Ärger in Weimar um AfD-Vorsitz des Kulturausschusses

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Weimar – Auch die staatliche Kulturindustrie setzt weiterhin auf Ausgrenzung, um den politischen Gegner zu rechtsradikalisieren: Führende Repräsentanten des Weimarer Kulturbetriebs protestieren gegen eine Vereinbarung der Fraktionen des neu gewählten Stadtrats, der AfD in der Stadt den Vorsitz des Kulturausschusses zu überlassen. Der Chef der Klassik-Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, bezeichnete die Pläne in der „Welt“ als „unhaltbar“. Die Fraktionen des Stadtrats hätten offenbar übersehen, was sie anrichteten.

Die Vereinbarung sei ein „ärgerlicher und beklemmender Vorgang“, weil die Volksvertreter offenbar Kultur für unwichtig hielten. „Das kann ich gerade in Weimar überhaupt nicht verstehen. Die Entscheidung kann so nicht stehen bleiben.“

Auch der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Volkhard Knigge, hält einen AfD-Politiker als Vorsitzenden des Kulturausschusses für eine Fehlbesetzung. Was aus völkisch-antidemokratischem, völkisch-rassistischem Denken und Handeln folge, „lässt sich an der Geschichte Weimars und Deutschlands hier vor Ort besonders plastisch ablesen“. Weimar sei zu Recht stolz darauf, sich von diesen Traditionen abgesetzt zu haben.

Jetzt gehe es darum, „aus solchen Haltungen keine Lippenbekenntnisse werden zu lassen – nicht heute und nicht morgen“. Auch Hasko Weber, Intendant des renommierten Nationaltheaters in Weimar, zeigte sich entsetzt. Die AfD verfolge das Ziel, „die Räume unserer Kultur mit reaktionären und nationalistischen Ideen zu besetzen. Das ist nicht hinnehmbar und muss auch in Weimar verhindert werden.“ Die Auseinandersetzung in Weimar beschäftigt inzwischen auch Politiker in Berlin. Das ausgerechnet die AfD „in der Stadt der Erinnerung an die deutsche Geschichte mit all ihren unterschiedlichen Facetten“ die Kultur repräsentieren solle, ist für den parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, „nicht vorstellbar“. „Im Deutschen Bundestag habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Fraktionen gemeinsam eine solche Situation vermeiden. Ich erwarte, dass auch in Weimar die anderen Fraktionen sich zu einer Lösung zusammenfinden“, sagte Schneider der „Welt“. Der parteilose Oberbürgermeister von Weimar, Peter Kleine, sagte der „Welt“: „Eine funktionierende Leitung des Weimarer Kulturausschusses durch die AfD ist nicht möglich.“ Die Äußerungen von führenden AfD-Mitgliedern zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen stünden in diametralem Gegensatz zum Selbstverständnis der Stadt, die sich dem Schwur von Buchenwald verpflichtet habe. Er gehe davon aus, dass es aber letztlich zu einer für Weimar angemessenen Besetzung aller Ausschüsse komme. „Der Stadtrat entscheidet in seiner konstituierenden Sitzung am 3. Juli über die Besetzung der Ausschüsse. Im Anschluss wählen die Ausschüsse eigenständig ihre Vorsitzenden.“ (Quelle: dts)

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13 Kommentare

  1. Die Hetze gegen AfD- Mitglieder oder Sympathisanten wird immer schlimmer: Wann wird das erste AfD- Mitglied oder der erste AfD Sympathisant ermordet?

  2. Also wir verstehen das jetzt richtig. Kultur ist linksrotgrün verortet. Wenn das so ist warum müssen dann alle, also auch die angeblichen Rechten, für diesen Mist bezahlen?

  3. Völkisch bedeutet doch: „Das Volk ist alles, der Einzelne ist nichts.“ D.h. der Einzelne/Einzelfall kann getrost für das Volk geopfert werden, bzw. kann sich für das Volk opfern. Das kommt doch eher vom Sozialismus im National-Sozialismus.

  4. Was soll diese zunehmende Hetze gegen die AfD und kritisch denkende Bürger? Will man dadurch die Wahlen im Osten beeinflussen? Ich habe vertrauen in meine Mitbürger, dass sie sich nicht einlullen lassen.

    • Das wird noch besser. Heute,am 21.6.2019 hat OE24 gemeldet, das sich der ehrenwerte Herr Soros in den drei Bundesländern, in denen Wahlen anstehen, in die Wahlvorbereitungen einmischen will, um die AfD zu verhindern. Was dieser menschenverachtende Spekulant und seine beauftragte IM Erika da wohl anstellen werden ? Die Erfüllungsgehilfen unisono Pfaffen,DGB,IGM,Ver.di und die Praktikanten von der Antifa werden wohl zu politischen Zerstörungsaktionen und „versehentlichen“ Morden aufgefordert werden.
      .

  5. Schnappatmung und Hasstiraden des Merkelclans ist der beste Beweis für die richtige Entscheidung: Es ist höchste Zeit, dass Menschen mit Verantwortung und Verstand im darniederliegenden Kultur- und Medienbetrieb mitentscheiden.

  6. Weimar sollte sich wirklich an die Geschichte erinnern und nicht nur davon reden!
    Wer seine Geschichte vergessen hat, ist zur Wiederholung dieser Geschichte verurteilt.
    Und an diesem Punkt sind wir angekommen!

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