Ombudsfrau der NSU-Hinterbliebenen fordert Untersuchung

Foto: Proteste beim NSU-Prozess vor dem Strafjustizzentrum München (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen des NSU-Terrors, Barbara John, hat gefordert, mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zu untersuchen. Sie tat dies vor allem mit Blick auf Halit Yozgat, der am 6. April 2006 ebenfalls in Kassel vom NSU erschossen worden war. „Ich schließe nicht aus, dass der jetzt Festgenommene damals zu den NSU-Kreisen gehört hat, die im Hintergrund beteiligt waren“, sagte John dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben).

„Deshalb müssen die Akten zum Mordfall in Kassel wieder geöffnet werden.“ Der Verfassungsschutz und die Landeskriminalämter seien in der Pflicht, etwaige Bezüge noch einmal genauer zu betrachten und überdies darzulegen, warum der jetzt wegen des Lübcke-Mordes in Untersuchungshaft sitzende Rechtsextremist Stephan E. „nicht weiterhin im Beobachtungsfeld geblieben ist“. Bis heute ist unklar, wie der NSU seine Opfer ausgesucht hat.

Denkbar wäre, dass E. den Hinweis auf Yozgat gab. Der vom hessischen Landesamt für Verfassungsschutz beanspruchte Quellenschutz von 120 Jahren könne nicht gelten, so John. (dts)

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21 Kommentare

  1. Inzwischen wird gefordert die NSU Akten wieder zu öffnen – ebenso gerade gehört der angebliche Täter war doch nicht so inaktiv wie vermeldet. Ja und die jetzt mit Morddrohungen Bedachten können nicht alle geschützt werden – es fehle an allen Stellen Personal. Will man hier schon mal vorbeugen und die nächsten Opfer in Stellung bringen? Zutrauen tue ich es denen.

  2. Da dachte man nun, es wären schon alle Säue durchs Dorf getrieben, was den angeblichen NSU betrifft und jetzt basteln die an einer neuen Geschichte. Hoffentlich überprüft der VS auch Verbindungen nach Südamerika, könnte ja sein, dass der Adolf doch überlebt hat und von dort die Strippen zieht.

  3. die Klärung der Täterschaft bzw Mittäterschaft des Joschka Fischer an der Ermordung des Ministers Karry und dem Mordversuch an einem Polizisten steht immer noch an. Im Fall Karry wurde die Mordwaffe im Auto des J. Fischer gefunden.

  4. „Bis heute ist unklar, wie der NSU seine Opfer ausgesucht hat.“

    Na dann mal schnell die Akten wieder öffnen – und dazu die entsprechenden Akten von CIA, MIT und Mossad. DIESE Herrschaften wissen mit Sicherheit ganz genau, was damals WIRKLICH passiert ist …

    • Geht doch nicht. Die darf niemand die nächsten 120 Jahre lesen. Bis dahin sind die Täter alle verstorben. besonders lustig fand ich die Aussage um die Nachkommen zu schützen. Die wissen also das sie Dreck am stecken haben und sagen es ganz offen.

    • „Der Nazi sitze überall, fantasierte Lobo, zumindest aber seine
      Wegbereiter bildeten eine „breite gesellschaftliche Front“. Bei Pegida,
      der AfD, „auch in der CSU“, wo Horst Seehofer von der Herrschaft des
      Unrechts gesprochen habe, was quasi ein Freibrief für Mord und Totschlag
      sei.“

      Stephan Paetow (tichy)

    • Respekt! Ich schaue mir das nicht mehr an. Immer die gleichen Leute, die immer die gleichen Aussagen tätigen. Am besten lachen lässt sich aber über das Sundermeyer. Der berichtet über angeblich „Rechte“ die mit ihm sprechen. ich frage mich welcher Rechter spricht mit dem Mann der in jeder Talkshow gegen angeblich rechte hetzt. Keiner!!! Das Sundermeyer ist das Relotius der ÖR.
      Der Lobo hat einen ähnlichen Weg gewählt. Der gibt sich nicht einmal die Mühe seine Meinung mit Fakten zu untermauern. Der hat begriffen das man nur Verhaltensauffälligkeiten zeigen muss um im ÖR eingeladen und damit Kohle zu machen. Da lässt es sich gleich zweimal so schön hetzen.

  5. Ja, ja, der NSU=100 Leute DAVON 80 vom VS! ALLE wichtigen Zeugen TOT hinterfrage! Führt jetzt endlich die POLIZEI-Ermittlungen zu Ende.

    • In 120 Jahren können die Untersuchungen weitergeführt werden, so lange sind die Akten unter Verschluss.
      Wahrscheinlich wird es auch 120 Jahre dauern bis eine Urteilsbegründung vorliegt, damit Frau Zetsche in Berufung gehen kann.

    • Es war schon erstaunlich wie die Zeugen die auspacken wollten wie die Fliegen gestorben sind. Ist das das System Clinton?

  6. Warum nicht gleich noch mit dem Mord an Barschen und Herhausen? Denn auch hier waren die Beamten der Geheimdienste nicht weit weg!

    • Rohwedder nicht vergessen.Der wollte der diebischen Treuhand die Suppe versalzen und mußte weg.Dafür kam dann Birgit Breuel.

  7. Das thüringische Märchen vom Bösen ? Käppchen und den beiden Rumpelstilzchen des VS geht in die nächste Runde.

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