Belgien: Nur 6,5 Prozent der abgelehnten Asylbewerber werden abgeschoben

Foto:Von Marco Aprile/shutterstock
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Belgien – Eine Studie zum Thema Asyl hat zu Tage gefördert, dass es auch in Belgien erhebliche Probleme mit der Rückführung von Asylanten gibt.

Nicht nur die Deutschen scheinen Probleme bei der Heimschickung von abgelehnten Asylbewerbern zu haben. Die niederländischen Forscher kamen bei ihren Untersuchungen, die letzte Woche im französischsprachigen Magazin Le Vif veröffentlicht wurde, zu ernüchternden Ergebnissen. Asylbewerber aus Ländern wie Syrien, dem Irak, Afghanistan, Iran, Somalia und Eritrea war der Hauptfokus der Untersuchung, da diese gemäß den Erkenntnissen am seltensten abgeschoben werden.

Währen Norwegen mit 25 Prozent erfolgreichen Abschiebungen hier noch im EU-Vergleich glänzen kann und Länder wie die Niederlande und Großbritannien ebenfalls knapp 20 Prozent Abschiebeerfolge haben, bilden Länder wie Belgien und Deutschland die Schlusslichter.

In Belgien werden gar nur 6,5 Prozent der illegalen und abgelehnten Asylanten abgeschoben. Die Gründe für die nicht stattfindenden Abschiebungen sind unterschiedlich. In Deutschland ist es beispielsweise so, dass viele Asylanten gar nicht mehr zu ihren Abschiebungen erscheinen oder nicht mehr in den Heimen aufgefunden werden können. Plötzliche „Erkrankungen“ oder „medizinische Notfälle“ machen Abschiebungen in Deutschland ebenfalls besonders schwierig. Auch mangelt es an diplomatischem Druck auf die Heimatländer und an Abkommen mit den jeweiligen Staaten, dass diese ihre Staatsbürger zurücknehmen. Vorausgesetzt die Nationalität der Asylanten ist den Behörden überhaupt bekannt. Viele Asylmigranten verheimlichen ihre Herkunftsländer, um die Abschiebung umso schwerer zu gestalten. (CK)

 

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3 Kommentare

    • Das kommt drauf an, wo man gerade ist – also „Schlumm“nähe oder sowas. 😉
      Mein erster Belgienkontakt war in den frühen 80ern ein Besuch in Lüttich.
      Ich war war geschockt: Ich sah nur Dreck!
      Ebenso erging es mir ein paar Jahre später in Brüssel: Abseits der touristischen Hotspots konnte man in den Straßen über die Müllsäcke klettern.
      Später habe ich dann mal erfahren, dass das mit den Müllsäcken dort normal ist, weil die Müllautos z.T. gar nicht durch die engen Straßen passen.

      1998 hatte ich bei einem Preisausschreiben der Region Dreiländereck o.ä. „einen Tag Lüttich“ gewonnen mit Stadt- und Museumsführung, Essen und so Pipifax und da habe ich eine wundershöne Stadt zum Verlieben kennengelernt.
      Es kommt immer darauf an, wer einem die schönen Ecken zeigt.

  1. „No Walls“ das ist immer schön wenn Leute die nichts haben so etwas fordern. Wenn sie selbst was zu verlieren hätten sehen die Forderungen ganz anders aus.

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