Mafiöse Banden und professionelle Langfinger: Immer mehr schwere Ladendiebstähle

Ladendiebstahl (Symbolbild: shutterstock.com/Von SpeedKingz)
Ladendiebstahl (Symbolbild: shutterstock.com/Von SpeedKingz)

Köln – In Deutschland steigen die Diebstahlsdelikte im Einzelhandel ins Uferlose: Im vergangenen Jahr beliefen sich die Verluste hierdurch auf 3,75 Milliarden Euro; ein neuer Rekordwert.

Das Handelsforschungsinstitut EHI Retail vermeldete laut Tagesspiegel gestern die neuen Zahlen für 2018. Insgesamt gingen dem Einzelhandel durch als „Inventur-Differenzen“ verbuchte Vorgänge – also auch Fehlauszeichnungen und Schwund durch Verderben – sogar sagenhafte 4,3 Milliarden Euro verloren. „Im Handel wird vorwiegend gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist“, sagt EHI-Sicherheitsexperte Frank Horst. Ein Großteil der Diebstahlsdelikte bleibt unaufgeklärt, dabei wird von bis zu 24 Millionen nicht entdeckten Fällen ausgegangen. Gegenüber 2017 hat sich der Schaden nochmals um 5 Prozent erhöht.

Auffällig ist, dass immer weniger Einzeldiebstähle verzeichnet werden, sondern „Abzweigungen“ von Waren en gros, also innerhalb der Lieferkette. Tatsächlich sind die solitären Ddelikte („einfacher Ladendiebstahl“) sogar rückläufig, während der „schwere Ladendiebstahl“ zunimmt. Gerade bei Baumärkten und im (Unterhaltungs-)Elektronikfachhandel ist gewerbs- und bandenmäßiger Betrug hauptursächlich für die riesigen Schadenssummen. Es wird ein eindeutiger Zusammenhang zum verstärkten Auftreten ausländischer, zumeist osteuropäischer Diebesbanden gesehen, die mafiöse Strukturen aufweisen.

Nicht nur der Handel ist Leidtragender der verhängnisvollen Entwicklung, auch der Staat: Über 510 Millionen Euro alleine an Mehrwertsteuer gehen ihm wegen des Diebstahls durch die Lappen. Die Firmen können nicht viel mehr tun, als noch stärkere Kontrollen durchzuführen – immerhin gehen geschätzte 350 Millionen Euro Schaden auf das Konto von Servicekräften und Lieferanten. Doch die Möglichkeiten und Kapazitäten der Unternehmen sind endlich. Alleine im vergangenen Jahr investierten sie 1,45 Milliarden Euro in Überwachungsmaßnahmen und Sicherheitstechnik. (DM)

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7 Kommentare

  1. Das kann gar nicht sein. Unser Politiker hat gesagt: „Niemandem wird etwas weg genommen!“

    Also ist es schlicht nicht möglich, dass nun dem Einzelhandel soviel weg genommen wird …

  2. Bei meinem Nachbarn ist letztens eingebrochen worden.
    „Und was sagt die Polizei?“ hab ich ihn gefragt.
    Hab nichts angezeigt, sagte er.
    „Und warum nicht?“
    Bringt nichts
    1. Hab keine Hausrat
    2. Wenn ich eine hätte würde die auch nicht zahlen wegen Fahrlässigkeit
    3. Die Wahrscheinlichkeit, daß der Einbrecher gefasst und verurteilt wird ist 1% – also gleich Null
    4. Selbst wenn der Einbrecher gefasst wird krieg ich mein Eigentum nicht zurück
    5. Hab keinen Bock meine Fingerabrücke und meine DNA bei der dummen Polizei abzugeben – für NICHTS

  3. Zwar klauen Merkelgäste überproportional häufig, es geht aber kein Weg dran vorbei: den größten Schaden richtet noch immer das Ladenpersonal an, obwohl es eigentlich auch ein Auge auf Stehldiebe haben sollte.Deshalb sieht man auch immer häufige externe Ladendetektive in den Geschäften.

  4. Die „Migration“, vor allem aus bettelarmen EU-Staaten, aber auch durch Asylforderer in Millionenstärke, schwemmt Hunderttausende von Dieben und sonstigen Kriminellen ins Land.

    Ich kannte Serben und Montenegriner, welche in Deutschland von Sozialhilfe leben. Ihre „Arbeit“ besteht im gewerbsmäßigen Stehlen und Hehlen. Ein schlechtes Gewissen ? Fehlanzeige. Sie haben mir gesagt, daß die SS ihre Verwandten erschossen hat, deshalb finden Sie es gerecht, daß sie die Deutschen ausplündern.
    Meine Strafanzeigen bei der Polizei liefen ins Leere. Es wurde nichts gegen die Kriminellen unternommen. Die BRD-Behörden finden wohl, daß die Invasoren gut integriert sind.

    Wenn ich bei Kaufland einkaufe, fallen mir reihenweise „Kunden“ auf, welche die Waren in mitgebrachte Beutel, Rucksäcke und Taschen einpacken. Das ist rechtlich gesehen vollendeter Diebstahl.
    Doch die Verkäufer bei Kaufland machen nichts. Die lassen die Diebe gewähren.
    Wissen vermutlich selbst nicht, wie die Rechtslage ist.

    Anständige Kunden sammeln die Waren in den Einkaufswagen oder Einkaufskörben, legen alles aufs Kassenband und bezahlen alles.

    Die erwähnten Selbsteinpacker machen es unterschiedlich. Ein Teil packt tatsächlich alles aufs Kassenband und bezahlt.
    Ein anderer Teil packt nur ein oder 2 Teile aufs Band, packt den Rest gar nicht aus – und kommt damit durch, weil die Kassiererinnen nicht in mitgebrachte Taschen schauen.
    Und die ganz Abgebrühten laufen mit den vollgepackten Taschen einfach raus. Niemand hält sie auf.

    Was alleine an einem Tag da bei Kaufland gestohlen wird, geht sicher in die tausende bis zehntausende Euro.

    • Ehe man als Rassist oder Nazi beschimpft wird und von der Chefetage keine Rückendeckung bekommt, sieht und hört man nichts

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