Marode, erschöpft, fanatisiert: die Merkel-Republik

Wolfgang Hübner

Foto: Collage

Es war zu erwarten: In Aachen hat am Freitag der faktische Zusammenschluss der sogenannten „Fridays for Future“-Bewegung mit linken und linksextremen Gruppierungen stattgefunden. Und es war die FFF-Ortsgruppe Köln, die ein Transparent mit der aufschlussreichen Parole „Burn Capitalism Not Coal“ beim Aufmarsch zeigte. Es geht also, auch das war zu erwarten, nicht ums Klima und nicht um die Umwelt, sondern um einen Systemwechsel in Diktatur, Armut und Gewalt. Spätestens jetzt wäre es die Aufgabe, ja Pflicht der derzeit verantwortlichen Politiker, insbesondere der Bundeskanzlerin und des Bundespräsidenten, sowie zumindest der Berliner Regierungsparteien, eine klare Botschaft in Richtung FFF und Co. zu geben: Stopp!

Aber das gesamte politische Machtkartell ist nicht nur innen- wie außenpolitisch völlig orientierungslos – es ist derzeit auch ausschließlich damit beschäftigt, unter williger Assistenz der gesinnungskonformen Medien eine „braune RAF“ zu konstruieren, vor der sich die deutschen Wähler so fürchten sollen, dass sie endlich wieder die paralysierte CDU und sogar die dreiviertel tote SPD wiederbeleben mögen. Nun muss man sich sicherlich nicht um den Kapitalismus sorgen, der für den Wohlstand sorgt, dessen die verhätschelten FFF-Aktiven angeblich überdrüssig sind, der jedoch für die Ansprüche von Kevin-Alexander und Sophie-Charlotte so unverzichtbar ist wie ihr geliebtes Smartphone und die obligatorische Fernreise nach dem Abitur.

Der Kapitalismus hat bekanntlich schon ganz andere Prüfungen überstanden als die fanatisierten FFF-Kinderkreuzzüge und die neue deutsche Klimareligion aus der Konkursmasse der Amtskirchen. Die offizielle deutsche Politik hingegen ist in einem solch katastrophalen Zustand, dass deswegen beunruhigte Zeitgenossen keineswegs glühende Patrioten, sondern einfach nur um ihre soziale Existenz besorgte Bürger sein müssen. Denn es gehört keine besondere Analysefähigkeit dazu, um all die Warnzeichen zu erkennen.

Da ist die Regierung: Merkel ist sichtlich ausgelaugt, doch sie zittert vor einem Ruhestand, der eine Abrechnung mit ihrem Grenz-Putsch von 2015 samt Folgen zu werden droht; Steinmeier genießt sein Amt, aber keine Autorität; Maas ist der peinlichste Außenminister in der BRD-Geschichte, doch ein unermüdlicher Antifa-Einpeitscher; für Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmaier hätte es in besseren Zeiten noch nicht mal zum parlamentarischen Staatssekretär gereicht. Über das restliche Personal sei höflich geschwiegen. Als politische Hoffnungsträger des Machtkartells gelten eine Partei, die Deutschland umvolken, kastrieren, ausplündern und dann abschaffen will; ihr Kanzlerkandidat in spe ist ein politischer Schwadroneur, erfolgloser Schriftsteller und Schmalspur-Philosoph, der in seinem nordländlichen Idyll kein Vaterland und keine Nation kennen will.

Die einstmals so großen Amtskirchen liegen im Glaubenskoma, sind allerdings immer hellwach, wenn der ihren boomenden sozialindustriellen Geschäftszweig nährende Strom von Sozialasylanten zu stocken droht. Der Kulturbetrieb kuschelt sich mit gewaltigen Subventionen willig im Bett der Mächtigen, stets bereit zum tapferen Kampf gegen das Gespenst der rechten Machtergreifung. Die Geschwätzwissenschaften an den Universitäten sind so links wie unfruchtbar; die Naturwissenschaften dort verhalten sich still und ducken vor der Übermacht der Ideologen weg.

Das Niveau der öffentlichen Schulen geht unaufhaltsam abwärts, die besserbetuchten Eltern, gerne Grünwähler, lassen ihren Nachwuchs auf private Bildungsinstitute flüchten. Dort ist der Kontakt mit den Früchten der Umvolkung bislang noch erträglich, übrigens ebenso wie auf den FFF-Kundgebungen. Handwerk und Kleinbetriebe stöhnen unter dem fehlendem Niveau und Ausbildungswillen derer, für die es nicht zum Massenabitur gereicht hat.

