Böhmermann & Co gegen Salvini und Gesetz

Marilla Slominski

Symbolfoto:Von photofilippo66/shutterstock

Obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) das Anlegeverbot in Italien bestätigte, setzte die Kapitänin der „Sea-Watch 3“ ihren Kopf durch. Sie legte im Hafen von Lampedusa an und wurde umgehend von der italienischen Polizei verhaftet. Böhmermann und Genossen sind empört und sammeln mal wieder Spenden für die Widerspenstige und ihre „Schlepper-Organisation“. 

Seit dem 12. Juni ist die „Sea Watch 3“ mit weiteren 53 illegalen Mittelmeerreisenden unterwegs und die deutsche Kapitänin Carola Rackete will nur in Lampedusa ihre Fracht an Land bringen – kein anderer Hafen kommt für sie in Frage. Die Migranten  hätten gedroht, über Bord zu springen, und seien durch die Flucht schwer traumatisiert, begründet Rackete ihre Einfahrt in den Hafen von Lampedusa. Um den italienischen Innenminister Matteo Salvini „in die Knie zu zwingen“ und sich als Heldin der Refugee-Welcome Front inszenieren zu können, sind ihr Gesetze und Gerichtsurteile offenbar völlig gleichgültig.

Laut der Sea-Watch-Sprecherin Giorgia Linardi haben sich, angesichts der „schwer traumatisierten“ Afrikaner bereits vier Länder – darunter natürlich Deutschland sowie Portugal, Frankreich und Luxemburg – zur Aufnahme der illegalen Einwanderer aus Afrika bereit erklärt. Laut Welt haben alle Migranten das Schiff inzwischen verlassen.

Die Mainstreammedien begleiten das erneute Spektakel wohlwollend und empören sich über die Festnahme der deutschen Kapitänin, die sich laut Focus Italiens „rechtem Innenminister widersetzt“. Auch die zahlreichen Promi-Unterstützer reißen die Arme hoch, um Hilfe zu leisten. An vorderster Front macht der allseits beliebte Jan Böhmermann Werbung für die Kapitänin und sich selbst: Er will den gesamten Rechtsstreit über Spenden finanzieren und ruft schon mal alle auf, die Taschen zu öffnen: „Bei Strafverfolgung regnet es Powereuros für die Lebensretter im Mittelmeer“, verspricht er vollmundig. Schließlich habe man im vergangenen Jahr bei einer ähnlichen Spendenaktion eine halbe Million innerhalb weniger Tage zusammenbekommen, so der öffentlich-rechtliche Clown.

 

Auf Lampedusa ist man angesichts der hereinströmenden Migrantenflut aus dem nicht so fernen Afrika schwer gespalten. „Wir sind das Tor zu Europa….Wenn du hier stehst, weht dir der Südwind aus Afrika entgegen, der den Staub Afrikas mit sich trägt. Wir hören die Wehklagen, die Schreie, das Leid, wir hören sie“, faselt der Europaabgeordnete der italienischen Demokraten Pietro Bartolo für die Front der Willkommensklatscher.  Doch aus der anderen Richtung weht ihm durchaus ein heftiger und ebenso heißer Gegenwind entgegen. Nahezu die Hälfte der Bürger von Lampedusa haben, trotz geringer Wahlbeteiligung, bei den Europawahlen im Mai „Il Capitano“ Matteo Salvini ihre Stimme gegeben, berichtet euronews. Die ehemalige Senatorin der Lega-Partei Angela Maraventano hat eine klare Haltung zu den tausenden „Flüchtlingen“, die Lampedusa als Durchgangsstation ihrer Weiterreise nutzen.

„Ich habe mich der Lega angeschlossen, weil meine Insel seit so vielen Jahren unter den Problemen, wie zum Beispiel Gesundheit, Bildung, Transport oder Abfallwirtschaft zu leiden hat“, so die Restaurantbesitzerin. „Wir haben Migranten kostenlos aufgenommen. Und jetzt haben wir genug. Jetzt werden wir die nationale Regierung und das Europäische Parlament bitten, uns etwas zurückzugeben.“ Die Lega-Wähler fühlten sich laut euronews verlassen.

