Etablierte Revolutionäre: Die Systemlinge proben den Aufstand gegen Freiheit und Demokratie

Max Erdinger

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Staatswappen Deutsche Demokratische Republik mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz im Museum Tränenpalast in Berlin.Foto : Winfried Rothermel

Wenn es nicht so grotesk wäre, müsste man schallend darüber lachen: Ausgerechnet dasjenige Establishment, dessentwegen die AfD entstanden ist, will partout nicht wahrhaben, daß es selbst Ursache jener Zustände ist, die es nun beklagt. Es ist faszinierend, wie das Establishment sich in die infantile Haltung versteigt, völlig grundlos sei irgendwie „das Böse“ von irgendwo hergekommen, habe die Gestalt von Sarrazin, Buschkowsky, der AfD und einer Unzahl weiterer „Ungeheuer“ angenommen, und daß diese Ungeheuer nun dabei seien, das „ewiglich Gute“ in Gestalt ihrerselbst zu neutralisieren. Allein für diese Selbstwahrnehmung gehört das gesamte Establishment in den Kindergarten gesteckt, anstatt freidrehend in den Medien und der Politik zu marodieren.

Typisch für die Vertreter einer solchen infantilen Haltung ist Friedrich Merz. Was glaubt er eigentlich, wie lange die Erinnerung des politisch interessierten Bundesbürgers zurückreicht? Nicht länger als fünf Minuten? Noch im November vergangenen Jahres erklärte er, kooperativ mit Frau Merkel zusammenarbeiten zu wollen. Da hatte er ja auch noch die Einbildung, in der CDU etwas Großes werden zu können. Beim CDU-Parteitag im Dezember dann die Niederlage. Nicht Friedrich Merz wurde CDU-Chef, sondern Frau Kramp-Karrenbauer. Und die CDU verliert seither massiv weiter an Zustimmung, vor allem in den östlichen Bundesländern. Nachdem Friedrich Merz´ Felle aber einstweilen davongeschwommen sind, klingt der Mann weit weniger kooperativ, als er noch vergangenen November angekündigt hatte.

In der „Jungen Freiheit“ war zu lesen, Merz habe die Kanzlerin dafür verantwortlich gemacht, daß es die AfD überhaupt gibt. Schon dem Namen nach bezöge sich die „Alternative für Deutschland“ auf Merkels „alternativlos“. Aber: Die AfD trägt Mitverantwortung am Mordfall Walter Lübcke, so Merz. Vor wenigen Wochen noch, kurz nach dem berüchtigten Rezo-Video („Die Zerstörung der CDU“) behauptete Merz, der Abstieg der CDU sei dem Umstand geschuldet, daß die Kanzlerin die selbstgesteckten „Klimaziele“ nicht erreicht habe.Geschenkt. Niemand, der den IQ von Merz zutreffend einschätzt, wird ihm abnehmen, daß er an den „anthropogenen Klimawandel“ glaubt. Er weiß nur, daß das ein aktuelles Thema ist und daß eine Partei „Themen besetzen“ muß – und zwar nicht etwa deswegen, weil sie sich einer objektiven Wahrheit verpflichtet sähe, sondern weil es „gut für die Partei“ ist. Für eine Partei und ihre Funktionäre ist es unerheblich, ob sie von Informierten oder von Desinformierten gewählt wird. Hauptsache, sie wird gewählt.

Friedrich Merz ist kein Dummer, außer in einer Hinsicht: Er scheint, wie die meisten, in dem Wahn gefangen zu sein, man könne heute dies und morgen jenes behaupten, ohne daß die eigene Glaubwürdigkeit jemals Schaden erleiden würde. Inzwischen registriert man nicht mehr nur, was Friedrich Merz sagt, sondern deutlicher noch, warum er es jeweils sagt, und vor allem, warum er es jeweils zu dem Zeitpunkt sagt, an dem er es sagt. Merz ist kein Konservativer, sondern ein auf konservativ geschminkter Opportunist, der glaubt, niemand könne das erkennen. Und weil er das wiederum glaubt, rechnet er auch damit, ernst genommen zu werden, wenn er, wie heute in der BILD nachzulesen ist, behauptet, „wir verlieren die Polizei und die Bundeswehr an die AfD„. Wer, glaubt Friedrich Merz verdammt nochmal, ist eigentlich WIR?

