Linke stempeln islamkritische Zeichnerin als „Rassistin“ ab

Foto: Screenshot/Youtube

Die Islam-Lobby in der deutschen Medienlandschaft schießt sich auf ein neues Ziel ein: Die Cartoonistin Franziska Becker, die vom Deutschen Journalistinnenbund für ihr Werk mit der Hedwig-Dohm-Urkunde 2019 ausgezeichnet werden soll.

Die 70 jährige Cartoonistin gehörte zu den frühesten Vorreitern der Emanzipation im deutschen Pressewesen; bereits 1973 schloss sie sich in Heidelberg der Feministischen Bewegung an. Für Alice Schwarzers „Emma“ zeichnet sie seit 42 Jahren bissige und scharfsinnige Comics über die gesellschaftliche Rolle der Frau und das Geschlechterverhältnis. Fehlentwicklungen und „heiße Eisen“ hat die bekennende Feministin dabei nie gescheut – weder zu den Themen Gewalt gegen Frauen, Pornographie, Abtreibung, Intimwaxing noch Body-Shaming ließ sie den Zeichenstift ruhen. Dass Beckers Comics immer wieder auch in Zeitschriften und Magazinen wie „Stern“, „Titanic“ oder gar „Psychologie heute“ gedruckt wurden, beweist, dass die links-progressive Journalistenszene Deutschlands mit ihr lange Jahre inhaltlich überhaupt kein Problem hatte, sondern sie im Gegenteil als ihresgleichen betrachtete.

Das änderte sich schlagartig, seit Becker erstmals ein offensichtliches Tabu brach: In ihren Cartoons thematisiert sie zunehmend auch Probleme, die sich aus dem muslimischen Frauenbild ergeben, das zunehmend in der deutschen Öffentlichkeit – auch sichtbare – Verbreitung findet: Familiäre Gewalt gegen Frauen, Ehrenmorde, Vielehe und Zwangsheirat und natürlich die Debatte um Kopftuch, Burkini und Verschleierung sind einige Beispiele dafür. All dies sind gesellschaftliche Realitäten, denen sich ein aufgeklärter, unvoreingenommener Feminismus ehrlicherweise ebenso zu stellen hat wie der Gender Wage Gap oder den – eingebildeten bis echten – „Übergriffigkeiten“ alter weißer Männer und urdeutscher Patriarchen. Hier hat sich Becker – zum Glück – ebenso wie ihre Herausgeberin Alice Schwarzer einen kritischen, unverstellten Blick bewahrt: Sie beugt sich absolut keinem zeitgeistlichen Diktat oder gar Denkverbot.

Der Preis dafür ist hoch: Seit ihre Zeichnungen islamkritische Themen aufgreifen, wird Becker nicht nur von Muslimen, sondern vor allem von von Alt- und Salonlinken, darunter etlichen früheren Weggefährten, als „islamfeindlich“ und „rassistisch“ angefeindet. Dasselbe Los ereilt Alice Schwarzer schon seit Jahren. Vor allem journalistische Vertreter eines grundfalschen Verständnisses von „Multikultur“, die bis heute nicht begreifen können, dass sie im Namen der „Vielfalt“ ihre eigenen Werte verraten, schießen sich auf die Cartoonistin ein. Die Journalistin Sibel Schick eröffnete das Sperrfeuer und schwang wacker die Rassistenkeule – etliche ihrer Follower und seitdem viele andere folgten ihr in dieser absurden Einschätzung.  Die Chefin des Frauenportals „Edition F“, Teresa Bücker, setzte in der Beurteilung von Beckers Arbeiten sogar noch eins drauf: „Da wird einem ja schwindelig, so offen rassistisch insbesondere gegenüber kopftuchtragenden Frauen sind die.“ Es lässt tief blicken, wenn eine postfeministische Web-Karrieristin 2019 z.B. das Kopftuch noch immer als Ausdruck weiblichen Selbstbewusstseins feiert und jede Kritik an diesem rein religiösen Machtsymbol als „rassistisch“ diskreditiert. Wer so denkt und schreibt, hat den Schuss nicht gehört. Bei Bücker wundert einen diese haarsträubende Haltung jedoch kaum: Die Frau wurde einst von Deutschland bourgeoisestem Luxus-Linken, Jakob Augstein höchstselbst, für den Online-Auftritt von dessen wöchentlich erscheinenden Polit-Braille „Der Freitag“  rekrutiert und war 2012 bis 2014 für „Digitale Strategie“ des SPD-Bundesvorstands verantwortlich (wie die seitherige Entwicklung de SPD beweist, offenbar mit durchschlagendem Erfolg). Dass so jemand die legitime Kritik an mittelalterlichen, gänzlich GG-inkompatiblen Leitwerten des Islam als „rassistisch“ bezeichnet, ist  auf gewisse Weise schon drollig. Apropos Augstein: Auch dieser stimmte in den pro-muslimischen Tenor gegen Franziska Becker ein und moserte, aus seiner Sicht könnten ihre Cartoons durchaus „auch in der „Jungen Freiheit gedruckt werden“.