„Die jungen Leute haben hier nur für vier oder fünf Monate im Jahr Arbeit. Nichts geht voran, deshalb verlassen die meisten von ihnen Lampedusa“, erzählt Geschäftsführer Attilio Lucia. „Wir wollen nur Wachstum und es ist nicht die Einwanderung, die Lampedusa dazu verhilft. Von der profitieren nur diejenigen, die mit dem Problem spekulieren und Profit daraus schlagen“, findet auch der Stadtrat Davide Masia.

„Wir wollen auf unserer Insel nur in Frieden leben. Wir begrüßen diejenigen, die Hilfe brauchen, aber wir werden gegen dieses Phänomen ankämpfen. Dahinter steckt Kriminalität und auch die Mafia. Offene Tore für Kreuzfahrtschiffe, Fischer und Touristen. Aber geschlossene Häfen für diejenigen, die mit menschlichem „Fleisch“ handeln. Dagegen werden wir kämpfen…Immer“, bekräftigt Restaurantbesitzerin und Lega-Anhängerin Angela Maraventano abschließend laut Euronews.

Doch was interessiert es Gutmenschen vom Schlage wie Böhmermann und Co, was die Einwohner von Lampedusa wollen – schließlich wartet um die nächste Ecke bestimmt schon die nächste Auszeichnung auf den „geschätzten Satiriker“ und Grimme-Preisträger mit seinem ausgeprägten Tunnelblick.

 

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44 Kommentare

  1. Man lese die Berichte in Ansa und Repubblica.
    Danach geht es nicht um bloße Hafeneinfahrt, sondern um den Versuch des Schiffsbruches durch Rammen eines Bootes der Finanzwache, wobei für dessen Besatzung Lebensgefahr bestand, da riskiert wurde, das Boot an der Hafenmole zu zerquetschen.
    („ha proseguito nella manovra di accostamento rischiando di schiacciare l’imbarcazione die finanzieri“)
    Hallo, Ihr Gutmenschen und Heiligkeiten, haben italienische Hafenbeamte kein Recht auf körperliche Unversehrtheit und Sicherheit?
    Würdet ihr nicht im umgekehrten Fall Kerzerlmärsche wegen Mordversuches veranstalten?
    Wo bleibt eine klare Verurteilung dieser Tat durch Politiker der EU und der involvierten Mitgliedsstaaten D und Holland?
    Auch Schweigen ist eine klare Selbstdarstellung.

  2. Es ist Krieg:
    Die alimentierte europäische – allen voran die deutsche – bolschewistische Meinungsindustrie gegen Recht und Gesetz einzelner Länder.

    Dabei kann es sich um trügerischen Leim handeln, den solche Typen wie Böhmermann verstreuen.
    Das Signal „….Liebe in meinem Sinne handelnde Rechtsbrecher, macht Euch keine Sorgen, ich sorge für die Bezahlung Eures Anwalts und ggf. für die Erstattung der Geldstrafen….“ ist trügerisch.

    Denn was ist, wenn eine Haftstrafe von 10 Jahren ausgesprochen wird?

    Nach zwei drei Jahren ist der Migrationsspuk vorbei, in fünf Jahren denkt keiner mehr an die Kapitänin. Vielleicht begreift sie dann, daß sie nur einer von Lenins millionenfachen nützlichen Idioten ist.
    Übrigens sollte sie wissen, die italienische Justiz kann sehr hart und kaltherzig sein.
    Der wegen Kriegsverbrechen verurteilte Herbert Kappler wurde seiner Zeit trotz schwerster Krebserkrankung nicht freigelassen. Nach mehrfachen Begnadigungsersuchen durch die Bundesregierung und den Bundespräsidenten, wurde eine von der italienischen Regierung ausgesprochenen Begnadigung durch ein italienisches Gericht zunichte gemacht.
    Und was ist nun mit unserer Kapitänin, sollte sie erst nach 10 Jahren auf freien Fuß gesetzt werden….?
    Na dann muß sie sich noch vor der Entlassung im Gefängnishof ein Kopftuch überstülpen…

