SPIEGEL-Schiebung: Sascha Lobo verschiebt Debatten nach rechts

Max Erdinger

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Lustiger Linker: Sascha Lobo - Foto: Imago

In seiner Kolumne beim SPIEGEL lieferte Sascha Lobo mit „Debatten nach rechts verschieben“ einen lustigen Ratgeber ab, wie man im Internet „rechtskonform“ formuliert. Er meinte natürlich, wie man „konform mit anderen Rechten“ formuliert. Es ist wieder die alte Geschichte vom Splitter, dem Balken und den eigenen Augen. Auch ist es wieder die alte Geschichte von dem Linken, den es albtraumartig schüttelt bei dem Gedanken, es könnte sich durchsetzen, daß die historischen „Rechtsnationalen“, die er zu seiner Eigenvergewisserung mantraartig wie Geister beschwören muß, in Wahrheit „Linksnationale“ gewesen sind. Sein ganze aufgesetzte Moral-Inhaberei würde kollabieren und stante pede würde er vor sich selbst vom Moralisten zum Amoralisten mutieren.

Zwanzig Punkte hat sich Sascha Lobo ausgedacht, deren Befolgung mit Sicherheit dazu führt, daß rechtskonforme Kommunikation stattfindet. Da hat er sich wieder ganz schön entblößt.

Zur Einführung schreibt Lobo: „Selbst Konservative sagen inzwischen, dass der Mord an Walter Lübcke auch eine Folge aufgeheizter, rechter Kommunikation ist. Dahinter steht die Analyse, dass sich die öffentliche Debatte nach rechts verschoben hat – aber wie funktioniert das eigentlich? Eine berechtigte Frage.

Und schon haben wir den Sascha Lobo wieder bei einer dieser linken Lügen erwischt. Ob das eine „berechtigte Frage“ ist, hängt nämlich an der Frage, ob stimmt, daß sich die öffentliche Debatte nach rechts verschoben hat. Und genau das stimmt eben nicht. Allenfalls hat sie sich zurückverschoben, nachdem sie vorher nach links verschoben wurde. Niemand bestreitet bspw. daß die Union unter Merkel nach links verschoben worden ist. Außerdem muß man als Korrektor des Loboschen Ratgebers einführend darauf hinweisen, daß Lobo aus leicht verständlichen Gründen daran interessiert ist, „braunlinks“ fortgesetzt als „rechts“ zu diffamieren, damit er überhaupt einen vermeintlichen Punkt machen kann. Die absichtsvolle Verwechslung von „braunlinks“ mit „rechts“ ist schließlich die pseudoargumentative Existenzgrundlage seines Schaffens in der Illusion.

1. Entnazifizierung  – Niemand darf als Nazi bezeichnet werden, auch nicht Nazis. Gerade nicht Nazis, die könnten sich sonst so emotional belastet fühlen, dass sie womöglich ins Morden geraten. Bestehen Sie darauf, dass Nazis am 8. Mai 1945 aufgehört haben zu existieren. Wenn jemand ein Hakenkreuz-Tattoo auf der Stirn hat, Hitlergrüße um sich wirft und den Holocaust gleichzeitig leugnet und wiederholen will, dann lassen Sie sich maximal dazu hinreißen, die Person „Hooligan“ zu nennen. Aber fügen Sie sicherheitshalber ein „betrunken“ hinzu.

Lobo kennt offensichtlich den Unterschied zwischen dem Protagonisten und seinem Verehrer nicht. Wer Hitlergrüße um sich wirft, grüßt genau niemanden, da Hitler bekanntlich tot ist und keine Grüße mehr entgegennimmt. Nach Lobos kruder Logik wäre jemand, der in einem Wiking-Schlauchboot unterwegs ist, ein Wikinger. Was Lobo mit dem „heutigen Nazi“ meint, ist natürlich ein Naziverehrer. Und der ist etwas anderes als ein Nazi. Er ist allenfalls ein genereller Braunlinker – und damit die nationalistische Version des internationalsozialistischen Rotlinken. Sozusagen ein nationalistischer Bruder aller Lobos im internationalsozialistischen Ungeiste.

2. Entschärfung  – Entschärfen Sie alles von rechts prinzipiell um zwei, drei Umdrehungen. Machen Sie aus einem rassistischen Mord ein „tragisches Unglück“. Bezeichnen Sie rechtsextreme Gruppen als „relativ eventbetonte“ Jugendliche. Nennen Sie eine rechtsextreme Gewalttat einfach „Auseinandersetzung“, als wären sich ein paar Leute in die Haare oder an die Kopfhaut geraten.

