Feuer frei! Polizei erschießt gefährliche Tiere

Foto: Von Sergey Chirkov/Shutterstock

Wiesbaden – Hessen ist ein gefährliches Land. Nirgendwo ist man wirklich sicher. Nicht einmal auf dem Lande. Aus einem Bericht über den Schusswaffengebrauch der hessischen Polizei geht hervor, dass dem Menschen nicht nur Gefahr von seinesgleichen droht, sondern vor allem von Vierbeinern. Laut einer Anfrage der FDP griffen die Polizisten weitaus mehr zur Schusswaffe, um gefährliche Tiere zu erschießen, als mutmaßlich gefährliche Menschen.

Mehr als 1290 Mal haben Hessische Polizisten im vergangenen Jahr die Dienstwaffe abgefeuert und dabei in der überwiegenden Zahl der Fälle verletzte Tiere von ihrem Leid erlöst, berichtet der HR und fügt im nachfolgenden Satz hinzu, dass es sich um „gefährliche Tiere“ handelt.

„Gegen Menschen richtete sich nur ein sehr geringer Anteil der Schüsse aus Polizeiwaffen. Dabei wurden 2018 hessenweit zwei Menschen getötet und drei verletzt,“ berichtet der Staatssender weiter, der mutmaßlich wie alle gleichgeschalteten Medien mit dem Sommerloch kämpft. Immerhin hätte sich der Redakteur noch die Mühe machen sollen, welche gefährlichen Tiere das Ministerium meint. Durch die Fußgängerzonen tobenden Wildscheine? Beißwütige Kampfhunde? Oder gar wie in Pamplona heißblütige Stiere, die Shoppingmeilen in Arenen verwandeln. Auch Wölfe wurden schon in Hessen gesichtet. Im Nachbarland Niedersachsen soll der braune Lümmel sogar in der Nähe eines Waldkindergartens gesichtet worden sein.

Welche Rückschlüsse kann man aus der HR-Meldung ziehen? Sind Tiere am Ende viel gefährlicher als Menschen? Und wer sind die zwei gefährlichen Menschen, die durch Polizeikugeln starben. Einer von ihnen ist der Afghane Mattiullah J., der im April 2018 eine Bäckerei mit Faustdicken Steinen bombardierte und anschließend auf Polizisten losging. Einem der Beamten entriss er den Schlagstock und wollte auf ihn einprügeln. Der Ordnungshüter machte von seinem Recht auf Notwehr gebrauch und schoss. Anschließend gab es den gewohnten Shitstorm. Im zweiten Fall ging ein prügelnder Familienvater aus Kasachstan laut Spiegel mit zwei Messern auf die Beamten los. Auch hier lautete die Devise wie im bekannten Rammstein-Song „Feuer frei!“. (KL)

 

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2 Kommentare

  1. Schwachsinnige Aussagen dazu sind natürlich wie immer zu erwarten. Meist handelt es sich um bei Autounfällen verletzte Tiere, denen die Polizei den Fangschuss anträgt. Ich kann niemandem raten, sich einer verletzten Wildsau unbewaffnet zu nähern. Diese Tiere können auch schwer verletzt noch massive Angriffe auf Menschen vornehmen, die auch tödlich enden können. In einem Waldgebiet ohne Begleitung von einer Sau oder Keiler angenommen zu werden und eine Arterienverletzung am Oberschenkel zu erhalten, ist nicht erstrebenswert.

  2. Danach lechtzt die Killerseele,Tiere in die Enge ohne Ausweg treiben um sie dann ungestraft zu meucheln.Der Mensch ist schon ein Ungetüm !

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