Deutschland nicht mehr zu retten: Weiterer Islam-Kritiker kapituliert

Foto: Screenshot/Youtube

Köln – Der in den sozialen Medien seit Jahren aktive und profilierte Kölner Islamkritiker Ali Utlu erwägt seinen Rückzug ins Privatleben. Er will nicht länger als Aktivist tätig sein – aus durchaus nachvollziehbaren Gründen.

Auf seinem Facebook-Profil schrieb der bekennende homosexuelle, türkischstämmige 48-Jährige, ihm fehle inzwischen jede Kraft. „Hassnachrichten, Gewaltandrohungen und Morddrohungen“ sowohl von Nationaltürken und Islamisten wie auch von der politischen Linken hätten ihn allmählich zermürbt. „Der Kampf ist für mich vorbei“, so Utlu, „seelisch werde ich langsam zu einem Wrack, den ich fühle mich alleingelassen.“ Das Fass zum Überlaufen brachte wohl ein erneuter tätlicher Angriff auf ihn, bei der er einige Zähne verlor. „Die sind nun zwar ersetzt, aber tiefere Wunden wurden in meiner Seele hinterlassen“, sagt er.

Vor allem mit anzusehen, wie Islamisten hierzulande von der Politik hofiert würden, habe ihn resignieren lassen – wohl eine Anspielung unter anderem auf den – von der Bundesregierung nach wie als legitimer Gesprächspartner mit offiziellem Vertretungsanspruch ernst genommenen – „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZMD). Unter dessen Vorsitzenden Ayman Mazyek tummeln sich bekanntlich auch radikale bis dschihadistische Verbände und Splittergruppen in dem Verband, der in Wahrheit nur einen Bruchteil der deutschen Muslime repräsentiert.

2012 hatte sich Utlu im Kampf gegen religiös motivierte Zwangsbeschneidung von kleinen Jungen erstmals einen Namen gemacht. Das trug ihm nicht nur den Vorwurf der „Islamfeindlichkeit“ ein, sondern auch des Antisemitismus – was ihn besonders geschmerzt habe. Als Streiter für die Zivilgesellschaft engagierte er sich wiederholt für die Demokratiebewegung und die Respektierung von Grundrechten in der gesamten islamischen Hemisphäre. So wurde er nicht müde zu betonen, dass es von 57 islamischen Staaten nur in drei Staaten halbwegs demokratische Strukturen gibt – und eines davon sei die Türkei, die sich unter Erdogan ebenfalls von der Demokratie verabschiedete. Gerade dort, im Land seiner Väter, war Utlu besonders aktiv; so nahm er 2013 vor Ort an den Istanbuler Gezi-Park-Protesten teil. Auch die Rechte von muslimischen Schwulen waren ihm ein ständiges Anliegen.

Der Preis für den Einsatz war hoch: Körperliche Attacken gegen seine Person, Verleumdungskampagnen im Netz, ständige Gefahr um Leib und Leben, zeitweiliger Polizeischutz. 2013 nahm Utlu als Vortragsredner an der 2. Kritischen Islamkonferenz in Berlin teil, die sich als Gegenveranstaltung zur vom Berliner Politikbetrieb notorisch angebiederten „Deutschen Islamkonferenz“ versteht und so namhafte kritische Muslime und Ex-Muslime wie Hamed Abdel-Samad, Necla Kelek, Arzu Toker , Mina Ahadi oder Lale Akgün auf dem Podium versammelte. Doch herausgekommen sei am Ende bei alledem wenig bis nichts. Trotz diverser Absichtserklärungen habe Utlu von „humanistischen und atheistischen Vereinigungen“, auch aufgeklärt-säkularen muslimischen Strömungen in Deutschland, so gut wie keine Unterstützung erfahren, was ihn zusätzlich verbitterte: „Andere Islamkritiker haben mich nie ernstgenommen“, klagt er. Auch der Versuch, mit dem „Zentralrat der -ExMuslime“ zusammenzuarbeiten, sei gescheitert: Intern sei die Organisation „arbeitsunfähig“, die Vereinsstrukturen und die personelle Leitung hätten sich als unfähig zu Änderungen erwiesen. Utlus bitteres Resümee: Trotz Zuspruch seiner vielen tausend Follower auf Twitter und Facebook, die seinen eher offen-direkten, eher unintellektuellen Ansatz schätzten, sei sein Einsatz letztlich vergeblich gewesen.