Das Gegenteil dürfte der Fall sein. „WIR“ dürfen uns froh und glücklich schätzen, daß wenigstens Polizei und Bundeswehr noch an demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien festhalten wollen, während ein Friedrich Merz sich offensichtlich entschieden hat, sein Glück vorläufig noch auf Seiten der wahren Feinde von Demokratie, Verfassungstreue und Rechtsstaatlichkeit zu suchen. Dabei reicht es noch nicht einmal mehr zu so viel Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, als daß ihm auffallen würde, wem er letztlich die „Mitverantwortung am Mordfall Walter Lübcke“ in die Schuhe geschoben hat. Logisch: Wenn die „alternativlose“ Kanzlerin am Entstehen der AfD schuld sein soll, die AfD angeblich aber „Mitverantwortung am Mordfall Walter Lübcke“ trägt, dann trägt die Frau, mit der er vergangenen November noch kooperativ zusammenarbeiten wollte, ebenfalls eine Mitverantwortung. Und weitergesponnen: Er selbst trägt eine Mitverantwortung. Dümmer hat sich noch kein opportunistischer Schlaumeier ins eigene Knie geschossen.

Foto: Imago
Friedrich Merz – Foto: Imago

Wer trägt eigentlich die „Mitverantwortung an der Vielzahl derjenigen Morde“, die allesamt in der Folge der unkontrollierten Grenzöffnung vom September 2015 passiert sind? Wer trägt denn – nach Merz´ „Logik“ und der „Logik“ aller anderen, die in dasselbe Horn stoßen – die „Mitverantwortung“ daran, daß diese Mörder Gelegenheit zu ihren Taten erhalten haben?

Wenn man Friedrich Merz heute fragte, ob er sich eigentlich für einen moralischen Menschen hält, dann würde er einen vermutlich anschauen wie der Ochse vor dem Berg und ein Gesicht machen, als verstünde er die Frage nicht. Er würde einen glauben machen wollen, die Frage käme ihm so vor, als sei sie grundlos von irgendwo hergekommen, womöglich von genau dort, wo auch „das Böse“ plötzlich hergekommen ist und „ganz unzweifelhaft“ mitten im Raum steht. Es sind Typen wie Friedrich Merz, die auf Rechtsstaatlichkeit und Demokratie wirken wie die Monstwerwelle auf den Sandhaufen. Nicht die AfD, die Polizei oder die Bundeswehr verlassen die demokratischen Pfade, sondern CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke. ARD, ZDF, SPIEGEL, ZEIT, Süddeutsche Zeitung, t-online, Hans Leyendecker und die Scharen derer, die in ihnen die „Influencer“ sehen – last not least …

Christof Wackernagel in der „Welt“

Wackernagel ist ehemaliger RAF-Terrorist und hat – man mag es kaum glauben – ausgerechnet in Springers „Welt“ eine Plattform bekommen, um seine Sicht auf den Mordfall Walter Lübcke zu verbreiten. „Lübcke mußte sterben, weil er das C im Parteinamen praktisch anwendete„. Ausgerechnet Wackernagel fühlt sich heute berufen, uns das „C“ in „CDU“ zu erklären? Da kann man nur hoffen, daß ihm die Russisch-Orthodoxen, die Altgläubigen oder die Piusbrüder mit Interesse zuhören. Hört, hört! Der Wackernagel weiß jetzt, was „christlich“ genau zu bedeuten hat!

Christof Wackernagel – Foto: Imago

Mit den Christen ist es so wie mit den Gummibärchen: Es gibt solche und solche. Einen klimabewegten Hüpfprotestanten, der auf dem Kirchentag gerade eine Vulva malt, wird man mit dem Generaloberen der Piusbrüder, Davide Pagliarani, kaum unter einen Hut bekommen. Als Christen bezeichnen sich aber beide, während einer der beiden hüpft und malt. Und Wackernagel wäre der Letzte, der bspw. etwas gegen die „sexuelle Selbstbestimmung“ hätte. Bei der „religiösen Selbstbestimmung“ wäre es aber anders? – Wackernagel definiert jetzt, was christlich ist? – Und daß das völlig bizarr wäre, fällt ihm selbst nicht auf? Er schreibt in der „Welt“ – und die druckt den totalitären Seich tatsächlich ab? Da hat meinereiner doch allein schon aufgrund dieser Beobachtung keine weiteren Fragen mehr.

