Die Abdichtung der Balkanroute

Wolfgang Prabel

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlecht (Foto: Von Procyk Radek/Shutterstock)

Die Grenze zwischen Slowenien und Italien ist offen wie ein Scheunentor. Viele Italiani fahren am Wochende nach Piran, Portoroz oder Isola um der Enge von Triest  zu entfliehen, Landschaft zu genießen, relativ preiswert zu essen, zu baden und zu wandern. Piran ist wirklich eine Reise wert. Das Beitragsbild zeigt den Marktplatz dieser ehemals venezianischen Stadt.

Nachdem Italien die Eingänge über den Seeweg versperrt hat, müssen die Landgrenzen geschützt werden. Das berichtet der „Libero Quotidiano“ heute. Italien und Slowenien haben ein operationelles Protokoll zwischen den Grenzpolizeien unterzeichnet. Vorgesehen sind gemischte Patrouillen, wie sie bereits im Westen mit den Franzosen praktiziert werden, um die Grenzen zu schützen, potenzielle Schlepper zu blockieren und die irreguläre Einwanderung zu stoppen. Der vom Innenminister, Matteo Salvini, nachdrücklich gewünschte und vom Präsidenten von Friaul Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, ausgearbeitet Plan wird bereits in den nächsten Wochen in Kraft treten.

„Wir haben die Eingänge über den Seeweg blockiert und jetzt verstärken wir die Wachsamkeit, um die Landgrenzen zu schützen. Italien ist nach Jahren nicht mehr das Lager für illegale Einwanderer in Europa“, sagte der Chef des Innenministeriums. Die gemeinsamen Patrouillen beginnen am 1. Juli mit dem Ziel, der Einreise irregulärer Migranten nach Friaul-Julisch Venetien entgegenzuwirken. „Ich bin zutiefst besorgt darüber, was an der italienisch-slowenischen Grenze passiert“, gab Fedriga zu, „trotz der enormen Anstrengungen der Regierung, die die Verstärkung der Strafverfolgungskräfte und eine stärkere Verteidigung des Territoriums angeordnet hat. Die Situation kann nicht gelöst werden, wenn nicht alle beteiligten Länder ihren Beitrag leisten.“ Daher die Partnerschaft mit Slowenien.

Österreich hat ein anderes Konzept. An den Grenzübergängen Hegyeshalom, Sopron, Kóphaza, Köszeg, Bucsu und Rábafüzes sind ständig Grenzposten stationiert, die stichprobenartig kontrollieren. Nicht ganz so luschig wie die deutsche Kontrolle auf der A 3 bei Pocking.

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7 Kommentare

  1. In Sloweniens Nachbarland Kroatien,nehmen Grenzbeamte die Asylanten fest,nehmen Dokumente und Geld ab, verprügeln sie und schicken sie ,unter Begleitung von Schüssen in die Luft ,wieder zurück nach muslimisch Bosnien.
    So geht das.

  2. Also ich sehe auf dem Beitragsbild nur eine Landstrasse und einen von Invasoren überfüllten Fahrradweg!

  3. Ich glaube nicht, dass die Slowenen die Flüchlinge behalten wollen. Wie soll es also funktinieren, wenn Italien dicht macht?

  4. Dieses Schengenabkommen ist das Grunduebel der Ueberfremdung Europas.

    Dass die Zoll-, Handels- und Waehrungsunion der EU nichts mit offenen Grenzen gemaess Schengen zu tun hat (jeweils einzelne Vertraege) wissen die wenigsten.

    Ein Schengenaustritt waere noetig, um Europas Identitaet zu retten.

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