  3. Der Typ mit dem großen Kopf und schmalen Schultern erinnert mich an unseren Aussenzwerg
    Aber nicht nur äußerlich

  4. Diese Dreistigkeit , mit der diese „Kapitänin“ des Schlepperschiffs gegen geltendes Recht verstößt, ist schon eine Frechheit ohnegleichen. Man zwingt den Bürgern einfach illegale Migranten auf und fertig. Als Folge davon wird diese „Heldin“ verhaftet und was macht die deutsche Prominenz ( oder was sie auch von sich halten) : Man sammelt direkt Spenden für die Freilassung – und es gibt genug Bekloppte, die das auch noch machen. Allein an diesem Beispiel sieht man, wie verblödet Deutschland inzwischen ist. Man nimmt keinerlei Notiz davon, wenn hier „Schutzbedürftige“ vergewaltigen, morden, verprügeln, messern – nein, das interessiert keinen, im Gegenteil, man kriegt nicht genug von diesen „Fachkräften“ und bettelt sogar noch um Nachschub. Die meisten Gemeinden sind verschuldet bis zum Gehtnichtmehr, aber immer rein in die gute Stube – der Steuerzahler wird es schon richten.

  5. Das Böhmermännchen reisst mal wieder seine Klappe mächtig auf… mehr kann er nicht !
    Es wird höchste Zeit, dass die italienische Justiz mal endlich richtig durchgreift und diese
    „Kapitäns-Rakete“ für ein paar Jahre ins Loch wandert.
    Da werden ihr dann schon ihre Flausen vergehen.
    Das Tatmittel Schiff sollte unbedingt beschlagnahmt bleiben.
    Die Übereignung an italienische Fischer wäre wünschenswert, damit es mal wirklich
    für etwas Gutes eingesetzt wird.

  6. Man tut dem Böhmermann Unrecht,ihn zuweilen als Komiker zu bezeichnen.Karikatur wäre
    wohl treffender.

  7. OmG, wie blöd und primitiv dieser Böhmerman doch ist – und erst die Deppen, die sein Gestammel auch noch „liken“,

  8. Ich bin von Salvini sehr enttäuscht.
    Nun ist diese Brut also durchgekommen unfair werden sehen, 1,2,3 stehen sie in D auf der Matte und wollen Bargeld, aber sofort. Das können sie dann nach Afrika schicken, damit die Kollegen sich ebenfalls auf den Weg machen können.
    Die Andere wir nach drei Tagen nach D abgeschoben und da als Heldin gefeiert.
    Die Geschleppten werden möglicherweise auf Länder verteilt, von wo sie mit dem Flixbus nach D übersiedeln können und da mehr Geld als in jedem andern europ. Land erhalten. Oder Drogen hinter der rosa Linie verticken.
    Das Schiff ist wieder unterwegs nach Libyen und macht genau da weiter wo es aufgehört hat.
    Nix passiert.
    Jeder der sich an die Gesetze hält, ist ein Vollidiot.
    Salvini hätte die Möglichkeit gehabt ein Exempel zu statuieren. Er hat es vermasselt.
    Und die Kommentatoren in gewissen online Medien, die jubeln, sollten gezwungen werden so ein Subjekt aufzunehmen und bis ans Lebensende zu alimentieren.
    Die Dankbarkeit von dieser Klientel zeigt sich ja hin und wieder mit Messerstichen.

    Wieso soll ich mich noch an die Gesetze halten? Es wird ja vorgemacht, dass man auch so durchkommt.
    Und Böhmermann ist ein kleiner Hanswurst, ein kleines grünes Männchen, das dort wo es auftaucht nur Unfrieden stiftet. Er ist ein absolutes Nichts.

  9. Warum wird diesem Böhmerman, wenn ich ihn sehe denke ich immer an Sonderschüler, ständig eine Bühne gegeben?
    Er ist weder witzig, geistreich oder sonst irgendetwas positives

  10. Vielleicht in Wink des Schicksals für uns Deutsche:
    Dieser Fall kann dazu führen, daß der Klimahype abreißt und die Einwanderungsfrage ( zugunsten der AfD) wieder in den Mittelpunkt von öffentlicher Debatte und Wahlkampf rückt.

  11. Nun ist das Shuttle Taxi Sea Watch erst mal gestoppt! Die italienische Justiz wird der Dame aufzeigen was das kürzlich verabschiedete Dekret bezüglich illegalem Schmuggel von Flüchtlingen nach sich zieht! Italia! Vi prego di non mollare – Bitte nicht nachgeben! Grazie

  12. Es wäre so einfach, die bekloppte Kapitänin muss für jeden auf dem Schiff persönlich haften und schon hätte der Spuk ein Ende, leider Wunschdenken.