Interessant ist natürlich, daß der alte Internationalsozialist Wackernagel noch immer gegen die „Nationalisten“ hetzt, verkennend, daß er „Nationalist“ nicht so allgemeingültig mit „Nationalchauvinist“ zu übersetzen hätte, wie er schon „christlich“ für seinen Subjektivismus in Geiselhaft nimmt. Es scheint ihm auch nicht klar zu sein, daß der Nationalstaat als solcher – ganz egal welcher genau – zumindest in Europa noch immer der größtmögliche denkbare Rahmen für den Sozialstaat, für Demokratie und – bereits eingeschränkt – auch das Subsidiaritätsprinzip ist, mithin also der Rahmen, in dem Freiheit überhaupt denkbar ist. Wackernagel ist genau das subjektivistische Meinerlein & Finderlein geblieben, das er vor mehr als 40 Jahren schon gewesen ist. Physische Gewalt mag er halt keine mehr anwenden. Heute hat er es mehr mit der psychischen Gewalt.

Permanent ignoriert er die Tatsache, daß Walter Lübcke offenbar von einem Einzeltäter ermordet wurde. Dauernd schwadroniert er von „die Denkrichtung“, „die Rechten“, „die Nationalisten“ – und schreibt tatsächlich: „Auch und gerade der Einzeltäter ist ausführendes Organ einer geistigen Haltung. Die Frage nach dem Einzeltäter ermöglicht den Betreibern dieser geistigen Haltung, ihre Verantwortlichkeit dahinter zu verstecken.“ – Praktisch die gesamte AfD und große Teile der freien Medien haben sich von dem Mord distanziert, was sie zwar genauso gut hätten bleiben lassen können, da der Wille zu ihrer „Unschädlichmachung“ auch ohne Distanzierung weiterbestehen wird, und weil eine solche Distanzierung nur den Eindruck erweckt, als unterstelle man denen, die einen „unschädlich“ machen wollen, eine wie auch immer geartete Moral, aufgrund welcher man dann irgendwelche ominösen „Pluspunkte“ gutgeschrieben bekommt für seine Distanzierung –   aber einerlei: Ein Wackernagel darf so eine Distanzierung ohne weiteres ignorieren. Er selbst stellt sich in den Dienst einer Agenda. Er wäre seiner eigenen „Logik“ zufolge ein medialer Einzeltäter, hinter dem sich eine „geistige Haltung“ versteckt, die gern die Sippenhaft wieder einführen würde.

Übrigens: Walter Lübcke war CDU-Mitglied seit 1986, bis zu seiner Ermordung also 33 Jahre lang. Um es einmal mit Wackernagel zu sagen: Viel Erfolg scheint Lübcke nicht gehabt zu haben bei seinem Versuch, in seiner Partei das „C“ im Parteinamen zur praktischen Anwendung zu bringen. Aber ich bin nicht Wackernagel.

Sascha Lobo beim WDR

Sascha Lobo bin ich allerdings auch nicht, obwohl ich ebenfalls eine schöne Frisur habe. Sascha Lobo wurde vom Westdeutschen Rundfunk zu der Frage interviewt, wie man denn nun mit den Rechten in Deutschland verfahren solle angesichts der Tatsache, daß sie die linksliberale Diskurshoheit schon so kräftig unterspült haben, daß sie zusammenzubrechen droht. Was soll ich sagen? – Sascha Lobo reagiert angesichts der Optionen, die der Linksliberalismus noch hat, genau so, wie von mir seit einigen Jahren vorhergesagt. Der politische V1-Punkt, der Punkt also, an dem der politische Start noch wie bei einem startenden Jet abgebrochen werden könnte, liegt hinter ihm. Der Linksliberalismus muß in die Luft, alles andere führt zu seinem sofortigen Crash. Es gibt die Option einer Vollbremsung bei radikaler Schubumkehr nicht mehr. Die Linksliberalen müssen ihr Ding jetzt auf Biegen & Brechen durchziehen.

https://www.youtube.com/watch?v=yeQTFbJqls8
Sascha Lobo -Foto: Screenshot Youtube

Vor dem Hintergrund dieser Tatsache sind Lobos Äußerungen auch zu sehen. Man sollte also, bevor man sich mit seinen Äußerungen beschäftigt, wissen, daß er selbst bei besserer Einsicht gar keine andere Möglichkeit gehabt hätte, als die, sich so zu äußern, wie er es dann getan hat. Lobo ist integrativer Bestandteil desjenigen Establishments, das allerweil gegen seinen Absturz kämpft. Und abstürzen will Lobo natürlich nicht. Er wird aber trotzdem abstürzen. Es dauert halt noch ein bißchen. Jedenfalls will Lobo nicht mit Rechten reden. Demokratie und Diskurs haben nämlich ihre Grenzen. Und der Stachelsascha hat die Grenze gezogen. Weiß der Geier, wer ihm den demokratisch legitimierten Auftrag dazu gegeben hat.