Wir stehen in Deutschland fassungslos vor dem Phänomen, daß „Auseinandersetzungen“ zwischen Deutschen und Migranten tatsächlich unterschiedlich bezeichnet werden, je nachdem, wer als „Sieger“ vom Platz geht. Bleibt ein gemeuchelter Deutscher zurück, hatten wir es mit einem „Integrationsproblem“ zu tun. Bleibt ein gemeuchelter Migrant zurück, dann war dieselbe „Auseinandersetzung“ der „rassistische Mord“ eines mutmaßlichen Braunlinken (Lobo: Rechten). In Anerkenntnis dieses Sachverhalts ist Lobos Tipp Nr. 2 nichts weiter als eine subjektivistische Unverschämtheit.

3. BeschönigungNennen Sie Rassisten „Zuwanderungskritiker“. Bezeichnen Sie alle Akteure zunächst als konservativ, höchstens aber als „rechtspopulistisch“, egal, wie extremistisch, rassistisch oder gewalttätig sie sind. Überlegen Sie sich für eindeutig Rechtsextreme lustig verharmlosende Worte wie „Nationalromantiker“ . Im absoluten Notfall greifen Sie zum unverfänglichen Hörensagen. Wenn also Hitler wiederaufersteht, nennen Sie ihn „der in manchen Kreisen als rechtsnational verschriene Adolf Hitler“.

Das mit der Beschönigung ist wirklich ein arges Problem. Nennen Sie alle Linksextremisten, Leuteverprügler, Mordaufrufer, Häuserbeschmierer und Stadtteilverwüster „Aktivisten“, höchstens aber „zivilgesellschaftlich Engagierte“, ganz egal, wie ignorant, gewalttätig und volkstodfreundlich sie sind. Überlegen Sie sich für eindeutig Linksextreme lustig verharmlosende Worte wie „Internationalromantiker“. Und wenn PolPot wiederaufersteht, nennen Sie ihn „der in manchen Kreisen übel verleumdete Menschenfreund“.

4. Passivierung  Direkt an Entschärfung und Beschönigung grenzt die Passivierung, mit der Sie rechte Täter von der Hauptperson zu allenfalls zufällig Beteiligten machen. Bei einem Nazimord wurde das Opfer nicht von einem Rechtsextremen erschossen, sondern kam durch einen Schuss zu Tode. Der sich gelöst hat. Von einer Waffe. Auf bisher unklare Weise. Wenn eine Passivierung zu umständlich ist, entscheiden Sie sich für eine Objektifizierung: Der Molotowcocktail hat das Flüchtlingsheim angezündet, nicht etwa ein rassistischer Attentäter. Je häufiger Sie sprachlich vertuschen, dass Rechtsextreme absichtsvoll und geplant handeln, um so besser.

Es ist absolut faszinierend, daß einer wie Lobo exakt die rhetorischen Tricks erkannt hat und beschreibt, die im Medien-Mainstream gang und gäbe sind, um sie dann seinen vermeintlich „Rechten“ (Braunlinken) in die Schuhe zu schieben, obwohl es da gar nichts zum Staunen gibt, da Rotlinke und Braunlinke bis auf die Kleinigkeit des Unterschieds von national und international im Grundsatz Zwillinge sind.

Deswegen muß man sich gar nicht mit allen seiner zwanzig Tipps zur „rechtskonformen Kommunikation“ im Detail befassen. Es zieht sich durch wie der sprichwörtliche rote Faden: Alle seine Tipps sind Projektionen des Negativen aus dem eigenen Lager, die er an die „rechte“ (braunlinke) Wand wirft. Ein paar besonders entlarvende „Lobo-Zuckerl“ vielleicht noch.

Zuckerl 1: Die Wahl rechtsradikaler Parteien zeigt uns in diesem Sinne endlich die wahren Prioritäten der Bevölkerung. – Süßegrad hoch: Es ist Lobo, der hier offensichtlich die AfD mit „rechtsradikal“ (braunlinksradikal) meint. Außer ihm käme bei „rechtsradikale Partei“  niemandem eine andere als die NPD in den Sinn. Die AfD muß er gemeint haben, da die NPD kaum jemand wählt. Die AfD muß Lobo als „rechtsradikal“ (braunlinksradikal) diffamieren, damit er sich selbst nicht als Antidemokraten begreifen muß. Das will er offensichtlich nicht, müsste er aber, wenn er kein typisch linker Subjektivist wäre. Typisch Lobo: Ich will, ich will … – nach objektiven Kriterien ist es so interessant wie der legendäre Sack Reis, der in China umfällt, was Lobo will oder nicht will. Die Frage ist immer: Wie ist es?