    So müssen das nämlich Deutsche machen, die einen Partner aus dem Nicht-EU-Ausland hierhin holen möchten, da wird alles überprüft, genügend Wohnraum, genügend Einkommen (KEINE Sozialleistungen) ausreichende Sprachkenntnisse, usw.

  13. Tja, wer erklärt dem Gutmensch Böhmermann mal was der Unterschied zwischen Ihm Gutmenschen und einem guten Mensch ist?

  14. Sammelt Mal schön, entweder ihr gebt was oder eure Häuser werden verschönert und das kann ich mir sinnbildlich vorstellen. Klingeling ich bin der Böhmermann und fordert eine Spende, wenn nicht werde ich euch in meine Sendung, als Nazis und Rassisten denunzieren. Doch ich hege die Hoffnung, daß die Chefin des Schlepperbootes, nicht nur mit einer Geldstrafe von weit über 50000€ sondern auch eine Haftstrafe einkassiert. Das Boot verschrottet wird und alle Besatzungsmitglieder in die Staatskasse einzahlen.

  15. Der schöne Nebeneffekt ist, dass die Follower Salvinis stinksauer auf uns Deutsche sind. Es geht hier nicht um Flüchtlinge sondern darum, Salvini vorzuführen. Den Linken sind menschliche Schicksale vollkommen egal. Die Italiener haben genug eigene Probleme. Die brauchen nicht noch mehr Afrikaner. Diese Tante macht sich jetzt zu einer Märtyrerin und die Linken klatschen.

    Irgendwann klatscht es richtig aber dann ist das kein Beifall mehr.

  16. Früher nannte man er Menschenhandel, wenn fremde Menschen eingeschleppt werden, um damit das ganz große Geschäft zu machen.
    Die skrupellose Asylmafia verdient durch zahlreiche Dienstleistungen durchschnittlich über 200.000 Euro pro Eingeschleppten. Das Druckmittel ist die Tränendrüse.

    • Kolonisieren wird ersetzt duch destabilisieren ganz Europas. Krieg, Terror und Schulden sind gewollt. Es ist einfacher, die Sahnestücke von Ländern mit Bodenschätzen unter den Big Playern aufzuteilen, wenn die Gegenden menschenleer sind. Und jeder, der mal bei einer Treibjagd dabei war weiß, welchen Zweck die Verdichtung in Europa tatsächlich hat. Aus der Asche wird der EINE steigen, der sich alles und jeden einverleibt.

    • Die Gewinne mit diesem Menschenhandel haben angeblich schon die Drogengeschaefte uebertroffen.

      Das Risiko ist auch geringer, kann man doch auf Lebensretter tun und hat unzaehlige naive Verteidiger hinter sich, die das gutmenschliche Gesuelze tatsaechlich glauben.

    • … wobei aber der Menschenhandel den Drogenhandel erst richtig belebt. Ein Blick nach Berlin am Kottbuser Tor genügt.

  17. Nun ja, verhaftet ist sie. Jetzt muss die Ra(c)kete nur noch entschärft werden. Es würden sich so 10 Jahre Gefängnis anbieten, nach dieser Zeit zündet die auch nicht mehr.
    Herr Salvini, das ist doch sicher machbar !.

    • 10 Jahre? Ich schätze mal 3 Monate.

      Das gibt eine Kampagne wie bei Dennis Yücel und dann gibts eine Begnadigung durch den italienischen Staatspräsidenten.

  18. da sollten aber ganz schnell alle Gutmenschen spenden,damit Menschenhändler und Schlepper wieder aus den Knast rausgeholt werden ..Wer denkt denn von diesen Bekloppten Gutmenschen an uns armen Rentner,die ihr Leben lang ihre Knochen für diesen Staat kaputt gemacht haben…

  19. Man sollte Böhmermann und die Rautensekte mit ihren eigenen Waffen schlagen.
    Selber Spenden einsammeln um für eine gerichtliche Verurteilung einsetzen.

  20. Auch dieser Evangelikale Pfaffe Bedford Dingsda hat sich schon mit seiner eminenten Wichtigkeit zu Wort gemeldet.
    Nehmt ihnen endlich die Gelder weg !

    • „Evangelikal“ is der ja nun gerade nicht. Das sind die wenigen und zunehmend verachteten Rechten in der ev Kirche.

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