Der WDR will von Lobo wissen: „Würden Sie dazu auch eine Bemerkung wie die des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck zählen, man brauche eine „erweiterte Toleranz Richtung rechts„?

Lobo:Indirekt ja, direkt nicht. Aber ich glaube, dass Herr Gauck etwas Falsches getan hat – weil er nicht-demokratische, menschenfeindliche Positionen legitimiert. Es ist eben nicht so, dass man in einer liberalen Demokratie mit jedem debattieren sollte. Es gibt einfach zwischen menschenfeindlichen und nicht-menschenfeindlichen Meinungen keine ausgewogene Mitte. Da muss man einen klaren Strich ziehen. Und ich glaube, dass Herr Gauck diese rote Linie verwischt hat.

Und schon haben wir sie wieder, diese pestilenzartige Impertinenz, mit der Linke Begriffe besetzen. „Menschenfeindlichkeit“. Linke tun permanent so, als seien alle unterschiedlichen Menschen dieser Welt nicht in ihrer Unterschiedlichkeit zu begreifen, sondern unterschiedslos als „die Menschen“. Sie unterscheiden aber zwischen Ferraris und Trabis, anstatt von „die Autos“ zu reden. Auf die Idee, daß sie ihren „Die-Menschen-Schnack“ einmal einem derjenigen „die Menschen“ vorlegen könnten, der allahhand anderer Meinung ist als sie selbst, um zu überprüfen, ob wirklich alle „die Menschen“ ihre Sicht auf „die Menschen“ teilen, kommen sie nicht. Und daß eine andere Sicht möglicherweise Relevanz haben könnte – das wollen sie schon überhaupt nicht „denken“, diese „Denker“. Allein deswegen schon sind linke Gutmenschen wahnsinnig. „Menschenfeindliche Meinungen„. Gegen die muß „man“ – wer genau? – „einen klaren Strich ziehen„. In meiner Heimat sagt man: „A bleds Gschmarri hosd schneller bonanner wäi fümbf Mark“ (Ein blödes Geschmarr hast du schneller beieinander als fünf Mark).

WDR: Welche Rolle spielt die AfD in diesem gesellschaftlichen Kontext? Vertreter der AfD haben den Mord an Walter Lübcke verurteilt und grenzen sich auch immer wieder von Gewalt ab.

Lobo: Aus meiner Sicht sind das Posen. Tatsächlich findet die gesellschaftliche Stimmung, die die AfD aktiv anheizt, in solchen Netzwerken Resonanzraum. Das bedeutet konkret: Es wird eine Notwehr-Situation imaginiert, als müsse man sich in Deutschland gegen den Angriff von Migranten wehren. Diese Debatte dient für rechte Kreise als Bestätigung.

Aus seiner Sicht. Wen interessiert Lobos Sicht? Interessant wäre gewesen, zu erfahren was Lobo weiß, anstatt zu erfahren, was er sehen will und was nicht. Also: „Aus meiner Sicht“ einerseits – und im nächsten Satz dann „tatsächlich findet …„. Und „aktiv anheizen„. Interessant. „Passiv anheizen“ ginge wohl auch? Und eine Notwehr-Situation wird „imaginiert„? Ausgeschlossen, daß Lobo imaginiert, eine solche Notwehr-Situation werde lediglich imaginiert, wo sie doch – aus objektiver Sicht – tatsächlich besteht. Die objektive Sicht beruht auf den inzwischen zahllosen Meldungen über migrantische Überfälle, Messerstechereien, Diebstähle, Vergewaltigung, öffentliche Randale, Morde und kriminelle Clanbildung, sowie auf den entsprechenden Statistiken des Bundeskriminalamtes und der Justizbehörden zur Herkunft einsitzender Straftäter. Ob wohl das BKA und die Justizbehörden Stimmungen „aktiv anheizen„? Ob die Statistiken wohl zur Imagination führen? – „A bleds Gschmarri hosd schneller bonnaner wäi fümbf Mark„, Sascha!

WDR: Was kann man gegen die Aktivierung von möglichen rechtsextremistischen Schläfern tun?

