Gerald Grosz: Das Klimawandel-Gespenst geht um

Gerald Grosz: Das Klimawandel-Gespenst geht um; Foto: Screenshot Youtube
Gerald Grosz: Das Klimawandel-Gespenst geht um; Foto: Screenshot Youtube

Gerald Grosz: „Europa bangt und zittert, hysterische Schnappatmung setzt ein, der Schweiß rinnt uns über die tiefen Gesichtsfurchen, die Menschheit wird von einer generalisierten Angststörung ergriffen.

Das erhoffte Weltende wird beschworen, der herbeigeschriebene Klimawandel wird uns alle treffen, die Menschheit wird unter der sommerlichen Gluthitze verbrennen. Diese Schlagzeilen donnern täglich auf uns herein, die Vertreter des jüngsten Gerichts werden vom medialen Blätterwald professionell flankiert.

Keine TV-Sendung, in der man nicht den an sich üblichen Hitzesegnungen der Sommermonate entkommt. Jede Wetterregung wird dem mediengerecht inszenierten Klimawandel zugeschrieben. Allen voran die Heilige Gretl von Schweden, die Wettergöttin des Zeitgeistes, das angebetete „goldene Kalb“ des 21. Jahrhunderts, samt ihrer minderjährigen Aposteln, die statt die Turnstunde und den Religionsunterricht zu schwänzen (wie wir damals), heute einen ganzen Freitag der Schulpflicht entrissen haben.

Dicht gefolgt von Prominenten aller Art, die in der Bekämpfung des schnöden Wetters eine halberotische Leidenschaft gefunden haben. Was vor Jahrzehnten noch das strapazierte Ozonloch war ist heute der gefürchtete Klimawandel. Was vor einigen Jahrzehnten noch der Smog war, wird heute frisch lackiert als Feinstaub im Gemischtwarenhandel der Ökoterroristen im politischen Abverkauf angeboten.

Und auf der perfekten Angstwelle etablieren sich wieder die GrünInnen, statt Wahlkampf sitzen sie an einem Pool und lassen das Wetter für sich arbeiten. Sie müssen sich jetzt hinsetzen und ganz stark sein: 37 Grad Temperatur hat es und das ausgerechnet im Sommer. Dieselbe Überraschung erleben wir übrigens im Winter, wenn die Menschheit mit Erstaunen zur Kenntnis nimmt, dass es kalt ist und schneit. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, diese Temperaturen wurden bereits vor 10, 20, 50, 70, 100 Jahren gemessen. Und es soll in der Menschheitsgeschichte nicht selten vorgekommen sein, das Hitze- und Kälteperioden sich abgewechselt haben. Und selbst die Jahrhunderte alten Bauernregeln besagen: Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten. Mark Twain, auch ein Vertreter der Menschheit vor 150 Jahren – da gab es noch keine Gretl und keinen Arnold – wird wie folgt zitiert: „Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“

Und daher mein Rat für all jene Menschen, die es verlernt haben, mit den Jahreszeiten und dem Wetter zu leben: Abtauchen 🌊

Ps.: Für alle Kellerlacher: ich habe eine Badehose an 😜“

(Quelle: Gerald Grosz)

Loading...

3 Kommentare

  1. Weltende— ein Gedicht von Jakob van Hoddis (1911)

    „Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei,
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.
    Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
    An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
    Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
    Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.“

  2. 1540 war CO 2 noch kein Thema

    Die schlimmste „Megadürre“ erlebte Europa vor 475 Jahren. Neun Monate lang fiel kaum Niederschlag, der Boden riss auf, das Wasser wurde knapp
    Allerdings: So trocken wie vor 475 Jahren war es bis dato in Mitteleuropa nie wieder. Denn 1540 erlebte Europa eine „Megadürre“ – die bisher längste Trockenheit seiner Geschichte. Das geht aus rund 300 Chroniken hervor, die von einem 32-köpfigen Forscherteam um Oliver Wetter von der Universität Bern ausgewertet und 2014 im Fachmagazin „Climate Change“ veröffentlicht wurden. 1540 fiel damit weit extremer aus, als das bisher als „Jahrhundertsommer“ titulierte Jahr 2003.
    Den heißesten Sommer gab es bisher 1947
    Der Spitzenreiter ist bisher der Sommer des Jahres 1947, mit einer ungewöhnlichen Hitze und Trockenheit.
    Heiße Sommer gab es schon oft
    Auch wenn viele Deutsche sich nicht erinnern können, jemals zuvor so ausdauernd geschwitzt zu haben: Heiße Sommer sind hierzulande gar nicht so selten, schrieb Manfred Lindinger in der FAZ. Die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach, die die Temperaturen, Niederschläge und Sonnenscheindauer der vergangenen hundert Jahre erfasst haben, berichten, dass es besonders „sonnige“ Sommer bereits in den Jahren 1905, 1911, 1917, 1921, 1947, 1959, 1975, 1982, 1983 und 1992 gegeben.
    Nicht überbewerten
    Die Meteorologen warnen jedoch davor, die Beschleunigung der Erwärmung als Indiz für eine drohende Klimakatastrophe zu werten. Einzelne Wetterextreme wie die diesjährige Hitzeperiode oder die Jahrhundertflut 2002, so ist man sich einig, sind keine Beweise. Die Summe über mehrere Sommer zeigt den anthropogenen Einfluß, den es unbestritten gibt. Doch wie stark der ist, auch darüber streiten die Gelehrten. So wird von einigen Forschern für die kommenden hundert Jahren eine Erwärmung der Erdatmosphäre von 1,5 bis 6 Grad prognostiziert. Die Folge wären noch deutlicher wärmere Sommer, als wir sie derzeit erleben.
    Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10.08.2003

    Mittlere Temperatur erhöhte sich
    Laut IPCC, dem Internationalen Klimabeirat, hat sich die mittlere Temperatur in den vergangenen hundert Jahren um 0,6 bis 0,8 Grad erhöht. Ein besonders starker Anstieg ist seit den siebziger Jahren festzustellen. Die neunziger Jahre waren das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Messungen. Um 0,3 Grad zum Beispiel ist die Tagesmitteltemperatur in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren angestiegen.

    Auch das gab es: Kälterekord im Juni
    Zu den besonders kühlen Sommern gehören die Jahre 1909, 1913, 1916, 1918, 1923, 1956, 1962, 1965, 1978, 1985 und 1987. Die mittlere Temperatur der Sommermonate lag etwa zwei Grad unter dem Referenzwert von 16,3 Grad, dem Temperaturmittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Den Kälterekord brachte der 4. Juni 1919: Damals wurden in Berlin nur 10,0 Grad gemessen.

  3. War nicht gerade der Mai einer der kältesten seit Aufzeichnung?
    Aber darüber KEIN WORT in den Medien.

Kommentare sind deaktiviert.