EU-Sondergipfel: Weber kritisiert Macron

Foto: Emmanuel Macron (über dts Nachrichtenagentur)

Brüssel – Neuer Krach im antidemokratischen Mauschelzirkus: Wenige Tage vor dem entscheidenden EU-Sondergipfel zur Besetzung der europäischen Topjobs hat der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU), den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron indirekt scharf angegriffen. „Seit dem Europäischen Rat ist das Spitzenkandidatenprinzip vermeintlich begraben. Bisher haben diejenigen obsiegt, die destruktiv unterwegs sind und etwas verhindern wollen. Konstruktive Ansätze, Vorschläge, die auch eine Chance auf Akzeptanz im Europäischen Parlament haben, liegen in weiter Ferne“, schreibt Weber in einem Gastbeitrag für die „Welt“ (Mittwochsausgabe). Macron hatte sich in der Vergangenheit vehement dagegen gewehrt, dass nur ein Politiker, der zuvor Spitzenkandidat seiner Partei bei den Europawahlen war, zum Präsidenten der Europäischen Kommission gewählt werden soll. Der französische Präsident hatte dafür beim EU-Gipfel in Brüssel in der vergangenen Woche zahlreiche Regierungschefs als Verbündete gewonnen.

„Teile des Europäischen Rates wollen die Idee des Spitzenkandidatenprinzips, dass nur ein Kandidat, der vor der Wahl Gesicht gezeigt hat, Kommissionspräsident werden kann, einfach vom Tisch wischen. Das Wahlergebnis würde damit irrelevant“, schreibt Weber dazu. Die massiv gestiegene Wahlbeteiligung spielte „plötzlich keine Rolle“ mehr.

„Transparenz und Demokratie würden hintangestellt. Die EU ist auf bestem Wege zurück zur Entscheidungsfindung im Hinterzimmer. Die Frustration von Wählern ist absehbar“, so der EVP-Spitzenkandidat weiter.

Die Folgen für die europäische Demokratie, für die EU insgesamt, wären „verheerend“. „Manche Radikalen würden daraus unweigerlich Profit schlagen. Dann wären die Verlierer der Europawahlen plötzlich die Gewinner“, schreibt Weber in dem Gastbeitrag für die „Welt“. Der CSU-Politiker und EVP-Fraktionschef im Europäischen Parlament bekräftigte zugleich seinen Anspruch, die EU-Kommission als Nachfolger von Jean-Claude Juncker ab November zu führen: „Es war absolut transparent, wer für die EVP mit welchem inhaltlichen Profil die neue Kommission führen soll. Jeder Wähler hatte die Möglichkeit zu wissen, wer in Verantwortung stehen soll, falls die EVP die Wahl gewinnt: nämlich Manfred Weber als Kommissionspräsident“, schreibt der CSU-Politiker weiter. (Quelle: dts)

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10 Kommentare

  1. Obwohl mir Manfred Weber echt zuwider ist, könnten die Differenzen mit Macron eigentlich per Zweikampf nach mittelalterlicher Sitte ausgetragen werden. Religiös sind wir ja schon auf einem „guten Weg“.
    Macron hätte gegenüber Weber dann wohl schlechte Karten. Was so ein echter Niederbayer ist, der kann schon zuschlagen! (Ironie aus)

  2. Hauptsache die Akzeptanz des EU-Parlaments ist gewährleistet – was der europäische Bürger zu akzeptieren bereit ist, interessiert keine Sau……
    Weg mit dem Drecksverein………..

  3. Der Weber ist doch nur auf Pöstchen aus, die gut dotiert sind und ohne jegliche Verantwortung, vieleicht bekommt er dann auch noch Ischas wie Junkers.

  4. „Transparenz und Demokratie würden hintangestellt. Die EU ist auf bestem
    Wege zurück zur Entscheidungsfindung im Hinterzimmer. Die Frustration
    von Wählern ist absehbar“, so der EVP-Spitzenkandidat weiter.

    War das der Weber der „Feinden der EU“ das Geld streichen wollte und der Weber der hinter den Kulissen erfolgreich darauf gedrängt hat, dass Fidesz auf einen
    eigenen Kandidaten für den Posten eines Vizefraktionschefs verzichtet?

  5. Der Weber spricht nur für sein eigenes Vorankommen ins Amt und verbirgt das hinter allgemeinen-wolkigen Phrasen. Lächerlich. Außerdem will dieses Männeken unsere direkte Gasleitung zum Produzenten, Nord Stream II, noch mitten im Bau wieder abbrechen lassen. Nur, damit er Stimmen aus dem Osten für sich bekommt. Das muss man sich mal vorstellen. Und so was wird womöglich gewählt.

  6. Ich habe genug von diesen Scheindemokraten,reden von Demokratie und wissen nicht einmal mehr wie dieses Wort buchstabiert wird. Und dieser möchtegern Napoleon soll sich mal um sein,vom Islam versifftes Land kümmern!

  7. Macrone will den Weg für sich und für Raute freimachen.
    Weber will keine „Nationalen“, die an den Trog gehen.

    So oder so „Elite“ untereinander

  8. So sieht es aus,Weber hat den Posten geerbt und seine kleine Birne kann nicht verstehen,das der 100 Prozentige Jubel ausfällt.Tut er nur so oder ist er wirklich so eine Hohlbirne.

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