Besonders schäbig ist, wie „Deutschlandfunk Kultur“ heute über den Fall berichtet – und damit ist wieder einmal alles gesagt über das Niveau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: In einem nur vordergründig neutral gehaltenen Bericht wird über die Cartoonistin subtil geätzt und der Anschein erweckt, als sei ihre nunmehrige Ehrung ein regelrechter Skandal, den niemand so wirklich verstehe könne; als wäre die von extremer Intoleranz und einem diktaturkompatiblen „Freiheits“-Begriff nur so strotzende – „Kritik“ der üblichen Scharfrichter des Milieu Juste nicht nur berechtigt, sondern objektiver Befund. Damit nicht genug: das „Lebenswerk“, für den die Künstlerin geehrt wird, wird gehässig in Anführungsstrichen geschrieben. Rebecca Beerheide, Chefin des Journalistinnenbundes, vom „Deutschlandfunk Kultur“ verhörartig zur Rede gestellt, verteidigt die Preisverleihung zaghaft: Vor allem habe man Becker für ihre „Selbstironie“ ausgezeichnet. Einige der Comics seien „aber schon in irgendeiner Weise islamkritisch, und sie gefallen mir auch nicht hundertprozentig“, bemüht sich Beerheide um Wogenglättung – ganz so, als wäre „Islamkritik“ per se schon etwas Verbotenes.

Die fortschreitende Unsitte, alle kritischen Journalisten, Zeichner, Künstler, die dem islamophilen Zeitgeist nicht frönen wollen, als „Rassisten“, „Islam-Hasser“ oder „Hetzer“ zu verunglimpfen, erzeugt inzwischen ein fatales Klima der Unfreiheit. Immer mehr unkonventionelle Denker und Freigeister fürchten die systemtreuen Ankläger eines linken Feuilletons, das mit kulturrevolutionärer Unerbittlichkeit seine Opfer denunziert. Als Kurt Westergaard 2006 im dänischen Jyllands-Posten die berüchtigten „Mohammed-Karikaturen“ veröffentlichte, war die „Kritik“ der radikal-muslimischen Verbände, Islamisten und Fanatiker daran fast wortgleich und identisch mit den heutigen Vorwürfe gegen Franziska Becker. Was aus Westergaard wurde, ist bekannt: Der heute 84jährige erhielt Polizeischutz, lebt bis heute unter ständigen Morddrohungen und kann sich nicht mehr frei bewegen. Besonders verstörend dabei: Der Vorwurf des „Rassismus“ und der „diskriminierender Herabwürdigung“ wurde gegen ihn damals schon ebenso instrumentalisierend erhoben wie aktuell wieder, um letztlich den Tatbestand der „Prophetenbeleidigung“ wirksam aufzumunitionieren. Wer heute – angesichts von in jeder Hinsicht durch die künstlerische Freiheit gedeckten Comics – wieder ins selbe Horn stößt, der macht sich zum nützlichen Idioten einer Agenda, die da lautet: Die Islamisierung wird kommen, unaufhaltsam. (DM)

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10 Kommentare

  1. „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“ – Kevin Alfred Strom am 14.08.1993

  2. So ist das eben – früher oder später frißt die Revolution auch feministisch-linksradikale Kampfemanzen wie Fr. Becker.

    Wer Zerstörung bestellt, bekommt sie auch geliefert. Der alten Frau noch viel Freude mit den jungen Wild*nnen

  3. Welch eine abgenutzte Vokabel, dieses Wort „Rassismus“. Ich bin doch kein Rassist, wenn ich islamkritisch oder islamfeindlich bin. Seit wann ist Islam eine Rasse??

  4. Ich sehe da eine ganze Reihe von klaren Fällen der Islamkritikophobie. Und das ist wirklich eine Phobie. Weil sie nicht nur unbegründet ist, sondern auch an der Realität vorbei geht.

  5. Nach dieser kruden Logik werden die Opfer des
    islamistischen Massakers von Charlie Hebdo
    posthum ebenfalls zu Rassisten erklärt. Ekelhaft!

  6. Die grössten Rassisten sind wahrscheinlich diejenigen, die alles und jedes als Rasse bezeichnen. Es ist echt nicht einfach, wenn intellektuell Unterbelichtete den ganzen Tag ihr Manko zur Schau stellen müssen, aber eine Demokratie muss sowas aushalten.

  7. Ich weiß ja, das das jetzt H+H Rede sein soll, aber dem „Enthüllungspack“ ist die Enthüllung durch die Angehörigen des pisslahms zu wünschen, dann gibt es keine Fragen mehr….

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