Zuckerl 2: Und Adolf Hitler hat immerhin den schlimmsten Nazi des 20. Jahrhunderts erschossen, das muss man doch auch mal anerkennen. – Süßegrad schon wieder hoch: Hitler hat den in Deutschland schlimmsten Sozialisten des 20. Jahrhunderts erschossen. Das brauchen wir nicht hinter einer niedlichen Pseudodifferenzierung wie „Nazi“ zu verstecken.

Zuckerl 3: Dass Lübcke ermordet wurde, weil er sich gegen Rassismus stellte, verschweigen Sie. – Süßegrad niedrig: Inzwischen gibt es ein Tätergeständnis. Das legt nahe, daß Lübcke ermordet wurde, weil er denjenigen seiner Landsleute dazu geraten hatte, ihr Heimatland zu verlassen, die mit Merkels Migrationspolitik nicht einverstanden sind. Mitnichten wäre das Tatmotiv, daß sich Lübcke gegen Rassismus gestellt hätte, sondern ganz eindeutig, daß er sich gegen seine eigenen Landsleute stellte. Im Übrigen braucht niemand die linken Definitionen von „Rassismus“ zu übernehmen, seit bekannt ist, daß sogar die Kritiker einer bestimmten Religion als „Rassisten“ abgestempelt werden und Skeptiker im Zusammenhang mit dem „anthropogen“ vor „Klimawandel“ als Leugner. Ein wesentlicher Schritt gegen die Bevormundung linker Pseudomoralisten wäre, einfach ihre Begrifflichkeiten nicht länger mehr zu akzeptieren und sie so gegen die sprichwörtliche Wand labern zu lassen.

Zuckerl 4: Der Rechtsstaat ist für Rechte, sonst hieße er ja Linksstaat. – Süßegrad extrem: Der Rechtsstaat wäre einer von Rechten, weil ihn Linke inzwischen zum Linksstaat umgemodelt haben. Aktuell gibt es keinen Rechtsstaat mehr. Der ist de facto bereits zum rechtsstaatsverachtenden Linksstaat verkommen, von der Justiz bestätigt, wie die Stuttgarter Zeitung hier zu berichten wußte.

Zuckerl 5: Ihrer Freiheit, rassistische, antisemitische oder sexistische Worte zu verwenden, dürfen weder Anstand noch Gesetz entgegenstehen. – Süßegrad hoch: Weder hat sich irgendjemand Lobos subjektivistische Definitionen für Rassismus, Antisemitismus oder Sexismus anzueignen, noch hat sich jemand seine „lustigen Tipps“ zur „rechtskonformen Kommunikation“ anzutun und dabei über seine eigene „Freiheit“ nachzudenken, so lange Lobo die „Freiheit“ hat, seine üble Hetze als „lustige Tipps zur rechtskonformen Kommunikation“ per SPIEGEL unters Volk zu bringen.

Alles steht und fällt mit der Frage, ob der ach-so-lobo-öbliche „gesellschaftliche Diskurs“ samt der Aufforderung zu einer Teilnahme an demselben sich auch weiterhin nach den diktatorisch-subjektivistischen Begriffsdefinitionen der Loboösen richtet, oder ob man die substanzlosen Loboösen einfach ins Leere labern läßt, anstatt sich ständig Etiketten von ihnen auf die Stirn kleben zu lassen. Ich plädiere dafür, auf das loboöse Gestammel künftig nichts mehr zu geben und ihnen stattdessen die Diskurshoheit streitig zu machen. Da werden sie natürlich ihre Zensuranstrengungen erneut verschärfen und neben ihren Betrachtungen dazu, wie sie Artikel 18 Grundgesetz in ihrem Sinne instrumentalisieren könnten, eventuell auch noch über die Wiedereinführung der Todesstrafe für „Abweichler“ nachdenken. Die Loboösen sind verlogen, doktrinär und totalitär bis ins Mark, und weil das das letzte ist, was sie entlang ihrer Eigenwahrnehmung sein wollen, bringen sie dann solche grotesken Verrenkungen zustande, wie der Oberlobo hier im SPIEGEL mit seinen 20 lächerlichen Ratschlägen zur „rechtskonformen Kommunikation“.