Deutschland mit seiner anhaltenden Islamisierung prognostiziert er eine düstere Zukunft: „Ich muss anerkennen, dass wir verloren haben. Mehr als die Katastrophe zu beschreiben können wir nicht, denn ändern werden wir gar nichts mehr.“ Utlus Erklärung endet mit den Worten: „So long, es war eine aufregende Zeit, aber ich bin heute nur noch kaputt“. (DM)

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29 Kommentare

  1. Ja nun, mehr als verständlich. Diejenigen, die er mit seiner Aufklärung erreicht, wissen in der Regel schon vorher Bescheid. Diejenigen, die er erreichen müsste, damit ein Umdenken stattfindet, sind zu dumm, um die Gefährlichkeit des Islam zu verstehen. Siehe auch Michael Stürzenberger, der erfolglos gegen kreischende Wände ankämpft, sich beleidigen und bedrohen lassen muss, nur weil er die Wahrheit ausspricht. Ich denke – leider – auch, dass der Zug abgefahren ist. Das Land ist verloren, wird mit den Jahren zunehmend islamisiert werden, schleichend eben, und die Menschen werden die Veränderungen genauso hinnehmen, wie dann und wann ein Gebäude in der Innenstadt abgerissen und erneuert wird. Es nutzt auch nichts, wie hier jemand vorschlug, sich anderswo (Telegram oder wie das heißt) zu vernetzen. Wozu? Um die Informierten zu informieren? Oder wen will man da sonst erreichen (siehe oben)? Solange die Blockparteien an den maßgeblichen Hebeln sitzen und den Islam pampern, hofieren und als ganz normale „Religion“ schützen, wird sich nichts ändern. Und dass an eben diesen Schaltstellen durch eine alternative Neubesetzung der gesunde Menschenverstand Einzug hält und tatsächlich für das Wohl des Volkes gehandelt wird, nix für ungut, aber das seh ich noch weniger.

  2. Mir scheinen Ermittlungen von Gewalttaten gegen Islam- und Regierungskritiker auffällig oft im Sande zu verlaufen.

  3. Es gibt keine schwulen Türken. Ein guter Türke ist ein Mann ;-))))). Dafür sorgt die Moschee und die Familie.

  4. Wenn ich den Ayman Mazyek im „Öffentlich-Unredlichen Staatsfernsehen“ mit seinen verlogenen Botschaften sowie FORDERUNGEN höre, könnte ich im Strahl k…!!

    • Es ist doch von den Merkel-Blockflötenparteien im BT gewollt, dass der innere Frieden massiv gestört wird. Nur dann kann man, gestützt auf Legislative, Exekutive und Judikative, den „Notstand“ ausrufen und „Notstandsgesetze“ einführen/umsetzen. Es fehlt nur noch das „Ermächtigungsgesetz“, aber das wird man zusammen mit den linksgrünrotfaschistoiden „Volksverächtern“ schon irgendwie deichseln.

    • Es ist doch von den Merkel-Blockflötenparteien im BT gewollt, dass der innere Frieden massiv gestört wird. Nur dann kann man, gestützt auf Legislative, Exekutive und Judikative, den „Notstand“ ausrufen und „Notstandsgesetze“ einführen/umsetzen. Es fehlt nur noch das „Ermächtigungsgesetz“, aber das wird man zusammen mit den linksgrünrotfaschistoiden „Volksverächtern“ schon irgendwie deichseln.

    • Wenn ein gewisser Linksfaschist als sogenannter Pressefuzzi Fotos von AfD-Sympathisanten und Patrioten, bei Demonstrationen gegen die „Grundgesetzesbrecher“ der Altparteien, in Nahaufnahme macht, ist es mit „Steckbriefen“ nicht mehr weit. Ach ja, ich vergaß ist ja schon inzwischen umgesetzt worden. Nun, wenn sich Linksfaschisten nach Art einer „Antifa-Gestapo“ erdreisten derartige Dinge zu tun, muss man sich nicht wundern, wenn es zu Gegenreaktionen führt.

  5. Ich denke auch ernsthaft daran, auszuwandern. Sollen die einheimischen Gehirn-gewaschenen doch schauen, wie sie sich mit den Neubürgern arrangieren!

  6. Richtig, hatten wir schon mal, 1945. So lange wir noch in der Mehrheit sind, können wir noch mal
    anfangen, wie nach 1945. Deshalb, je eher je besser. Wenn der Zusammenbruch erst in 20 Jahren kommt, erst dann ist es zu spät.

  7. Desto schneller bricht es zusammen! Und das ist gut so. Lieber ein schnelles Ende, als ein schleppender Prozess

  8. Er hat leider Recht. Wozu sollte er sein Leben opfern, wenn die Deutschen ihm nicht einmal zuhören wollen? Der Kampf ist verloren, ohne dass auch nur ein Schuss gefallen wäre. Gute Nacht, Deutschland. Guten Tag, Alemanistan.

    Tröstlicher Gedanke: Die Linken, Schwule, Antifanten und so weiter werden als erste ins Visier der Islamisten geraten.

  9. Na mal nicht so schwarz sehen, obwohl auf unseren Strassen….egal, es verlagert sich der Widerstand nur, so wie es offen in der DDR keine Widerspruch zum System gab…..

  10. Wie hart die Antifa und sogar die Regierung gegen Islamkritiker geht, lässt auch schnell abdanken. Abdel Samad wurde neulich YouTube Account gelöscht.
    Man behandelt Islamkritiker einfach nur brutal.

  11. „Andere Islamkritiker haben mich nie ernstgenommen“.

    Das stimmt.

    Denn hätte Ali nicht Probleme und schlechte Erfahrungen mit dem homophoben Islam gemacht, wäre er ein aufrechter Antifaschist geworden.

    So aber, hat er als Islamophober auch dort keine Freunde.

    So sad.

    MfG
    R. K.

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