Mission „Sophia“: Streit zwischen Berlin und Rom eskaliert

Foto: Bootsflüchtlinge im Mittelmeer (Archiv) (Marina Militare, über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Bringen die arroganten und überheblichen deutschen Politiker etwa wieder den Weltfrieden in Gefahr: Die Bundesregierung hat entschieden, das Mandat für die Flüchtlingsmission „Sophia“ im Mittelmeer nicht zu verlängern. „Das im Operationshauptquartier Rom (ITA) eingesetzte deutsche Personal wird daher seine Arbeit (…) zum 30.06.2019 einstellen“, heißt es in einem Schreiben des Befehlshabers des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Erich Pfeffer, an den Verteidigungsausschuss des Bundestages, über das die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Dienstagsausgaben berichten. Die EU hatte „Sophia“ 2015 mit dem Ziel gestartet, Schleppern an der libyschen Küste das Geschäft zu erschweren.

Der Beiname „Sophia“ stammt von einem somalischen Mädchen, welches während des Einsatzes der Bundeswehr an Bord der Fregatte „Schleswig-Holstein“ zur Welt kam. Die Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge war nicht das vorrangige Ziel, das internationale Seerecht verpflichtete die eingesetzten Kriegsschiffe aber dazu. Seit in Rom Innenminister Matteo Salvini den Kurs in Flüchtlingsfragen bestimmt, steht „Sophia“ in Frage.

Italien stellt das Oberkommando der Flüchtlingsmission und hatte zuletzt die angebliche Seenotrettung verweigert. Die eingesetzten deutschen Kriegsschiffe wurden nur noch außerhalb der Flüchtlingsrouten eingesetzt. Das deutsche Mandat wurde deshalb Anfang des Jahres nicht mehr offiziell verlängert und die Fregatte „Augsburg“ aus dem Einsatzgebiet abgezogen.

Da diese Maßnahme nur vorübergehend sein sollte, beließ die Bundeswehr zehn Soldaten im „Sophia“-Hauptquartier in Rom. Diese Soldaten sollen nun mit unverzüglicher Wirkung abgezogen werden. (Quelle: dts)

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3 Kommentare

  1. Die derzeitige Hetze gegen Italien stützt sich auf ein „Gefühl der Überlegenheit, das an den finstersten Rassismus der Kolonialzeit erinnert. Das Weltbild ließe sich folgendermaßen zusammenfassen: Die dummen Italiener haben Faschisten an die Macht gebracht, und die per se edlen, aber naiven Wilden brauchen Hilfe – seht, was ich für ein guter Mensch bin.“ (http://www.marcogallina.de/2019/06/29/sie-nennen-ihren-hass-menschlichkeit/)

  2. Anscheinend auf Biegen und Brechen will die deutsche Führung trotzig ihre arrogante Politik gegenüber Italien durchsetzen. Ich hoffe, dass Signore Salvini die passende Antwort findet.

    (Link zu meinem Italien-Video in meinem Profil rechts oben)

    • Ich glaube fast, dass er da gar nicht lange sucht, er wird einfach froh sein, dass die Deutschen weg sind. Vermutlich wurden sie eher als potentielle Schlepper gesehen, die alles besser wissen, denn als Verbündete. Gerade nach den Kommentaren, die momentan von deutschen Politikern zum „Racketen-Unfall“ abgegeben werden.

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