Lobo: Wir müssen das als gesamtgesellschaftliches Problem sehen. Es ist viel zu normal geworden, menschenfeindliche und rechtsextreme Thesen als einen Teil der Debatte zu begreifen. Wir müssen eine klare, rote Linie ziehen.

Ja, was jetzt, Sascha, klar oder rot? Rot, gell? Logo, Lobo: Klare Linien sieht ja keiner der „die Menschen“. Was wäre übrigens ein „gesamtgesellschaftliches Problem“ im Gegensatz zu einem „gesellschaftlichen„? Meint „Gesellschaft“ nicht bereits das Gesamte? Und wer wäre in dem Zusammenhang der „wir„, der dringend mal muß? Es ist ganz einfach, Sascha: Nicht „wir“ müssen irgendetwas so sehen, wie Du meinst, sondern „Ihr“ müßt das so sehen. Weil alles andere ganz furchtbar nachteilig für euch wäre. Und was wäre überhaupt an „normal“ so gut, wenn „viel zu normal“ schon wieder saumäßig schlecht ist? Kann es sein, Sascha, daß du einfach eine subjektivistische Labertasche mit Stacheln bist? Aus meiner Sicht sieht es ganz danach aus.

Die wahren Feinde der Demokratie

Es kristallisiert sich immer deutlicher heraus, wer die wahren Feinde der Demokratie und ihrer grundgesetzlich verbrieften Rechte sind. Die AfD und „die Rechten“ (im Linksschnack etwas anderes als „die rechten Menschen“. Es gibt keine rechten „die Menschen“.) sind das auf jeden Fall nicht. Die wahren Feinde der Demokratie sitzen überall da, wo meinereiner reflexhaft „Establishment“ draufkleben würde. Oder, um es mit dem vielstrapazierten Zitat von Ignazio Silone zu sagen: Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Nein, er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.

Politisch-korrekte Sprachregelungen, Füllen von Begriffen mit anderen Inhalten, NetzDG, willkürliche Algorithmensteuerung, generelle Doppelmoral (Zwiedenk), Zensur, Diffamierung – usw. – alles das sind Erscheinungen eines totalitären Systems – und bei Frau Kramp-Karrenbauer, Frau Angela Merkel, Herrn Friedrich Merz und hunderttausdende Anderen bis hin zu Sascha Lobo und Christof Wackernagel, Hans Leyendecker und Margot Käßmann haben „wir“ es mit Vertretern und Verteidigern eines totalitären Systems zu tun. Die SPD unternimmt derweilen den dritten Anlauf, um ihr langjähriges Parteimitglied Thilo Sarrazin auszuschließen. Sie bezeichnen sich aber weiterhin unverdrossen als Sozialdemokraten.

Inzwischen wurde das auch schon vom Forbes-Magazin erkannt, einem der weltweit führenden Wirtschaftsmagazine, gegründet vor 102 Jahren. Aktuell fragt Forbes: „Are Today´s Progressives Actually Totalitarians?“ („Sind heutige Progressive eigentlich Totalitaristen?“). Eindeutige Antwort: Auf jeden Fall. Und wenn sie das sind, dann ziehen gefälligst nicht sie die Linie, sondern wir – und zwar ohne „die“. Zusammen mit Polizei, Bundeswehr und der AfD. Wenn das Establishment aus Gründen seines Selbsterhalts gar nicht mehr anders kann, als Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit den Krieg zu erklären, dann werden wir diese Kriegserklärung wohl zu akzeptieren haben, anstatt uns am Verrat von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit zu beteiligen und unsere Selbstachtung mit Füßen zu treten, um fortan als Unwürdige in der künstlich geschaffenen Hölle subjektivistischer, linker  Tyrannen unser Dasein zu fristen. Lang lebe die Freiheit!

 

 

 

 

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40 Kommentare

  1. Die ungebildeten Parteisoldaten haben nicht damit gerechnet, daß eine Partei auf die Bildfläche tritt, die ihnen was ihre Besetzung betrifft, intellektuell und in der Sache, überlegen ist. Auf Diskussionen können sie sich daher nicht einlassen deshalb greifen sie zu jenen Methoden die wir alle im Geschichtsunterricht schon einmal gehört und die Menschen aus der DDR schon einmal erlebt haben.

  2. Ich bin die Empörung auf journalistenwatch.com, Epochtimes, … leid! Das hilft keinen Millimeter. Ich fordere, dass die „Freien Medien“ eine NGO gründen, der jeder demokratische Bürger beitreten kann. Ich zahle dafür gern z.B. 100 Euro je Jahr. Das ist es mir Wert, für die Demokratie ein Opfer zu bringen, für die Demokratie zu kämpfen!