In Wirtschaft und Industrie muss zwar viel von Ethik, Nachhaltigkeit und Verantwortung geheuchelt werden, um dem Zeitgeist Genüge zu tun. Doch immerhin läuft die Produktion in der Arbeitsfabrik der EU weiter recht ungestört. Da viele deutsche Manager grün wählende Frauen sowie FFF-verrückte Kinder haben, gibt es allerdings auch in den Chefetagen steigende Zahlen der akut von schlechtem Gewissen und Quotenfrauen bedrängten Firmenlenker.

Was aber ist mit dem deutschen Volk – den vielen Millionen „Somewheres“? Seien wir ehrlich: Ein nicht geringer Teil will derzeit unter keinen Umständen irgendwelche Warnzeichen oder Abwärtstendenzen erkennen; ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Teil ist auf die eine oder andere Weise so wohlstandsverwahrlost, dass es schon schwerster Erschütterungen bedürfte, um wenigstens bei einigen davon positive Wirkung zu erzielen.

Viele sind eingelullt, eingeschüchtert von der einseitigen Medienpropaganda. Und selbstverständlich sind all jene, die noch im Arbeitsprozess sind, das Haus oder Wohneigentum abbezahlen müssen, steigende Mieten aufbringen sollen, Kinder haben und sich noch um die alten Eltern kümmern, kräftezehrenden Verpflichtungen ausgesetzt, die wenig Zeit lassen für aktives Eintreten gegen den deutschen Niedergang. Immerhin wählen einige Millionen die AfD, immerhin gibt es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR Widerstand gegen die Zumutungen der „bunten Republik“, der auch auf der Straße stattfindet.

Die AfD ist im Osten relativ stark. Umso schwächer wirkt sie im Westen des Landes. All die Wahlerfolge der Vergangenheit können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Partei nicht kampagnenfähig ist und im Westen jede öffentliche Aktion ängstlich zu meiden scheint. Doch nur parlamentarisch, darüber sollte es keinen Zweifel geben, lässt sich die deutsche Misere nicht positiv wenden.

Die rechte Opposition in Deutschland muss in dieser Situation eine gemeinsame Minimalplattform formulieren, die zumindest Tausende für gezielte Straßenproteste mobilisieren kann. Wenn noch nicht einmal das möglich sein sollte, dann wird der neue deutsche Sonderweg noch mehr Tempo Richtung Abgrund aufnehmen.

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7 Kommentare

  1. Die dummen jungen Menschen werden hart in der Realität ankommen, und es wird Keiner da sein, der Ihnen die Pampers richtet…..

  2. Ich denke, bei diesem Volk muß es erst schlimmer kommen, bevor es besser wird.
    Ansonsten steht diesem Land vor, ein 3. Mal ganz von vorne zu beginnen, aber natürlich nicht mit diesen Politikern.

  3. Wieso beschäftigt ihr euch die ganze Zeit mit den Feinden und deren Zielen schreibt ihr hier? Mit dummdämlichen aus der SPD und CDU, eben mit Feinden, und Grünes Salat wo keine Kohle mehr wächst, ebenso, Feinde.
    Es mag ja Leute geben, die glauben an das kollektive Unbewusste. So wäre das Volk in diese Richtung zu manipulieren, dass sie eben die Richtung derjenigen die meinen dass es so lang gehen soll, in die Köpfe der Menschen hinein zu manipulieren. Und ihr legt nach, zeigt genau in die gleiche Richtung nur noch offener, wo es lang gehen soll. Ihr zeigt offen dar, was sie vor haben. Nicht ganz, aber sogar. Doch nur Kritik ist Kritik.
    Wenn man dies auf das Kollektive Unbewusste überträgt, dann wären die zwei Sachen, die offizielle Mainstream die die Menschen dahingehend beeinflussen wollen wohin es gehen soll, und die Alternative die den Menschen zeigt wohin es lt. den Machthabern gehen soll, in ein und dieselbe Richtung zeigend veteint.

    Den Kommentaren zu entnehmen haben die meisten es auch oft schon geschluckt. Kritisierend wohin es geht, den Endzustand aber schon in sich vereint. Mei, das nennt man Widerstand!

  4. Ich glaube die meisten Politiker sind schon nur noch auf ihren posten fixiert, um diesen über die Runden zu retten und egal welchen Scherbenhaufen sie hinterlassen

  5. Der Atikel hat es sehr gut auf den Punkt gebracht. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

    Karl Marx würde heute sein Zitat wie folgt abwandeln statt
    „In seinem Sessel …“
    „Vor der Glotze behaglich dumm, sitzt schweigend das deutsche Publikum“.

  6. immer Wenn ich was nicht essen mochte hat meine Mutter gesagt das andere Kinder in armen Ländern froh wären wenn sie das hätten.
    Dies Klima Terroristen sollten sich mal selbst hinterfragen und überlege was und wer Ihnen das überhaupt möglich macht.

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