„Taktisches Wählen“: Kampagne gegen mögliche AfD-Regierungsbeteiligung in Sachsen

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So soll die AfD platt gemacht werden (Foto: Collage)

Dresden – Die Panik vor einer AfD-(Mit-)Regierung in Sachsen treibt eine Gruppe von jungen Bedenkenträgern zu sonderbaren Aktionen: Unter dem anmaßenden Titel „Zukunft Sachsen“ will sie Druck vor allem auf CDU-Wähler aufbauen, um Koalitionen mit Rechts von vornherein auszuschließen.

Es ist dieselbe Gruppe, die erst vor kurzem deutsche Schauspieler und sogar einige Hollywood-Größen mobilisiert hatte, um bei der Görlitzer Oberbürgermeister-Stichwahl gegen den (schließlich knapp unterlegenen) AfD-Kandidaten Sebastian Wippel zu stänkern und Stimmung zu machen. Dies erfolgte unter anderem durch einen Offenen Brief, in dem die übliche Phrasendrescherei („gegen Hass und Ausgrenzung“) aufgeboten wurde. Jetzt sind dieselben feinen „Demokraten“ wieder aktiv – diesmal gegen die AfD auf Landesebene. Gestern berichtete die „Leipziger Volkszeitung“ über die Truppe.

Der Sprecher der Gruppe, Sascha Kodytek, kann nachts offenbar nicht mehr schlafen, seit ein Wahlsieg der AfD im Freistaat bei den sächsischen Landtagswahlen am 1. September in den Bereich des Möglichen gerückt ist: Fieberhaft haben er und seine Mitstreiter Umfrageergebnisse und mögliche Koalitionen hoch- und durchgerechnet. Irgendwann kam den pathetischen Nachwuchsdramatikern („Es ist zu spät, auf Menschenwürde und Inhalte zu pochen!“) dann wohl der rettende Geistesblitz: Um der AfD in die Suppe zu spucken, wird gar nicht mehr an deren Wähler direkt appelliert, sondern den Unions-Wählern eine Schlüsselrolle zugeschoben. Unterschwellig soll erreicht werden, dass die CDU nicht am Ende zum Königsmacher eines AfD-Ministerpräsidenten wird: Es ist geplant, allen CDU-Direktkandidaten eine Art Verpflichtungserklärung vor der Wahl abzuringen, wonach sie keinesfalls für eine mögliche Koalition mit der AfD stimmen werden. Perfider Hintergedanke: Wer sich auf die Festlegung nicht einlässt, der zählt quasi zur Fünfte Kolonne; und die Wähler wissen so, mit wem oder wem nicht kooperiert wird. Dadurch sollen die Wähler quasi„taktisch wählen“, denn die spätere Koalitions- und vor allem Gewissensfreiheit der gewählten Abgeordneten wird durch diese Befragung natürlich von vornherein eingeschränkt.

Eigentlich soll in der Demokratie jeder die Partei wählen, mit deren Programm er sich am ehesten identifizieren kann, und dann auch erwarten können, dass diese Partei eine faire Chance auf Regierungsbeteiligung erhält. Das gilt in Deutschland natürlich nur für die Parteien, die in den Augen selbsternannter Demokratiewächter eine politische Daseinsberechtigung haben. Geht es um die AfD, so ist jedes noch so billige Mittel, jeder noch so faule Trick recht, um deren Wahlerfolge zu verhindern: Hier wird Sabotage zur Bürgerpflicht.

Die Köpfe hinter dieser wirren, unentspannten Agitation sind genau dieselben Zeitgenossen, die sich ansonsten über „Protestwähler“ auslassen; also über all jene, die politischen Frust und den schlichten Wunsch zur Grundlage ihrer Wahlentscheidung machen, um dem „Establishmet“ einen Denkzettel auszuteilen. Die Kritiker solches Protestwahlverhaltens finden jetzt jedoch plötzlich gar nichts dabei, wenn das kostbare demokratische Gut der Wahlstimme dafür zweckentfremdet wird, eine missliebige politische Kraft zu „verhindern.“. Wer sich so verhält, ist bestimmt alles – aber kein Demokrat. (DM)

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13 Kommentare

  1. Leute, dieser Mist ist doch bei den Think Tanks der Soros-NGOs gewachsen.
    Der hat doch angekündigt, das er im Wahlkampf dort die“Kräfte unterstützen will, die seine Werte teilen“. Wird Zeit, das der Satan ihn zu sich ruft. Es gibt da auf RT-Deutsch einen Beitrag, an dessen Ende ein Interviewausschnitt ist, in dem dieser Soros seine menschenverachtende ,korrupte Seele zeigt. Sehenswert!

  2. Der gelernte DDR-Bürger hat sich schweren Herzens genötigt gesehen, der SED-Diktatur den Laufpass zu geben. Was er nicht ahnen konnte, daß er eine viel schlimmere links-rot-grüne Diktatur eingetauscht hatte, deren Diktaturgehabe immer deutlicher zutage tritt mit gelerntem Führungspersonal der SED.
    Der revolutionäre Kern Mitteldeutschlands ist Sachsen – die machen das wieder!

  3. Der 23jährige Leipziger Jurastudent Sascha Kodytek hat „Zukunft Sachsen“ ins Leben gerufen, eine Leihstimmenkampagne zugunsten einer Kenia-Koalition, um eine blauschwarze Landesregierung zu verhindern. Dies läuft praktisch auf eine Leihstimmenkampagne zugunsten der SPD hinaus, da diese akut gefährdet ist, unter die 5%-Hürde zu stürzen, und eine Kenia-Mehrheit nur eine Chance hat, wenn die SPD wieder in den Landtag kommt.

  4. die Sachsen sollten glücklich sein. Ihnen fält eine Schlüsselrolle in der deutschen Geschichte zu.

    • Hat mir gut gefallen, wie überhaupt alle Beiträge der Desiderius Erasmus Stiftung.

      Wohltuend auch die Abrechnung von Herrn Curio heute:

      Aktuelle Stunde „Gegen Hass und rechtsextreme Gewalt“ | Dr. Gottfried Curio (YT)

  5. Da werden sich bestimmt wieder viele Wähler einschüchtern lassen und lieber die eigene Abschaffung wählen, damit sie nicht als vermeintliche Nahziehs da stehen.

  6. Liebe Sachsen,
    ihr wisst jetzt hoffentlich, dass die AfD nicht nur stärkste Partei sein muss, sondern sie braucht 70%, also die absolute Mehrheit + 20%, weil bei der Stimmenauszählung die Demokratiehasser der Altparteien mitmischen.

    Geht wählen und sagt es allen euren Freunden weiter!

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