  3. Ich hoffe, daß das deutsche Volk sich nicht mehr lange von der linken
    Mischpoke unterdrücken lassen muß. Es dürfte doch mittlerweile jedem klar sein, daß es mit diesem Parteienklüngel so nicht weiter gehen kann.
    Deshalb ist es heute mehr denn je nötig, daß sich das normale Volk zusammenschließt und sich gegen die ständigen Attacken des Linksstaates wehren.
    https://ddbnews.wordpress.com/2019/06/22/aufruf-an-die-deutschen/

  4. Ihr eigener Untergang scheint den Medien ziemlich egal zu sein, sonst würden sie nicht solche Gestalten wie Wackernagel oder diesen Lobo an die Schreibfront setzen. Wie egal muß ihnen also erst das Deutsche Volk sein, wenn sie ihren eigenen Selbstmord schon beschlossen haben ? Sie wollen uns alle mit ins Verderben reißen, hauptsache sie können ihre linken, abartigen Ideen durchsetzen. Wer gegen die Medien kämpft, handelt praktisch in Notwehr.

  5. Wie weit ist es unter der Merkel Regierung bzw. dem Merkel Regime noch, bis der ökologische Sozialismus als Staatsziel verkündet und die Prinzipien des Rechtsstaats und der Demokratie endgültig über Bord geworfen werden ? Die Zersetzung des Feindes (deutsches Volk) durch Millionen hinterwäldlerischer islamisierter Vandalen, ist nur der Anfang gewesen…
    Nur das die herbei gerufenen in ihrem religiösen Eifer in und für Deutschland etwas ganz anderes im Sinn haben, als Merkel, wird diese erst merken wenn es alternativlos zu Spät ist und wir in einem Kalifat wach werden.

  6. Herr Erdinger, Ihr erster fett gedruckter Absatz gilt aktuell mal wieder voll und ganz inhaltlich der pseudopolitischen Frauenriege unter Anne Will mit ihren unsäglichen Aussagen heute am Sonntagabend. Mit diesen Figuren und etlichen anderen der Altparteien wird sich durch fehlende Selbsteinsichten niemals etwas ändern.

    Mal schauen wie dieses Drama am Ende ausgeht….
    Danke für Ihre Artikel.

  7. Lieber Herr Erdinger, Sie werden immer bissiger- und das freut einen richtig beim Lesen! Die Synopsis von drei,-unterschiedlichen…?- Opportunisten geriert einen messerscharfen Ansatz und kulminiert nicht ohne Sinn in der Anklageschrift an das Establishment: Ihr seid Totalitaristen!

  8. Warum bietet eigentlich der WDR einer Kasperfigur wie diesem „Lobo“ eine Bühne zur Selbstinszenierung? Der Typ diskreditiert sich allein schon durch seine Aufmachung, da kann er daherschwätzen, was er will.. Mit der Bürste würden sie ihn wohl nicht einmal als Statisten in Bad Segeberg bei den alljährlichen Festspielen nehmen.

  9. Ganz meine Meinung! Der Guido-Reil-Flügel muß sich durchsetzen gegen den Storch/Meuthen/Weidel-Flügel, dann wird die AFD Volkspartei!

    • Bei aller Wertschätzung für Reil,aber das wäre fatal und würde letztendlich ne rundgelutschte und weichgespülte im Format der BRD-FDP ergeben,gerade weil die AfD so ist wie sie ist,ist sie so stark in Mitteldeutschland, nur weil der konsumverdummte Altbundesbürger zu bequem und zu feige ist, sollte man der AfD nicht Zähne und Krallen ziehen…dann können wir gleich aufhören, die Hände in den Schoß legen und abwarten was da kommt. Diese ganze Distanzerites der West-AfD’ler ist eher nicht das was wir brauchen,wir brauchen Leute mit Rückgrad und keine Protagonisten die nur auf nen Platz am Freßnapf aus sind.