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24 Kommentare

  1. Schon die Optik des Typen verrät den Stall, für den er arbeitet………….um nicht zu sagen Saustall !

  2. Den seh ich immer im Biomarkt „The Bio Company“ Gleimstraße/Schönhauser Allee in Berlin. Da wohnt er in der Nähe.
    Ich muss immer fast kotzen.

  3. Punkt eins: der letzte groß in den Medien inszenierte Hitlergruß eines Rechtsextremen aus Chemnitz entpuppte sich nach Entdeckung der „RAF“-Tattoos auf seiner Hand als Aktion eines Linksradikalen…
    Punkt zwei: schwach, das hat er abgeschrieben vom Leitfaden für den Umgang mit Straftaen durch Zugeflüchtete.

  4. Wenn man die „rechten“ Bezeichnungen mit „linken“ Bezeichnungen ersetzt, dann liest es sich fast wie der „Pressekodex“ zu den „Aktivisten“ und „Flüchtlingen“. 😉

  5. Dieser komische Vogel weiß inzwischen anscheinend selbst nicht mehr zwischen „lechtz und rinks“ zu unterscheiden. Vielleicht drückt der rote Kamm zu schwer auf den Schädelknochen?

    • Der verbreitet genau die Regeln, die inzwischen für den Umgang mit linksradikalen und zuwanderungshintergründigen Straftaten gelten, und merkt es nicht mal. Linke können nur von sich auf Andere schließen, sie sind nicht fähig, sich vorzustellen, dass andere Menschen anders ticken als sie. Deshalb tun sie anders Denkende auch gerne einlagern oder gleich entsorgen…

  6. Seine einzige Leistung trägt er wohl auf dem Kopf.
    Wahrscheinlich ist sein IQ proportional korreliert zu seiner „Haarpracht“.

  7. Also für alles was für Links und Linksextrem gilt in einem Schüleraufsatz „rechts“ hinzuschreiben, ist nicht unbedingt die große Kreativleistung, Herr Lobo.
    (Warum fällt mir bei dem Bild und dem Namen immer das Wort „Tomie“ ein?)

  8. Der ist für mich nur ein alter Sack, der versucht mit seinem Irokesenkamm jünger zu wirken.
    Er wäre als Anheizer bei den toten Hosen besser aufgehoben.

  9. Ist der Kerl eigentlich geistig behindert?
    Mit der „Frisur“ kann man doch als erwachsener Mensch nicht allen Ernstes rumlaufen.
    Irgendwann muss der sich vielleicht mal um einen richtigen Job bemühen, aber so nimmt den doch keiner.

    • Ich tippe mehr auf ein mißglücktes Experiment Dr. Frankensteins…oder die Eltern waren Geschwister.

  10. Ich verstehe nicht, dass man diesen albernen und alternden Polit-Clown der Relotius-Presse auch nur eine Zeile widmet.
    Diesen Volldeppen einfach ignorieren,

  11. Man kann es auch kurz beschreiben. Für das Lobo sind alle Nazis, den Begriff benutzt er selber, die nicht Lobos Meinung sind. Ich nenne diese Menschen immer liebevoll Meinungsfaschisten.

    • Ein spätjugendlicher (44 Jahre) Selbstdarsteller, der sich einbildet, was vom Internet (oder was er dafür hält) zu verstehen und für seine linksverkorksten Ergüsse vom „Spiegel“ bezahlt wird.

  12. Der ist für mich nur ein alter Sack, der versucht mit seinem Irokesenkamm jünger zu wirken.
    Er wäre als Anheizer bei den toten Hosen besser aufgehoben.

  13. Für mich seit vielen Jahren faszinierend welche Typen meinen sie hätten eine Deutungshoheit zu einer politischen Ausrichtung. (sehr ironisch betrachtet)
    Wenn man selbst mit politische Bildung zu tun hatte und sich dann
    die diversen „politischen Zuweisungen dieser Deutler“ (abgeleitet von Gaukler^^) anhört
    muss man aufpassen, dass es einem nicht die Synapsen im Gehirn verknotet,
    so derartig dummdreist wird hier „links, rechts, oben, unten“ eingeteilt 😉

    und damit wird einer meiner viele Jahre alten Sprüche immer zutreffender:
    „Die Linken sind mittlerweile so weit links, dass sie dabei die Rechten rechts überholt haben“^^

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