamotte halten.

    Jedoch:
    Das ist Deutschland XY.
    Aber sicherlich geht’s noch schlimmer.
    Vertraut auf Merkel: Wir schaffen das!
    .

  3. Messer und Solingen? Solingen ist doch berühmt für seine Messer. War es vielleicht eine unübliche Werbekampagne eines Solinger Messerherstellers? Sicher wollte der Vater nur stolz seine neueste Errungenschaft präsentieren bzw. vorführen.

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