    • Na mehr als gründen kommt aber auch nicht bei rum,wo hängt denn die AfD im Westteil der BananenRepublik, gerade mal bei rund 9% und angedichtet hab ich gar nix,daß haben sie allein bewerkstelligt,ich hab lediglich erwähnt das der Altbundesbürger Angst hat Nazi, Rassist ect genannt zu werden und deshalb ne rundgelutschtere AfD präferiert, welche im Mantel einer CDU daher kommt,nicht so radikal,nicht so forsch,nicht so kompromitierend…was bleibt dann am Ende noch übrig?
      Na klar gibt’s in Mitteldeutschland genug Knalltüten die sich von der Konsumverblödung haben ködern lassen und dem hinterher hecheln was die Altparteien a la CDU und SPD sagen,das sind meines Erachtens aber auch meist diejenigen die 89 schon nix auf die Reihe bekommen haben und lieber Honecker und die Mauer behalten hätten. Der Artikel „Macht und Ohnmacht“ von PI NEWS beschreibt das Problem eigendlich recht treffend.

    • Ich bitte Folgendes zu beachten, die Einheitsfront unserer schwarzrotgrünen Elite praktiziert im Ergebnis Klassenkampf, von oben nach unten, zusammen mit den globalistischen Kartellen und zusammen mit dem bürgerlichen Gutmenschentum! Alle Politikfelder der Merkelschen Agenda führen langfristig zur Verarmung großer Teile der Bevölkerung. Das trifft die alten SPD-Wähler zu erst und die Grün-Wähler zuletzt.

      Nun steht Guido Reil für den unteren Teil der Bevölkerung, er ist der klassische Arbeiterführer. Dieser untere Teil der Bevölkerung wird in Zukunft immer größer und verzweifelter werden, es ist also im langfristigen Interesse der AFD, diese große Gruppe einzubinden und nicht den Scharlatanen von SPD und Linkspartei zu überlassen.

  10. Unsere westdeutschen Landsleute werden jetzt,wie die Geschichte so spielt,Zeuge einer DDR-Neuauflage ,mit allen drum und dran,Denunziantentum,Ausmerzung des Klassenfeindes,Infragestellung der Bürgerrechte unter Androhung der Ausbürgerung ,staatliche Hetzpresse,Verteufelung der Opposition,gekauftes Pfaffentum ,gnadenlose Repression gegen Andersdenkende ….also das volle Programm.Viel Vergnügen ,denn jetzt kommt die Stunde der Bewährung ihr sattgefressenen Maulhelden.

    • Ach, die merken garnicht, dass sie Zeugen sind. Die haben ganz andere Sorgen, „das Konto ist wieder so voll, wofür bringe ich die Kohle in Umlauf“….aufwachen wird sehr weh tun. Ich weiß es aus meiner Verwandtschaft, die kennen keine Nachrichten, keine Zeitungen, keine Politik, die kennen nur noch Netflix! Sind übrigens Akademiker….

    • Inzwischen bekommt man auch auf Netflix überwiegend politkorrekten Mist vorgesetzt. Die Frauen sind die Starken, die (alten) Männer die Trottel. Schwarze sind völlig realitätsfern überrepräsentiert. Keine Serie mehr ohne viertelstundenlange Lesben- und Schwulendramen. Marvel gehört ja auch zu Disney, keine weiteren Fragen. Sogar der von mir früher sehr geschätzte David Attenborough wird in der neueste BBC-Dokureihe nicht fertig, in praktisch jeder Szene den bösen Klimawandel anzuprangern. Auch bei Netflix kriegt der Konsument also seine tägliche Dosis Umerziehung ab, sogar wenn man die für Streamingdienste inzwischen erzwungenen „Angebote“ der GEZ-Medien meidet.

    • Absolut richtig,allein die geballte Präsenz der „Fernsehlieblinge“Somuncu,Schweiger,Kebekus…e.t.c. ist schon gruselig.

    • Ich kenne Netflix nicht, deshalb danke für die Ausführung.
      Ich weiß nur, dass sie da Filme und irgendwelche Serien gucken, zur Entspannung.
      Von David Attenborough habe ich immer viel gehalten, nun bin ich echt enttäuscht! Hätte ich ihm nicht zugetraut, ok, ich stelle fest, gut, dass ich Netflix nicht kenne und mir somit viel erspare.

    • Besser kann man es nicht beschreiben,ich lehn mich zurück und genieße die Show, Gruß aus Mecklenburg ✌

    • Genau beschrieben, absoluter geht es nicht, nur noch eines wäre hinzuzufügen, die Wirtschaft so weit herunterzufahren, bis zum Zahnfleisch rutschend,dass spätestens in 20 Jahren das Deutschland so aussieht, wie bis 1989 Ostdeutschland!
      Das ist Sozialismus pur! Nichtsnutze werden Reich zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung!
      Und genau dass ist gewollt weil diese Assozialen in der normalen Marktwirtschaft durchfallen! Es wären eigentlich die Hartz4 Empfänger von morgen!
      Und genau das war die DDR bis 1989!

