Huch! Moscheeverbände in Deutschland solidarisieren sich mit islamistischen Muslimbrüdern

Deutsche Moscheegemeinden im Schulterschluss mit den Muslimbrüdern (Bild: shutterstock.com/Von Kemal Aslan)

Die Tagesschau scheint überrascht, dass zusammen findet, was zusammen gehört: Nach dem Mursi-Tod solidarisieren sich deutsche Moscheeverbände laut Kontraste-Recherche mit den islamistischen Muslimbrüdern. Beobachter warnen vor einem „gefährlichen Schulterschluss“. Ruprecht Polenz scheint eine ganz besondere Vorliebe für Mursi zu hegen. 

Anlässlich des Todes des ehemaligen ägyptischen Präsidenten und Muslimbruders Mohammed Mursi bekunden große Moscheeverbände ihre Solidarität mit der islamistischen Muslimbruderschaft. An diesem Freitag sollen in sämtlichen rund 300 „deutschen“ Moscheen der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG) Gebete für den islamischen Fanatiker Mursi stattgefunden haben, berichtet das ARD-Magazin Kontraste.

Ayman Mazyek in tiefer Trauer

So erklärte der Vorsitzende der Deutschen Muslimischen Gesellschaft (DMG), Khalled Swaid, erklärte, der Verlust von Mursi stehe „symbolhaft für die Krise, die das ägyptische Volk unter dem autokratischen Militärregime“ durchleben müsse. Die DMG, vor kurzem noch unter dem Namen „Islamische Gemeinschaft in Deutschland“ IGD aktiv, wird von Deutschlands Verfassungsschutzbehörden als wichtigste Organisation von Anhängern der Muslimbrüder in Deutschland angesehen. Sie ist auch Mitglied im hoch umstrittenen Verein mit dem hochtrabenden Namen „Zentralrat der Muslime Deutschland“ (ZMD).

Dessen Präsident, der umtriebige und gern gesehene Talkgast in öffentlich-rechtlichen Sendungen, Ayman Mazyek, jammerte zu Mursis Tod: „Wir gehören zu Allah und zu ihm werden wir zurückkehren. Erster frei gewählter Präsident Ägyptens stirbt im Gefängnis.“

Auch der Leiter der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbas, kündigte ein landesweites Gedenken in der Türkei an. Zu Diyanet gehören auch mehr als 900 Moscheen des Moscheeverbandes Ditib in Deutschland.

Eine besondere Affinität scheint Ruprecht Polenz (CDU), ehemaliger Generalsekretär der CDU, zu haben.  Er twitterte am Freitag neben anderen Unerträglichkeiten:

Schröter warnt  vor einem „gefährlichen Schulterschluss“

Professorin Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam, kritisierte das Vorgehen der Moscheeverbände: Der Tod Mursis werde für einen „Märtyrerkult“ missbraucht, um die „Legende des muslimischen Leidens am Westen und seinen Vasallen“ zu nähren. Schröter sieht darin einen „gefährlichen Schulterschluss“ zwischen türkischen Moscheeverbänden und der Muslimbruderschaft: „Das zeigt zugleich das Erstarken der Muslimbruderschaft“, so die Bewertung der Ethnologin, die sowohl von linken, wie auch muslimsichen Kräften massiven Anfeindungen ausgesetzt ist. Die Wissenschaftlerin veranstaltete Anfang Mai Am 8. Mai an der Universität in Frankfurt am Main eine Konferenz mit dem Thema: „Das islamische Kopftuch, Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“Im Vorfeld gab es massive Versuche, sowohl diese Konferenz zu verhindern als auch Frau Schröter ihres Amtes als Dozentin zu entheben.

Tatsächlich praktizieren türkische Moscheeverbände seit Beginn des Jahres eine offene Kooperation mit den Muslimbrüdern, berichtet hierzu das Magazin „Kontraste“. So habe die Ditib zu Jahresbeginn Organisationen, die den Muslimbrüdern nahe stehen, zu einer Konferenz in Köln eingeladen. Ein Ditib-Funktionär war auch bei der von der deutschen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkten Gründung des „Deutschen Fatwa-Ausschusses“ in Berlin anwesend – an dem vor allem Persönlichkeiten und Organisationen aus dem Umfeld der Muslimbrüder beteiligt sind.

Susanne Schröter sieht dahinter die Strategie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, den politischen Islam unter türkischer Führung und mit den Muslimbrüdern global auszubauen und vor allem in Deutschland zu festigen und zu etablieren. (SB)

 

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6 Kommentare

  1. Keiner kann hierüber überrascht sein. Berichte aus den Moscheen gibt es seit Jahren zur Genüge, allerdings werden sie von unseren Verantwortlichen heruntergespielt. Daran wird sich leider auch jetzt nichts ändern.

  2. Huch? Was für ein Quatsch.
    Das war so, das ist so und das wird so bleiben.
    Zahlen wrden die Deutschen.

  3. Zitat aus Wikipedia über die drei Thesen der Muslimbrüder:
    1. Die Entstehung der europäischen Renaissance beruhe auf einer Begegnung des Westens mit dem Islam;
    2. seit dem 19. Jahrhundert betreibe der Westen eine „kulturelle Offensive“ gegen die arabische Welt mit dem Ziel, deren Verhältnis zum Islam zu zerstören und sie ohne militärischen Einsatz zu beherrschen;
    3. im Westen gebe es eine vorherrschende dekadente Tendenz, und der Islam werde in naher Zukunft eine Führungsrolle übernehmen.

    Punkt eins ist völlig unsinnig,
    Punkt zwei trifft nur wenig zu (der mit der Türkei verbündete deutsche Kaiser stand dem Islam wohlwollend gegenüber und förderte sogar den Dschihad gegen die Briten)
    und Punkt drei wird langsam vor unseren Augen realisiert!
    Gerade in Deutschland nimmt die dekadente Tendenz rasant zu und der Einfluß des Islam wird proportional zur Geburtenrate stetig anwachsen

    • Zu Punkt 1. Man beruft sich auf Avicenna(ibn Sina). Das Avicennas Wissen jedoch auf römisch/griechischen Wissenschaft der Antike beruhte,verschweigt man gerne.

    • Ja, ich weiß. Unsere Medien verbreiten die Theorie, daß der Islam die Renaissance schuf (https://www.youtube.com/watch?v=uLjjncengg0).

      Dafür werden die Kreuzzüge genannt, durch sie sei die islamische Kultur nach Europa gelangt. Tatsächlich aber suchte man in der europäischen Renaissance nach den Quellen der Antike, also im Hellenismus und auch in der römischen Kultur. Die Erfindungen zu dieser Zeit wurden fast alle in Europa gemacht, Buchdruck, Seefahrt, Philosophie etc.

      Die arabische Schöpfungsperiode in der Blütezeit des Islam brachte uns etliche Fachbegriffe wie Algebra, Alchemie, Alkohol, Artischocke, aber auch Makrammee, makaber, Magazin. Die Renaissance damit zu begründen ist aber unsinnig.

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