    • Wer die Umwandlung einer Wohlfahrtsgesellschaft in eine sozialistische Armutsgesellschaft politisch vorsätzlich betreibt bekommt zu guter Letzt das Zittern beim Abspielen der Nationalhymne. Der Sozialismus enteignet die Gesellschaft und nicht die Reichen!

  11. Unsere Altvorderen waren meiner Meinung nach sehr vorausblickend, auch
    wenn in dieser Zeit nicht alles möglich war, aber der Artikel 20, 4 GG könnte
    dieser Weitsicht entstammen, dass wenn der Faschismus einst als
    Antifaschismus getarnt wiederkehren würde die Parlamente nicht das
    Instrument sein könnten einen falschen Weg zu korrigieren.

  12. Sollen sie nur drohen! Die Zeit arbeitet gegen Sie, weil die von ihnen erschaffene Wohlstandsvernichtungs-Maschinerie nicht mehr angehalten werden kann.

    Wenn schon bald die Sozialtransfers gekürzt werden müssen, wie Rente, Hartz 4, Wohngeld, medizinische Versorgung und soziale Beihilfen, während ihre Bezüge und Diäten automatisch immer weiter steigen, dann könnte sich auch der Volkszorn gegen sie stellen.

    Dann werden endlich die Mistgabeln und Dreschflegel werden aus den Ställen geholt (metaphorisch) und die herrschende Klasse muß ihr häßliches Gesicht zeigen, wie das schon in Frankreich geschieht.

    • Nix metaphorisch,ich nenne immer noch 4 Mistforken aus Altbestand mein eigen…die warten nur darauf im Hinterteil eines Politikers versenkt zu werden welcher Volk und Vaterland schadet 😉

  13. Wie grottentief muss eine WELT gestürzt sein, wenn sie einen ehemaligen RAF-Terroristen solchen Dünnschiss schreiben lässt? Wenn der alte Axel Springer das noch lesen könnte… unfassbar! Ich habe den Eindruck, die deutschen Medien (außer die freien Medien) sind von allen guten Geistern verlassen. Lügenpresse ist ja dagegen noch ein Kosewort…

  14. „Was glaubt er eigentlich, wie lange die Erinnerung des politisch
    interessierten Bundesbürgers zurückreicht? Nicht länger als fünf
    Minuten?“

    Ich würde vielen nicht mal 3 Minuten geben!

    • Was auch kein Wunder ist bei der acht millardenschweren Staatsfunk Gehirnwäsche!

      Plus den ddvg SPD Systemmedien, plus den steuerfinanzierten „Kulturaffenden“, plus den eingeschleusten Islam-U-Booten, plus den Satansanbetern der Bückbeter und ZiFi-Verherrlicher, plus den pädoaffinen der Lesbo-Schwulo-Transgenderzombies-Szene und den restlichen Staats- und Steuergeldschmarotzern, die noch nie gearbeitet, aber ganz viel Untertanenkohle abgreifen.

      Die Masse der Pöbel begreift gar nix, weil sie es gar nicht mitbekommen.

    • Warum sind Sie hier, ich hier, die anderen Foristen hier — trotz der von Ihnen angeführten Aufzählung von Medien und Zuständen? Was unterscheidet uns von den Begriffsstutzigen? Ist es nicht so, dass Menschen aufgrund verschiedener Begabungen/Talente trotz identischer Einflüsse/(Ver-)Bildung verschieden bleiben?

      Insofern möchte ich Ihren letzten Satz ergänzen: „…der Pöbel begreift gar nix, weil sie es gar nicht mitbekommen“ + „können“

    • Richtig,denn anders lassen sich die Wahlergebnisse nicht rechtfertigen und die Gleichgültigkeit im Volk nicht erklären. Ich bin der Meinung,die Leute verzichten gerne auf ihre Freiheiten und Bürgerrechte,Haupsache sie können konsumieren und Party machen. Das nenne ich mal erstklassige Konsumverblödung.

  15. „Allein für diese Selbstwahrnehmung gehört das gesamte Establishment in den Kindergarten gesteckt“ ? Gesteckt ja, aber garantiert nicht in den Kindergarten .

  16. Tja, Merz, jeder Mord durch einen Illegalen ist auch ein Merkelmord. Und jede Duldung des Zustandes ist Beihilfe. So einfach ist das.

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